DE1635351A1 - Vorrichtung und Verfahren zum Behandeln von Textilgut - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zum Behandeln von TextilgutInfo
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Description
VEPA AG V 225
Basel / Schweiz 23-3-1967
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Wärmebehandeln von Textilgut mit wenigstens einer Behandlungskammer und einem dampfdurchlässigen Transportelement, vorzugsweise
einem Förderband aus Metallgewebe und/oder einer Siebtrommel, welche das Textilgut durch die Behandlungskammer führt, wenigstens
in der Nähe des Einlaufes zum raschen Aufheizen des Textilgutes vom~Behandlungsmedium durchströmt wird und welches vorzugsweise
am Ein- und Auslauf aus der Behandlungskammer ragt. Diese Erfindung
ist die vorteilhafte Weiterbildung der in Patent ... (Az. V 31 559 VIIa/8b) beschriebenen Erfindung. Die Vorrichtung ist
besonders geeignet zum Wärmebehandeln, vorzugsweise Dämpfen, von Kabel, Kammzug und flockigem Textilgut.
Insbesondere bei der Farbstoffixierung ist es wichtig, daß das
mit Farbflotte imprägnierte Gut rasch und vollständig gleichmäßig auf Fixiertemperatur aufgeheizt wird. Im Hauptpatent wurde bereits
vorgeschlagen, zur raschen, gleichmäßigen Aufheizung in der Nähe des Einlaufes der Behandlungskammer das Behandlungsmedium, z.B.
den Dampf, durch das Textilgut zu leiten.
Um eine möglichst hohe Produktion mit einer vorhandenen Vorrichtung
mit einem Siebband als Transportelement zu erzielen, ist es notwendig, das Textilgut in möglichst dicker Lage auf dem Textilband
abzulegen. Bei sehr dicken Lagen ist jedoch ein rasches und'
gleichmäßiges Aufheizen nicht immer gewährleistet, da der Widerstand des Materials den Dampf oder das sonstige Behandlungsmedium
auch bei höheren Gebläseleistungen stark am Durchströmen hindert.
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Die vorliegende Erfindung bezweckt, auch bei hoher Produktion und damit dicker Auflage des Textilgutes auf dem S.iebband eine
rasche und äußerst gleichmäßige Aufheizung zu ermöglichen.
Dies wird erfindungsgemäß mit einer Vorrichtung der eingangs
beschriebenen Art dadurch erreicht, daß oberhalb des Förderbandes am Einlauf der Behandlungskammer ein vom Behandlungsmittel durchströmtes
weiteres Transportelement, z.B. eine Siebtrommel, ein Siebband oder eine Rüttelrutsche, vorgesehen ist, welches mit
einer vielfach höheren Fördergeschwihdigkeit als das durch die Behandlungskammer führende Förderband antreibbar ist. Dadurch ist
es möglich, das Textilgut in dünner Schicht (Materiallage) auf diesem Transportelement zu führen und aufzuheizen und danach das
Textilgut in einer vielfach stärkeren Schicht auf dem Transportband aufzulegen und auf diesem aufliegend eine Zeitlang in der .
Behandlungsmittelstmosphäre verweilen zu lassen.
In Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, zum Aufheizen des Textilgutes eine unter Saugzug stehende Siebtrommel vorzusehen
und das Textilgut an deren Unterseite zu führen und nur die Unterseite der Siebtrommel unter Saugzug zu setzen. Der übrige Bereich
kann in bekannter Weise durch ein in der Siebtrommel angeordnetes Abdeckblech vom Saugzug abgeschirmt werden. Der Saugzug selbst
kann beispielsweise durch einen an einer Stirnseite der Saugtrommel angeordneten Ventilator erzeugt werden. Dei* abgesaugte Dampf wird
unterhalb der Siebtrommel in die Behandlungskammer zurtickgeleitet,
so daß eine Dampfumwälzung und damit keine Dampfverluste gegeben sind.
Es ist zweckmäßig, der Siebtrommel als Einlauforgan ein Förderband
zuzuordnen, das durch eine Vorkammer führt, welche der Siebtrommel
vorgeschaltet ist und eine Umwälzungseinrichtung und/oder eine Absaugeinrichtung für das in der Vorkammer vorhandene Luft/Dampf-Gemisch
besitzt. Durch die Dampfumwälzung bzw. Absaugung aus der Vorkammer ist sichergestellt, daß keine Luft mit dem Material in
die Behandlungskammer eingeschleppt wird, welche beispielsweise
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bei bestimmten Färbeverfahren äußerst schädlich ist. An der
Abgabeseite ist es zweckmäßig, der Siebtrommel eine,Umlenkwalze und eine Rutsche zuzuordnen. Die Rutsche soll dabei bis auf
das Förderband reichen, das durch die Behandlungskammer geführt ist. Dieses Förderband am Ein- und Auslauf aus der Behandlungskammer herauszuführen hat den Vorteil, daß dadurch außerhalb der
Behandlungskammer eine kontinuierliche Reinigungseinrichtung sowie
eine Bandsteuereinrichtung angeordnet werden können.
Bei einer Behandlungsvorrichtung mit Rüttelrutsche am Einlauf wird das lose Fasermaterial in dünner Lage durch den Foulard
geführt und der Rüttelrutsche übergeben. Die Rüttelrutsche ist wenigstens an dem in den Dämpfer ragenden Teil perforiert. Hierdurch
ist es möglich, daß im Bereich der Vorkammer bereits Dampf durch das Material strömt und damit die am Fasermaterial haftende
Luft abspült. Das Dampf/Luft-Gemisch wird abgesaugt. In der
Behandlungskammer kann beispielsweise unterhalb des Förderbandes ein Querstromgebläse angeordnet sein. Durch dieses ist eine Dampfumwälzung
gegeben. In diese Dampfumwälzung reicht das in den Dämpfer ragende Ende hinein, so daß das lose Fasermaterial in
dünner Lage vom Dampf durchströmt und damit vollständig gleichmäßig aufgeheizt wird. Durch die RUttelbewegung ist ein ständiges
Bewegen des losen Fasermateriales gegeben, was den Dampfdurchtritt
erleichtert. Von der Rutsche fällt das Fasermaterial auf das Siebband und wird hier zu einer dicken Schicht gestapelt. Es ist
günstig, den Saugteil des Querstromgebläses am Ablegebereich anzuordnen, so daß durch den Saugzug gleichzeitig ein Verdichten
der Materiallage auf dem durch den Dämpfer laufenden Siebband gegeben ist,
ι Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung im
Längsschnitt dargestellt.
Die gezeigte Vorrichtung besitzt ein dampfdichtes, wärmeisoliertes
Gehäuse 1. Ein Förderband 2, das im allgemeinen aus einem Metallsiebgewebe
besteht, ist auf Rollen 3 durch die Behandlungskamraer h
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geführt. Die Rückführung des Förderbandes erfolgt unterhalb der Be hand lung s kammer h. Die B e hand lungs kämme r h besitz-t am Einlauf
eine Vorkammer 5 und am Auslauf ein Wasserschloß 6. Zum Erzeugen von Sattdampf ist am Boden der Behandlungskammer k .ein beheizter
Sumpf 7 vorgesehen. Zur Reinigung ist am Ende der Vorrichtung außerhalb der Behandlungskammer h eine Wascheinrichtung 8 angebracht.
Die Bandsteuereinrichtung mit einer schwenkbar gelagerten Walze 9 ist am Einlauf vorgesehen. Zum Zuführen des Materials
dient ein Förderband 10,. welches das Material einer unter Saugzug
stehenden Siebtrommel 11 übergibt. In dieser ist die materialfreie Oberseite durch ein in der Siebtrommel 11 angeordnetes
Abdeckblech 12 vom Saugzug abgeschirmt. Zur Umlenkung des Materials
dient eine Walze 13, welche das Textilgut zusammen mit einer Rutsche Ik, sofern es sich um Kabel, Kammzug oder Textilbahnen
handelt, in Faltenlage an das Förderband 2 abgibt. Dieser Dämpfer eignet sich jedoch auch gut für loses Material. Wie Versuche
zeigten, ist ein Abtafeln des Gutes in Faltenlage bei der gezeigten Schräglage der Rutsche lh ohne einen Faltenleger einwandfrei möglich.
Bei der gezeigten Vorrichtung ist es ohne weiteres möglich, Kammzug und Kabel auf dem Siebband 2 in zwanzig- und mehrfacher
Lage zu stapeln.
Die Decke der Vorrichtung ist in bekannter Weise beheizt, so daß eine Kondensatbildung ausgeschlossen ist.
Die Vorrichtung kann außer für Dämpfzwecke auch für Ileißluftbehandlungen,
bei denen eine längere Verweilzeit unter einer bestimmten Temperatur erforderlich ist, mit Vorteil eingesetzt
werden. Eine derartige Heißluftbehandlung ist beispielsweise das Karbonisieren von Kammzug und loser Wolle. Für Heißluftbehandlungen
wird das Wasser aus dem Wasserschloß entfernt.
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Claims (3)
1. Vorrichtung mit wenigstens einer Behandlungskammer und einem
dampfdurchlässigen Transportelement, vorzugsweise einem Förderband aus Metallgewebe und/oder einer Siebtrommel, welche das
Textilgut durch die Behandlungskammer führt, welches wenigstens in der Nähe des Einlaufes zum raschen Aufheizen des Textilgutes
vom Behandlungsmedium durchströmt wird und welches vorzugsweise am Ein- oder Auslauf aus der Behandlungskammer ragt, insbesondere
nach Anspruch 6 des Patentes ... (Az. V 31 559 VIIa/8b),
dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb des Förderbandes am Einlauf der Behandlungskammer ein vom Behandlungsmittel durehströmtes
weiteres Transportelement, z.B. eine Siebtrommel, ein Siebband oder eine Rüttelrutsche vorgesehen ist, welches mit einer
vielfach höheren Fördergeschwindigkeit als das durch die Behandlungskammer führende Förderband antreibbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine
unter Saugzug stehende Siebtrommel als Aufheizelement vorgesehen ist, an deren Unterseite das Textilgut geführt ist und
nur die Unterseite der Siebtrommel unter Saugzug steht.
3. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Siebtrommel als Einlauforgan ein Förderband zugeordnet ist, das durch eine Vorkammer führt, welche
der Siebtrommel vorgeschaltet ist und eine Umwälzeinrichtung und/oder Absaugeinrichtung besitzt.
k. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Siebtrommel eine Umlenkwalze und eine Rutsche zugeordnet ist, welche bis auf das durch die Behänd-
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lungskanimer führende Förderband reicht.
Verfahren zum Y/ärmebehandeln von Textilgut, das mittels
eines durch das Gut strömenden Behandlungsmediums aufgeheizt Wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Textilgut in
dünner Schicht (Materiallage) aufgeheizt und danach in einer vielfach stärkeren Schicht in der Behandlungsmittelatmosphäre
auf einem Transportelement liegend verweilt.
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Publications (1)
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1970
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