DE1627617C - Ölhydraulische Steuerung für die Schritt- bzw. Drehschrittbewegung eines Schmiedemanipulators - Google Patents
Ölhydraulische Steuerung für die Schritt- bzw. Drehschrittbewegung eines SchmiedemanipulatorsInfo
- Publication number
- DE1627617C DE1627617C DE1627617C DE 1627617 C DE1627617 C DE 1627617C DE 1627617 C DE1627617 C DE 1627617C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- oil
- line
- pressure
- hydraulic motor
- valve
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000005242 forging Methods 0.000 title description 18
- 230000001133 acceleration Effects 0.000 claims description 7
- 238000000034 method Methods 0.000 description 3
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 1
- 238000005516 engineering process Methods 0.000 description 1
- 210000000056 organ Anatomy 0.000 description 1
Description
I 627 617
Gegenstand der Erfindung ist eine ölhydraulische
Steuerung für die Schritt- bzw. Drehschrittbewegung eines Schmiedemanipulators bzw. der auf ihm angeordneten
Zange, deren entsprechender "Kolben-Zylinder-Antrieb oder Hydromotor zum Abbremsen
oder schnellen Beschleunigen geschaltet ist, wobei im Leitungssystem zwischen dem Hauptabsperrmittel
und dem jeweiligen Antrieb für jede Bewegungsrichtung eine Möglichkeit zum Aufbau eines Restdruckes
vorgesehen ist sowie eine Ölrückflußsteuerung als Bremsung.
Beim Zusammenspiel einer hydraulisch betätigten Schmiedepresse .mit einem Schmiedemanipulator
müssen große Massen schrittweise bewegt werden. Dabei bereitet es oft Schwierigkeiten, diese großen
Massen exakt zu beschleunigen und zu verzögern und dies in kurzen Zeitabschnitten durchzuführen,
weil die Manipulatorzange dies im Takt der Presse, z. B. das eingespannte Werkstück schrittweise drehen,
tun muß.
Bisher war es allgemein bekannt, zum Rundschmicden
eines in der Zange eines Schmiedemanipulators eingespannten Werkstückes die Zange kontinuierlich
zu drehen, wobei das sich drehende Werkstück durch den Hub der Schmiedepresse, d. h. für
den jeweiligen Schmiedevorgang, durch die Schmiedesattel abgebremst und zum Stillstand gebracht wurde.
Der hierbei an den Schmiedesätteln auftretende Verschleiß war jedoch beträchtlich.
Die Förderungen der Technik gehen jetzt aber soweit, beim Reckschmieden oder Schlichten Drehschritte
des in der Schmiedemanipulatorzange eingespannten Schmiedestückes bis zu 45° bei sehr
hohen Hubzahlen der Schmiedepresse, ohne die vorbeschriebenen Nachteile, wie Verschleiß der
Schmiedesattel oder aufwendige Anordnungen der Antriebsmittel, durchzuführen. Diese Forderungen
waren aber mit den bisher bekannten Mitteln nicht oder nur mit besonderem Aufwand begrenzt zu erreichen.
Der Drehschritt soll nach einem elektrischen Impuls beim Rückzug des Arbeitskolbens und damit
des Obersatteis der Presse beginnen und muß bei Beginn des eigentlichen Pressenarbeitshubes beendet
sein. Da beim Schlichten eines Werkstückes meistens sehr kleine Hubhöhe der Presse eingestellt werden,
bleibt nur eine extrem kurze Zeit, um den Drehschritt auszuführen. Dies bedingt eine
extrem hohe Beschleunigung und Verzögerung der Massen.
Bei einer bekannten Zusammenarbeit zwischen einer Schmiedepresse und einem Schmiedemanipulator
(französische Patentschrift 1459 361), dessen Zangenträger mittels Zylinder- und Kolben-Anordnung
axial auf dem Unterwagen verschiebbar und dessen Zange mittels eines Hydromotors am Zangenträger
drehbar ist, erfolgt die Druckmittelzufuhr im Regelfall von einer Hydropumpe. Zur Beschleunigung
oder zum Abbremsen der Massen kann wahlweise noch ein Hydrospeichcr dem Drucksystem zugeschaltet
werden. Hier ist eine Möglichkeit aufgezeigt, mittels einer zusätzlichen Energiequelle eine Zeitersparnis
in den Bewegungen der Schmiedemanipulatororgane zu erzielen.
Aufgabe der Erfindung war es daher, eine
ölhydraulische Steuerung für eine Schritt- bzw. Drehschrittbewegung an Schmiedemanipulatoren zum
.schnellen Beschleunigen großer Massen mittels einer Kolbcn-Zylinder-Anordnung bzw. eines Hydromotors
zu schaffen, die einfach im Aufbau ist und ohne zusätzliche Energiezufuhr arbeitet.
Dies wird nach der Erfindung bei dem eingangs erwähnten Schmiedemanipulator dadurch erreicht,
daß 'in die jeweilige Leitung eine Bremsgruppe, bestehend aus Rückschlagventil, parallelliegendcm
Schaltventil und parallelliegendem, einstellbarem Druckbegrenzungsventil, angeordnet ist und daß, vom
Antrieb aus gesehen, danach eine Verbindung zwisehen den jeweiligen Zu- und Abflußleitungen vorgesehen
ist, die aus miteinander durch Zwischenleitung verbundenen, gesteuerten Rückschlagventilen
entgegengesetzter Durchflußrichtung besteht.
Durch diese Anordnung wird einmal in vorteilhafler Weise erreicht, daß nach Schließen des Haupiabsperrmittels
die aus dem Zylinder bzw. Hydromotor austretende ölmenge durch das Druckbegrenzungsventil
abgebremst und damit der Kolben des Zylinders bzw. der Hydromotor schnell zum Stillstand
kommt. Zum anderen strömt die durch das Druckbegrenzungsventil hindurchtretende, abgebremste Ölmenge
über die durch Zwischenleitung verbundenen, gesteuerten Rückschlagventile in die ölzuflußleitung,
die nach Schließen des Hauptabsperrmittels infolge der Massenträgheit des Drucköls in diesem Augenblick
unter einem niedrigeren Druck steht als die hinter Zylinder bzw. Hydromotor befindliche ölabflußlcitung.
Hierdurch baut sich vor dem Zylinder bzw. Hydromotor ein Druck auf, der etwa der Hälfte
des Betriebsdruckes entspricht. Bei erneutem Öffnen des Hauptabsperrmittels steht daher bereits ein Druck
vor dem Zylinder bzw. Hydromotor zur Verfügung, der sehr wesentlich dazu beiträgt, eine neue Schrittbzw.
Drehschrittbewegung zur schnellen Beschleunigung der Massen in kürzester Zeit zu bewirken.
Einstellbare Drossclstellen in der ölrücklauflcitung . sind bei Manipulatorsteuerungen bekannt (britische
Patentschrift 1 037 114).
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen näher beschrieben.
Fig. 1 zeigt die erfindungsgemäß ausgelegte
Steuerung mit einem Zylinder als Antrieb für die Schrittbewegung,
F i g. 2 zeigt die eriindungsgemäß ausgelegte Steucrung
mit einem Hydromotor als Drehantrieb für die Drehschritlbewegung.
Die Erläuterung wird an Hand der F i g. 2 an einem Beispiel der Erfindung gegeben, wobei mittels
Hydromotor Drehschritte der Schmiedemanipulatorzange im Zusammenspiel mit einer Schmiedepresse
bewirkt werden. Der Drehschritt kann für Linksund Rechtslauf des Hydromotors erfolgen. Dies ist
in der Zeichnung schaltungsmäßig entsprechend berücksichtigt. Da Links- und Rcchtslauf schaltungsmäßig
gleich sind, wird nur der Rechtslauf in seiner Funktion erläutert:
Ein nicht dargestellter Richtungswahlschalter wird auf Rechtslauf gestellt. Dabei erfolgt eine Kontaktgabe
an das gesteuerte Rückschlagventil 1, welches jetzt auf Durchfluß geschaltet ist. Beim Rückzug des
' Holmes der nicht dargestellten Schmiedepresse erfolgt ein elektrischer Impuls an das '/.i-Wegevcntil 2 und
das ^»-Wegeventil 3. Beim Ventil 2 tritt die Schallstellung
4 in Funktion. Das Ventil 3 wird dabei von
6g der geschlossenen Stellung auf Durchgang geschaltet. Das Drucköl gelangt von der Druckleitung S über
Ventil 2, Druckleitung 6, Rückschlagventil 7 und Drucklcitunu 8 /um Hydromotor 9 und setzt densel-
ben in Bewegung. Der Beschleunigungsvorgang beginnt. Das rückfließende öl aus dem Hydromotor 9
gelangt über die Rohrleitung 10, Ventil 3, Druckleitung Il und Ventil 2 in die ölabflußleitung 12. Nach
Ablauf eines einstellbaren Zeitgliedes fallen die Ventile 2 und 3 ab und sperren den Durchfluß. Damit
werden die Leitungen 5 und 6 sowie il und 12, ferner
10 und 11 unterbrochen.
Der eigentliche Verzögerungsvorgang beginnt. Es gelangt kein Drucköl mehr von der Leitung 5 zum
Hydromotor 9. Da das Ventil 3 und das Rückschlagventil 13 die ölabflußleitung 10 nach 11 sperren,
muß das rückfließende öl zwangläufig über das als Bremsventil wirkende Druckbegrenzungsventil 14
fließen. In der Leitung 10 entsteht ein Bremsdruck, der auf den Hydromotor zurückwirkt und ihn zum-Stillstand
kommen läßt.
Da die Leitungen 11 und 12 unterbrochen sind, nimmt das Drucköl den Weg über das geöffnete,
Rückschlagventil 1, die Umgehungsdruckleitung 15,
das Rückschlagventil 16 und füllt die Leitungen 6 und 8 auf, in denen beim Verzögern ein Unterdruck
entstehen kann.
Wenn der Stillstand des Hydromotors erreicht ist, bleibt in den Leitungen 6, 8,10,11 und 15 ein Restdruck
erhalten, der etwa der Hälfte des Betriebsdruckes entspricht. Für den nächsten Drehschritt werden
wieder die Ventile 2 und 3 betätigt, worauf sich die unter dem Restdruck in den Leitungen 10, II und
15 stehende ölmenge in die ölabflußleitung ausgleichen
kann. Der in den Leitungen 6 und 8 befindliche Restdruck beginnt dagegen schon den Hydromotor 9
zu drehen.
Diese Vorkomprimierung in der Leitung 6 und 8 hilft, Zeit einzusparen, da der Druckaufbau in den
Leitungen 6 und 8 nur noch bis zur Hälfte zu erfolgen braucht.
Durch diese Schaltanordnung erzielt man einen ruhigen und stoßfreien Drehschritl, wobei alle auftretenden
Beschleunigungs- und Bremsdrücke unter dem Bereich des Betriebsdruckes liegen.
Im gleichen Ablauf erfolgt die Schrittbewegung, bei vder in F i g. 1 an Stelle des Hydromotors 9 ein
doppelt beaufschlagter Kolben mit Zylinder 17 dargestellt ist.
Diese erfindungsgemäß ausgelegte, ölhydraulische Steuerung ist nicht begrenzt auf die Bewegungen an
Schmiedemanipulatoren, sondern auch für andere, gleich gelagerte Fälle anwendbar, wobei auch gegebenenfalls
die Steuerung der Ventile mechanisch erfolgen kann.
Claims (1)
- Patentanspruch:ölhydraulische Steuerung für die Schritt- bzw. Drehschrittbewegung eines mit der Schmiede presse verknüpft gesteuerten Schmiedemanipulators bzw. der auf ihm angeordneten Zange, deren entsprechender Kolben-Zylindcr-Antrieb oder Hydromotor zum Abbremsen oder schnellen Beschleunigen geschaltet ist, wobei im Leitungssystem zwischen dem Hauptabsperrmittel und dem jeweiligen Antrieb für jede Bewegungsrichtung eine Möglichkeit zum Aufbau eines Restdruckes vorgesehen ist, sowie eine Ölrückflußsteuerung als Bremsung, dadurch gekennzeichnet, daß in die jeweilige Zu- und Abflußleitung (6, 8 oder 10,11) eine Bremsgruppe, bestehend aus Rückschlagventil (7 oder 13), parallelliegendem Schaltventil (18 oder 3) und parallelliegendem, einstellbarem Druckbegrenzungsventil (19 oder 14), angeordnet ist und daß, vom Antrieb aus gesehen, danach eine Verbindung zwischen den jeweiligen Zu- und Abflußleitungen (6, 8 und 10,11) vorgesehen ist, die aus miteinander durch Zwischenleitung (15) verbundenen, gesteuerten Rückschlagventilen (1,16) entgegengesetzter Durchflußrichtung besteht.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102017127395B4 (de) | 2016-11-22 | 2025-11-27 | Danfoss Power Solution GmbH & Co OHG | Fluidströmungsanordnung und elektronische Steuereinrichtung |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102017127395B4 (de) | 2016-11-22 | 2025-11-27 | Danfoss Power Solution GmbH & Co OHG | Fluidströmungsanordnung und elektronische Steuereinrichtung |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP2480405B1 (de) | Vorgespannter hydraulischer antrieb mit drehzahlvariabler pumpe | |
| DE1627621A1 (de) | Regeleinrichtung zur Steuerung der Bewegungen eines mit einer Schmiedepresse elektrisch gekuppelten und zusammenarbeitenden Schmiedemanipulators | |
| DE2600948A1 (de) | Vorrichtung zum erzeugen einer schlagartigen belastung eines zu bearbeitenden und/oder zu verformenden koerpers | |
| DE102014002888B4 (de) | Schmiedehammer und Verfahren zum Betrieb eines Schmiedehammers | |
| DE2021182C3 (de) | Vorrichtung zum Einstellen der Preßkolbengeschwindigkeiten und -drücke bei Druckgießmaschinen mit Drei-Phasen-System, insbesondere bei Kaltkammer-Druckgießmaschinen | |
| DE2121122C2 (de) | Steuereinrichtung für einen Schmiedemanipulator | |
| DE3735123A1 (de) | Hydraulische antriebsvorrichtung | |
| EP3056291B1 (de) | Presse mit Schnittschlagdämpfung | |
| DE1627617B1 (de) | Ölhydraulische Steuerung für die Schritt- bzw. Drehschrittbewegung eines Schmiedemanipulators | |
| DE1627617C (de) | Ölhydraulische Steuerung für die Schritt- bzw. Drehschrittbewegung eines Schmiedemanipulators | |
| DE19822436A1 (de) | Verfahren zum Betrieb einer hydraulischen Presse | |
| DE112018001931T5 (de) | Presse und Pressensystem | |
| DE1939914C3 (de) | Einrichtung zum Steuern des hy drauhschen Verdreh und Vorschuban triebes fur Pilgerwalzwerke, insbesondere fur Kaltpilgerwalzwerke | |
| DE3911495C1 (en) | Hydraulic valve actuation unit for piston engines | |
| DE2610493A1 (de) | Hydraulischer friktionsantrieb zum drehen des auslegers von schmiedemanipulatoren | |
| DE2432774B2 (de) | Presse, insbesondere Feinschneidpresse | |
| DE1106571B (de) | UEberdruckeinrichtung fuer Druckmittelmotore | |
| DE2034634A1 (de) | Pneumatischer Arbeitszylinder | |
| DE951849C (de) | Schmiedepresse mit Treibapparat, Pumpe und Ablasseinrichtung | |
| WO1999054123A1 (de) | Verfahren zum betrieb einer hydraulischen presse | |
| DE1124820B (de) | Steuereinrichtung fuer einen hydraulischen, doppeltwirkenden Differentialkolben-Servomotor, insbesondere fuer Druckgiessmaschinen | |
| DE2818008A1 (de) | Vorrichtung fuer die umformtechnik zum erzeugen einer schlagartigen belastung oder verformung (arbeitsphase) - jeweils innerhalb weniger millisekunden oder innerhalb von bruchteilen davon - eines zu bearbeitenden und/oder zu verformenden koerpers und steuerung | |
| DE1627484C (de) | Schmiedemaschine mit mechanischem An trieb des Stauchschhttens und hydraulischem Antrieb des Klemmschlittens fur die Klemm bewegung | |
| DE1627484A1 (de) | Schmiedemaschine mit hydraulisch schliessbaren Klemmbacken | |
| DE229668C (de) |