DE19521402C2 - Kalander für die Behandlung einer Papierbahn - Google Patents
Kalander für die Behandlung einer PapierbahnInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21G—CALENDERS; ACCESSORIES FOR PAPER-MAKING MACHINES
- D21G1/00—Calenders; Smoothing apparatus
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Landscapes
- Paper (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
- Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)
- Lubricants (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Kalander für die
Behandlung einer Papierbahn mit mindestens einem
Walzenstapel, der als Oberwalze und Unterwalze je ei
ne Durchbiegungsausgleichswalze mit einem Walzen
mantel, der über hydrostatische Stützelemente auf ei
nem ihn durchsetzenden drehfest gehaltenen Träger ab
gestützt ist, und als Mittelwalzen harte Walzen und ela
stische Walzen aufweist, welche Walzen mindestens vier
Arbeitsspalte, die von einer harten und einer elastischen
Walze begrenzt sind, und gegebenenfalls einen Wech
selspalt, der von zwei elastischen Walzen begrenzt ist,
bilden, wobei der Walzenmantel der Oberwalze und/oder
der Unterwalze einen Bezug aus einem elasti
schen Kunststoff trägt und die jeweils benachbarte
Mittelwalze eine harte Walze ist.
Kalander sind vielfach bekannt, beispiels
weise aus dem Prospekt "Die neuen Superkalanderkon
zepte" der Firma Sulzer Papertec Krefeld GmbH aus
1994 (Kennziffer 05/94 d). Sie dienen der abschließen
den Behandlung einer Papierhahn, damit diese einen
gewünschten Wert der Glätte, des Glanzes, der Dicke,
des Bulk u. dgl. erhält. Die "weichen" oder elastischen
Walzen tragen einen hauptsächlich aus Fasermaterial
bestehenden Bezug. Sofern ein Teil der Verformungs
energie als Wärme zugeführt werden soll, erfolgt die
Beheizung mittels der harten Mittelwalzen. Oberwalze
und Unterwalze sind ebenfalls als harte Walzen anzuse
hen, weil deren Walzenmäntel aus Hartguß bestehen.
Angetrieben wird in der Regel die dritte Walze von
unten.
Ein Kalander der eingangs beschriebenen Art ist aus
WO 95/14 813 bekannt. Bei ihm tragen Oberwalze
und Unterwalze je einen Bezug aus einem nachgiebi
gen Polymer, so daß deren Walzenmantel als elasti
sche Walze wirkt, der man als oberste bzw. unterste
Mittelwalze eine harte Walze zugeordnet hat.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Ka
lander der eingangs beschriebenen Art anzugeben, der
bezüglich der Gleichmäßigkeit der angestrebten Pa
pier-Parameter bessere Einstellmöglichkeiten bietet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß der Walzenmantel
biegeweich mit einem Verform
barkeitsfaktor
ausgelegt ist, wobei
E = E-Modul des Walzenmantels in N/mm2
S = Wandstärke des Walzenmantels in mm,
zu welchem Zweck der Walzenmantel aus einem Gußeisen mit geringerem E-Modul als Hartguß, aber unzureichender Verschleißfestigkeit besteht und der Bezug aus dem elastischen Kunststoff als Verschleiß-Schutzschicht dient.
E = E-Modul des Walzenmantels in N/mm2
S = Wandstärke des Walzenmantels in mm,
zu welchem Zweck der Walzenmantel aus einem Gußeisen mit geringerem E-Modul als Hartguß, aber unzureichender Verschleißfestigkeit besteht und der Bezug aus dem elastischen Kunststoff als Verschleiß-Schutzschicht dient.
Der biegeweiche Walzenmantel läßt sich sehr viel
leichter verformen als die bekannten Hartgußmäntel.
Dies kann durch einen kleineren E-Modul als bei Hart
guß und/oder durch kleinere Wandstärken verwirklicht
werden.
Die verbesserte Einstellbarkeit ergibt
sich, weil durch die Stützelemente ausgeübte Kräfte in
wesentlich stärkerem Maße auf das Papier wirken und
nicht durch die Steifigkeit des Walzenmantels verfälscht
werden, und außerdem weil die harte Walze örtliche
Streckenlaständerungen der Durchbiegungsausgleichs
walze voll aufnimmt und daher die Reaktionen der
Durchbiegungsausgleichswalze auf das Papier stärker
sind.
Bei kleinerer Wandstärke wird das wirksame Eigen
gewicht der Durchbiegungsausgleichswalze erheblich
reduziert. Dies macht sich bei den Kosten günstig be
merkbar. Bei einer erfindungsgemäß ausgebildeten
Oberwalze reduziert sich auch die minimale Strecken
last, mit der der Kalander betrieben werden kann. Die
geringere Wandstärke führt auch zu einem kleineren
Außendurchmesser und damit bei gleicher Streckenlast
zu einer höheren Druckspannung im Walzenspalt, was
zu besseren Ergebnissen führt. Ein weiterer Vorteil liegt
darin, daß die Laufruhe des Kalanders zunimmt. Durch
den elastischen Kunststoff werden nämlich Stöße aus
dem Walzenstapel gedämpft.
Der Nachteil, daß das Mantelmaterial nur wenig
verschleißfest ist, wird
dadurch ausgeglichen, daß der schon aus anderen
Gründen vorgesehene Bezug aus elastischem Kunst
stoff gleichzeitig als Verschleiß-Schutzschicht dient. Für
diesen Zweck genügt eine Kunststoff-Schichtdecke zwi
schen 8 und 15 mm, vorzugsweise 10 mm.
Bevorzugt wird es, daß der Verformbarkeitsfaktor <
5 ist. Es kommen auch Wette zwischen 6 und 10 und
mehr in Betracht.
Dies gilt insbesondere, wenn der Walzenmantel aus
Lamellengraphitguß, also einem Gußeisen mit lamellen
förmigem Graphit, besteht. Dieses Material weist einen
E-Modul auf, der um etwa 25% unter demjenigen von
Hartguß liegt. Die Wandstärke kann gegenüber dem
Hartguß-Walzenmantel um fast 50% reduziert werden.
Mit diesem Material lassen sich Verformbarkeitsfakto
ren F zwischen 6 und 8 erreichen.
Eine Alternative sieht vor, daß der Walzenmantel aus
Kugelgraphitguß, also einem Gußeisen mit kugelförmi
gem Graphit, besteht und einen Bezug aus elastischem
Kunststoff trägt. Dies erlaubt eine Wandstärkenredu
zierung gegenüber Hartguß von bis zu 59% und führt
damit zu einem Verformungsfaktor F über 8.
Mit besonderem Vorteil ist der Kunststoff ein faser
verstärktes Epoxidharz. Glas- oder kohlefaserverstärk
tes Epoxidharz kann so ausgelegt werden, daß einerseits
die gewünschte Elastizität und andererseits die erfor
derliche Verschleißfestigkeit vorhanden ist. Als Beispiel
hierfür wird ein Bezug aus "TopTec 4" der Firma Scapa-
Kern, Wimpassing/Österreich genannt.
Günstig ist es außerdem, daß die Durchbiegungsaus
gleichswalze eine Vielzonen-Steueruag aufweist, bei der
den Stützelementen einzeln oder paarweise Druckflüs
sigkeit mit unterschiedlichem Druck zuführbar ist. Wäh
rend sich bei einem Hartguß-Walzenmantel eine solche
Einzel- oder Paar-Steuerung kaum nach außen ausge
wirkt hätte, ist nunmehr eine individuelle Beeinflussung
des Papiers über sehr schmale Bereiche bereits im ober
sten Arbeitsspalt möglich, was von vornherein zu einer
hohen Gleichmäßigkeit der gewünschten Parameter
quer zur Papierbahn führt.
Ein weiterer entscheidender Vorteil ergibt sich, wenn
zumindest die oberste Mittelwalze beheizbar ist. Bereits
im ersten Arbeitsspalt wird daher der Papierbahn Ver
formungsenergie in Form von Wärme zugeführt. Dies
hat gegenüber einer sonst notwendigen Beheizung der
Oberwalze den Vorteil, daß die Oberwalze sehr viel
einfacher und billiger ausgeführt werden kann, geringe
ren Temperaturen ausgesetzt ist und stärker verformt
werden darf, ohne daß die Abdichtung hierunter leidet.
Noch günstiger ist es allerdings, wenn alle harten Mit
telwalzen beheizbar sind. Dadurch, daß man die oberste
und gegebenenfalls auch die unterste Mittelwalze als
harte Walze ausbildet, kann man unter Beibehaltung der
Gesamt-Walzenzahl die Zahl der harten und damit be
heizbaren Mittelwalzen um eine erhöhen. Dies erlaubt
es, auf einfache Weise mehr Wärmeenergie oder die
gleiche Wärmeenergie auf einem tieferen Temperatur
niveau zuzuführen.
Hierbei kann insbesondere die Beheizung mittels
Wasserdampf erfolgen, der mit Überdruck zuführbar ist.
Diese Art der Beheizung ist wesentlich einfacher und
preisgünstiger als die Beheizung mit Öl, wie sie bei einer
beheizten Durchbiegungsausgleichswalze erforderlich
wäre.
Von Vorteil ist es auch, daß bei einem 12-Walzen-Sta
pel die 4. Walze von unten angetrieben ist. Dadurch, daß
der Antrieb von der dritten zur vierten Walze verlegt
ist, ergibt sich eine bessere Leistungsteilung und damit
eine geringere seitliche Auslenkung der Antriebswalze
und der benachbarten Mittelwalzen. Es besteht daher
die Möglichkeit, sie kleiner zu dimensionieren, was bei
gleicher Streckenlast höhere Druckspannungen in den
Walzenspalten und damit bessere Ergebnisse bei der
Papierbehandlung ergibt.
Die Erfindung wird nachstehend anhand in der Zeich
nung dargestellter bevorzugter Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Ausführungsform eines erfindungsgemä
ßen Kalanders in schematischer Darstellung,
Fig. 2 einen Teilschnitt durch den obersten Walzen
spalt,
Fig. 3 schematisch einen abgewandelten Kalander
mit acht Walzen,
Fig. 4 einen abgewandelten Kalander mit sechs Wal
zen und
Fig. 5 einen abgewandelten Kalander mit zwei Sta
peln zu je fünf Walzen.
Der in Fig. 1 veranschaulichte Kalander weist einen
Walzenstapel 1 auf, der aus zwölf Walzen besteht, näm
lich einer Oberwalze 2 und einer Unterwalze 3, die beide
als Durchbiegungsausgleichswalze ausgebildet sind, und
zehn dazwischen angeordneten Mittelwalzen. Hier fol
gen von oben nach unten einer beheizbaren harten Wal
ze 4 eine elastische Walze 5, eine beheizbare harte Wal
ze 6, eine elastische Walze 7, eine beheizbare harte Wal
ze 8, zwei elastische Walzen 9 und 10, eine angetriebene,
beheizbare harte Walze 11, eine elastische Walze 12 und
eine beheizbare harte Walze 13. Die elastischen Walzen
5, 7, 9, 10 und 12 tragen je einen Bezug 14 aus elasti
schem Kunststoff. Auch der Mantel 15 der Oberwalze 2
und der Mantel 15a der Unterwalze 3
tragen einen Bezug 27a aus einem solchen elastischen
Kunststoff (Fig. 2), so daß auch Oberwalze 2 und Unter
walze 3 als elastische Walzen wirken. Daher wird zwi
schen den elastischen Walzen 9 und 10 ein Wechselspalt
16 gebildet. Alle anderen Spalte sind Arbeitsspalte 17,
die je durch eine elastische Walze und eine harte Walze
begrenzt sind.
Eine Papierbahn 18 wird entweder direkt von einer
Papiermaschine oder von einer Abwickelvorrichtung 19
zugeführt, durchläuft unter der Führung von Leitrollen
20 zunächst sechs Arbeitsspalte 17, dann den Wechsel
spalt 16 und schließlich vier weitere Arbeitsspalte 17,
worauf sie in einer Aufwickelvorrichtung 21 aufgewic
kelt wird. In den sechs oberen Arbeitsspalten liegt die
Papierbahn 18 mit der einen Seite, in den vier unteren
Arbeitsspalten mit der anderen Seite an den elastischen
Walzen an, so daß beidseitig die gewünschte Oberflächenstruktur,
beispielsweise Glanz oder Glätte, erreicht
wird.
Fig. 2 zeigt eine mögliche Ausführungsform der Wal
zen im Bereich des obersten Arbeitsspaltes 17. Die
Oberwalze besitzt einen Träger 22, der drehfest im
Ständer 23 des Kalanders gehalten ist und durch eine
Kraft 24 belastet werden kann. Auf diesem Träger 22
wird der Mantel 15 der Oberwalze 2 mit Hilfe von dicht
benachbarten hydrostatischen Stützelementen 25 abge
stützt. Jedes Stützelement 25 - oder jedes Paar von
Stützelementen 25 - wird durch eine individuelle Steu
erleitung 26 mit Druck versorgt. Der Walzenmantel 15
wird durch einen Träger 27 in der Form eines inneren
Rohres 27 aus Lamellengraphitguß gebildet, der einen
äußeren Bezug 27a aus elastischem Kunststoff trägt, der
eine höhere Verschleißfestigkeit als dieser Guß hat Be
vorzugt wird ein Material, das eine mittlere Druckspan
nung von mehr als 45 N/mm2, vorzugsweise bis 60 N/mm2
verträgt und eine geringe Markierungsempfind
lichkeit besitzt. Als Beispiel wird durch Fasern, insbe
sondere Kohlefasern, verstärktes Epoxidharz genannt,
wie das bereits genannte Bezugsmaterial "TopTec 4".
Der den Walzenmantel 15 bildende Träger 27 hat eine
wesentlich geringere Wandstärke als ein Hartgußman
tel der den gleichen Innendurchmesser besitzt. Gegen
über Hartgußmänteln, die eine Dicke von 80 bis 145 mm
besitzen, benötigt man bei Lamellen- oder Kugelgra
phitguß-Mänteln lediglich 45 bis 70 mm und eine Wand
stärke des Kunststoffbezuges 27a im Bereich von 8 bis
15 mm, vorzugsweise 10 mm. Bei der harten Walze 4
sind nahe der Oberfläche verlaufende Kanäle 28 vorge
sehen, denen über Steuerleitungen 29 Heißdampf mit
erhöhtem Druck zugeführt wird, beispielsweise mit ei
ner Temperatur von 220°C, was einem Druck von
22 bar entspricht und zu einer Oberflächentemperatur
von etwa 150°C führt.
Ein Steuergerät 30 hat mehrere Funktionen:
- a) Über eine Leitung 31 wird die Kraft 24 festge legt, mit der die Oberwalze 2 bzw. ihr Träger 22 nach unten gedrückt wird, wobei die ähnlich ausge staltete Unterwalze 3 zweckmäßigerweise ortsfest gehalten ist. Die Belastung kann auch in umgekehr ter Richtung erfolgen, wobei die Kraft 24 auf die Unterwalze wirkt und die Oberwalze 2 ortsfest ge lagert ist. Durch die Belastung ist auch die Druck spannung bestimmt, die in den einzelnen Arbeits spalten 17 herrscht. Diese Druckspannung nimmt von oben nach unten zu, weil sich zu der Bela stungskraft 24 jeweils noch das Gewicht der einzel nen Walzen addiert. Wegen des geringen Gewichts des Mantels 15 der Oberwalze 2 ist der Kraftzu wachs geringer als bei bekannten Superkalandern mit zwölf Walzen.
- b) Über die Leitungen 26 und 26a werden die Stütz elemente 25 zum Durchbiegungsausgleich der Oberwalze 2 und der Unterwalze 3 mit Druckmittel beaufschlagt Änderungen im zugeführten Druck führen zu einer entsprechenden Verformung des Walzenmantels 15. Wegen der höheren Elastizität des Walzenmantels 15 und des Zusammenwirkens mit der harten Walze 4 ergibt sich eine entspre chend starke Reaktion auf die hindurchlaufende Papierbahn. Bereits im ersten Arbeitsspalt 17 er fährt die hindurchlaufende Papierbahn 18 eine star ke Beeinflussung, mit der eine hohe Gleichmäßig keit der angestrebten Parameter vorbereitet wer den kann.
- c) Die harten Walzen 4, 6, 8, 11 und 13 sind über die Steuerleitungen 29, 29a, 29b, 29c und 29d beheizbar. Schon im ersten Arbeitsspalt 17 wird daher die Pa pierbahn 18 auf ein erhöhtes Temperaturniveau ge bracht. Hierdurch werden die Reaktionen der druckbelasteten Stützelemente 25 auf die Papier bahn 18 noch verstärkt.
In Fig. 3 ist ein Kalander mit einem Stapel 101 veran
schaulicht, der aus acht Walzen besteht. Die elastischen
Walzen sind durch eine Schraffur gekennzeichnet. Der
Stapel 101 umfaßt daher eine Oberwalze 102 und eine
Unterwalze 103 sowie dazwischen eine beheizbare har
te Walze 104, eine elastische Walze 105, eine beheizbare
harte Walze 106, zwei elastische Walzen 109 und 110
sowie eine beheizbare harte Walze 111.
In Fig. 4 ist ein Kalander mit einem Stapel 201 aus
sechs Walzen veranschaulicht, nämlich einer Oberwalze
202 und einer Unterwalze 203 sowie dazwischen einer
beheizbaren harten Walze 204, zwei elastischen Walzen
209 und 210 sowie einer beheizbaren harten Walze 211.
In vielen Fällen genügt diese geringere Anzahl von
Walzen im Stapel, um ein beidseitig mit hoher Oberflä
chenqualität erzeugtes Papier herzustellen. Dies gilt ins
besondere, wenn wenigstens im untersten Arbeitsspalt
mit Druckspannungen über 42 N/mm2, vorzugsweise
zwischen 45 und 60 N/mm2, und an den Oberflächen der
beheizten Walzen mit Temperaturen über 100°C, vor
zugsweise zwischen 130 und 160°C, gearbeitet wird.
In Fig. 5 ist ein Kalander mit zwei Stapeln 301 und
301a aus je fünf Walzen veranschaulicht. Der Stapel 301
weist eine Oberwalze 302 sowie eine Unterwalze 303
und dazwischen eine beheizbare harte Walze 304, eine
elastische Walze 305 und eine beheizbare harte Walze
306 auf. Der Stapel 301a hat den gleichen Aufbau. Je
doch ist die Papierbahn so geführt, daß sie im ersten
Stapel mit der einen Seite und im zweiten Stapel mit der
anderen Seite an den elastischen Walzen anliegt und
daher beidseitig satiniert wird.
Der Walzenstapel 1 des 12-Walzen-Kalanders der
Fig. 1 besitzt fünf beheizbare harte Walzen 4, 6, 8, 11, 13.
Bekannte 12-Walzen-Kalander dagegen weisen nur vier
derartige beheizte Walzen auf. Demzufolge ist es mög
lich, 25% mehr Wärmeenergie zuzuführen und daher
die bereitstehende Verformungsenergie entsprechend
zu erhöhen. Ähnliches gilt für die übrigen Kalander, bei
denen jeweils eine beheizbare Walze mehr bzw. bei dem
2-Stapel-Kalander der Fig. 5 sogar zwei heizbare Wal
zen mehr eingesetzt werden können.
Die angestrebte Verformbarkeit des Mantels der
Oberwalze 2 und gegebenenfalls der Unterwalze 3 soll
te zu einem Verformbarkeitsfaktor führen, der minde
stens viermal, vorzugsweise aber mehr als fünfmal so
groß ist wie bei einem Hartgußmantel. Dies ist beispiels
weise mit einem Lamellen- oder Kugelgraphit-Mantel
erreichbar, der mit einem Kunststoffbezug mit gerin
gem E-Modul versehen ist.
Während in den Zeichnungen die Ausführungsform
mit einem Walzenstapel jeweils eine geradzahlige An
zahl von Walzen zeigen, können auch Stapel mit einer
ungeraden Walzenzahl angewendet werden, wenn die
Unterwalze in üblicher Weise mit einem harten Walzen
mantel versehen ist. Selbstverständlich können die ver
anschaulichten Kalander mit weiteren bekannten Mit
teln zur Verbesserung der Papierbehandlung versehen
werden, beispielsweise können die Mittelwalzen an He
beln gelagert werden, über die mit Hilfe von Kompensa
tionsvorrichtungen der Einfluß überhängender Gewich
te kompensiert werden kann.
Claims (11)
1. Kalander mit mindestens einem Walzenstapel, der als
Oberwalze und Unterwalze je eine Durchbiegungaus
gleichswalze mit einem Walzenmantel, der über hy
drostatische Stützelemente auf einem ihn durchset
zenden drehfest gehaltenen Träger abgestützt ist,
und als Mittelwalzen harte Walzen und elastische
Walzen aufweist, welche Walzen mindestens vier Ar
beitsspalte, die von einer harten und einer elasti
schen Walze begrenzt sind, und gegebenenfalls einen
Wechselspalt, der von zwei elastischen Walzen be
grenzt ist, bilden, wobei der Walzenmantel der
Oberwalze und/oder der Unterwalze einen Bezug aus
einem elastischen Kunststoff trägt und die jeweils
benachbarte Mittelwalze eine harte Walze ist, da
durch gekennzeichnet, daß der Walzenmantel (15,
15a) biegeweich mit einem Verformbarkeitsfaktor
ausgelegt ist, wobei
E = E-Modul des Walzenmantels in N/mm2
S = Wandstärke des Walzenmantels in mm,
zu welchem Zweck der Walzenmantel (15, 15a) aus einem Gußeisen mit geringerem E-Modul als Hartguß, aber unzureichender Verschleißfestigkeit besteht und der Bezug (27a) aus dem elastischen Kunststoff als Verschleiß-Schutzschicht dient.
ausgelegt ist, wobei
E = E-Modul des Walzenmantels in N/mm2
S = Wandstärke des Walzenmantels in mm,
zu welchem Zweck der Walzenmantel (15, 15a) aus einem Gußeisen mit geringerem E-Modul als Hartguß, aber unzureichender Verschleißfestigkeit besteht und der Bezug (27a) aus dem elastischen Kunststoff als Verschleiß-Schutzschicht dient.
2. Kalander nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verformbarkeitsfaktor < 5 ist.
3. Kalander nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Kunststoff eine höhere Ver
schleißfestigkeit hat als das Mantelmaterial.
4. Kalander nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Walzenmantel (15, 15a) aus
Lamellengraphitguß besteht.
5. Kalander nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Walzenmantel (15, 15a) aus
Kugelgraphitguß besteht.
6. Kalander nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kunststoff ein faserver
stärktes Epoxidharz ist.
7. Kalander nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Durchbiegungsausgleichswal
ze eine Vielzonen-Steuerung aufweist, bei der den
Stützelementen (25) einzeln oder paarweise Druck
flüssigkeit mit unterschiedlichem Druck zuführbar
ist.
8. Kalander nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß zumindest die oberste Mittel
walze (4) beheizbar ist.
9. Kalander nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß alle harten Mittelwalzen (4, 6,
8, 11, 13) beheizbar sind.
10. Kalander nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Beheizung mittels Wasserdampf
erfolgt, der mit Überdruck zuführbar ist.
11. Kalander nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß bei einem 12-Walzen-Stapel (1)
die 4. Walze (11) von unten angetrieben ist.
Priority Applications (9)
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|---|---|---|---|
| DE19521402A DE19521402C2 (de) | 1995-06-13 | 1995-06-13 | Kalander für die Behandlung einer Papierbahn |
| CA002176778A CA2176778C (en) | 1995-06-13 | 1996-05-16 | Calender |
| EP96108397A EP0748895B1 (de) | 1995-06-13 | 1996-05-28 | Kalander |
| AT96108397T ATE200920T1 (de) | 1995-06-13 | 1996-05-28 | Kalander |
| DE59606842T DE59606842D1 (de) | 1995-06-13 | 1996-05-28 | Kalander |
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