DE174815C - - Google Patents
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- DE174815C DE174815C DENDAT174815D DE174815DA DE174815C DE 174815 C DE174815 C DE 174815C DE NDAT174815 D DENDAT174815 D DE NDAT174815D DE 174815D A DE174815D A DE 174815DA DE 174815 C DE174815 C DE 174815C
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- 238000005242 forging Methods 0.000 claims 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21J—FORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
- B21J9/00—Forging presses
- B21J9/10—Drives for forging presses
- B21J9/12—Drives for forging presses operated by hydraulic or liquid pressure
- B21J9/16—Drives for forging presses operated by hydraulic or liquid pressure in conjunction with steam or gas power
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Press Drives And Press Lines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 49 e. GRUPPE
in SHEFFIELD, Engl.
Bei hydraulischen Pressen, Hämmern, Scheren u. dgl., welche mit einer Dampftreibvorrichtung
zusammenarbeiten, wird bisher das Hauptsteuerventil,' durch welches der
Dampf an den Dampfzylinder der Vorrichtung bezw. an die Rückzugszylinder verteilt wird,
mittels eines Handhebels verstellt, der unmittelbar mit der Ventilspindel in Verbindung
steht, und es war insonderheit bei großen Anlagen notwendig, daß dieser Hebel einen sehr
großen Weg beschrieb, so daß die Handhabung desselben namentlich bei großen Geschwindigkeiten
der Presse schwierig war.
Außerdem war die Hubbegrenzungsvorrichtung des Dampfkolbens bisher unmittelbar mit der Spindel des Hauptsteuerventils verbunden, so daß, wenn beispielsweise der Widerstand des Preßkolbens plötzlich aufhörte, der Handhebel einen so kräftigen Stoß erhielt, daß er dem ihn handhabenden Arbeiter entwischte, während gleichzeitig die lebendige Kraft des Dampfkolbens am Ende seines Arbeitshubes diesen gegen den Zylinderdeckel schlug und ihn zerbrach.
Außerdem war die Hubbegrenzungsvorrichtung des Dampfkolbens bisher unmittelbar mit der Spindel des Hauptsteuerventils verbunden, so daß, wenn beispielsweise der Widerstand des Preßkolbens plötzlich aufhörte, der Handhebel einen so kräftigen Stoß erhielt, daß er dem ihn handhabenden Arbeiter entwischte, während gleichzeitig die lebendige Kraft des Dampfkolbens am Ende seines Arbeitshubes diesen gegen den Zylinderdeckel schlug und ihn zerbrach.
Die vorliegende Erfindung soll diese Übelstände vermeiden, ohne die Gesamtanordnung
zu ändern, und zu diesem Zweck ist zum selbsttätigen Schließen der Dampfzuführung
eine Stellsteuerung vorgesehen, welche einerseits mit dem Steuerventil und seinem Handhebel
verbunden ist, während sie andererseits durch den Dampf kolben beeinflußt wird, wobei
der Handhebel entweder unmittelbar von Hand gesteuert wird oder auch mittels einer
Dampf- o. dgl. Hilfskraftmaschine, welche ihrerseits wieder von einer Stellsteuerung beeinflußt
wird.
In den Zeichnungen zeigt Fig. 1 eine Ansicht der Gesamtanlage, teilweise im Schnitt,
während Fig. 2 die durch eine Hilfskraftmaschine verstellbare Steuerung für sich zeigt.
Der Preßkolben 1 arbeitet in dem Preßzylinder 2 und das Querhaupt 3 desselben ist
durch die Stangen 4 mit den in den Dampfrückzugszylindern 6 befindlichen Kolben. 5
verbunden. Der Preßzylinder 2 steht durch das Hochdruckrohr 7 mit dem Wasserdruckzylinder
8 der Dampftreibvorrichtung in Verbindung und gleichzeitig auch noch durch das Niederdruckrohr 10 mit einem Luftbehälter 9,
welcher mit den Zylindern 2 und 8 in bekannter Weise durch Ventile ii und 12 verbunden
ist.
Der Kolben 13 ist mit der Kolbenstange 14
des Dampfkolbens 15 verbunden, der in dem Dampfzylinder 16 arbeitet. Das Hauptsteuerventil,
das wie gewöhnlich aus einem entlasteten Kolbenventil besteht, ist mit 17
bezeichnet, und zu ihm wird der Dampf bezw. irgend ein anderes Druckmittel durch das
Rohr 18 geführt, so daß er entweder durch den Kanal 19 in den Zylinder 16 gelangt, oder
durch das Rohr 20 zu den Rückzugszylindern 6; der Auspuff aller Zylinder erfolgt wie
gewöhnlich durch die Öffnung 21. In beiden Figuren ist das Ventil 17 geschlossen dargestellt
und die Presse ist in Ruhestellung. Zunächst, bezugnehmend auf Fig. 1, greift
der um einen festen Drehpunkt 23 drehbare Handhebel 22 an die Spindel 24 des Ventils 17
nicht unmittelbar an, wie bisher üblich, sondern mittels eines Stellhebels 25, der in seiner
Mitte bei 26 drehbar an der A^entilspindel 24 sitzt und dessen eines Ende 27 mittels einer
Lenkstange 28 mit dem Handhebel 22 verbunden ist, während an seinem anderen Ende
29 die zu der Hubbegrenzungsvorrichtung führende Verbindungsstange 30 angreift.
Diese Vorrichtung besteht aus einer beweglichen, längs des Kolbens 13 zwischen den
beiden Zylindern 8 und 16 liegenden Stange 31, welche unter einem kleinen Winkel gegen
die gemeinsame Zylinderachse geneigt ist, so daß sie von einer an der Kolbenstange 14
sitzenden Rolle 32 o. dgl. bei Bewegung der letzteren verstellt wird. Das untere Ende der
Stange 31 sitzt drehbar an dem einen Arm 33 eines dreiarmigen Winkelhebels, der bei 34
drehbar ist und dessen zweiter Arm 35 durch die Stange 30 mit dem Stellhebel 25 in Verbindung
steht. Das obere Ende der Stange 31 ist angelenkt an den einen Arm 36 eines zweiten
dreiarmigen Winkelhebels, der bei 37 drehbar ist und dessen Arm 36 dem Arm 33 und der Stange 31 annähernd parallel ist.
Die beiden Winkelhebel sind in ihrer Bewegung voneinander durch die Arme 38 und 39
sowie durch die Verbindungsstange 40 abhängig und der obere Winkelhebel wird durch
ein an seinem dritten Arm 42 wirkendes Gewicht 41 oder eine Feder ständig so nach
unten gezogen, daß die Stange 31 gegen die Rolle 32 gedrückt wird.
Die Wirkung dieser selbsttätigen Hubbegrenzungsvorrichtung ist die folgende:
Angenommen, es sei der Preßkolben 1 samt seinem Querhaupt 3 in gehobener Lage, und
es soll derselbe nach unten auf das Werkstück gedrückt werden, so bewegt man den
Handhebel 22 in die punktierte Lage 22°, wobei sich der Stellhebel 25 infolge des durch
das Gewicht 41 und die Teile 42, 39, .40, 38, 35, 30 ausgeübten Widerstandes um den
Punkt 29 dreht. Dadurch wird die Ventilspindel 24 nach unten gedrückt, so daß das
Ventil 17 Dampf nach dem Zylinder 16 strömen läßt, während die Rückzugszylinder 6
gleichzeitig auspuffen. Der Kolben 15 wird daher angehoben, und er bewirkt, daß Wasser
aus dem Zylinder 8 in den Zylinder 2 gedrückt wird, wodurch der Preßkolben 1 nach unten
geht.
Wenn der Kolben 15 in die Höhe geht, so geht die Rolle 32 gleichfalls nach oben und
drückt das obere Ende der Stange 31 nach links entgegen der Wirkung des Gewichts 41.
Infolgedessen hebt sich allmählich der Arm 35 des unteren Winkelhebels und mit ihm das
Ende 29 des Stellhebels 25, welcher seinerseits infolge des von dem Arbeiter an dem
Handhebel 22 ausgeübten Widerstandes sich um den Punkt 27 dreht, so daß die Ventilspindel
24 wieder angehoben wird und das Ventil 17 in eine Stellung gelangt, in welcher
der Dampf von dem Zylinder 16 abgeschnitten ist.
Hierdurch wird der Dampf von dem Zylinder 16 allmählich und selbsttätig abgeschlossen,
und zwar entspricht die jeweilige Stellung des Kolbens 15 beim Dampfabschluß
der Stellung, bis zu welcher der Hebel 22 von Hand bewegt worden ist. In jedem Falle
erfolgt der Abschluß des Dampfes, bevor der Kolben 15 das obere Ende seines Arbeitshubes
erreicht, so daß ein größerer Hub desselben und damit eine Zerstörung der Vorrichtung
ausgeschlossen ist; die genaue äußerste Hubbegrenzung wird durch vorherige Einstellung
der ganzen Vorrichtung erzielt. Außerdem wird der Handhebel 22 erst zurückbewegt,
wenn das Ventil 17 in seine Schlußlage gelangt ist. Der Kolben 15 kehrt dabei in seine
untere Stellung, ohne irgend welchen Stoß auf den Hebel 22 auszuüben, zurück, so daß er
dem Arbeiter in keinem Falle aus der Hand gleiten kann.
Wenn der Preßkolben 1 und das Querhaupt 3 gehoben werden sollen, so wird der
Handhebel 22 in entgegengesetzter Richtung bewegt, so daß er in die Lage 22s bezw. 22°
gelangt; dabei dreht sich der Stellhebel 25 um den Punkt 29, so daß die Ventilspindel 24
gehoben und das Ventil 17 in eine Stellung gebracht wird, in welcher das Druckmittel aus
dem Zuleitungsrohr 18 zu den Rückzugszylindern 6 durch das Rohr 20 strömen kann.
Während der dadurch erfolgenden Rückwärtsbewegung des Preßkolbens kommt die Hubbegrenzungsvorrichtung
nicht zur Tätigkeit, da der Dampfkolben in seiner Lage verbleibt und der als Drehpunkt für den Hebel 25 dienende
Punkt 29 durch das Gewicht 41 festgehalten wird.
In bestimmten Fällen, wie beispielsweise bei großen Anlagen, bei denen eine unmittelbare
Verstellung des Hebels 22 von Hand schwierig ist, kann dieser Hebel durch eine Dampfoder
sonstige Hilfskraftmaschine bewegt werden, welche ihrerseits wieder ein leicht beweg-
liches Ventil (Fig. 2) besitzt, das von Hand mittels einer zweiten Stellsteuerung verstellt
wird. Eine derartige Anordnung ist in Fig. 2 dargestellt, bei welcher der Hebel 22 mit dem
Kolben 43 eines Zylinders 44 für Dampf o. dgl. verbunden ist. Dieser Zylinder besitzt
einen Schieber 45, der mittels eines Hand-
hebeis 46 so verschoben werden kann, daß das betreffende Druckmittel zu der einen Kolbenseite
zufließt und auf der anderen Kolbenseite mit dem Auspuff in Verbindung tritt. Der Hebel 46 ist mit dem einen Ende eines
Stellhebels 47 verbunden, dessen anderes Ende durch die Lenkstange 48 mit dem Hebel 22
in Verbindung steht, während der Schieber 45 an diesen Stellhebel an einem dazwischen liegenden
Punkte 49 angreift, so daß der Schieber stets selbsttätig in die Normalstellung zurückkehrt, wenn oder bevor der Kolben 43
das Ende seines Hubes erreicht.
Außerdem ist auch noch eine Vorrichtung vorgesehen, durch welche ein ständiges Kissen
von Frischdampf unter den Rückzugkolben 5 erhalten wird, wenn die Presse schnell mit
kurzen Hüben arbeiten soll; diese Vorrichtung besteht, wie gewöhnlich, aus einem mittels
eines Hebels 50 verstellbaren Hahn 51, der an der Verbindungsstelle der Leitung 20 mit
einer vom Hauptdämpf rohr 18 kommenden Zweigleitung 52 sitzt; und die Anordnung
ist so getroffen, daß, wenn der Hebel 50 in die Lage 5oa gebracht wird, Dampf zu den Rückzugszylindern
6 unabhängig von dem Ventil 17 gelangt.
Um Wasser aus der Gesamtanordnung abzulassen, ist eine Vorrichtung vorgesehen,
durch welche, wenn der Hebel 22 über diejenige Stellung, bei welcher das Druckmittel
zu den Rückzugszylindern 6 gelangen kann, hinausbewegt wird,, das Ventil 12 zwangläufig
gegen die Wirkung seiner es für gewohnlich geschlossen haltenden Feder geöffnet
wird, so daß Wasser aus der Hochdruckleitung austreten kann. Zu diesem Zweck stößt
der Hebel 22,. wenn er über die Lage 22s hinaus
in die Lage 22° gebracht wird, gegen das freie Ende 53 eines, bei 55 drehbaren, zwei-
: armigen Hebels 54 und hebt diesen an. Das : andere Ende 56 desselben ist durch die Stange
57 mit dem bei 59 drehbaren Hebel 58 verbunden,
welcher auf die Spindel des Ventils 12 drückt und dieses öffnet, wenn der Hebel
. 54 bei 53 angehoben wird.
Wenn irgend eine Hilfskraftmaschine benutzt wird, um, wie in Fig. 2 dargestellt, den
' Hebel 22 zu bewegen, so bringt natürlich die
Bewegung des Handhebels 46 in den Lagen '■■ 46°, 46s, 46" dieselbe Wirkung hervor, wie
in Fig. ι der Hebel 22, wenn man ihn unmittlebar von Hand in die Lagen 22α, 22δ, 22°
bringt.
Natürlich kann anstatt des Dampfes irgend ein anderes geeignetes Druckmittel, beispiels-,
weise Preßluft o. dgl., in den Zylindern 6 und 16 Verwendung finden.
Claims (4)
1. Hydraulische Schmiede- oder ähnliche Presse mit Dampftreibvorrichtung,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Steuerventil (17) für den Einlaß des Dampfes
nach dem Dampfzylinder (16) mit dem Dampf kolben (15) der Treibvorrichtung
durch eine Stellsteuerung (22, 24, 30, 31, 40) in der Weise verbunden ist, daß der
Dampfzufluß durch die Bewegung des Kolbens (15) der Treibvorrichtung (8,
16) der jeweiligen Lage des steuernden Handhebels (22) des Ventils (17) entsprechend
verstellt wird, zum Zweck, unabhängig von der Bewegung des Kolbens (1) der hydraulischen Presse und auch bei
Bruch des Verbindungsrohrs (7) zwischen Presse (1, 2) und Treibvorrichtung (8,
16) die letztere vollständig in Gewalt zu haben. .
2. Ausführungsform der hydraulischen Presse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß an der Spindel des Steuerventils ein Stellhebel (25) drehbar sitzt, dessen eines Ende (27) mit dem Handsteuerhebel
(22) verbunden ist, während sein anderes Ende von der Kolbenstange (13) der Treibvorrichtung (8, 16) aus
bewegt wird.
3. Ausführungsform der hydraulischen go Presse nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß an der Kolbenstange (13) der Treibvorrichtung (8,
16) eine Rolle (32) o. dgl. sitzt, die an ■ einer schrägliegenden, parallel geführten
Stange (31) entlang läuft und diese dadurch verstellt, welche Verstellung durch
Winkelhebel (33, 38 bezw. 36, 39) auf den Stellhebel (25) des Steuerventils (17)
übertragen wird.
4. Ausführüngsform der hydraulischen Presse nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Handhebel (22) des Steuerventils (17) anstatt von
Hand durch eine Hilfskraftmaschine (43, 44, 45) -bewegt wird, deren Schieber (45)
mit einem Handsteuerhebel (46) und mit dem Steuerhebel (22) verbunden ist, um bei großen. Anlagen die Bewegung des
Steuerventils (17) zu erleichtern.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE174815C true DE174815C (de) |
Family
ID=439524
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT174815D Active DE174815C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE174815C (de) |
-
0
- DE DENDAT174815D patent/DE174815C/de active Active
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