DE163832C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22C—FOUNDRY MOULDING
- B22C3/00—Selection of compositions for coating the surfaces of moulds, cores, or patterns
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Fats And Perfumes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft die Verbesserung und Weiterausbildung des Modellpulvers
nach Patent 163269. Es hat sich herausgestellt, daß an Stelle des dort verwendeten
Kohlenstaubes andere stark poröse Stoffe Verwendung finden können, deren Poren
ebenfalls mit Harzen oder ölen, durchtränkt werden. Als solche Ersatzstoffe kommen
einesteils solche porösen Stoffe in Betracht, welche ebenso wie der Kohlenstaub selbst
ohne Rückstand oder doch nur mit Hinterlassung eines sehr geringen Rückstandes verbrennen, und andererseits solche porösen
Stoffe, welche zwar nicht ohne Rückstand verbrennen oder unverbrennlich sind, aber
ihrer Natur nach nicht die Gußform zu verunreinigen vermögen. Hierher gehört insbesondere
Kieselgur, welche deswegen die Form nicht zu verunreinigen vermag, weil sie aus demselben chemischen Stoffe besteht,
der auch in der Form selbst stark vertreten ist, nämlich Kieselsäure.
Das mit Hilfe von Kohlenstaub hergestellte Modellpulver hat den Nachteil, daß
es sehr mißfarbig ist, was seiner Einführung in die Technik und seiner gewerblichen Verwertung
große Schwierigkeiten bereitet. Im Gegensatz hierzu ist das mit Hilfe von Kieselgur hergestellte Modellpulver hell und
in seiner Farbe dem Lycopodium sehr ähnlich und stellt hierdurch einen technischen
Fortschritt gegenüber dem Modellpulver des
Hauptpatentes dar. Hinzu kommt noch, daß die Kieselgur noch bedeutend stärkere Porosität
besitzt als der Holzkohlenstaub, so daß sie zur Aufnahme einer wesentlich größeren
Menge von Harzen oder Ölen geeignet ist, ohne daß beim Erhitzen des so gewonnenen
Pulvers ein Austreten des Öles oder flüssig gewordenen Harzes aus den Poren erfolgt.
Andere Modellpulver, welche ebenfalls zum Ersatz von Lycopodium dienen sollen und
bei welchen gleichfalls unverbrennliche und unschmelzbare Mineralien verwendet werden,
können nicht mit dem nach vorliegender Erfindung hergestellten Pulver verglichen werden,
da es sich bei den dort verwendeten Körpern lediglich um unhygroskopische und wenig poröse Körper, wie Kalk, Gips und
dergl., handelt, welche mit Ölen oder Fetten versetzt werden. Solche Modellpulver bieten
den Nachteil, daß das Fett oder Wachs beim Erwärmen der Form schmilzt und austritt und
die Poren der Form verstopft, während die unverbrennlichen Körper (Kalk, Gips usw.)
beim Eingießen des flüssigen Metalls die Form verunreinigen und ihre Porosität ebenfalls
herabsetzen.
Ein solches Modellpulver nach vorliegender Erfindung kann in entsprechender Weise wie
das Modellpulver nach Patent 163269 hergestellt werden, d. h. in der Weise, daß man
entweder das Harz zunächst in einem Lösungsmittel auflöst, den porösen Körper wie
Kieselgur alsdann mit dieser Lösung durchtränkt und hierauf das Lösungsmittel verdampft,
oder dadurch, daß man das geschmolzene Harz mit dem porösen Körper vermischt und nach dem Erkalten der Masse
pulvert. Ferner kann man die Kieselgur mit einem Hartharz, beispielsweise Sandarak,
in trockenem Zustande vermischen und alsdann allmählich auf eine Temperatur von
ίο 150 bis 300° erhitzen. Bei diesem Erhitzen
wird das Harz zunächst weich und dann dünnflüssig. In dem Maße, wie es von der Kieselgur aufgenommen wird, nimmt die
Masse eine teigige, käsige Beschaffenheit an, die sie trotz Erhöhung der Temperatur beibehält,
ohne sich wieder zu verflüssigen. Nach dem Erkalten läßt sich die spröde Masse, welche gar keine Klebrigkeit mehr
zeigt, leicht zu einem äußerst feinen Pulver zermahlen.
Die Mengenverhältnisse, in welchen der poröse Körper und das Harz miteinander
vereinigt werden, können naturgemäß wechseln, sind indessen von der Aufnahmefähigkeit
des porösen Körpers für das Harz abhängig, denn es ist wesentlich, daß nicht größere
Mengen von Harz im freien Zustande in dem Gemenge zurückbleiben, da diese beim Erwärmen
schmelzen würden, wodurch ein Verstopfen der Poren der Sandform erfolgen würde. Andererseits darf aber auch die
Menge der porösen Substanz nicht zu groß sein, da sonst das erhaltene Pulver selbst
porös sein würde. So kann man im allgemeinen bis zu 20 Prozent des Harzes an Kieselgur verwenden und bis zu 50 Prozent
an Kohlenstaub.
Gewünschtenfalls kann man den Harzen etwas Schwefel hinzusetzen, wodurch ihre
Erhärtung infolge des Erhitzens noch verstärkt wird. Auch kann Dinitronaphthalin
in größeren oder geringeren Mengen oder auch als Lösungsmittel mit benutzt werden.
Dieses dient namentlich bei der Verwendung von Holzkohle auch als Färbemittel.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Modellpulver nach Patent 163269, dadurch gekennzeichnet, daß statt des Kohlenstaubes Kieselgur oder ein anderer stark poröser Körper verwendet wird, dessen Poren mit Harz oder dergl. ausgefüllt werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE163832C true DE163832C (de) |
Family
ID=429477
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT163832D Active DE163832C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE163832C (de) |
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