DE1628945C3 - Kraftgetriebenes Hand-Werkzeuggerät - Google Patents
Kraftgetriebenes Hand-WerkzeuggerätInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein kraftgetriebenes Hand-Werkzeuggerät, insbesondere Hand-Oberfräse,
das eine den Antrieb und die Werkzeugspindel tragende Grundplatte mit einer ebenen Bodenfläche zum
Aufsetzen auf ein Werkstück und zum Führen des Gerätes auf dem Werkstück sowie einen Führungsschuh
zur Führung des Gerätes am Werkstück aufweist, bei dem die Werkzeugspindel und der Antrieb für dieselbe
oberhalb der Grundplatte angeordnet und sich das Werkzeug durch die Grundplatte hindurch nach unten
erstreckt.
Hand-Oberfräsen dieser Art sind auch als Vorlage-Schneidemaschinen
oder Schichtstoff-Trimmer einzusetzen. Hand-Oberfräsen der o. g. Art werden im allgemeinen zum Bearbeiten von Holz bzw. Kunststoffplatten eingesetzt, um in diesen Platten Nuten oder
Konturen ein- bzw. auszuarbeiten. Ein weiterer Anwendungsfall ist das Bearbeiten der Seitenkanten
von Werkstoffplatten aus den o. g. Materialien.
Um an einer Platte, beispielsweise einer Furnierplatte, einen der genannten Arbeitsgänge mit der
notwendigen Genauigkeit und Sauberkeit ausführen zu können, ist es notwendig, daß die Hand-Oberfräsen eine
ebene Grundplatte aufweist. Bei den bekannten Hand-Oberfräsen dieser Art (DT-Gbm 18 20 029) ist die
Größe der Grundplatte so gewählt, daß eine gute Auflage bzw. ein sicheres Verschieben der Hand-Oberfräse
auf dem zu bearbeitenden Werkstück gewährleistet ist. Hand-Oberfräsen dieser Art finden im
allgemeinen dort Verwendung, wo sie auf einer ebenen Werkstückfläche, welche der Grundplatte eine ausreichende
Auflagefläche bietet, verschoben werden können. Dadurch wird jedoch die Einsatzmöglichkeit von
Hand-Werkzeuggeräten dieser Bauweise wesentlich eingeschränkt. Sollen z. B. nach oben stehende Flächen,
Seitenwände od. dgl., die der Grundplatte der Hand-5 Oberfräse nur eine relativ geringe Auflagefläche bieten,
bearbeitet werden, so ist dies nur sehr unvollkommen möglich. Vor allen Dingen treten Schwierigkeiten auf
bei der Bearbeitung von Ecken solcher hochstehenden Flächen bzw. Seitenwänden.
ίο Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein kraftgetriebenes
Hand-Werkzeuggerät der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, das auch auf schmalen, hochstehenden
Flächen bzw. Kanten sicher geführt werden kann und besonders in Eckbereichen solcher Flächen eine gute
Zugänglichkeit und eine volle Abstützung des Gewichtes der Antriebseinrichtung auf der Oberfläche des
Werkstücks ermöglicht.
Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß an der Grundplatte eine durch zwei, unter einem Winkel
von etwas mehr als 90° zusammenlaufende Seitenkanten
derselben begrenzte Nase ausgebildet ist, daß die Werkzeugspindel und das Werkzeug im Bereich dieser
Nase und der Antrieb der Werkzeugspindel an einer von der Nase entfernten Stelle angeordnet sind, und daß
der Führungsschuh unterhalb der Grundplatte im wesentlichen rechtwinklig zu derselben angeordnet und
abnehmbar angebracht ist.
Durch die versetzte Anordnung des Schneidwerkzeuges gegenüber dem Motor ergibt sich ein wesentlich
größerer Anwendungsbereich, vor allem bei der Bearbeitung an schmalen Kanten, die in einem Winkel
zueinander angeordnet sind. Beim Trimmen über eine Ecke sind die Stabilität und die ausgerichtete Führung
des Werkzeuggerätes wesentlich verbessert. Durch die versetzte Anordnung von Antrieb und Werkzeugspindel
wird in vorteilhafter Weise auch erreicht, daß der vom Gebläse des Antriebes erzeugte Luftstrom am
Werkzeug vorbeigeführt werden kann, und den Arbeitsbereich frei von Spänen hält.
Eine weitere Verbesserung ist darin zu sehen, daß der Führungsschuh mindestens eine bogenförmige Führungsfläche
aufweist und mit Einstellvorrichtungen zum genauen Anbringen dieser Führungsflächen auf der
Grundplatte versehen ist. Ferner ist es von Vorteil, wenn der Führungsschuh an der Grundplatte fest
verriegelbar ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Es
zeigt
F i g. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines Gerätes gemäß der Erfindung zur Verwendung als
Vorlage-Schneidmaschine,
F i g. 2 eine Unteransicht der Vorrichtung nach F i g. 1 mit teilweise weggeschnittener Grundplatte,
Fig.3 eine Seitenansicht der Vorrichtung nach F i g. 1 von links,
Fig.3 eine Seitenansicht der Vorrichtung nach F i g. 1 von links,
Fig.4 eine Teildarstellung für den Gehäuseaufbau
von unten gesehen,
Fig.5 eine Teilansicht eines Gerätes mit einer Schneidführungseinrichtung,
F i g. 6 eine Unteransicht des Gerätes nach F i g. 5,
Fig. 7 eine perspektivische Darstellung des Gerätes gemäß F i g. 5 im Einsatz,
Fig. 8 einen Teilschnitt, der die Ausrichtung der Schneidwerkzeugführung mit der Schneidwerkzeug-Drehachse
wiedergibt, und
F i g. 9 einen Teilschnitt nach der Linie 9-9 der F i g. 8.
Das kraftgetriebene Hand-Werkzeuggerät weist ein
Gehäuse 10 (F i g. 1 und 4) auf, das als ein das Gerät zu einer Einheit verbindenden Träger für einen Elektromotor
30, eine Werkzeugspindelanordnung 50 und eine Grundplatte 70 dient. Wie F i g. 4 zeigt, ist das Gehäuse
10 eine im wesentlichen ovale Kapsel aus Aluminium-Legierung mit den Seitenwänden 11 und den abgerundeten
Endwänden 13 und 15. Die Seitenwände 11 haben mit ihnen einstückige Rippen 17 längs des Gehäusebodens,
die bei 19 mit Gewindebohrungen versehen sind, um die Grundplatte 70 an der Unterseite dieses
Gehäuses mittels versenkter Schrauben 21 zu befestigen. Zusätzliche Gewindebohrungen 19a sind in der
Grundplatte 70 vorgesehen, um Werkzeugführungen oder andere Zubehörteile anbringen zu können.
Die Gehäusekapsel 10 ist mit zwei inneren kreisförmigen
Sitzen geformt, nämlich einem weiteren Sitz 23 zur Aufnahme des Motors 30 und einem engeren Sitz 25
zur Anbringung der Werkzeugspindel. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist das Gehäuse bei 27 parallel zur
Bodenebene bis etwa zur Hälfte des Sitzes 23 eingeschnitten, um einen Klemmring 28 für den vertikal
eingesetzten Motor 30 zu bilden. Der Ring 28 ist wiederum bei 29 senkrecht geschlitzt und hat Ohren 31
und 33, die einstückig mit ihm gegossen sind. Diese Ohren haben durchgehende Bohrungen 35 zur Aufnahme
eines Klemmbolzens und einer Mutter 37. Durch diesen Aufbau ist der Motor abnehmbar an das Gehäuse
10 geklemmt.
Der Motor 30 ist in einem zylindrichen Gehäuse 39 gekapselt und hat eine eingezogene Schulter 41, die in
die öffnung 23 des Gerätegehäuses paßt und die in dem Klemmring durch Anziehen des Bolzens und der Mutter
37 festgeklemmt wird. Wie aus F i g. 1 ersichtlich, hat der Motor einen Antriebzapfen 43, der in dem Lager 45
drehbar im Motorgehäuse 39 angebracht ist. Dieser Zapfen erstreckt sich bis in das Gerätegehäuse 10 und
trägt eine Antriebsscheibe 47. Auf der Motorwelle 43 aber innerhalb des Motorgehäuses 39 ist ein Gebläse 49
angebracht, das einen Luftstrom in den oberen Teil des Motorgehäuses 39 durch (nicht gezeigte) Einlassöffnungen
ansaugt, um den Anker und das Feld des Motors 30 herumführt, und durch Auslassöffnungen 51 am Boden
des Gehäuses 39 ausbläst. Mindestens einige dieser öffnungen 51 im Motorgehäuse 39 sind mit den
öffnungen 53 in der oberen Wand des Gerätegehäuses 10 ausgerichtet, so daß zumindest ein Teil der
ausgeblasenen Luft vom Motor 30 in das Innere des Gerätegehäuses 10, wo es zur Kühlung des Antriebselementes
57 und anderer Teile des Antriebes innerhalb des Gehäuses 10 kühlt. Von dort wird der Luftstrom
schließlich um die Werkzeugspindel herum durch die öffnungen 59 am Boden und dem Werkzeugende des
Gehäuses 10 bzw. in der Grundplatte 70 ausgebläsen. Die ausgeblasene Luft dient dabei zugleich zum
Wegblasen der Späne.
Die Werkzeugspindelanordnung 50 ist wie folgt innerhalb des Sitzes 25 des Gehäuses 10 befestigt: Der
Sitz ist zylindrisch, wie bei 63 (Fig. 1) gezeigt und hat einen Ring 65, der einstückig mit seiner Innenwand etwa
zwei Drittel von oben ausgebildet ist. Die Spindel 67 bildet ein längliches hohes Element mit einem einstückig
ausgebildeten Kragen 69, das geringfügig mehr als die halbe Länge der gesamten Spindel einnimmt. Ferner
weist die Spindel einen gezahnten Teil größeren Durchmessers als der Rest der Spindel auf, der als
Riemenscheibe 73 dient und mit einem gezahnten Riemen 57 zusammenwirkt. Eine Verlängerung dieses
verbreiterten Teiles stellt ein Werkzeugfutter 75 dar.
Eine Klemmschraube 77 ist in dem Futter 75 vorgesehen, um den Schaft eines in die Bohrung 79 der
Spindel 67 eingesetzten Werkzeuges oder Stahles 82 festzuklemmen.
Zwei Kugellager 83 und 85 werden benutzt, um die Werkzeugspindel 67 drehbar zu lagern. Das eine
Kugellager 85 hat seinen äußeren Laufring oberhalb des Ringes 65 eingesetzt, während das andere Kugellager 83
mit seinem äußeren Laufring unterhalb dieses Ringes 65 eingesetzt ist. Der innere Laufring des Kugellagers 83
ruht auf dem mit der Spindel einstückigen Kragen 69. Unmittelbar oberhalb dieses Laufringes und in Berührung
mit diesem ist ein Abstandshaltekragen 87 etwas größerer axialer Höhe als der Ring 65 des
Zylinders 63 vorgesehen. Als nächstes oberhalb dieses Abstandhaltekragens 87 folgt der innere Laufring des
Kugellagers 85. Das obere Ende der Spindel 67 ist mit Außengewinde versehen, um eine Kiemmutter 89
aufzunehmen, die dazu dient, die inneren Laufringe der beiden Kugellager und den Ring 87 zusammen und
gegen die Schulter 69 der Spindel zu pressen, so daß sich eine fest drehende Einheit ergibt. Wenn die Anordnung
in der oben beschriebenen Weise zusammengesetzt ist, werden die äußeren Laufringe der Kugellager 83 und 85
gegen axiale Verschiebung im zylindrischen Sitz 63 durch die Schulter des Ringes 65 festgehalten und
dienen als Halterung gegen axiale Verschiebung der Spindel 67 aufgrund deren Eingriff mit den Kugeln und
den inneren Laufringen.
Wie bereits erwähnt, ist die Spindel 67 durchgehend hohl ausgebildet. Der obere Teil der Bohrung 79 durch
die Spindel ist mit Innengewinde versehen, um eine längliche Setzschraube 81 aufzunehmen, die nach oben
und unten bezüglich der Spindel einstellbar ist, uin die Tiefe einzustellen, mit der der Schaft 80 des Werkzeuges
82 von dem Futterende her in die Spindel eingesetzt wird. Dadurch wird eine genaue Tiefeneinstellung des
Schnittes und eine leichte schnelle Auswechselbarkeit des Werkzeuges ermöglicht. Eine Kappe 91, die
normalerweise den zylindrischen Sitz 25 abdeckt, ist abzunehmen, um Zugang zu der Setzschraube 81 von
oben her zu erhalten.
Wie bereits erwähnt, ist die Bodenplatte 70 durch versenkte Schrauben 21 am Gehäuse 10 befestigt. Die
Platte hat zwei gerade Kanten 93 und 94 gleicher Länge, die einen Winkel von etwas mehr als 90°, vorzugsweise
100°, bilden, und eine dritte bogenförmige Kante 95. Die Werkzeugöffnung 61 liegt in der Nähe der 100°
bildenden Ecke der Grundplatte 70. Die Ecke ist dabei mit einem Radius abgerundet, dessen Zentrum etwa in
der Mitte der öffnung 61 liegt, um einen glatteren Zugang des Schneidwerkzeuges an aneinanderstossende
senkrechte Flächen zu erreichen. Die beiden anderen Ecken der Grundplatte sind auch in geeigneter Weise
abgerundet, wie F i g. 2 zeigt.
Das soweit beschriebene Werkzeuggerät ist als Vorlageschneidgerät benutzbar, wobei es mit seiner
Grundplatte 70 flach auf einer Oberfläche ruht, die mit dem Werkzeug 82 entsprechend einem vorherbestimmten
Muster genutet oder abgeschnitten werden soll. Um dasselbe Werkzeuggerät zur Benutzung als Schichtstoff-Trimmer
zu benutzen, wo es erwünscht ist, vertikale Flächen auszuglätten oder überstehendes
Material gegenüber einer solchen vertikalen Fläche abzuschneiden, wird an die Bodenplatte 70 mit
Setzschrauben 109, die sich durch im Winkel zueinander angeordnete, in den Fig.6, 5 und 9 gezeigte längliche
Schlitze erstrecken, ein Führungsschuh 107 angesetzt.
Der Führungsschuh weist einen Führungsblock 111 auf,
der parallele, in Abstand angeordnete Führungswände 113 hat, die zur Aufnahme des Führungsblockes 115
ausgebildet sind. Dieser Führungsblock 115 ist mit zwei im wesentlichen kreisförmigen Führungsspitzen 117 und
119 verschiedenen Durchmessers versehen und hat eine
ovale Einstellvertiefung 121. Je nach dem Durchmesser des benutzten Werkzeuges 82 wird der Block 115
zwischen die Führungswände 113 mit entweder der Spitze 117 oder 119 in konzentrischer Ausrichtung mit
dem Werkzeug 82 eingesetzt, wie dies F i g. 5 zeigt, und wird dann durch den Schraubenbolzen 123 an seiner
Stelle gehalten. Der Block 111 hat einen Schwenkstift 125, der mit ihm befestigt ist, und sich schwenkbar in
eine Öffnung 127 in der Grundplatte 70 erstreckt. Wenn die Schrauben 109 gelöst werden, kann der ganze
Führungsschuh 107 um die Achse des Stiftes 125 verschwenkt werden. Wenn die Schraube 123 gelöst ist,
kann der Block 115 geradlinig zwischen den Führungswänden 113 verschoben werden. Zum Befestigen des
Führungsschuhes 107 an der Bodenplatte 70 wird die Kappe 91 entfernt sowie die Schraube 81 und das
Werkzeug 82 (vergl. Fig. 1). Es wird in die freie Bohrung 79 ein Einstellstift 127 eingesetzt, und das
koaxial zylindrisch ausgenommene Ende dieses Stiftes wird benutzt, um die Blöcke 111 und 112 durch Eingriff
der Vertiefung 131 mit einem entsprechenden Vorsprung 133 genau einzustellen, der koaxial mit den
Spitzen 117 bzw. 119 auf dem Führungsblock 115 ausgebildet ist. Wenn einmal die Führungsblöcke 113
und 115 in ihre richtige Lage geschoben und durch Festziehen der Schrauben 109 und 123 befestigt sind,
wird der Einstellstift 129 durch die obere öffnung der Bohrung 79 entfernt und es wird das Werkzeug 82 auf
dem gleichen Wege eingesetzt. Dies vermeidet die Notwendigkeit der Bewegung des Führungsschuhes 107
zum Entfernen des Einstellstiftes und zum Einsetzen des Werkzeuges, wodurch die genaue Einstellung des
Schuhes wieder verlorengehen würde. Es wird außerdem dadurch die genaue koaxiale Einstellung der
bogenförmigen Führungsfläche 117 bzw. 119 mit der Drehachse des Werkzeugs 82 sichergestellt.
Ein besonderer Anwendungsfall der Erfindung zum Trimmen von Schichtmaterial, das an vertikalen Flächen
vorsteht, ist in Fig. 7 gezeigt. In diesem Beispiel wird der Trimmer dazu benutzt, um die Kante eines Furniers
oder einer sonstigen aufgebrachten Schicht 1016 wegzuschneiden, die an den oberen Flächen 101 und
101a einer Spritzwand 103 an einem Spülbecken 105 vorsteht. Das Problem ist, die Kante 1016 glatt mit der
vertikalen Wand 103 zu trimmen ohne dabei in diese vertikale Wand einzuschneiden oder diese zu beschädigen.
Für diesen Arbeitsgang wird der Trimmer wie in Fig.5 mit dem Schneidwerkzeug 82 und der Führung
117 zusammengesetzt. Gemäß Fig. 7 und unter der Annahme, daß das Trimmen von links nach rechts in
dieser Figur durchgeführt werden soll (das Werkzeug könnte genauso gut auch in entgegengesetzter Richtung
arbeiten), wird die Grundplatte 70 mit ihrer Kante 94 auf die Oberkante 101a gelegt, um die Höhe und die
horizontale Ausrichtung des Trimmers zu steuern. Mit der Führungsspitze 117 wird dann gegen die vertikale
Wand 103 vorgeschoben, so daß die Schnittiefe bezüglich der Kante 1016 bestimmt wird. Da die
wirksame Schneidumfangsfläche des Werkzeuges 82 den gleichen Durchmesser wie die Führungsfläche der
Führungsspitze 117 hat, wird demzufolge die Kante 1016 des Schichtmaterials flach mit der Wand 103
abgetrimmt, wenn der Motor eingeschaltet und das ( Werkzeuggerät längs der Kante 101a geführt wird. Bei
seiner Bewegung nach rechts nähert sich der Trimmer der Ecke der Spritzwand (die in Fig. 7 gezeigte
Stellung), der rechten Kantenbereich 93 der Grundplatte 70 erreicht die Oberkante 101, bevor der linke
Kantenbereich 94 die Oberkante 101a der Spritzwand verläßt. Dadurch wird das Werkzeuggerät während des
Trimmens längs der Kante 101 glatt von der einen Oberkante 101a auf die andere Oberkante 101
übergeführt. Während der Bewegung des Trimmers zunächst längs der Kante 101a und dann längs der
Kante 101 wird die Tiefe des Schnittes ununterbrochen durch die bogenförmige Führungsspitze 117, wie oben
erläutert, gesteuert.
Es ist zu verstehen, daß in der Darstellung der F i g. 7, wo ein Trimmen in der Richtung von links nach rechts
angenommen wird, die vorstehende Kante 1016 längs der Oberkante 101a schon entfernt ist, während sie
längs der Oberkante 101 noch wegzuschneiden ist. Es ist auch zu beachten, daß der stumpfe Winkel, der durch die
Kanten 93 und 94 der Grundplatte 70 gebildet wird, besonders vorteilhaft beim Trimmen über eine Ecke ist,
weil dadurch die Stabilität und die eingerichtete Führung des Werkzeuggerätes verbessert werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Kraftgetriebenes Hand-Werkzeuggerät, insbesondere Hand-Oberfräse, das eine den Antrieb und
die Werkzeugspindel tragende Grundplatte mit einer ebenen Bodenfläche zum Aufsetzen auf ein
Werkstück und zum Führen des Gerätes auf dem Werkstück sowie einen Führungsschuh zur Führung
des Gerätes am Werkstück aufweist, bei dem die Werkzeugspindel und der Antrieb für dieselbe
oberhalb der Grundplatte angeordnet sind, und sich das Werkzeug durch die Grundplatte hindurch nach
unten erstreckt, dadurch gekennzeichnet, daß an der Grundplatte (70) eine durch zwei unter
einem Winkel von etwas mehr als 90° zusammenlaufende Seitenkanten (92 und 94) derselben begrenzte
Nase ausgebildet ist, daß die Werkzeugspindel (67) und das Werkzeug (82) im Bereich dieser Nase und
der Antrieb (30) der Werkzeugspindel (67) an einer von der Nase entfernten Stelle angeordnet sind, und
daß der Führungsschuh (107) unterhalb der Grundplatte im wesentlichen rechtwinklig zu derselben
angeordnet und abnehmbar angebracht ist.
2. Werkzeuggerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsschuh (107)
mindestens eine bogenförmige Führungsfläche (117 bzw 119) aufweist und mit Einstellvorrichtungen
zum genauen Anbringen dieser Führungsflächen auf der Grundplatte (70) versehen ist.
3. Werkzeuggerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsschuh (107) an der
Grundplatte (70) fest verriegelbar ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US60402166 | 1966-12-22 | ||
| DER0047565 | 1967-12-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1628945C3 true DE1628945C3 (de) | 1977-04-14 |
Family
ID=
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| USD495226S1 (en) | 2001-04-12 | 2004-08-31 | Black & Decker Inc. | Router base |
| USD584590S1 (en) | 2004-10-29 | 2009-01-13 | Balck & Decker Inc. | Router |
| USD588428S1 (en) | 2004-10-14 | 2009-03-17 | Black & Decker Inc. | Router |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| USD495226S1 (en) | 2001-04-12 | 2004-08-31 | Black & Decker Inc. | Router base |
| USD588428S1 (en) | 2004-10-14 | 2009-03-17 | Black & Decker Inc. | Router |
| USD584590S1 (en) | 2004-10-29 | 2009-01-13 | Balck & Decker Inc. | Router |
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