DE1629809B2 - Kalander zum herstellen von folien aus thermoplastischen stoffen - Google Patents
Kalander zum herstellen von folien aus thermoplastischen stoffenInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft einen Kalander zum Herstellen von Folien aus thermoplastischen Stoffen mit mindestens
drei koplanaren Walzen, wobei mindestens eine Walze am Ausgangsspalt ballig ausgebildet ist, deren
Balligkeit zusammen mit der Durchbiegung aller Walzen für einen parallelen letzten Walzenspalt
festgelegt ist.
Mit einem Beitrag in VDI-Zeitschrift, 1957, Nr. 5,
Seiten 179/180, wird über den Ausgleich der Walzendurchbiegung in Kunststoff-Kalandern berichtet. Kalanderwalzen
können sich unter dem Arbeitsdruck durchbiegen, was dann zu Folien führt, die in der Mitte
dicker sind als an ihren Rändern. Es ist möglich, die Wirkung der Durchbiegung durch Balligschleifen der
Walzen auszugleichen, wozu es ausreicht, lediglich eine Walze der Summe der Durchbiegungen entsprechend
zu schleifen, die anderen Walzen können zylindrisch bleiben. Mit einer bestimmten Balligkeit kann lediglich
die Durchbiegung bei einem Arbeitsdruck ausgeglichen werden, so daß für unterschiedliche Arbeitsbedingungen
Walzen mit unterschiedlicher Balligkeit erforderlich sind. Die aus der Durchbiegung resultierende Ungleichmäßigkeit
der Folienstärke kann auch durch Schrägstellung der Walzen ausgeglichen werden; hierbei sind die
Mittenachsen der Walzen nicht parallel sondern in einem kleinen Winkel zueinander angeordnet Um die
Durchbiegung der Kalanderwalzen zu vermindern, kann auch auf deren verlängerte Walzenenden ein Gegenbiegemoment
ausgeübt werden. Bei einer Kombination von balligen Walzen und Gegenbiegemoment auf deren
Walzenenden ist es möglich, die Balligkeit nach dem mittleren Arbeitsdruck zu bemessen und Abweichungen
davon durch das Gegenbiegemoment auszugleichen; im Ergebnis sind dann kleinere Biegekräfte erforderlich
und es wird eine größere Genauigkeit erreicht Auf Grund von Versuchen wurden fünf 3-Walzen-Kalander
mit Biegevorrichtungen ausgerüstet; bei diesen Kalandern war die Ober- und Unterwalze ballig, die mittlere
Walze zylindrisch ausgebildet. Die Durchbiegung wurde von einem ölhydraulisch betriebenen Druckzylinder
bewirkt; die entwickelte Kraft reichte aus, um in der Waizenmitte eine Durchbiegung von ±38 μιτι hervorzurufen.
Weitere Schwankungen der gleichmäßigen Folienstärke können dann auftreten, wenn auf einem
bestimmten Kalander unterschiedliche Materialien bearbeitet und/oder Folien mit stark unterschiedlicher
Stärke hergestellt werden sollen. Als Folge davon unterscheidet die Fachwelt zwischen Kalandern für
Folien mit einer Folienstärke von 50 bis 250 μηι und
Kalandern für Felle mit einer Folienstärke von 250 bis 1000 μπι. In ähnlicher Weise wird zwischen Kalandern
für die Behandlung von Hart-PVC und Kalandern für die Behandlung von Weich-PVC unterschieden.
Aufgabe dieser Erfindung ist es, einen Kalander zum Herstellen von Folien aus thermoplastischen Stoffen
bereitzustellen, der die Verarbeitung verschiedener plastischer Stoffe mit stark unterschiedlichen Schmelzviskositäten
zu Folien mit sehr gleichmäßiger, in weitem Bereich wählbarer Filmstärke erlaubt und dessen
Korrekturmöglichkeiten gegenüber den bekannten Maßnahmen wie Balligschleifen, Walzenkreuzen
und/oder Walzenbiegungen wesentlich erweitert sind.
Ausgehend von einem Kalander zum Herstellen von Folien aus thermoplastischen Stoffen, mit mindestens
drei koplanaren Walzen, wobei mindestens eine Walze am Ausgangsspalt ballig ausgebildet ist, deren Balligkeit
zusammen mit der Summe der Durchbiegungen aller Walzen für einen parallelen letzten Walzenspalt
festgelegt ist, ist die erfindungsgemäße Lösung obiger Aufgabe dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis
der Biegesteifigkeit der vorletzten Walze zur Biegesteifigkeit der letzten Walze 0,03 bis 0,75 beträgt, und bei
weniger als max. Durchbiegung der letzten Walze das Verhältnis der Filmbreite im vorletzten Walzenspalt zur
Filmbreite im letzten Walzenspalt zwischen 0,2 und 1 für den parallelen letzten Walzenspalt eingestellt wird.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform beträgt das Verhältnis der Biegesteifigkeit der vorletzten Walze zur
Biegesteifigkeit der letzten Walze 0,1 bis 0,4.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform dieses Kalanders ist die vorletzte Walze ballig und die
letzte Walze zylindrisch ausgebildet
Das erforderliche Verhältnis der Biegesteifigkeit der vorletzten Walze zur Biegesteifigkeit der letzten Walze
kann zweckmäßigerweise dadurch erreicht werden, daß die vorletzte Walze und die letzte Walze aus gleichem
Material bestehen, und die vorletzte Walze 60 bis 70% des Durchmessers der letzten Walze aufweist
Zur Erläuterung von Ausführungsbeispielen der Erfindung dienen auch 2 Blatt Abbildungen mit den
F i g. 1 bis 9; im einzelnen zeigt
F i g. 1 in perspektivischer Darstellung einen herkömmlichen, umgekehrten »L«-Kalander,
F i g. 2 eine schematische Erläuterung der vertikal ausgerichteten Walzentrennkräfte beim Betrieb eines
konventionellen umgekehrten »L«-Kalanders,
F i g. 3 bis 6 schematische Darstellungen der relativen Anordnung der Kalanderwalzen in bezug auf die
vorgesehene biegsame Walze bei »J«-, umgekehrtes »L«-, »L«- und »Z«-Kalanderanordnungen,
F i g. 7 eine vergrößerte schematische Darstellung des Walzensystems unter der Belastung 0,
F i g. 8 eine vergrößerte schematische Darstellung des Walzensystems unter vorwiegend gleichmäßiger Belastung
und
F i g. 9 eine vergrößerte schematische Darstellung des Walzensystems zur Kompensation weniger als max.
Walzentrennkräfte.
Mit Fig. 1 ist ein üblicher, einem umgekehrten »L« entsprechenden Kalander dargestellt. Die geschmolzene
oder teigartige Masse aus dem thermoplastischen Stoff wird dem Walzenspalt zwischen den beiden
oberen Walzen 3 und 4 zugeführt; zwei seitliche Leitbleche 5 verhindern das seitliche Auseinanderfließen
des thermoplastischen Stoffes. In dem Ausmaß, wie ι ο die geschmolzene Masse durch den Zwischenraum
zwischen den Walzen 3 und 4 hindurchläuft, wird ein rohes Fell aus geschmolzenem Material gebildet,
welches anschließend in den Spalt zwischen den Walzen 3 und 2 eintritt Durch die Einstellung des 3-2-Walzenspaltes
auf einen Abstand, der gleich oder kleiner als der Abstand zwischen den Walzen 4 und 3 ist, kann sich vor
dem 3-2-Walzenspalt ein Knetwulst aus geschmolzenem Material ausbilden. Das austretende geschmolzene Fell
nimmt die Breite des vorhergehenden Knetwulstes an. Nach dem Eintreten in den 2-1-Walzenspalt, der
gegenüber dem 3-2-WaIzenspalt wiederum auf einen gleichen oder kleineren Abstand eingestellt ist, wiederholt
sich dieser Vorgang. Nachdem gleichbleibende Bedingungen eingestellt sind, stehen die Filmbreiten (w)
und Filmdicken (t) sowie die Umfangsgeschwindigkeit (v)aer einzelnen Walzen in folgendem Verhältnis:
κι χ Wi χ t\ = V2 χ W2 χ h = V3 x W3 χ /3
wobei sich die entsprechenden Indizes auf die Walzennummer beziehen. Die endgültige Breite und
Dicke des Fells wird durch den letzten Spalt, d. h., durch die Knetwulstbreite und den Abstand zwischen der
letzten Walze 1 und der vorletzten Walze 2 bestimmt.
Ungleichmäßigkeiten der Folienstärke bzw. Folien- 35, dicke können sowohl in Längsrichtung der Folie wie in
deren Querrichtung auftreten. Dickenschwankungen in Längsrichtung beruhen im wesentlichen auf dem
Lagerspiel der Walzenlager. Sofern die den letzten Walzenspalt bildenden Walzen in einer Ebene senkrecht
zur Ebene des vorangehenden Walzenpaares angeordnet sind, wie beispielsweise bei Kalandern vom
»Z«-Typ (vgl. Fig.6), verursacht dieses Lagerspiel keine besonderen Schwierigkeiten, da nach Erreichen
gleichmäßiger Kalandrierbedingungen die Walzentrennkraft im letzten Walzenspalt die Laufzapfen dieser
Walzen in stabilen Gleichgewichtslagen gegenüber den Lagerschalen hält Sind jedoch auch die vorhergehende
oder die vorhergehenden Walzen koplanar zu den Walzen des letzten Walzenspaltes angeordnet, wie
beispielsweise bei Kalandern vom »I«- oder »!.«-Typ, so
wirken auf die vorletzte Walze entgegengesetzte Trennkräfte ein.
Mit Fig.2 ist diese Situation an einem herkömmlichen,
einem umgekehrten »L« entsprechenden Kalander dargestellt. Auf die vorletzte Walze 2 wirkt die
Trennkraft (Fi) aus dem letzten Walzenspalt 2-1, und die entgegengesetzt gerichtete Kraft aus dem vorherigen
Walzenspalt 3-2 ein (Horizontalkräfte und Schwerkraft sind aus Vereinfachungsgründen nicht berücksichtigt).
Wenn die Walzentrennkraft F2 der Walzentrennkraft
Fi nahekommt, dann verschwindet die auf die vorletzte
Walze 2 wirkende Restkraft und diese Walze beginnt innerhalb ihres Lagerspiels zu schwimmen; als Folge
hiervon geht die Kontrolle über die Filmdicke verloren. Diese Situation wird üblicherweise durch Verringern
der Filmbreite W2, durch Verkleinern der Breite des vor
dem Spalt 3-2 gebildeten Knetwulstes, d. h., durch Erhöhen der Dicke des durch den Spalt 3-2 austretenden
Films A2 beseitigt. Im Ergebnis wird hierbei die auf die
vorletzte Walze 2 einwirkende Trennkraft vermindert, wodurch die vorletzte Walze 2 in eine Gleichgewichtslage
gegen die Oberweite ihres Lagers gedrückt wird.
Dickenschwankungen in Querrichtung der Folie sind weit problematischer zu beseitigen, da diese durch eine
Verbiegung der Walzen bewirkt werden. Wie bereits ausgeführt, ist zur Kompensation dieser Schwierigkeiten
a) das Balligschleifen von einer oder mehreren Walzen,
b) das Walzenkreuzen und/oder
c) das Walzenbiegen
vorgeschlagen worden. Im Ergebnis hat sich gezeigt, daß beim Walzenkreuzen und Walzenbiegen die
möglichen Krümmungskorrekturen bei Folienkalandern vom »L«- und »I«-Typ, bei denen meistens nur die
letzte Walze frei biegbar ist, auf 50 bis 75 μιτι und bei
»Z«-Kalandern, bei denen beide Walzen des letzten Spaltes frei biegbar sind, auf 25 bis 40 μΐη beschränkt
sind. Für die Bedürfnisse der Praxis reicht dies häufig nicht aus.
Ein nach der Erfindung ausgebildeter Kalander erlaubt wesentliche größere Krümmungskorrekturen,
nämlich zumindest bis etwa 254 bis 380 μπι bei allen Kalanderanordnungen. Erreicht wird dies durch im
wesentlichen zwei Maßnahmen, nämlich
1. die vorletzte Walze besteht aus einer wesentlich biegsameren, vorzugsweise balligen Walze, als dies
bislang üblich war, und
2. bei weniger als max. Durchbiegung der letzten Walze wird die für einen parallelen Ausgangsspalt
erforderliche Durchbiegung der vorletzten Walze dadurch gewährleistet, daß das Verhältnis der
Filmbreite im vorletzten Walzenspalt zur Filmbreite im letzten Walzenspalt in geeigneter Weise
eingestellt wird.
Ein solcher Kalander weist wenigstens drei im wesentlichen koplanar angeordnete Walzen auf, die ein
zusammenwirkendes Drei-Walzen-System bilden. Vorzugsweise sind die letzte und die drittletzte Walze
zylindrisch ausgebildet, zwischen denen als vorletzte Walze eine wesentlich biegsamere, ballig gedrehte
Walze angeordnet ist. In dem Walzenspalt zwischen der vorletzten und der letzten Walze wird fortwährend
gleicher Walzenabstand dadurch aufrechterhalten, daß die vorletzte Walze eine solche Balligkeit erhält, daß sie
mit der Krümmung der letzten Walze zusammenpaßt, wenn die vorletzte Walze ungebogen ist und die letzte
Walze max. gekrümmt ist. Bei niedrigeren Trennkräften im letzten Walzenspalt kommt es zu einer weniger als
max. Durchbiegung der letzten Walze; damit auch unter diesen Arbeitsbedingungen bei Verwendung der gleichen
balligen vorletzten Walze ein paralleler Ausgangsspalt gewährleistet ist, muß die wirksame Balligkeit der
vorletzten Walze kleiner sein als deren tatsächliche Balligkeit. Dies wird dadurch erreicht, daß die vorletzte
Walze eine wesentliche größere Biegsamkeit bzw. wesentlich verminderte Biegesteifigkeit aufweist, so daß
sich diese vorletzte Walze an die Änderung der Filmbreiten zwischen dem vorletzten Walzenspalt und
dem letzten Walzenspalt anpassen kann.
Mit den F i g. 3 bis 6 sind verschiedene Kalanderanordnungen dargestellt, welche schematisch die relative
Anordnung der Kalanderwalzen in bezug auf die vorgesehene, dünnere, biegsamere vorletzte Walze
erläutern. Zu diesen dargestellten Kalandern gehört
jeweils eine letzte oder abschließende Walze 10, eine
vorletzte Walze 14 und eine drittletzte Walze 12; in allen Fällen weist die vorletzte Walze 14 einen kleineren
Durchmesser auf, als die letzte (10) oder die drittletzte Walze 12 Die vorletzte Walze 14 ist zwischen den
Oberflächen der letzten Walze 10 und der drittletzten Walze 12 angeordnet, wobei die Achsen der Walzen 10,
12 und 14 im wesentlichen koplanar ausgerichtet sind. Zusätzlich können eine oder mehrere vorangehende
Walzen, beispielsweise die Walzen 16 und 18 in den Fig.4, 5 und 6 vorgesehen sein. Die vorangehenden
Walzen 16 und 18 sind von der drittletzten Walze 12 entfernt angeordnet und arbeiten mit dieser zusammen.
Vor jedem Walzenspalt sind Knetpolster 20 aus geschmolzenem oder teigartigem Material 24 dargestellt.
Der letzte Walzenspalt 22, der auch als Kalibrierspalt bezeichnet wird, wird zwischen den
gegenüberliegenden Flächen der letzten Walze 10 und der vorletzten Walze 14 gebildet. Das geschmolzene
oder teigartige Material 24 tritt aus dem letzten Walzenspalt 22 als kontinuierliche Folie oder Fell mit
einer im wesentlichen einheitlichen Dicke im Querschnitt aus und wird anschließend abgekühlt und zum
Aufwickeln oder Schneiden in üblicher Weise weitergeleitet
■Das Zusammenwirken von vorletzter, wesentlich
biegsamerer Walze 14 mit der Erhöhung der Filmbreite beim Fortschreiten vom vorletzten zum letzten
Walzenspalt 22 wird mit Bezugnahme auf die F i g. 7, 8 und 9 erläutert Bei diesen Figuren sind die Balligkeit der
balligen Walze und die Walzenverbiegungen schematisch in vergrößertem Maßstab dargestellt.
F i g. 7 zeigt das Walzensystem unter der Belastung 0; die letzte Walze 10 und die drittletzte Walze 12 sind als
zylindrische Walzen ausgebildet; die vorletzte Walze 14 ist ballig ausgebildet; sämtliche Walzen sind nicht
durchgebogen.
Mit F i g. 8 ist derjenige Fall dargestellt, bei dem die beiden, entgegengesetzt gerichteten Walzentrennkräfte,
welche auf die biegsame vorletzte Walze 14 einwirken, annähernd gleich groß sind (FiO = Fi2). In
diesem Fall bleibt die biegsame vorletzte Walze 14 im wesentlich ungekrümmt und die letzte Walze 10 weist
max. Durchbiegung auf. Wird für diesen Fall die Balligkeit der vorletzten Walze 14 dahingehend
festgelegt, daß diese vollständig der durch die Trennkraft Fi0 bewirkten Durchbiegung der letzten
Walze 10 entspricht, dann wird der entstehende Film in Querrichtung vollständig gleichmäßige Dicke aufweisen.
Notwendigerweise muß hierzu entweder die letzte Walze 10 oder die vorletzte Walze 14 oder beide den
letzten Spalt 22 bildenden Walzen eine solche Balligkeit aufweisen, daß der letzte Walzenspalt 22 bei der max.
auftretenden Walzentrennkraft gleichen Abstand behält. Vorzugsweise ist nur die biegsame vorletzte Walze
14 mit einer solchen balligen Oberfläche ausgestattet, während die anderen Walzen zylindrisch ausgebildet
sind.
Mit der Fig.9 ist der Fall einer niedrigeren Trennkraft Fio dargestellt, welche zu einer weniger als
ίο max. Durchbiegung der letzten Walze 10 führt; diese
Situation ergibt sich beispielsweise beim Übergang von höheren zu niedrigeren Schmelzviskositäten, von
kleineren zu größeren Filmdicken oder von einer höheren zu einer niedrigeren Kalandriergeschwindigkeit.
Als Folge der kleineren Walzentrennkraft Fio biegt
sich die letzte Walze 10 weniger stark durch, so daß die Balligkeit der vorletzten Walze 14 nicht völlig
kompensiert ist, was zu einem Film führen würde, der in der Mitte dünner ist als an seinen Rändern. Die
erforderliche Korrektur erfolgt durch eine Erhöhung der Felldicke (tu) bzw. eine Verminderung der
Filmbreite (wu) desjenigen Fells, das von der drittletzten
Walze 12 der vorletzten Walze 14 zugeführt wird. Bei gleichbleibender Filmbreite im letzten Walzenspalt
22 wird durch diese Verminderung der Filmbreite (w\$
im vorletzten Walzenspalt die Trennkraft'Fü vermindert, wodurch die biegsamere vorletzte Walze 14
solange nach oben auf die drittletzte Walze 12 hin abgebogen wird, bis wiederum ein paralleler Walzenspalt
zwischen der letzten Walze 10 und der vorletzten Walze 14 gegeben ist
Es ist vorgesehen, die vorletzte Walze 14 mit einer solchen Balligkeit auszubilden, welche im wesentlichen
der Durchbiegung der letzten Walze 10 entspricht, wenn der Kalander bei der max. beabsichtigten
Trennkraft Fio betrieben wird, d. h., bei max. Durchbiegung
der letzten Walze 10; dies ist insbesondere der Fall bei der Verarbeitung von Material mit hohen Schmelzviskositäten,
bei der Erzeugung dünner Filme und bei der Anwendung hoher Kalandriergeschwindigkeiten.
Bei niedrigeren Trennkräften, wie sie bei der Bearbeitung von thermoplastischen Stoffen mit niedriger
Viskosität, bei der Herstellung dickerer Filme oder beim Kalandrieren bei niedrigeren Geschwindigkeiten auftreten,
wird der gleichmäßige Abstand in dem letzten Walzenspalt 22 durch Vergrößerung des Abstandes
zwischen der vorletzten Walze 14 und der drittletzten Walze 12 erreicht; dadurch wird das Verhältnis der
Filmbreiten w\*lw\o in dem vorgesehenen Bereich von
0,2 bis 1 gehalten, und ein paralleler letzter Walzenspalt gewährleistet.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Kalander zum Herstellen von Folien aus thermoplastischen Stoffen, mit mindestens drei
koplanaren Walzen, wobei mindestens eine Walze am Ausgangsspalt baliig ausgebildet ist, deren
Balligkeit zusammen mit der Summe der Durchbiegung aller Walzen für einen parallelen letzten
Walzenspalt festgelegt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Biegesteifigkeit
der vorletzten Walze (14) zur Biegesteifigkeit der letzten Walze (10) 0,03 bis 0,75 beträgt, und bei
weniger als maximaler Durchbiegung der letzten Walze (10) das Verhältnis der Filmbreite im '5
vorletzten Walzenspalt zur Filmbreite im letzten Walzenspalt zwischen 0,2 bis 1,0 für den parallelen
letzten Walzenspalt (22) eingestellt wird.
2. Kalander nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Biegesteifigkeit der
vorletzten Walze (14) zur Biegesteifigkeit der letzten Walze (10) 0,1 bis 0,4 beträgt
3. Kalander nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die vorletzte Walze
(14) ballig, und die letzte Walze (10) zylindrisch ausgebildet ist.
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1972
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8230 | Patent withdrawn |