DE1625619C - Federgelenk, insbesondere Kreuzfeder gelenk mit Flüssigkeitsdämpfung - Google Patents
Federgelenk, insbesondere Kreuzfeder gelenk mit FlüssigkeitsdämpfungInfo
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Description
Dämpfungsflüssigkeit tauchenden Dämpfungsfahne verbunden ist. Gemäß einer besonders einfachen Ausführungsform
der Erfindung können an Stelle der Blattfedern des Kreuzgelenks auch Federdrähte od. ä.
biegsame Elemente verwendet werden. Beispielsweise kann ein solcher Federdraht innerhalb des Dämpfungsraumes
des Lagerkörpers in der senkrechten Mittelachse der elastischen Dichtungsplatte oder
Membran angeordnet und einerseits mit letzterer, andererseits mit dem Boden des Lagerkörpers oder mit
einer biegsam auf dem Boden befestigten Stütze verbunden sein. Bei einer solchen Ausführungsform der
Erfindung kann der beweglich gelagerte Teil, Hebel od. dgl. nach allen Richtungen ausschwingen.
In der Zeichnung ist die Erfindung in verschiedenen Ausführungsformen beispielsweise veranschaulicht.
F i g. 1 zeigt schematisch in schaubildlicher Darstellung ein Kreuzfedergelenk für einen Hebel mit
einer Flüssigkeitsdämpfung gemäß der Erfindung;
F i g. 2 zeigt einen senkrechten Schnitt durch den Lagerkörper mit Blick in Richtung des Pfeiles A nach
Fig. 1; und
F i g. 3 zeigt schematisch in einem senkrechten Schnitt eine vereinfachte Ausführungsform des Federgelenks
mit Dämpfung gemäß der Erfindung.
Bei der in F i g. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist ein hohler Grund- oder Lagerkörper
1 mit einem Schwinghebel 2 durch zwei Blattfedern 3 verbunden, die den Schwinghebel an seiner
Lagerstelle in senkrechter Richtung fesseln. Zwischen den beiden Blattfedern 3 ist über der Öffnung des
hohlen Lagerkörpers eine elastisch biegsame membranförmige
Dichtungsplatte 4 befestigt, deren Zentrum mittels eines Schraubenbolzens 5 mit dem Mittelteil
des Schwinghebels 2 verbunden ist. Die membranförmige Dichtungsplatte 4 ist mittels eines Ringeso
und Schrauben? auf dem Lagerkörper 1 befestigt. Dadurch wird der Schwinghebel 2 an seiner
Lagerstelle in horizontaler Richtung gefesselt.
Der von dem Hohlraum des Lagerkörpers 1 gebildete Dämpfungsraum 13 ist mit einer Dämpfungsflüssigkeit
8 mehr oder weniger gefüllt. In diese Dämpfungsflüssigkeit taucht eine Dämpfungsfahne 9,
welche mittels des Schraubenbolzens 5 starr mit dem mittleren Teil des Schwinghebels 2 verbunden ist. Die
Durchführung dieser Verbindung durch die membranförmige Dichtungsplatte 4 erfolgt flüssigkeitsdicht,
und ebenso ist auch der Dämpfungsraum 13 durch die Dichtungsplatte 4 flüssigkeitsdicht abgeschlossen.
Die beiden Blattfedern 3 sind einerseits an den beiden Enden des sich über den Lagerkörper 1 erstreckenden
Querstückes 14 des Schwinghebels 2 und andererseits an Vorsprüngen 12 des Lagerkörpers 1
mittels Halteplättchen 10 und Schrauben 11 befestigt. Die jeweils gewünschte Dämpfungsstärke kann auf
einfache Weise durch die Menge der in den Dämpfungsraum 13 eingefüllten Dämpfungsflüssigkeit 8 geregelt
werden, in welche die Dämpfungsfahne 9 dann je nachdem mehr oder weniger tief eintaucht. Wenn
eine sehr starke Dämpfung gewünscht wird, so kann der Dämpfungsraum 13 so bemessen werden, daß sich
ίο die Dämpfungsfahne 9 mit geringem Spiel in ihm bewegt.
Das Volumen der von der Dämpf ungsf ahne verdrängten Flüssigkeit muß dann durch verhältnismäßig
enge Zwischenräume fließen, wobei höhere Strömungsgeschwindigkeiten und damit stärkere Dämpfungskräfte
auftreten. Es ist auch möglich, gemäß einer Variante der Erfindung die Dämpfungsfahne in
mehrere parallele Lamellen aufzuteilen, die sich kammartig zwischen entsprechenden ortsfesten, im
Dämpfungsraum angeordneten Lamellen bewegen.
Selbstverständlich sind auch sonstige beliebige Ausführungsformen der Dämpfungsfahne oder eines entsprechenden
Bremskörpers im Rahmen der Erfindung möglich.
Bei der in F i g. 3 veranschaulichten Ausführungsform der Erfindung ist ebenfalls ein Schwinghebel
oder Schwingarm 20 in der Mitte einer elastisch biegsamen, membranförmigen Dichtungsplatte 21 befestigt,
welche entsprechend F i g. 1 und 2 einen mehr oder weniger mit Dämpfungsflüssigkeit 8 gefüllten
Dämpfungsraum 13 abdichtet, der in einem hohlen Lagerkörper 22 des Federgelenks vorgesehen ist. Mit
dem Ende des Schwinghebels 20 ist durch die membranförmige
Dichtungsplatte 21 hindurch eine Dämpfungsfahne
23 in Form eines Hohlkegels starr verbunden. Innerhalb dieses Hohlkegels 23 ist das Zentrum
der Dichtungsplatte 21 durch einen Federdraht 24 gefesselt bzw. abgestützt, der an dem oberen Ende einer
von unten in den Hohlkegel 23 ragenden Stütze 25 befestigt ist. Die Stütze 25 ist ihrerseits mittels eines
biegsam federnden Fußteiles 26 an dem Boden des Dämpfungsraumes 13 bzw. des Lagerkörpers 22 befestigt,
so daß sie den bei Bewegungen des Schwinghebels 20 auftretenden sehr kleinen Biegebewegungen
folgen kann. Der Hebel 20 kann sich bei dieser Ausführungsform des Federgelenks nach beliebigen Richtungen
bewegen, wie in F i g. 3 durch die Pfeile 27 angedeutet worden ist. Das Federgelenk wirkt also
gleichzeitig nach Art eines Kugelgelenks.
Selbstverständlich beschränkt sich die Erfindung nicht auf die vorstehend beschriebenen und in der
Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispiele, sondern sie umfaßt alle Varianten im Rahmen der wesentlichen
Erfindungsmerkmale.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Federgelenk, insbesondere Kreuzfedergelenk keit befindet, muß zur Vermeidung von Verunreinimit
Flüssigkeitsdämpfung zur genauen, möglichst 5 gungen oder Verlusten der Flüssigkeit bei Bewegunreibungsfreien
und schwingungsarmen Lagerung gen des Gerätes oder durch Verdunstung nach außen beweglicher Teile oder Körper, wie Hebel, Hebel- dicht abgeschlossen sein. Die Verbindung der schwinarme
od. dgl., dadurch gekennzeich- gend gelagerten Teile mit dem sich entsprechend in
net, daß mindestens eine Blattfeder des Federge- der Dämpfungsflüssigkeit bewegenden Bremskörper
Ienks aus einer elastisch biegsamen, membranför- io muß daher flüssigkeitsdicht ausgebildet werden, womigen
Dichtungsplatte (4; 21) besteht, die einen durch sich die Reibung und die Hysterese der Lagedie
Dämpfungsflüssigkeit (8) enthaltenden Dämp- rung wieder vergrößern, was dem Sinn und Zweck
fungsraum (13) abschließt und durch die hindurch eines solchen Federgelenks widerspricht.
der beweglich gelagerte Teil, z. B. ein Hebel Aus der deutschen Gebrauchsmusterschrift
(2; 20), starr mit einer in die Dämpfungsflüssigkeit 15 1801416 ist auch ein bandaufgehängter Pendelkör-
tauchenden Dämpfungsfahne (9; 23) verbunden per bekanntgeworden, dessen Schwingungen durch
ist. eine unter demselben angeordnete Dämpfung ge-
2. Federgelenk nach Anspruch 1, dadurch ge- bremst werden. Bei dieser Dämpfung bewegt sich ein
kennzeichnet, daß der Dämpfungsraum (13) in Kolben in einem Luft enthaltenden Dämpfungszylineinem
hohlen Lagerkörper (1) angeordnet ist, an 20 der mit einem hierbei erforderlichen, verhältnismäßig
den der beweglich gelagerte Teil, z. B. der Hebel großen Spiel. Dieses Spiel und die Verwendung von
(2) mittels mindestens einer senkrecht zur Mem- Luft als Dämpfungsmedium ergibt eine vielfach gerinbranebene
der elastischen Dichtungsplatte (4) ste- gere Dämpfung als eine Dämpfungsflüssigkeit mit enthenden
Blattfeder (3) angelenkt ist. sprechend großer Viskosität. Wollte man aber bei
3. Federgelenk nach Anspruch 2, dadurch ge- 25 dem bekannten Pendelkörper mit einer Dämpfungskennzeichnet,
daß zwei Blattfedern (3) beiderseits flüssigkeit arbeiten, so wäre man auch wieder gezwunder
elastischen Dichtungsplatte (4) in einer durch gen, eine mit erheblicher Reibung verbundene Durchdie
senkrechte Mittelachse derselben geführten führungsdichtung zu verwenden.
Diametralebene angeordnet sind. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Diametralebene angeordnet sind. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
4. Federgelenk nach Anspruch 1, dadurch ge- 30 Federgelenk bzw. Kreuzfedergelenk mit Flüssigkeitskennzeichnet,
daß der Dämpfungsraum (13) in dämpfung zu schaffen, welches die Schwingungen des
einem hohlen Lagerkörper (22) angeordnet ist, an beweglich gelagerten Teiles ausreichend dämpft, ohne
den der beweglich gelagerte Teil, z. B. der Hebel die Reibung und Hysterese der Lagerung zu vergrö-(20),
mittels mindestens eines senkrecht zur Mem- ßern.
branebene der elastischen Dichtungsplatte (21) 35 Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch geangeordneten
Federdrahtes (24) angelenkt ist. löst, daß mindestens eine Blattfeder des Federgelenks
5. Federgelenk nach Anspruch?, dadurch ge- aus einer elastisch biegsamen, membranförmigen
kennzeichnet, daß der Federdraht (24) innerhalb Dichtungsplatte besteht, die einen die Dämpfungsflüsdes
Dämpfungsraumes (13) des Lagerkörpers (22) sigkeit enthaltenden Dämpfungsraum abschließt und
in der senkrechten Mittelachse der elastischen 40 durch die hindurch der beweglich gelagerte Teil, z. B.
Dichtungsplatte (21) angeordnet ist. ein Schwinghebel oder Hebelarm, starr mit einer in
6. Federgelenk nach Anspruch 5, dadurch ge- die Dämpfungsflüssigkeit tauchenden Dampfungskennzeichnet,
daß der Federdraht (24) die Mitte fahne oder sonstigen Bremskörper verbunden ist.
der elastischen Dichtungsplatte (21) mit einer Dadurch wird erreicht, daß praktisch keine zusätz-
Stütze (25) verbindet, die mit einem biegefedern- 45 liehe Reibung und Hysterese auftritt, zumal sich die
den Fußteil (26) an dem Boden des Dämpfungs- membranförmige Dichtungsplatte an der Stelle der geraumes
(13) bzw. des hohlen Lagerkörpers (22) ringsten Bewegung des schwingenden Teiles befindet,
befestigt ist. Außerdem wird die Vorrichtung wesentlich verein
facht, weil ein und dasselbe elastische Element als Teil 50 des Federgelenks und zugleich als flüssigkeitsdichter
Abschluß des Dämpfungsraumes dient. Es ist daher
auch eine sehr gedrängte und platzsparende Bauart des Federgelenks nebst Dämpfungsvorrichtung möglich.
Die Erfindung betrifft ein Federgelenk, insbeson- 55 Praktisch kann ein solches Federgelenk oder
dere ein Kreuzfedergelenk zur genauen, möglichst rei- Kreuzfedergelenk auf verschiedene Weise verwirk bungsfreien
Lagerung beweglicher Teile oder Körper licht werden. Gemäß einer besonders einfachen und
wie Hebel, Hebelarme, Stangen, Platten od. dgl., wie zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung wird
sie z. B. bei Meß- und Regelgeräten oder sonstigen der die mehr oder weniger viskose Dämpfungsflüssig-Präzisionsvorrichtungen
der Feinmechanik verwendet 60 keit enthaltende Dämpfungsraum in einem entsprewerden.
chend hohl ausgebildeten Grundkörper unterge-
Derartige Federgelenke zeichnen sich zwar durch bracht, der zugleich den Lagerkörper und Träger des
sehr geringe Reibung und vernachlässigbar kleine Hy- Federgelenks bildet. Der beweglich gelagerte Teil,
sterese aus, haben aber infolgedessen auch nur eine z. B. der Schwinghebel, kann an diesen Lagerkörper
sehr geringe natürliche Dämpfung, die zu uner- 65 z. B. mit Hilfe von zwei Blattfedern angelenkt sein,
wünschten Schwingungen oder Pendelungen der gela- zwischen denen der bewegliche Teil oder Hebel mit
gerten Teile führen kann. Um diesen Nachteil zu be- der elastisch biegsamen Dichtungsplatte bzw. Memheben,
ist bereits vorgeschlagen worden, den schwin- bran und durch dieselbe hindurch mit der in die
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES0113156 | 1967-12-05 | ||
| DES0113156 | 1967-12-05 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1625619A1 DE1625619A1 (de) | 1970-08-06 |
| DE1625619B2 DE1625619B2 (de) | 1972-09-28 |
| DE1625619C true DE1625619C (de) | 1973-05-03 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3017321A1 (de) * | 1980-05-06 | 1981-11-12 | Samson Ag, 6000 Frankfurt | Daempfungsvorrichtung fuer mess- und regelgeraete o.dgl. |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3017321A1 (de) * | 1980-05-06 | 1981-11-12 | Samson Ag, 6000 Frankfurt | Daempfungsvorrichtung fuer mess- und regelgeraete o.dgl. |
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