DE1635963B1 - Strickmaschine, insbesondere Flachstrickmaschine, zum Herstellen von gemusterter Maschenware - Google Patents
Strickmaschine, insbesondere Flachstrickmaschine, zum Herstellen von gemusterter MaschenwareInfo
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- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04B—KNITTING
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- D04B15/66—Devices for determining or controlling patterns ; Programme-control arrangements
- D04B15/68—Devices for determining or controlling patterns ; Programme-control arrangements characterised by the knitting instruments used
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Strickmaschine, insbesondere Flachstrickmaschine zum Herstellen
von gemusterter Maschenware, bei welcher jede Nadel entweder voll ausgetrieben wird oder in Fangstellung
verbleibt und zur individuellen Beeinflussung jeder einzelnen Nadel Füße vorgesehen sind, die wahlweise
in drei verschiedene Höhenstellungen anhebbar sind, in welchen sie mit verschiedenen, in Bewegungsrichtung
des Schlosses versetzten Schloßteilkanten in Eingriff gelangen'können.
Durch die deutsche Patentschrift 687 608 ist eine Vorrichtung der genannten Art bekanntgeworden,
bei welcher zur Einstellung der Füße in die drei Höhenstellungen ein Stößer vorgesehen ist, dessen keilförmiges
Ende so geformt ist, daß die Füße je nach der Stößerstellung in einer der drei Höhenstellungen
gehalten werden. Die Stößer werden durch eine Jaquardvorrichtung zwischen den Schlittenhüben
gleichzeitig in die jeweils erforderliche Stellung gebracht. Die Jaquardvorrichtung erfordert hohen mechanischen
Aufwand, außerdem ist eine Beeinflussung der Stößerstellung während eines Schlittendurchlaufes
zwischen zwei Schloßsystemen mit dieser Vorrichtung nicht möglich.
Weiterhin ist durch die schweizerische Patentschrift 217 453 bereits eine Flachstrickmaschine zum
Herstellen von gemusterter Maschenware bekannt, bei welcher Nadelstößer vorgesehen sind und jeder
Nadel ein Elektromagnet zugeordnet ist. Diese Maschine läßt zwar die Beeinflussung der Stößerstellung
während des Schlittendurchlaufes zwischen mehreren
ίο Schloßsystemen zu, aber die wahlweise Bildung von
Fanghenkeln oder Maschen durch ein Schloßsystem ist mit dieser Vorrichtung nicht möglich. Darüber
hinaus müssen die Verstellkräfte für die Nadelstößer durch die Elektromagneten aufgebracht werden.
Schließlich ist noch durch die schweizerische Patentschrift 156 084 eine Flachstrickmaschine zum
Herstellen von gemusterter Maschenware bekannt, bei welcher jede Nadel durch einen Schwenkhebel zu
betätigen ist, der über einen Magnet in drei Stellungen gebracht werden kann. Bei dieser Maschine ist
nur ein mit dem Schlitten bewegbarer Magnet vorgesehen, welcher Stellkräfte auf den Schwenkhebeln zu- |
geordnete Rasthebel auszuüben'hat, um die Rastung zu lösen. Ferner befinden sich die Schwenkhebel an
einer Schiene, welche zur Nadelauswahl zwischen den Schlittenhüben auf die Enden der Nadelstößer zu
bewegt wird. Auch bei dieser Maschine ist deshalb eine Beeinflussung der Nadeln während eines Schlittendurchlaufes
zwischen zwei Schloßsystemen nicht möglich. Schließlich können auch mit dieser Maschine
nicht mit einem Schloßsystem wahlweise Fanghenkel oder Maschen gebildet werden.
Der Erfindung hegt die Aufgabe zugrunde, eine Strickmaschine zu schaffen, die bei einfachem Aufbau
durch den einzelnen Nadeln zugeordnete Elektromagnete die beliebige Beeinflussung der Nadeln
zur Bildung von Fanghenkeln, Maschen oder keinen Maschen auch während des Schlittendurchlaufes ermöglicht,
und bei der die Elektromagnete nur geringe Stellkräfte aufbringen müssen.
Diese Aufgabe wird, ausgehend von einer Strickmaschine der eingangs genannten Art, erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß zur Einstellung jedes Nadel- j Stößers in die drei Höhenstellungen ein Schwenkhebei
vorgesehen ist, der durch ein Schloßteil entgegen der Wirkung einer Feder in eine Grundstellung gebracht
werden kann, daß jeder Nadel ein Elektromagnet mit einem Anker zugeordnet ist, welcher in
drei Stellungen einstellbar ist, wenn sich der Schwenkhebel in seiner Grundstellung befindet, und
daß der Schwenkhebel nach Freigabe durch das Schloßteil in der vorgewählten Stellung durch den
Anker gehalten werden kann. Dadurch, daß sich die Schwenkhebel unter dem Einfluß eines Schloßteiles
in einer Grundstellung befinden, wenn die Elektromagnete verstellt werden, wird erreicht, daß die
durch die Elektromagnete zu erzeugenden Stellkräfte nur die Trägheitskräfte des Ankers überwinden müssen.
Das Bauvolumen der erforderlichen Magnete wird so verkleinert.
Eine bevorzugte weiterei Ausbildungsform der Erfindung ergibt sich aus dem Unteranspruch.
Nachstehend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Zeichnung beschrieben. In dieser
zeigt
Fig. 1 im Schnitt die Teile zur Steuerung der Nadel in einer Stellung, die den vollen Austrieb der Nadel
gestattet, sowie darunter die in Betracht korn-
menden Schloßteile im Schnitt und in der Draufsicht,
F i g. 2 in der gleichen Darstellungsweise die Teile in einer Stellung, in welcher der Nadelaustrieb gesperrt
ist, und
F i g. 3 in der gleichen Darstellungsweise die Teile in derjenigen Stellung, in welcher die Nadel nur bis
in Fangstellung ausgetrieben werden kann.
Die im Bett 14 gleitende Nadel 1 steht unter dem Einfluß einer Platine 2, mit der ein Nadelstößer 3 mit
Fuß 4 gekuppelt ist. Eine schräge Anlauffläche 5 des Musterschlosses drückt den Nadelstößer 3 beim Vorbeigang
nach unten, so daß eine in dem Musterschloß folgende Schräge nicht auf den Fuß 4 einwirken
kann. Es ist daher gemäß,Fig. 2 kein Austrieb der Nadel 1 möglich, weil das Ende 7 des um die
Achse 9 schwenkbaren zweiarmigen Hebels 8 unter der Einwirkung der'Zugfeder'16 infolge Anschlages
des anderen Hebelarmes gegen den Ankerkopf 10 den Nadelstößer 3 nicht in eine Lage anheben kann,
in welcher die Schrägfläche 6 des Musterschlosses auf den Platinenfuß 4 einwirken könnte. Der Ankerkopf
10 des Elektromagneten 15 gelangt in die in Fig. 2 gezeichnete Sperrstellung, nachdem der Hebel
8 durch Einwirkung der schrägen Anlauffläche 5 unter Spannung der Feder 16 in die aus F i g. 2 ersichtliche
Schwenklage gebracht worden ist.
Wünscht man den Austrieb der Nadel 1 nur bis in Fangstellung (Fig. 3), so wird der Magnetankerkopf
10 so gesteuert, daß er nur mit seinen seitlichen stufenförmigen Anschlagflächen 11 gegen den Hebel 8
anliegt. Hierdurch wird der zweiarmige Hebel 8 in einer Stellung gehalten, in welcher der Nadelstößer 3
nur etwa zur Hälfte niedergedrückt bleibt und dadurch auf eine abgesetzte Schrägfläche 6 des Musterschlosses
kommt. Durch diese Schrägfläche 6 wird die Nadel 1 in eine Stellung verschoben, in welcher
sie in den Kanal zwischen den Teilen 12 und 13 des Nadelschlosses gelangt und durch dieses Schloß bis
in Fangstellung ausgetrieben wird.
Um einen vollen Austrieb der Nadel 1 zu erreichen, bleibt der Magnetankerkopf 10 außer Eingriff
mit dem Hebel 8 (Fig. 1). Infolgedessen springt der Nadelstößer 3 nach dem Vorbeigang des Schloßteils
mit der schrägen Anlauffläche 5 wieder in die Grundstellung und wird von der Schräge 17 des Musterschlosses
in eine Stellung gebracht, in welcher sie in den Kanal rechts von dem Teil 13 des Nadelschlosses
gelangt und von diesem zur Maschenbildung voll ausgetrieben wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen COPY
Claims (2)
1. Strickmaschine, insbesondere Flachstrickmaschine zum Herstellen von gemusterter Maschenware,
bei welcher jede Nadel entweder voll ausgetrieben wird oder in Fangstellung verbleibt
und zur individuellen Beeinflussung jeder einzelnen Nadel Füße vorgesehen sind, die wahlweise
in drei verschiedene Höhenstellungen anhebbar sind, in welchen sie mit verschiedenen, in Bewegungsrichtung
des Schlosses versetzten Schloßteilkanten in Eingriff gelangen können, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Einstellung jedes Nadelstößers (3) in die drei Höhenstellungen ein
Schwenkhebel (8) vorgesehen ist, der durch ein Schloßteil entgegen der Wirkung einer Feder (16)
in eine Grundstellung gebracht werden kann, daß jeder Nadel (1) ein Elektromagnet (15) mit einem
Anker zugeordnet ist, welcher in drei Stellungen einstellbar ist, wenn sich der Schwenkhebel (8) in
seiner Grundstellung befindet, und daß der Schwenkhebel (8) nach Freigabe durch das
Schloßteil (5) in der vorgewählten Stellung durch den Anker gehalten werden kann.
2. Strickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Kopf (10) des Magnetankers
oder an dem diesem gegenüberliegenden Ende (9) des Schwenkhebels (8) abgestufte Anschlagflächen (11) vorgesehen sind, an denen
der Schwenkhebel (8) nach der Auswahl unter der Wirkung der Feder (16) anliegen kann und
diejenigen Stellungen des Schwenkhebels (8) und des Nadelstößers (3) bestimmen, bei denen
die Nadel (1) außer Betrieb bleibt oder bis in die Fangstellung ausgetrieben wird, während diejenige
Stellung des Schwenkhebels (8) und des Nadelstößers (3), bei welcher die Nadel (1) voll ausgetrieben
wird, bei fehlendem Anschlag zwischen Ankerkopf (10) und Schwenkhebel (8) zustande
kommt.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE1963U0009583 DE1635963B1 (de) | 1963-02-15 | 1963-02-15 | Strickmaschine, insbesondere Flachstrickmaschine, zum Herstellen von gemusterter Maschenware |
| US344081A US3340708A (en) | 1963-02-15 | 1964-02-11 | Knitting machine with electromagnetic needle selection mechanism |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1963U0009583 DE1635963B1 (de) | 1963-02-15 | 1963-02-15 | Strickmaschine, insbesondere Flachstrickmaschine, zum Herstellen von gemusterter Maschenware |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1635963B1 true DE1635963B1 (de) | 1972-05-04 |
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ID=7566863
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1963U0009583 Withdrawn DE1635963B1 (de) | 1963-02-15 | 1963-02-15 | Strickmaschine, insbesondere Flachstrickmaschine, zum Herstellen von gemusterter Maschenware |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE1635963B1 (de) |
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