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Schichtdrehregler.
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Betrachtet man die Schaltung eines Drehreglers innerhalb des Gesamtschaltbildes
beispielsweise eines Rundfunkgerätes, so zeigt sich, dass zwar verschiedene Festwiderstände
und Festkondensatoren in leitender Verbindung mit den Anschlüssen des Drehreglers
stehen, dass bei der bisher üblichen Ausbildung der Widerstände und Kondensatoren
jedoch auch dann, wenn diese unmittelbar an den Anschlüssen des Reglers befestigt
werden, ein gewisses Mass an Schaltarbeit nicht zu vermeiden ist und bestimmte räumliche
Abmessungen nicht unterschritten werden können. Zur Vereinfachung und Verkürzung
der Leitungführung wird nach der Neuerung deshalb vorgeschlagen, diese Festwiderstände
und/oder Festkondensatoren auf der Trägerplatte der úiderstandsschicht eines Schichtdrehreglers
aufzubringen. Da hierbei im wesentlichen nach dem gleichen Verfahren gearbeitet
werden kann, wie bei der Herstellung der Widerstandsschicht des Schichtdrehreglers,
so ergibt sich eine wesentliche Vereinfachung und Verbilligung des Gesamtaufbaus.
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Zweckmässigerweise wird man die.'<iderstandsschicht des Reglers
auf der einen Seite der Trägerplatte und die zusätzlichen Festwiderstände auf der
anderen Seite derselben anordnen, wie dies im nachfolgenden anhand der Abb. 1 und
2 näher erläutert wird. Die Bezeichnungen in den beiden Abb. 1 und 2 stimmen miteinander
überein, sodass die Anordnung und Ausführung danach verständlich ist.
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In Abb. I ist beispielsweise die Schaltung eines Drehreglers mit sog.
gehörrichtiger Lautstärkeregelung dargestellt zusammen mit den Festwiderständen,
die sich im Sinne der Neuerung auf der Trägerplatte der Widerstandsschicht eines
Schichtdrehreglers unterbringen lassen.
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Abb. 2 zeigt die räumliche Darstellung der Schaltung nach Abb 1.
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Mit 1 ist die Trägerplatte eines Schichtdrehreglers bezeichnet, die
beispielsweise aus Hartpapier besteht und auf deren dem Betrachter abgewendeten
Seite in bekannter Weise die widerstandsschicht 2 des Reglers etwa durch aufspritzen
und Einbrennen eines Halbleiters aufgebracht ist. Anfang und Ende dieser Niderstandsschicht,
auf der ein nicht dargestellter Abnahmekontakt gleitet, sind wie üblich mit zwei
Anschlusslötfahnen E (e Ende) und A (= Anfang) verbunden. Auf der seite derTrägerplatte
ist fernerhin die sog. Mittelabgriffbahn 3 in Form einer Silber-Lack-Suspension
aufgespritzt und eingebrannt. Sie ist mit einer Lötfahne S (= schleifer) versehen.
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Die zusätzlichen Festwiderstände 4, 5 und 6 sind in der gleichen Herstellungstechnik
wie die äiderstandsbahn 2, d. h. durch Aufspritzen und Einbrennen eines Halbleitergemisches
auf die dem Betrachter zugewendete Seite der Trägerplatte 1 aufgebracht.
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Die Enden dieser zusätzlichen Festwiderstände sind ebenfalls zu Anschlusslötfahnen
geführt, und zwar das Ende des Widerstandes 4 an die Lötfahne X, das des Niderstandes
5 an die Lötfahne Y und das des Widerstandes 6 an die Lötfahne Z. Der Anfang des
Widerstandes 4 liegt an der Anzapfstelle 7 der Widerstandsbahn, der Anfang des Widerstandes
5 mit unter der Nietstelle der Lötfahne E und der Anfang des'widerstandes 6 mit
unter der Nietatelle für die Lötfahne A.
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Auf diese Weise werden beim Aufbau der Schaltung besondere Festwiderstände
entbehrlich und es wird bei der Verdrahtung der Geräte jeweils eine Lötstelle eingespart,
da die jeweiligen Anfänge der Festwideratände bereits bei der Fertigung des Regler
hergestellt sind.
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Bei der Vielzahl der Schaltungen der Nachrichten Rundfunk-, Verstärker-,
Messteohnik u. dgl. ist die Anwendung der Erfindung natürlich nicht auf das dargestellte
Beispiel beschränkt.
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Wie aus der Abb. 2 hervorgeht, ist auf der Vorderseite der Trägerplatte
1 noch Platz, sodass ausser den Widerständen 4, 5 und 6 weitere Widerstände untergebracht
werden können. Man kann aber anstelle von Widerständen oder ausser diesen auch Festkondensatoren
unterbringen und zwar in der Form, dass etwa der eine Belag dieser Kondensatoren
auf der Vorderseite der Trägerplatte 1 und die anderen Beläge auf einer weiteren,
zweckmãssigerweise sehr dünnen Platte aufgebracht werden.
| Die Herstellungsteohnik derartiger Kondensatorenbeläge ist |
| C> |
an sich bekannt ; sie werden unter Verwendung von flüssigen Silberlösungen auf die
Träger aufgespritzt und eingebrannt.
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Die Abb. 3 und 4 zeigen beispielsweise die Unterbringung des Kondensators
C der Abb. 1.
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Auf die Vorderseite der Trägerplatte l ist, wie aus der Abb. 3 zu
ersehen ist, ausser den Festwiderständen 4,5 und 6, die hier nicht eingezeichnet
sind, der eine Belag 8 des Kondensators C aufgespritzt. Er ist im Sinne der Abb.
1 bei 9 durch eine Rohrniete, die durch die Trägerplatte 1 hindurchgeht, mit der
Mittelabgriffbahn 3 auf der Rückseite der Trägerplatte, d. h. mit der Schleiferlötfahne
S verbunden. Die Lötfahne S kann, da sie Yerdrahtungsmäseig nicht mehr gebraucht
wird, auch wegfallen. Der andere Belag 10 des Kondensators C - vgl. Abb. 4-ist auf
die Vorderseite einer zweiten Platte 11 deckungsgleich mit dem ersten Belag 8 aufgespritzt.
Die beiden Platten 1 und 11 liegen übereinander. Da sich die beiden Sprit-
| zungen 8 und 10 jeweils auf der Vorderseite der Platten be- |
| finden, Bind eie durch daft Material der Platte 11 voneinander |
| isoliert, die Beläge 8 und 10 bilden also einen Kondensator. |
| Der zweite Belag 10 ist bei 12 mit einer durch die Träger- |
| platten 11 und 1 hindurchgehenden Rohrniete mit der Lötfahne
Z |
| verbunden, wie diese bei der Schaltung nach Abb. 1 erforderlich |
| ll-1, .-. l.-,.-. |
ist. Mit dieser durchgehenden Rohrniete erfolgt gleichzeitig die
mechanische der beiden Platten 1 und 11.
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Abb. 5 zeigt die Lage der beiden Platten von der Seite, wobei die
Bezeichnungen auch hier mit den in den anderen Abbildungen übereinstimmen.
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Der Einbau des Plattenpaketes in das Reglergehäuse ist in den Abb.
nicht dargestellt, da dies für die Neuerung nicht wesentlich ist. In Abb. 5 ist
aber zum besseren Verständnis der auf der Widerstandsbahn 2 und der Mittelabgriffbahn
3 gleitende Schleifer 13 dargestellt.