DE1638584C - Polumschaltbare elektrische Synchronmaschine - Google Patents
Polumschaltbare elektrische SynchronmaschineInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung helrifl'l eine polumsehallhure
elektrische Synchronmaschine, die hei zwei verschiedenen Frequenzen mit gleicher Leistung und
gleicher Drehzahl betrieben werden kann.
Eine derartige Umschaltung wird /.. B. erforderlich, wenn die Frequenz einer bestehenden Netzanlage
umgestellt werden soll, z. B. von 60 auf 50 Hz. Hs ist
üblich, die Umstellung von einer höheren auf eine niedrigere Frequenz durch Verringerung der Drehzahl
der Antriebsmaschine des Synchrongenerators im Frequenzverhältnis vorzunehmen. Dabei geht
jedoch die Leistung der Synchronmaschine und der Antriebsmaschine im gleichen Verhältnis zurück. Es
ist aber gerade erwünscht, daß bei einer derartiger. Frequenzumstellung kein Leistungsveriust der vorhandenen
Synchronmaschinen zur Versorgung des Netzes auftritt. Außerdem soll eine derartige Frequenzumschaltung
leicht durchzuführen sein und ohne großen Abwand am Aufstellungsort der Maschine
vorgenommen werden können.
Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung aus von einer polumschaltbaren elektrischen Synchronmaschine
mit einem Läufer mit ausgeprägten Erregerpolen und einer an den Klemmen umschaltbaren
Ständerwicklung mit je drei Spulengruppen von 60° el über eine Polteilung ζ r Anpassung an zwei unterschiedliche
Netzfrequenzen, insbesondere für 50 und 60 Hz, die so ausgebildet ist, daß der Umfang des
Läufers Platz für die der größeren Umschaltpolzahl entsprechenden trregerpolc besitzt, deren Abmessungen
nach dem notwendiger Erregerstrom und dem magnetischen Fluß für die kleinere Umschaltpolzahl
festgelegt sind, und daß d·? Läuferkörper die
jeweils für die Lage der Erregerpole bei den beiden Umschaltpolzahlen erforderlichen, in axialer Riehtung
nebeneinander angeordneten Befestigungslöcher aufweist. Gemäß der Erfindung ist bei einer derartigen
Synchronmaschine die Ständerwicklung für eine Ersatzpolzahl ausgelegt, die auch ungeradzahlig sein
kann und für beide Urnschal»polzahlen die Bedingung erfüllt, daß der Zähler A des teilerfremden Bruches
A
B
45
durch 3 teilbar ist, wobei P die Ersatzpolzahl und 2 ρ die jeweilige Umschalipolzahl ist. Eine derartig
aufgebaute Synchronmaschine hat den Vorteil, daß sie bei jeder Umschaltpolzahl mit fast der gleichen
Drehzahl betrieben wird und auch angenähert die gleiche Leistung abgibt, da sowohl der Läufer als
auch die Ständerwicklung auf einfache Weise der jeweiligen Umschaltpolzahl angepaßt werden. Dadurch
kann die Antriebsmaschine bei beiden Frequenzen des Netzes in ihrem wirtschaftlichsten Bereich
betrieben werden.
Die Anpassung der Ständerwicklung geschieht fo durch eine einfache Änderung der Schaltung an den
Klemmen der Spulengruppen, die für beide Umschaltpolzahlen unverändert bleiben. Die Auslegung
über eine Ersatzpolzahl, die möglichst in der Mitte zwischen den beiden Umschaltpolzahlen liegen soll, f>5
ermöglicht eine normale Wicklung, deren Nutenzahl und Schrittweite für beide Poizahlen geeignet
ist; durch die Umschaltung der Aufeinanderfolge von WickluniiSteilen wird lediglich eine Änderung des
Wicklungsfaktors hervorgerufen, die jedoch keine große Änderung in der Leistungsabgabe zur Folge
hat. Die Umstellung des Läufers erfolgt durch ein Hinzufügen oder ein Entfernen von Erregerpolen.
wobei die jeweils erforderlichen Befestigungslocher schon am Läuferkörper angeordnet sind. Die gemäß
der Erfindung ausgebildete Synchronmaschine wird also mit einer der höheren Umsehalrpolzahl entsprechenden
Anzahl von Erregerpolen geliefert, so daß die Ausrüstung des Läufers mit der gewünschten
Anzahl an Erregerpolen jeweils am Aufstellungsort in einfachster Weise, ohne daß dazu besondere
Spezialisten notwendig sind, vorgenommen werden i*ann.
Die Verwendung der gleichen Erregerpole für beide Umschahpolzahlen hedingt zwar eine entsprechende
Uherdimensionierung bei der höheren Umschalipolzahl,
jedoch fällt dieser Nachteil gegenüber dem Vorteil, daß die Maschine bei beiden Frequenzen die
gleiche Leistung abgeben kann, nicht ins Gewicht. Außerdem ergibt die in axialer Richtung nebeneinanderliegende
Anordnung der für die unterschiedlichen Umschaltpolzahlen jeweils erforderlichen Befestigungslöcher
der Erregerpole am Läuferkörper den vorteil, daß -cwei Befestigungslöcher niemals so
eng zusammenliegen können, daß sie ein Langloch bilden, was eine besondere Ausrichtung der Läuferkörper
erforderlich machen würde.
Handelt es sich bei den ausgeprägten Erregerpolen der gemäß der Erfindung ausgebildeten Synchronmaschine
um Rundpole, die mit einer in der Mitte liegenden Polschraube am Läuferkörper befestigt
werden, so wird bei der Umschaltung infolge der in axialer Richtung nebeneinanderliegenden Befestigungslöcher
die magnetische Mitte des Läufers verschoben. In diesem Fall empfiehlt es sich, daß der
Ständer gegenüber dem Läuft in axialer Richtung
verschiebbar ausgebildet ist. Durch die entsprechende axiale Verschiebung des Ständers erreicht man wieder
eine nbereinstimmung der magnetischen Mitte von Ständer und Läufer. Das Ständergehäuse und die
Ständerfüße sind konstruktiv so auszubilden, daß die axiale Verschiebung einfach durchzuführen ist.
Weist die Maschine dagegen Langpole als ausgeprägte Erregerpole auf. so ist es vorteilhaft, daß die
Polkörper unsymmetrisch zur Polmitte liegenden Gewindelöcher für die Polschrauben aufweisen. Liegen
die Befestigungslöcher für die beiden Umschaltp'.)!- zahlen um einen der Unsymmetrie entsprechenden
Betrag axial nebeneinander, so kann man in einfacher Weise bei der Umschaltung von einer Umschaltpolzahl
auf die andere jeweils die Langpole um ISO drehen, so daß die magnetische Mitte nicht
durch die Umschaltung verändert wird. Eine Ständerverschiebung erübrigt sich dann.
Im folgenden sei die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Ein durch einen Dieselmotor angetriebener Syn chrongenerator soll von 60 auf 50 Hz Frequenz um
stellbar sein und die Umschaltpolzahlen 2 p, = 3'.
und Zp2 — -18 aufweisen. Die Ständerwicklung wire
gemäß der Erfindung so ausgelegt, daß die Nenn spannung nach der Frequenzumstellung erhaltei
bleibt, wobei die Drehzahl etwa gleich is («1 = 187,5 U/min; ;i2 = 189.5 U/min).
Zur Auslegung der Ständerwicklung wird zunächs die Ersatzpolzahl P genau in der Mitte zwischen de
I 638
Ihnschiiltpolzahlen gewählt, da P = 35 die Bedingung,
daß der Zähler des teilerfremden Bruches
A 6 P
ß " 2p
für beide Umschalipolzuhlcn durch 3 teilbar sein
muH, erfüllt. Für /J = 35 ergibt sich
.-I 6x35
H = 32
H = 32
6x35 105
16
bZW
105
19
19
Da die StänderwickJung über einer Ersatzpolteilung (elektr. 180") drei Spulengruppen von je
M) el aufweisen soll, ergibt sich die Anzahl der
Spulengruppen zu 3P= 105. 1st der Zähler A ein
Vielfaches von 3 P, so kann man eine entsprechende Anzahl von Parallelschaltungen oder eine Bruchlochwicklung
wählen. Im vorliegenden Fall ist A = 3 P, to daß eine Ganzlochwicklung gewählt werden muß.
Die Anzahl der Spulen pro Spulengruppe wird nach den üblichen Gesichtspunkten für die Dimensionierung
gewählt.
Die Spannungen der 105 Spulengruppen werden bei beiden Umschaltpolzahlen irr. Vektordiagramm
dargestellt (s. F i g. 1 für die Umschaltpolzahl 2 p2 = 38 und F i g. 2 für die Umschaltpolzahl 2 ρ,
= 32). Die Richtung der Spulengruppenspannungen •wird bei gleicher Schaltung aller Spulengruppen
--- Eingang/Ausgang — angegeben. Zwei im Ständer
der Maschine räumlich aufeinanderfolgende Spulengruppen schließen den Winkel β ein, der als Zonenbreite
bezeichnet wird.
Ii = 60 · 2^ .
Dies gibt für beide Umschaltpolzahlen
/<, = 54"/7 el; th = 65'A° el.
aufgebaut Es bilden sich 18 Spulengruppenketten,
darunter drei anormale, die verschiedenen Phasen angehören. Jede Phase wird aus sechs Spulengruppenketten
gebildet. Davon lassen sich jeweils drei Spulengruppenketten so zusammenfassen, daß sie
auch nach der Umschaltung erhalten bleiben. Die Zusammenfassungen bestehen jeweils aus 17 bzw.
18 Spulengruppen. Ihre Ausgänge werden über Klemmen herausgeführt, so daß die Umschaltung ohne
ίο Eingriff in die Wicklung über 12 Klemmen erfolgen
kann. Die zusammengefaßten Spulengruppenketten sind in F i g. 5 dargestellt und die Schaltung der
mittleren Klemmen für die eine Polzahl punktiert und für die andere ausgezogen gezeichnet.
Die Erregerpole 1 der Maschine sind als Langpole ausgebildet. Sie werden jeweils über zwei Befestigungslöcher 2, 3 am Läuferkörper 4 mit Hilfe von Polschrauben
angebracht. F i g. 6 zeigt im Schema eine Abwicklang des Läuferkörpers 4 mit den in axialer
Richtung nebeneinanderliegend. n Befestigungslöchem
2, 3 bzw. 2', 3' für die jeweilige Umschaltpolzahl. Im Erregerpol sind die Befestigungslöcher dem Abstand
zwischen beiden Reihen entsprechend unsymmetrisch zur Polmitte angeordnet. Wird nun der
Langpol bei der Umschaltung von der einen Befestigungslöcherreihe auf die andere gesetzt, so wird er
um 18ö° gedreht, und die Polmitte behält ihre ursprüngliche Lage.
Da der Polzwickel bei jeder Umschaltpolzahl der Synchronmaschine unterschiedliche Größe hat, sind
die Verbindungen der Erregerwicklung von Pol zu Pol, die Verbindungen der Dämpferringsegmente
sowie die Ausleitungen der Anschlußpole zweckentsprechend auszuführen.
35
Claims (4)
1. ΙΌ1 umschaltbare elektrische Synchronmaschine
mit einem Läufer mit ausgeprägten Erregerpolen und einer an den Klemmen umschaltbaren
Ständerwicklung mit je drei Spulengruppen von 60 el über eine Polteilung zur Anpassung an
zwei unterschiedliche Netzfrequenzen, insbesondere für 50 und 60 Hz, bei welcher der Umfang
des Läufers Platz für die der größeren Umschaltpolzahl entsprechenden Erregerpole besitzt, deren
Abmessungen nach dem notwendigen Erregerstrom und dem magnetischen Fluß für die kleinere
Umschaltpoizahl festgelegt sind, und der Läuferkörper, die jeweils für die Lage der Errogerpole
bei den beiden Umschaltpolzahlen erforderlichen, in axialer Richtung nebeneinander angeordneten
Befestigungslöcher aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ständerwicklung für eine Ersatzpolzahl ausgelegt ist, die auch ungeradz-.hlig sein kann und für beide Umschaltpo'/ahlen
die Bedingung erfüllt, daß der Zähler A des teilerfremden Bruches
CP
2p
H7+71
2 p, = 32 t// + i F/+36
2fc=*38l//+l K/ + 36
2fc=*38l//+l K/ + 36
Auf ihnen werden die Phasen, wie aus F i g. 3 für 2 p, = 38 und Fi g. 4 für 2 p, = 32 erkennbar,
durch 3 teilbar ist, wobei P die Ersatzpolzahl und 2 ρ die jeweilige Umschaltpolzahl ist.
2. Polumschaltbar elektrische Synchronmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ständer gegenüber dem Läufer in axialer Richtung verschiebbar ausgebildet ist.
3. Polumschaltbare elektrische Synchronmaschine nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet,
daß die als Langpole ausgebildeten Eirregerpole(l) unsymmetrisch zur Polmitte liegende
Gewindelöcher für die Polschrauben aufweisen.
4. Polumschaltbare elektrische Synchronmaschine nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet,
daß die r.rregerpole (1) bei der Umschaltung von einer Umschaltpolzahl auf die andere jeweils
um 180 gedreht sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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