DE1629891A1 - Piezoelektrische Zuendvorrichtung fuer brennbare Gase,insbesondere fuer Gasfeuerzeuge - Google Patents
Piezoelektrische Zuendvorrichtung fuer brennbare Gase,insbesondere fuer GasfeuerzeugeInfo
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Description
R.-Nr. υο2β
Ws/tip n.2.1967
Anlage zur
Patent--und- Anmeldune:
üobrauohomuotürt^^s- meiauns
üobrauohomuotürt^^s- meiauns
ROB URT BOSCH GMBH, 7 Stuttgart W, Breitscheidstrasse
Piezoelektrische Zündvorrichtung für
brennbare Gase, insbesondere für Gasfeuerzeuge
Die.Erfindung- bezieht sich auf eine piezoelektrische Zündvorrichtung
für brennbare Gase, insbesondere für Gasfeuerzeuge, mit einem an eine Funkenstrecke angeschlossenen Piezoelement und einem auf das
Piezoelement einwirkenden Schlagorgan, das Über einen Kraftspeicher
mit einem Betätigungsorgan gekoppelt ist.
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" 2 '
162989Ί
Robert Bosch GmbH . R.-Nr. 8826
Stuttgart 13.2.1967 Ws/Kp
Bei bekannten piezoelektrischen Zündvorrichtungen für Gasfeuerzeuge
(USA Patentschrift 3 200'295) reicht der bei Betätigung einer
Drucktaste durch einen Schlagbolzen im Piezoelement erzeugte Druckimpuls oftmals nicht aus, urn an der Funkenstrecke einen zur ii'.ntrLamniung
des Gases ausreichend kräftigen und zeitlich genügend langen Zündfunken zu erzeugen. Dieser Mangel läßt sich nicht allein
durch einen verstärkten üruckimpuls beheben, da die Entladungen an
der b'unkenstrecke, die sowohl durch den Druckanstieg, als auch durch
den Druckabfall eines Drucklrnpulses im Piezoelement erzeugt werden,
zu kurszeitig aufeinander folgen. Lediglich durch eine relativ große Schlagbolzenmasse und eine darauf abgestimmte Schlagfeder
werden zeitlich genügend lange und kräftige Entladungen an der Funkenstrecke erzielt. Die Erhöhung der Schlagbolzenmasse führt
jedoch bei Zündvorrichtungen in Gasfeuerzeugen vielfach zu einer sehr·schweren Konstruktion mit relativ großen Abmessungen.
Bei einer ebenfalls bekannten Ausführung wird der Druck auf das Piezoelement durch Hebelwirkung von Hand aufgebracht (österreichische
Patentschrift 241 OO8). Die dabei auftretenden statisch wirkenden
Kräfte von 300 - 500 kp bedingen ebenfalls eine schwere, kräftige
Konstruktion. Eine zusätzliche Unsicherheit ist bei einem derartigen System durch die individuell unterschiedliche Betätigung der Zündvorrichtung
bedingt. Bei zu geringem Druck bzw. Druckanstieg wird die im Piezoelement freiwerdende elektrische Energie über die
Isolations- und Innenwiderstände des Stromkreises abgeleitet, ohne daß ein Zündfunke erzeugt wird.
Von dieser Erkenntnis ausgehend, liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, eine Zündvorrichtung zu entwickeln, die unter Vermeidung der. vorgenannten Nachteile von einer individuell unterschiedlichen
Betätigung unabhängig ist, einen möglichst einfachen und leichten konstruktiven Aufbau bei geringem Platzbedarf besitzt und bei de.ren
BeLätLgung eine zur Entflammung.des Gases genügend lange und
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kraft.ige Entladung an der Funkenstrecke auftritt.
Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß das Schlagorgan
aus einem metallischen Schlagbolzen und einem mit ihm fest verbundenen Piezoelement besteht, welches bei Betätigung der Vorrichtung
durch den Kraftspeicher beschleunigt auf einen Amboß aufschlägt.
Das Piezoelement ist dabei in eine Isolierhülse eingesetzt, welche
vorn in den Schlagbolzen eingeschraubt ist. Piezoelement und Isolierhülse zählen somit zum Schlagorgan. Dadurch wird das Gewicht des
Schlagbolzens stark reduziert, was eine einfache, leichte und raumsparende
Ausführung insbesondere bei Gasfeuerzeugen ermöglicht.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen-"
Standes dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 übereinander gezeichnete Einzelteile einer piezoelektrischen
Zündvorrichtung für ein Gasfeuerzeug in raumbildlicher Darstellung,
Fig. 2 die montierte Zündvorrichtung im Längsschnitt,
Fig. ?' die gleiche Zündvorrichtung im Längsschnitt bei Betätigung
der Drucktaste.
Die in Fig. 1-3 dargestellte Zündvorrichtung hat ein rechteckiges
Gehäuse 10 aus Kunststoff, das die einzelnen auswechselbaren Zünderteile, wie eine Drucktaste 11, eine Rückholfeder 12, eine Isolierhülse
13, ein Piezoelement 14, ein Schlagbolzen 15, eine Schlagfeder 16, sowie eine Bodenplatte 17 aufnimmt.
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Das Gehäuse 10 hat im oberen Teil einen hohlzylindrischen Ansatz l8,
in den ein metallischer Amboß 19 (Flg· 2) fest eingesetzt ist. Der
Amboß 19 hat einen HochspannungsanschluS 20, der durch eine Aussparung
21 in der Drucktaste 11 nach außen geführt und an den eine Funkenstrecke 22 (Fig. 3) angeschlossen ist. Das Piezoelement 14
sitzt in einer Bohrung der Isolierhülse I3, die in eine Ausnehmung
I1Ja des Schlagbolzens 15 eingeschraubt ist. Auf dem Piezoelement
ist ein/die Stirnfläche der Isolierhülse I3 vorstehender Schlagkopf
2j> angeordnet. Die Isolierhülse 13 ist mit einem Bund 24 zur
Auflage der Schlagfeder 16 versehen, die sich gegen die mittels Schrauben 25 an der unteren Stirnseite des Gehäuses 10 befestigte
Bodenplatte 17 abstützt.
Das Piezoelement 14, dessen eine Stirnfläche über den Schlagbolzen
15, die Schlagfeder l6 und die Bodenplatte I7 an Masse liegt, ist
mit der anderen Stirnfläche über den Schlagkopf 23 bei seinem Aufschlag
auf den Amboß I9 mit diesem und mit der daran angeschlossenen Elektrode der Funkenstrecke 22 elektrisch leitend verbunden, während
die andere Elektrode der Funkenstrecke 22 an Masse liegt. Die Drucktaste 11 ist koaxial über dem Ansatz 18 des Gehäuses 10 angeordnet
und weist an zwei einander gegenüberliegenden Seiten je eine Zunge auf, welche am unteren Ende mit einer nach innen gerichteten Nase
durch einen Schlitz l8a in den Ansatz 18 hineinragen und an der der Bund 24 der Isolierhülse 13 von unten her anliegt. Die Rückholfeder
12 ist in die Drucktaste 11 eingesetzt und stützt sich gegen den Amboßrücken 19a im Ansatz 18 ab.
Die Betätigung der Zündvorrichtung erfolgt durch Herunterdrücken der Drucktaste 11. Zunächst wird der Schlagbolzen 15 mittels der
Nasen 27 der Drucktaste 11 nach unten gedrückt und dabei die Schlagfeder
16 soweit gespannt, bis die Abrutschleisten 28 der Zungen an beiden Seiten der Nase 27 über eine am Gehäuse 10 angebrachte,
schräg nach unten verlaufende schiefe Ebene 29 hinweggedrückt und
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dabei die Zungen 26 nach außen gespreizt werden (Fig.. 3)· Dadurch
rasten die Nasen 27 am Bund 24 der Isolierhülse I3 aus und der
Schlagbolzen 15 schießt,durch die in der Schlagfeder l6 gespeicherte
Kraft beschleunigt, nach oben (in Fig. 3 strichpunktiert dargestellt).
Beim Aufschlag des Schlagkopfes 23 auf den Amboß I9 erhält
das Piezoelement Ik einen Druckimpuls. Die dabei durch den
Druckanstieg und Druckabfall im Piezoelement 14 freiwerdende elektrische ünergie wird über den Amboß 19 zu der am Hoehspannungsansehluß
20 angeschlossenen Funkenstrecke 22 geleitet, wo sie einen Zündfunken zur Entflammung des Gases zur Folge hat. Durch das
Herunterdrücken der Drucktaste 11 wird auch die Rückholfeder 12 gespannt. Sie drückt die Drucktaste 11 nach der Betätigung wieder
in ihre Ausgangsstellung zurück.
Die Massen von Amboß und Schlagorgan sind etwa gleich groß und
betragen ca. 12g. Dabei kann der Schlagbolzen 15 um die Masse des Piezoelementes 14 und der Isolierhülle 13* d.h. insgesamt um ca.
7 g verringert werden. Bei diesem Masseverhältnis ist es möglieh,
durch Betätigung der Zündvorrichtung die Haupt- und Nachentladung
an der Funkenstrecke 22 über eine Zeit von mindestens 10/usec
aufrecht zu erhalten. Bine zusätzliche Verlängerung der Nachentladung l-:öt sich durch einen induktivitätsbehafteten, vorwiegend ohmschen
V/iderstand 30 erreichen, der mit der Funkenstrecke 22 in Reihe geschaltet ist (Fig. 3 gestrichelt dargestellt). Der Widerstand 30
kann z.B. durch ein an sich bekanntes Entstörkabel für Brennkraftmaschinen gebildet werden.
In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Zündvorrichtung ist die
Drucktaste 11 mit einer Einrichtung zum Öffnen eines Gasventils
versehen, das rechtzeitig vor dem Funkenübersehlag an der Funkenstrecke
geöffnet sein muß.
BhZ ORiGiMAt
Claims (2)
1. Piezoelektrische Zündvorrichtung für brennbare Gase, insbesondere
für Gasfeuerzeuge, mit einem an eine Funkenstrecke angeschlossenen
Piezoelement und einem auf das Piezoelement einwirkenden ochlagorgan,
das über einen Kraftspeicher mit einem Betätigungsorgan gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, da 3 das Schlagorgan aus
einem metallischen Schlagbolzen (15) und einem mit ihm fest
verbundenen Piezoelement (I1V) besteht, welches bei Betätigung
der Vorrichtung durch den Kraftspeicher (16) beschleunigt auf einen Amboß (19) aufschlägt,
2. Zündvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Piezoelement (l4) in eine Isolierhülse (Ij5) eingesetzt ist,
die in eine Ausnehmung (15a) des Schlagbolzens (15) eingeschraubt ist.
5. Zündvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
auf dem Piezoelement (14) ein über die' Stirnfläche der Isolierhülse
(IJ). vorstehender Schlagkopf (23) angeordnet ist.
Zündvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3» dadurch gekennzeichnet,
daß die eine Stirnfläche des Piezoelements (14) über den Schlagbolzen (15)» die Schlagfeder (16) und die Bodenplatte·
(17) an Masse liegt und die andere Stirnfläche beim Aufschlag auf den Amboß (19) über den Schlagkopf (2J) mit der an den Amboß"(19)
angeschlossenen Funkenstrecke (22) elektrisch leitend verbunden
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5. Zündvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet,
daß ihr Betätigungsorgan als Drucktaste (11) ausgebildet
ist, die koaxial über dem irn oberen Ansatz (Ib) des
Gehäuses (10) befestigten Ambo3 (I9) angeordnet ist und die an
zwei sich gegenüberliegenden Seiten eine Zunge (26) hat, welche an ihrem unteren Ende mit einer nach innen gerichteten Nase (27)
durch einen Schlitz (18a) in den Ansatz (l8) hineinragen und an denen ein Bund (24) der Isolierhülse (13) von unten her anliegt.
h. Zündvorrichtung nach Anspruch 5* dadurch gekennzeichnet, daß
die Zungen (26) an beiden Seiten der Nasen (27) eine Abrutschleiste (28) aufweisen, welche beim Herunterdrücken der Drucktaste
(11) Jeweils über eine schräg nach unten verlaufende Bahn (29) am Gehäuse (10) hinwegdrüöken und dabei die Zungen (26)
zur Freigabe des Schlagorgans nach außen spreizen»
7. Zündvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet,
daiä in der Drucktaste 11 eine Rückholfeder (12) eingesetzt ist, die sich im Gehäuseansatz (18) gegen den
Amboßrücken (19a) abstützt.
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009385/0074
L e β r s e 11 β
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- 1968-02-19 GB GB793568A patent/GB1218207A/en not_active Expired
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