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DE1627434C - Schutzeinrichtung an einer Nietma schine - Google Patents

Schutzeinrichtung an einer Nietma schine

Info

Publication number
DE1627434C
DE1627434C DE1627434C DE 1627434 C DE1627434 C DE 1627434C DE 1627434 C DE1627434 C DE 1627434C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
riveting
holder
rivet
setting tool
rivet holder
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Eric Padiham Lancashire Calvert (Großbritannien)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ZF International UK Ltd
Original Assignee
Joseph Lucas Industries Ltd
Publication date

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Description

1 2
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schutzeinrich- Kolben-Zylindereinheit vorgesehen, die über an dem tung an einer mit angetriebenem Setzwerkzeug und Nietmaschinengehäuse abgestützten Hebeln mit Gegenhalter ausgerüsteten Nietmaschine, wobei ein einem ein Niethalterteil untergreifenden und nach parallel zum Setzwerkzeug unabhängig bewegbarer, Schwenkung freigebenden Winkelhebel gelenkig verin den Bereich der Nietung hineinragender Arm vor- 5 bunden ist. Zweckmäßigerweise weist der Winkelgesehen ist, der in der einen Höhenstellung den An- hebel einen ein Sperrglied des Hauptantriebs untertrieb des Setzwerkzeuges sperrt und in der anderen fassenden und freigebenden Verlängerungsarm auf. Höhenstellung freigibt. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der
Es ist bekannt, bei Nietmaschinen mit einem Erfindung dargestellt. Es zeigt
Gegenhalter, einem Stempel und einer Betätigungs- io Fig. 1 eine Seitenansicht einer Nietmaschine ge-
vorrichtung für eine Bewegung von Gegenhalter und maß der Erfindung,
Stempel gegeneinander eine Schutzvorrichtung zu Fig. 2 eine Stirnansicht auf Teile der Maschine verwenden, um Verletzungen, z. B. der Hand, zu ver- nach F i g. 1 vor dem Nieten, teilweise im Schnitt,
hindern. Diese Vorrichtungen werden von der Be- Ein in seiner Gesamtheit C-förmiger Trägerrahdienung in Stellung gebracht, wobei dieser Vorgang 15 men 10 weist obere Arme 11 und untere Arme 12 dazu dient, die Betätigungsvorrichtung für die Be- auf. An dem Arm 12 ist ein Gegenhalter 13 befestigt, wegung von Gegenhalter und Stempel in Gang zu der so gestaltet ist, daß der Niet in erwünschter setzen. Die Schutzvorrichtung muß der Größe und Weise verformt wird, wenn er axial bewegt wird, um Form der jeweiligen Werkstücke angepaßt sein, die auf den Gegenhalter 13 zu treffen. In dem besondezu nieten sind und sie ist deshalb aufwendig und 20 ren Ausführungsbeispiel ist der Gegenhalter 13 ringteuer, förmig, und ein Justierstift 14 ragt über ihn nach
Es ist weiter eine Schutzvorrichtung bekannt, die oben hinaus (F i g. 2). Der Justierstift 14 wird durch
eine Bedienungsperson für die Nietmaschine schützt, eine Schraubenfeder 15 nach oben gedrückt und ist
indem verhindert wird, daß der Kraftfluß zum Stern- innen im Gegenhalter 13 angeordnet. Die ge-
pel der Nietmaschine freigegeben wird, wenn sich 25 wünschte Verformung der Niet wird durch die
die Hand der Bedienungsperson im Bereich der Be- zweckentsprechende Ausbildung der Arbeitsfläche
wegungsbahn befindet und folglich eine Verletzung des Gegenhalters erreicht.
zu befürchten ist, wenn die Maschine ihren Nietvor- Der Arm 11 trägt zwei unabhängig voneinander in gang durchführen könnte. Diese Schutzvorrichtung senkrechter Richtung bewegliche Führungen. Die erste besteht aus einem parallel vom Setzwerkzeug ange- 30 Führung 16 trägt ein Setzwerkzeug 17, das auf derordneten, beweglichen Teil, nämlich einem unab- selben Achse wie der Gegenhalter 13 beweglich ist, hängig bewegbaren, in den Bereich der Nietung hin- so daß ein zwischen beiden gehaltener Niet bearbeieinragenden Arm, der in der einen Höhenstellung tet wird. Die Führung ist wirksam mit einem Ende den Antrieb des Setzwerkzeugs sperrt und in der eines Hebelarmes 18 verbunden, der schwenkbar an anderen Stellung freigibt. Nachteilig ist bei dieser 35 dem Trägerrahmen angelenkt ist. Das andere Ende bekannten Schutzvorrichtung, die auf einer fuß- des Hebelarmes ist mit einer Pleuelstange 19 verbunbetätigten Maschine beruht, wo nur begrenzte Kräfte den, die an der Kröpfung einer nicht dargestellten wirken können, daß der bereits eingeleitete Nietvor- Kurbelwelle angeordnet ist. Die Kurbelwelle wird gang unterbrochen wird, indem auf rein mechanische durch eine Umdrehung eines Schwungrades ange-Art und Weise eine Sperrklinke in einer Verzahnung 40 trieben, wobei zwischen Schwungrad und Kurbeleinrastet und folglich eine Weiterbewegung blockiert, welle eine Kupplung vorgesehen ist, die durch eine wenn sich die Hand einer Bedienungsperson im Be- "zuerst zu bedienende Kolben-Zylinder-Kombination reich des Setzwerkzeugs befindet. Ein derartiges Ab- 21 bedient wird.
stoppen der bereits eingeleiteten Bewegung des Setz- Die zweite Führung 22 trägt einen Niethalter 23, Werkzeugs wäre bei Maschinen, die höhere Kräfte 45 der mit seinem unteren Ende in den Weg des Setzaufbringen, beispielsweise hydraulischer, pneumati- Werkzeuges 17 reicht. Dieser Teil des Niethalters 23 scher oder elektrischer Art, nicht möglich und folg- (Fig. 2) ist mit einer Bohrung versehen, durch die lieh der Schutz ungenügend. sich das Setzwerkzeug während seines Arbeits- oder
Es ist Aufgabe, derartige Nietmaschinen zu ver- Abwärtshubes bewegen kann. Vor dem Arbeitshub
bessern und eine verbesserte Sicherung gegen Ver- 5° des Setzwerkzeuges wird ein Niet 24 mittels einer
letzungsgefahr zu erreichen auch bei Maschinen, bei zweckmäßigen Nietladeeinrichtung in jede Bohrung
denen große Kräfte wirken. eingesetzt. Für die Betätigung der Führung 22 ist
Die Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, eine zweite flüssigkeitsbedienbare Kolben-Zylinder-
daß bei Nietmaschinen mit beweglichem Niethalter Kombination 25 vorgesehen, deren Zylinder mit dem
ein vom Hauptantrieb unabhängiges Absinken des- 55 Arm 11 verbunden ist und deren Kolben mit einem
selben vorgesehen ist und daß der Niethalter einen in der Mitte liegenden Anlenkpunkt einer Lenkstange
Schaltstift aufweist, in dessen Bewegungsbahn der verbunden ist. Ihr einer Hebelarm 27 ist an dem
Schalter für den Hauptantrieb ragt. Mit der Erfin- Trägerrahmen schwenkbar angelenkt, während der
dung wird erreicht, daß die Bewegung des Setzwerk- Hebelarm 26 mit einem Arm eines Winkelhebels 28
zeuges bei eintretendem Schutzfall nicht etwa abge- 60 schwenkbar verbunden ist, der am Trägerrahmen
stoppt wird, nachdem sie bereits eingeleitet war, schwenkbar angelenkt ist. Das Ende des anderen
sondern sie wird überhaupt von Anfang an verhin- Armes des Winkelhebels 28 drückt gegen die untere
dert. Dadurch erweitert sich der Anwendungsbereich Fläche eines seitlich reichenden Anschlaggliedes 29,
solcher Sicherheitsvorrichtungen auf alle heute ver- das auf der Führung 22 derart ausgebildet ist, daß
wendeten Nietmaschinen, und es wird eine bedeu- 65 sich die Führung 22 und der Niethalter unter der
tende Verbesserung des Schutzes erreicht. Wirkung der Schwerkraft nach unten bewegen wer-
Gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung der den, wenn der Winkelhebel so bewegt wird, daß das
Erfindung ist als Freigabesperre des Niethalters eine Ende des anderen Armes sich nach unten bewegt.
Im Betrieb sind die zu nietenden Teile, wie die in Fig. 2 dargestellten zwei Platten40, die mit vorgefertigten Löchern versehen sind, so auf dem Gegenhalter angeordnet, daß der Justierstift in die Löcher der Teile eingreift. Bei der Betätigung eines nicht gezeigten Fußpedals läßt die Bedienung Flüssigkeit unter Druck an der einen Seite des Kolbens in die Kolben-Zylinder-Kombination 25, die, wie beschrieben, den Winkelhebel bewegt, wodurch die Führung 22 und der Niethalter 23 unter Schwerkrafteinwirkung in eine dem Gegenhalter nahe Position fallen, wobei der Justierstift in das untere Ende der Bohrung in dem Niethalter eindringt. Hat der Halter 23 diese Stellung erreicht, wird durch einen an der Führung 22 befestigten Stößel 42 ein Mikroschalter 41 betätigt. Bei geschlossenem Schalter wird eine magnetische Absperrvorrichtung 31 betätigt und Flüssigkeit wird an die Kolben-Zylinder-Kombination 21 geleitet. Dadurch greift die Kupplung ein, um einen Arbeitshub des Setzwerkzeuges zu bewirken, das den Niet verformt und die Teile 40 miteinander verbindet. Während der Abwärtsbewegung des Setzwerkzeuges wird der Niet aus der Bohrung in dem Niethalter 23 gedrückt, und ebenso wird der Justierstift 14 gegen die Federwirkung bewegt.
Der Stößel 42 ist so eingestellt, daß die Kolben-Zylinder-Kombination 21 nur dann mit Flüssigkeitsdruck beaufschlagt wird, um die Kupplung zu betätigen, wenn der Justierstift 14 in die Bohrung in dem Niethalter 23 eingreift. In dieser Weise arbeitet der Niethalter 23 als ein Schutz, um eine Betätigung der Maschine zu verhindern, bis die richtige Stellung erreicht ist. Wenn z.B. die Finger der Bedienung den Niethalter 23 daran hindern, ganz herunterzufallen, kann der Mikroschalter 41 nicht betätigt werden. Nach dem Arbeitshub des Setzwerkzeuges kehrt es in seine höchste Stellung zurück, und ebenso wird die Führung 22 durch die Tätigkeit der Kolben-Zylinder-Kombination 25 aufwärts bewegt. Die Kolben-Zylinder-Kombination 25 bewegt die Führung 22 und den Niethalter nicht abwärts in ausdrücklicher Weise, so daß, wenn die Bedienung seine oder ihre Finger im Weg hat, der erhaltene Stoß nur der Kraft entspricht, die die Führung 22 während ihrer Abwärtsbewegung unter Wirkung der Schwerkraft erhält. Um eine unbeabsichtigte Tätigkeit des Stempels zu vermeiden, ist der Winkelhebel 28 mit einem Verlängerungsarm 32 versehen, der eine Rolle an seinem äußeren Ende aufweist, die durch ihr Zusammenwirken mit einer Nocke 33, die an dem Hebelarm 18 befestigt ist, eine Bewegung des Hebelarmes 18 verhindert. Wenn die Kolben-Zylinder-Kombination 25 betätigt wird, wird die Rolle aus dem Weg der Nocke bewegt, um die Tätigkeit, wie beschrieben, zu ermöglichen.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Schutzeinrichtung an einer mit angetriebenem Setzwerkzeug und Gegenhalter ausgerüsteten Nietmaschine, wobei ein parallel zum Setzwerkzeug unabhängig bewegbarer, in den Bereich der Nietung hineinragender Arm vorgesehen ist, der in der einen Höhenstellung den Antrieb des Setzwerkzeuges sperrt und in der anderen Höhenstellung freigibt, dadurch gekennzeichnet, daß bei Nietmaschinen mit beweglichem Niethalter (23) ein vom Hauptantrieb (21) unabhängiges Absinken desselben vorgesehen ist und daß der Niethalter (23) einen Schaltstift (42) aufweist, in dessen Bewegungsbahn der Schalter (41) für den Hauptantrieb (21) ragt.
2. Schutzeinrichtung an Nietmaschinen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Freigabesperre des Niethalters (23) eine Kolben-Zylinder-Einheit (25) vorgesehen ist, die über an dem Nietmaschinengehäuse abgestützten Hebeln (26,27) mit einem ein Niethalterteil (29) untergreifenden und nach Schwenkung freigebenden Winkelhebel (28) gelenkig verbunden ist.
3. Schutzeinrichtung an Nietmaschinen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkelhebel (28) einen ein Sperrglied (33) des Hauptantriebes (18,19,21) unterfassenden und freigebenden Verlängerungsarm (32) aufweist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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