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DE1629295A1 - Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern aus schaumfoermigen Olefinpolymerisaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern aus schaumfoermigen Olefinpolymerisaten

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DE1629295A1
DE1629295A1 DE19661629295 DE1629295A DE1629295A1 DE 1629295 A1 DE1629295 A1 DE 1629295A1 DE 19661629295 DE19661629295 DE 19661629295 DE 1629295 A DE1629295 A DE 1629295A DE 1629295 A1 DE1629295 A1 DE 1629295A1
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DE
Germany
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particles
foam
mold
olefin polymers
heating medium
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DE19661629295
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DE1629295B2 (de
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Rudolf Dr Gath
Fritz Dr Stastny
Hans-Georg Prof Dr Trieschmann
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BASF SE
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BASF SE
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Publication date
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J9/00Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
    • C08J9/22After-treatment of expandable particles; Forming foamed products
    • C08J9/228Forming foamed products
    • C08J9/232Forming foamed products by sintering expandable particles
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C44/00Shaping by internal pressure generated in the material, e.g. swelling or foaming ; Producing porous or cellular expanded plastics articles
    • B29C44/02Shaping by internal pressure generated in the material, e.g. swelling or foaming ; Producing porous or cellular expanded plastics articles for articles of definite length, i.e. discrete articles
    • B29C44/10Applying counter-pressure during expanding
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C08J9/00Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
    • C08J9/22After-treatment of expandable particles; Forming foamed products
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C08J2323/00Characterised by the use of homopolymers or copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond; Derivatives of such polymers
    • C08J2323/02Characterised by the use of homopolymers or copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond; Derivatives of such polymers not modified by chemical after treatment

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus schaumförmigen Olefin-~ polymerisaten Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur- Herstellung von Formkörpern aus schaumförmigen Olefinpolymerisaten, bei dem schaumförmige Teilchen der Polymerisate in Formen erhitzt und versintert werden.
  • Zur Herstellung von Formkörpern mit Zellstruktur hat sich insbesondere ein Verfahren in die Technik eingeführt, bei dem man treibmittelhaltige Styrolpolymerisate zuächst vorschäumt und die vorgeschäumten Massen nach einer kurzen Lagerzeit innerhalb einer Form erhitz't,- so daß die Teilchen aussehäumen und zu einem Formkörper versintern, der in den Abmessungen dem Innenhohlraum der verwendet ten Form entspricht. Nach diesem Verfahren- ist es-mögli-ch, ?ortnkörper mit komplizierter Formgebung herzustellen, wie sie z.B. als Verpackungseinlagen verwendet werden. Diese Arbeitsweise hat sich jeaoch-lediglich bei Styrolpolymerisaten bewährt. Es w ar bislang noch nicht möglich, andere zellförmige Polymerisate, beispielsweise Olefinpolymerisate, mit gleichbefriedigenden Ergebnissen in Formen zu versintern.
  • Schaumförmige Olefinpolymerisate mit geschlossenzelliger Struktur werden z.B. nach einem Verfahren erhalten, bei dem man die Polymerisate innerhalb einer kontinuierlich arbeitenden Mischvorrichtung, z.B. innerhalb eines Extruders, mit Treibmittel mischt und die Mischungen nach dem Verlassen der Extruderdiise entspannt. Mit bestimmten Treibmitteln ist es moglich, nach dieser Arbeitsweise zellhaltige Teilchen oder Bahnen zu erhalten, deren Raumgewicht zwischen 20 -und -50 Gramm/LIter beträgt. Man jedoch mit diesen Verfahren keine--Formkörper komplizierter Formgebung herstellen. Nach einer anderen Arbeitsweise werden die Olefinpolymerisate mit solchen Treibmitteln, die sich beim : Erhitzen in gasförmige Produkte zersetzen, innerhalb einer Form unter -Druck rhitzt, der erhaltene Formkörper wird. nach Abkühlen erneut auf hohe Temperaturen gebracht, so däß er aufschäumt. Nach diesem Verfahren kann man jedoch. nur Formkörper. - einfacher Formgebung erhalten.
  • Auch ist bereits vorgeschlagen worden, Schaumstofformkörper durch Erhitzen von schaumförmigen, vernetzte Anteile erthaltenden Teilchen aus Olefinpolymerisaten und Versintern unter Druck herzustellen.
  • Dieses Verfahren genügte noch nicht allen Anforderungen der Technik.
  • So ist es: z.B. schwierig, nach dem Verfahren Formkörper mit größen Dimensionsn herzustellen, deren Schaumstruktur homogen ist.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Schaumstofformkörper besonders vorteilhaft durch Erhitzen schaumförmiger, vernetzte Anteile enthaltender Teilchen aus Olefinpolymerisaten und Versintern unter Druck herstellen kann, wenn man das Heizmedium durch den die Teilchen enthaltenden Formenhohlraum hindurchleitet.
  • Es zeigte sich, da# man nach dem Verfahren Formkörper gro#er Dimenslonsn mit besonders gleichmä#iger Schaum@truktur herstellen kann. Das Verfahren hat außerdem den Vorteil, daß man besonders kurze Heiz- und kühlzeiten benötigt, so da# man Formkörper innerhalb einer relativ kurzen Zykluszeit erhält. Es ist au#erdem möglich, die zum Versintern jeweils erforderliche Temperatur genau und innerhalb des ganzen Formenhohlraums einzuhalten.
  • Unter Olefinpolymerisaten im Sinn der Erfindung sollen kristalline Olefinpolymerisate- verstanden werden, deren Rötgenkristallinität bei 25 0C über 25 % liegt-. Für das Verfahren eignen sich Homopolymerisate des Äthylens bzw. Propylens bzw. Copolymerisate dieser Monomeren. Insbesondere eignen sich für das Verfahren Copolymerisate des Athylens mit anderen äthylenisch ungesättigten -Monomeren, die mindestens 50 Gewichtsprozent des Olefins einpolymerisiert enthalten. Besonders geeignet sind Copolymerisate des Äthylens mit 5 bis 30 Gewichtsprozent Estern der Acryl-, oder Methacrylsäure oder Vinylcarbonsäureestern. Unter den Comonomeren haben die Ester der Acrylsäure des n-Butylalkohols und des t-Butylalkohols und das Vinylacetat eine besqndere Bedeutung.
  • Für das erfindungsgemäße Verfahren-werden schaumförmige Teilchen der Olefinpolymerisate verwendet, deren. Durchmesser. vorzugsweise zwischen 3 und 40 mm, vorteilhaft zwischen 5 und 25 mm liegt. Unter schaumförmigen Teilchen, die im technischen Sprachgebrauch mitunter auch als Schaumstoffteilchen bezeichnet werden, sollen solche Teilchen verstanden werden, worin-die Zellmembranen aus dem Olefinpolymerisat bestehen. Vorzugsweise verwendet man für das Verfahren Teilchen mit überwiegendem Anteil an geschlossenen Zellen. Die schaumformigen Teilchen werden nach gebräuchlichen technischen Verfahren erhalten, z.B. durch Mischen der Oiefinpolymer-isa.te mit einem -4- Treibmittel -in einem Extruder und Auspressen der Mischung durch eine Lochdüse, wobei der erhaltene treibmittelhaltige Strang unmittelbar nach dem Verlassen der Düse zerkleinert wird. Es ist aber auch möglich, solche Teilchen zu verwenden, die durch Erhitzen von Gemischen aus Olefinpolymerisaten und solchen Treibmitteln erhalten werden, die sich unter Bildung gasförmiger Produkte zersetzen.
  • Die schaumförmigen Teilchen enthalten vernetzte Anteile, d.h. -ein Teil der Moleküle soll in vernetzter Form vorliegen. Für das Verfahren eignen sich insbesondere solche Teilchen aus Olefinpolymerisaten, die einen Gelanteil von IO bis 85 Gewichtsprozent, vorzugsweise von 30 bis 70 Gewichtsprozent. Gelanteile enthalten. Unter Gelanteil ist der Gewichtsanteil der Polymerisate zu verstehen, der in Lösungsmitteln bei Temperaturen oberhalb des Kristallinitätsschmelzpunktes unlöslich ist. Bei Olefinpolymerisaten wird der Gelanteil beispielsweise durch Erhitzen der Teilchen in Toiuol auf Temperaturen von 1000C und Abfiltrieren und Trocknen der unlöslichen Anteile bestimmt.
  • Man kann die schaumförmigen, vernetzte Anteile enthaltenden Teilchen nach verschiedenen Verfahren erhalten. Unter diesen hat sich insbesondere eine Arbeitsweise bewährt, bei der die schaumförmigen geschlossenzelligen Teilchen mit energiereichen Strahlen behandelt werden. So kann-man z.3 Röntgen- oder Elektronenstrahlen auf die Teilchen einwirken lassen. Bei einer Arbeitsweise zur Herstallung der Teilchen, die be'sonders geeignet ist, werden die kleinteiligen Olefinpolymerisate mit Elektronenstrahlen behandelt, deren Dosis zwischen 40 und 60 Mrad- beträgt.
  • Es ist aber auch möglich, sc-haumförmlge Teilchen mit vernetzten Anteilen zu verwenden, die durch Umsetzen mit in Radikale zerfallende Verbindungen erhalten wurden.- So kann man z.B. Teilchen verwenden, die durch Zerkleinern von Formkörpern hergestellt wurden, wie man sie durch Aufschaumen von Gemischen aus Athylenpolymerisaten und solchen Treibmitteln erhält, die unter Bildung von gasförmigen Produkten sich zersetzen. -Mitunter ist es zweckmä#ig, solchen Gemischen Peroxydezuzusetzen, die eine weitere Vernetzung der Moleküle der Olefinpolymerisate bewirkens Geeignet sind z.B. die Zerkleinerungsprodukte von Formkörpern aus Olefinpolymerisaten, die man durch Aufschäumen mittels Azodiisobutyronitril erhalten hat.
  • Die Teilchen der schaumförmigen Olefinpolymerisate können außer den Polymeren noch andere Anteile, wie Flammschutzmittel, Farbstóffe, Füllstiffe, Gleitmittel oder andere Polymere, z.B. Polyisobutylen, enthalten. Mitunter ist es vorteilhaft, die schaumförmigen Teilchen im Gemisch mit grobkörnigen oder wäßrigen Füll- bzw. Verstärkungsstoffen zu verarbeiten. Als solche kommen beispieisweise Holzfasern, poröse andere Materialien oder Fasern aus thermoplastischen Kunststoffen in Frage. Auch kann man grobmaschige Gewebe oder Gitter, z.B. aus thermo. plastischen Kunststoffen als Verstärkungseinlagen in die Formkörper einarbeiten.
  • Das Erhitzen der Teilchen wird in geschlossenen Formen vorgenommen.
  • Es sollen darunter solche Formen verstandenwerden, deren Wände fest verbunden sind. Die Formen sollen so geschaffen sein, daß beim Erhitzen der Teilchen die Luft oder andere gasförmige oder flüssige Bestandteile aus der Form entweichen können, nicht aber die schaumförmigen'Teilchen. Man verwendet zweckmäßig Formen, deren Wände perforiert sind oder solche, in deren Wänden Dessen mit kleinkalibrigen Öffnungen eingebaut sind, durch die das Heizmedium in die.
  • Form eindringen und die Luft aus der Form austreten kann. Nach einer besonders vorteilhaften AusfUhrungsform des Verfahrens werden die Teilchen von mindestens 2 Seiten der Form gegen den Mittelpunkt. des Formenhohlraums hin zusaTsfliengepreßt an preßt die Teilchen vorteilhaft um 5 bis 60 % des ursprünglichen Schüttvolumens zusammeln Nach dieser Arbeitsweise können insbesondere Formkörper mit relativ großen Ausmessungen erhalten. werden.
  • Unter geschlossenen Formen sollen auch kontinuierlich arbeitende Formgebungsvorrichtungen verstanden werden wie sie zum kontinuierlichen Herstellen von Formkörpern aus feinteiligen geschäumten Kunststoffen verwendung finden. Solche Vorrichtungen bestehen z.B. aus vier Fließbändern, die derart zueinander angeordnet sind, daß sie einen Kanal bilden In diesem Kanal werden die schaumförmigen Teilchen an einem Ende eingebracht, dann geschäumt und der erhaltene Schaumstoffstrang am anderen Ende des Kanals ausgetragen. Die Fließbänder können derart angeordnet sein, daß die Teilchen vor dem Versintern zusammengepreßt werden. Die Fließbänder können auch plattenförmig aufgeteilt als Gliederketten ausgebildet sein. Zur Herstellung breiter Bahnen sind meist nur zwei parallel verlaufende Fließbänder erforderlich, an deren Seiten feste oder beweglich angeordnete Wände derart angeordnet sind, daß das System einen Kanal bildet.
  • Die schaumförmigen Teilchen sollen innerhalb der Form auf Temperaturen erhitzt werden, bei denen sie versintern. Diese Temperaturen sind abhängig von dem chemischen Aufbau des Polymerisats, dem Vernetzungsgrad und den sonstigen Zusatzatoffen.
  • Zum Versintern werden die Teilchen vorteilhaft auf Temperaturen erhitzt, bei denen zumindest 25 ffi des Anteils der bei Raumtemperatur (250C) vorhandenen Kristallite aufgeschmolzen sind. Besonders vorteilhaft arbeitet man bei Temperaturen, bei denen 50 bis 100 % des ursprünglichen kristallinene Anteils geschmolzen ist Verwendet man Teilchen aus vernetztem Polyäthylen, so beträgt die Temperatur, bei der die Teilchen erhitzt werden vorteilhaft 85 bis 95°C.
  • Zum Erhitzen der Teilchen soll das Heizmedium durch den Formenhohlraum hindurchgeleitet werden. Man leitet zweckmäßig das Heizmed-ium aneiner Seitenfläche der Form ein und lä#t es an der gegenüberliegenden Fläche austreten. Zur Herstellung komplizierter Formkörper ist es mitunter vorteilhaft, das Heizmedium an mehreren Seiten der Form eintreten zu lassen und es an einer Seite, beispielsweise am Boden der Form, abzuziehen. Das Heizmedium wird nach einer vorteilhaften und Energie sparenden Arbeitsweise Im Kreislauf durch die Form geführt. Diese Arbeitsweise bewährt sich insbesondere bei kon-. tinuierlicher Ausführung des Verfahrens.
  • Es ist aber auch möglich, die Beheizung durch Sonden oder perforierte Rohre, welche zwischen die geschäuinten Parikel angeordnet werden, vorzunehmen} so daß die Erwärmung - eventuell auch zusätzlich - auch vom Inneren des Formhohlraums aus erfolgt. Dadurch kann besonders bei gro#en Formkörpern die Beheizung intensiviert und der Arbeitszyklus verkürzt werden. Die Sonden werden vor dem Zusammenpressen der Partikel entfernt.
  • Die Heizmedien sind flussig oder auch gasförmig. Besonders vorteil-. haft verwendet man Wasser oder wä#rige Lösungen, z.B. von Salzen oder hoohsiedenden mit Wasser mischbaren Flüssigkeiten. Von den gasförmigen Heizmedien-haben sich insbesondere Gemische aus Luft und Wasserdampf bewährt. Selbstverständlich kann auch Wasserdampf allein als Heizmedium verwendet werden.
  • Zur Durchführung des Verfahrens eignet sich eine Form mit 2 konzentrisch gegen den Formenmittelpunkt hin beweglichen Formwänden. Die Form hat außerdem über die Wände verteilt Durchbrechungen zum Einleiten des Heizmediums. Sie muß allseitig geschlossen sein.
  • Durch Verwendung von Äthylencopolymerisaten ist es möglich, Formkörper zu verhalten, die flexibel sind und deren Raumgewicht zwischen 20 und 30 kg/cm3 liegt, was nach bekannten Verfahren nicht möglich war. Die Formkörper haben eine besonders große Stoßelastizität und einen'geringen Druckverformungsrest. Auf diese Art hergestellte Schaumstoffe können auf vielen Anwendungsgebieten mit Vorteil verwendet werden. So kann man z.B. nach dem Verfahren der Erfindung Polsterungen, Schwimmkörper, Verpackungsteile, thermische und akustische Isolierungen im Bauwesen und in der Kühltechnik, Dichtungen, stoßdämpfende Einlagen, schwimmende Estriche, Dekorationen, Spielzeuge und sonstige Formkörper aller Art herstellen.
  • Die Formkörper können auch mit einem erhitzten Metalldraht in einzelne Abschnitte, z.B. in Folien oder Bahnen, aufgetrennt werden.
  • Die in den Beispielen genannten Prozente -sind Gewichtsprozente.
  • Beispiel 1 Eine Metallform, die aus 6 perforierten Begrenzungsflächen besteht, die einen Innenhohlraum mit den Aus messungen 60 x 60 x 30 cm umschließen, wird mit Schaumstoffteilchen, die einen durchschnittlichen Durchmesser von 8 bis 15 mm und ein Schüttgewicht von 17 g/l haben, gefüllt. Die Teilchen bestehen aus einem Gemisch aus 78 % eines Copolymerisats, aus 77,2 % Äthylen und 22,8 % Acrylsäure-tbutylester, 19 % Polyisobutylen vom Molekulargewicht 150 000 und 3 % Talkum. Die Teilchen enthalten vernetzte Anteile. Der Gelanteil beträgt 85 %.
  • Die Form. rist derart geschaffen, daß die oberenund unterenBegrenzungsflächen gegen die Mitte des Formenhohlraums hinbewegt werden können. Die obere Platte der Form ist mit einem Gehäuse verbunden, durch das Wasser eingeleitet werden kann, das dann durch die Perforierungen der Platten in den Innenhohlraum der Form eintritt.
  • Es wird für die Dauer von -5 Minuten Wasser von 920 c durch die obere Platte in den Innenhohlraum der Form eingeleitet. Das Wasser tritt, nachdem es die Teilchen umspült hat, aus den Seitenflächen,und der Bodenplatte der Form aus. Danach wird die obere PIatte und die Bodenplatte gleichmaßig zum Mittelpunkt des Formenhohlraums hin bewegt, so daß die Teilchen nunmehr auf einen Raum mit dem Volumen von 60 x 30 x 3 cm zusammengepreßt werden. Nach 5 Minuten wird die Form geöffnet. Man erhält einen Formkörper mit einem Raumgewicht von 33 kg/m3. Der Formkörper wird mittels einer Bandsäge in 3 cm Dicke aufgeteilt. Die erhaltenen Platten zeichnen sich durch eine gute Flexibilität und eine hohe Rückprallelastizität aus. Sie können' als stoßdämpfendes Material in Verpackungen, als Isoliermaterial oder zur Herstellung von Schwimmwesten verwendet werden.
  • -Beispiel 2 Eine Form, deren Aufbau in Beispiel 1 beschrieben ist und die einen Innenhohlraum von 5Q x 50 x 25 cm hat, wird. mit Teilchen gefüllt, die einen durchschnittlichen Durchmesser von 5 bis 15 mm und ein Schüttgewicht von 14 g/l haben. Die Schaumstoffteilchen bestehen aus einem Gemisch aus 88 % eines Copolymerisats, aus 84 % äthylen und 16 % Acrylsäure-t-butylester, 9 % Polyisobutylen vom Molekulargewicht 150 000 und 3 ffi Talkum. Die Schaumstofftelichen enthalten vernetzte Anteile. Der Gelanteil beträgt 75 %. Durch die'obere perforierte Platte und die Seitenwände wird für die Dauer von 15 Minuten Luft min 90°C mit einer Geschwindigkeit von 120 1/min. einen blasen. Die Luft tritt, nachdem sie die Teilchen umspült hat, aus der Bodenplatte aus der Form aus. Danach werden die obere und die Bodenplatte gegen den Mittelpunkt des Formenhohlraums zusammengepreßt. Es entsteht ein Formkörper mit den Ausmaßen 50 x 25 cm, der ein Raumgewicht von 27 kg/m3 hat.. Der Formkörper wird mit einer Bandsäge in Platten aufgeteilt.

Claims (4)

  1. Patentansprüche 1. Verfahren zur Herstellung von Schaumstofformkörpern, bei dem man schaumfo'rmige, vernetzte Anteile enthaltende Teilchen aus Olefinpolymerisaten tn Formen erhitzt und unter Druck versintert, dadurch gekennzeichnet, daß man das-Heizmedium durch den die Teilchen enthaltenden Formenhohlraum hindurchleitet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Heizmedium durch Sonden oder perforierte Rohre in den Formenhohlraum einleitet und die Sonden oder Rohre vor dem Versintern der Teilchen unter Druck entfernt.,
  3. 3. Verfahren nach Anspruch t und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Teilchen von mindestens 2 Seiten her gegen den Mittelpunkt des Formenhohlraums hin zusammenpreßt.
  4. 4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, 2 und 3, bestehend aus Formwänden, die einen geschlossenen Hohlraum bilden und Durchbrechungen zum Einleiten des Heizmediums aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens 2 Seiten der Form konzentrisch beweglich sind.
DE1629295A 1966-04-28 1966-08-23 Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus schaumförmigen Olefinpolymerisaten Pending DE1629295B2 (de)

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