Geodätisches Gerät Bei geodätischen Geräten, z. B, bei Nivellieren
und Theodoliten, ist bekanntlich eine spielfreie und doch leichte Drehung um eine
sehr genaue Vertikalachse erfor-
derlich. Die bisher verwendeten zylindrischen und kegel-
"-
förmigen Achsen und die dazu gehörigen Büchsen sind nur
schwer sehr genau zu schleifen und haben daher hinsichtlich
ihrer Leistung häufig Mängel. Um diese zu umgehen, hat man auch schon das Vertikalachsensystem
in Form einer auf Kugeln laufenden Platte ausgebildet. Wenn hier ein einwand-
freier Gang erzielt werden soll, so erfordert das außerge-
wohnlich gute Laufkugeln, eine Bedingung, die in der Praxis ebenfalls nur schwer
erfüllbar ist, Die Erfindung betrifft ein geodätisches Geräts dessen Vertikalachsensystem
ebenfalls aus einer auf einer Auflage drehbaren Platte besteht, wobei die Auflage
im Gegensatz zur bekannten Anordnung jedoch keiner besonders genauen Bearbeitung
bedarf. Erfindungsgemäß ist die Auflage als Dreipunktlagerung ausgebildet. Eine
solche Lagerung hat bekanntlich den Vorteil, daß die durch die drei Punkte vorgegebene
Ebene von einer darauf liegenden ebenen Platte stets genau eingehalten wird. Die
drehbare Platte, die dann als Grundplatte z. B für das drehbare Fernrohr dienen
kann, muß natürlich ebenso wie bei der bekannten Anordnung plan geschliffen sein.
Planschljff bietet im Gegensatz zu
einem Hohlschliff aber keine
besondere Schwierigkeiten.Geodetic device In geodetic devices, e.g. B, for levels and theodolites, it is well known that a backlash-free, yet slight rotation around a very precise vertical axis is required. so. The previously used cylindrical and conical
"-
shaped axles and the associated bushings are only
difficult to grind very precisely and therefore have with regard to
often shortcomings in their performance. To circumvent this, the vertical axis system has already been designed in the form of a plate running on balls. If there is an impeccable free movement is to be achieved, this requires extra-
Homely good running balls, a condition that is also difficult to meet in practice, The invention relates to a geodetic device whose vertical axis system also consists of a rotatable plate on a support, but in contrast to the known arrangement, the support does not require particularly precise processing. According to the invention, the support is designed as a three-point bearing. As is known, such a storage has the advantage that the plane predetermined by the three points is always precisely maintained by a flat plate lying on it. The rotatable plate, which is then used as a base plate, for. B can serve for the rotatable telescope, must of course be ground flat as in the known arrangement. In contrast to a hollow grind, a flat grind does not present any particular difficulties.
Um ein zügiges Drehen der Plai-te ohne notwendige Schmierung durch
Öl und Fett zu erreichen, werden die drei Lagerpunkte, auf denen sich die Platte
dreht, zweckmäßig als Graphitklötzchen ausgebildet. To allow the plate to rotate quickly without the need for lubrication
Reaching oil and fat become the three bearing points on which the plate rests
turns, expediently designed as graphite blocks.
Gemäß einem weiteren Erfindungsgedanken wird die drehbare Platte
dadurch zentriert, daß an ihrer Unterseite in der Mitte ein Hohlkegel angeordnet
wird, der einen mit der Grundplatte des Geräts fest verbundenen balligen Kegel umgreift.
Der ballige Kegel liegt dann praktisch nur mit einer Linie am Hohlkegel an Auf den
Lauf der Platte in Bezug auf die Dreipunkt-Lagerung hat diese Zentrierung keinen
Einfluß. Selbstverständlich ist es auch mögliche umgekehrt an der drehbaren Platte
den balligen Kegel und an der Grundplatte den diesen umgreifenden Hohkegel anzuordnena
Gemäß einem weiteren Erfindungsgedanken wird die Feinverstellung des Vertikalachsensystems
von der Grobverstellung völlig getrennt, und zwar vorzugsweise so, daß sowohl die
Grob- wie die Feinverstellung den gesamten Verstellwinkel bestssichen können. Bei
einer zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung wird das dadurch erreicht, daß
die drei Lagerklötze der drehbaren Platte von einer zweiten Platte getiagsn werden,
die ihrerseits auf einer auf der festen Gerätegrundplatte vorgesehenen zweiten Dreipunkt-Lagerung
frei drehbar ist. Die Feinverstellung kann dann zwischen die erste, obere und die
zweite Platte geslegt werden, während die Grobverstellung durch Verdrehen
der
zweiten unteren Platte gegenüber der festen Gerätegrundplatte hervorgerufen wird.
Als Feinverstellung kann ein zwischen den beiden Platten wirkender Schneckentrieb
Verwendung finden, während die Grobverstellung zweckmäßig einfach von Hand durch
Drehen der Platte erfolgt, Zur näheren Erläuterung der Erfindung ist in der Zeichnung
als Ausführungsbeispiel ein Nivellier gemäß der Erfindung dargestellt. Abb. 1 zeigt
das Nivellier schematisch in der Seitenansicht zum Teil
im Schnitt, während Abb. 2 einen Schnitt durch das
Gerät nach Abb. 1 entsprechend der Linie A-B-C darstellt.
Der in Abb. 1 gezeichnete Schnitt durch das Gerät ver-
läuft längs der Linie. D-E in Abb. 2.
According to a further concept of the invention, the rotatable plate is centered in that a hollow cone is arranged on its underside in the middle, which cone surrounds a spherical cone firmly connected to the base plate of the device. The spherical cone is then practically only with a line on the hollow cone. This centering has no influence on the run of the plate in relation to the three-point support. Of course, it is also possible, the other way round, to arrange the spherical cone on the rotatable plate and the conical cone encompassing it on the base plate be able to capture the entire adjustment angle. In an expedient embodiment of the invention, this is achieved in that the three bearing blocks of the rotatable plate are secured by a second plate, which in turn is freely rotatable on a second three-point mounting provided on the fixed device base plate. The fine adjustment can then be placed between the first, upper and the second plate, while the coarse adjustment is brought about by rotating the second lower plate with respect to the fixed device base plate. A worm drive acting between the two plates can be used as a fine adjustment, while the coarse adjustment is conveniently carried out simply by turning the plate. Fig. 1 shows the level schematically in a side view in part in section, while Fig. 2 is a section through the
Device according to Fig. 1 according to the line ABC.
The section through the device shown in Fig. 1
runs along the line. DE in Fig. 2.
Das Fernrohr 1 des Nivelliers ist auf einer Trägerplatte 2 starr
befestigte Diese Platte trägt an ihrer Unterseite drei Graphitklötzchen 5, die auf
der planparallel geschliffenen Ringscheibe 3 aufliegen, Die Ringscheibe ihrerseits
wieder ist auf drei weiteren Graphitklötzchen 6 drehbar gelagert, die in die Grundplatte
4 eingelassen sind. Zur Zentrierung der Scheibe 3 ist die Grundplatte 4-mit einem
Bund 4''versehen, der in die Scheibe 3 eingreift. Die Scheibe 3 dreht sich auf der
aus den Graphitklotzchen 6 bestehenden Dreipunktlagerung, während der Fernrohrträger
2 wiederum eben-
falls mit der ue den Graphitklotzchen 5 bestehenden
Dreipunktlserung auf der Ringscheibe 3 drehbar ist.The telescope 1 of the level is rigidly attached to a support plate 2. This plate has three graphite blocks 5 on its underside, which rest on the plane-parallel ground annular disk 3, the annular disk in turn is rotatably mounted on three further graphite blocks 6, which are embedded in the base plate 4 are. To center the disk 3, the base plate 4 is provided with a collar 4 ″ which engages in the disk 3. The disc 3 rotates on the three-point bearing consisting of the graphite blocks 6, while the telescope carrier 2 is in turn evenly if the graphite blocks 5 exist with the ue
Dreippunktlserung on the ring disc 3 is rotatable.
Die Zentrierung des Fernrohrträgers erfolgt mittels eines balligen
Kegels 8, der in die Grundplatte 4 eingelassen
ist. An der Unterseite
des Fernrohrträgers 2 ist ein gerader Hohlkegel 9 vorgesehen, der den balligen Kegel
8 umgreift. Der Hohlkegel ist mittels einer federnden Lasche 10 an der Unterseite
der Platte 2 festgeschraubt. Durch Einstellen des Federdrucks kann dabei eine mehr
oder weniger starke Bremsung der Verstellbewegung erreicht werden. Um ein Abheben
des Femrohrträgers 2 zu vermeiden, umgreift dieser mittels seines Außenmantels und
eines anschraubbaren Bundes 2'die Grundplatte 4
dem
Die Verstellung des Fernrohrs erfolgt bei/Aus-
führungsbeispiel nach Abb. 1 sowohl durch eine Grobwie durch eine Feinbewegung.
Zur Feinbewegung dient eine Schnecke 11, die im Fernrohrträger 2 drehbar gelagert
ist und in die Ringscheibe 3 eingreift (Abb.2). Zu diesem Zweck ist der äußere Rand
dieser Ringscheibe als Schneckenrad ausgebildete Durch Verstellen der Rändel 7 erfolgt
somit eine Feinerstellung des Fernrohrträgers 2 gegenüber der Ringscheibe 3. Diese
ihrerseits ist gegenüber dem Geräteunterbau 4 grobverstellbar, und zwar indem man
den Fernrohrträger 2 von Hand verschwenkt. Letzterer ist ja bei Nichtbetätigen@des
Feintriebs gegenüber der Ringscheibe 3 blockierteThe telescope carrier is centered by means of a spherical cone 8 which is let into the base plate 4. On the underside of the telescope carrier 2, a straight hollow cone 9 is provided which surrounds the spherical cone 8. The hollow cone is screwed to the underside of the plate 2 by means of a resilient tab 10. By adjusting the spring pressure, a more or less strong braking of the adjustment movement can be achieved. In order to prevent the telescope carrier 2 from lifting off, it encompasses the base plate 4 by means of its outer jacket and a screw-on collar 2 ′ to the
The telescope is adjusted with / off
management example according to Fig. 1 by both a coarse and a fine movement. A worm 11, which is rotatably mounted in the telescope carrier 2 and engages in the annular disk 3 (Fig. 2), is used for fine movement. For this purpose, the outer edge of this ring disk is designed as a worm wheel. By adjusting the knurl 7, the telescope carrier 2 is fine-tuned with respect to the ring disk 3. This in turn is roughly adjustable with respect to the device substructure 4 by pivoting the telescope carrier 2 by hand. The latter is blocked in relation to the annular disk 3 when the fine drive is not operated @