DE1623795C3 - Verfahren zur Herstellung eines langen Beugungsgitters - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines langen BeugungsgittersInfo
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Description
35
Zur Herstellung von Beugungsgittern mußten bisher hohe Kosten aufgewendet, und eine hoch entwickelte
Technik angewendet werden. Insbesondere war es bisher äußerst schwierig, lange Beugungsgitier herzustellen,
die für genaue Messungen unter Ausnutzung der Moire-Interferenz, die entsteht, wenn zwei Beugungsgitter
übereinander angeordnet werden, und für die automatische Steuerung von Werkzeugmaschinen usw.
verwendet werden konnten.
Es ist bereits bekannt, ein langes Beugungsgitter mit Hilfe eines kürzeren Mutterbeugungsgitters dadurch
herzustellen, daß auf einem langen Träger aus Glas, dessen Länge der Länge des herzustellenden Beugungsgitters
entspricht, an einem Ende eine Nachbildung des Mutterbeugungsgitters aus Kunstharz erzeugt wird, daß
das Mutterbeugungsgitter nach dem Aushärten des Kunstharzes abgezogen und in Richtung der Gitterteilung
um etwas weniger als die Gesamtlänge der Nachbildung verschoben und mit der Teilung der
Nachbildung in Eingriff gebracht wird, wobei ein der geringen Stärke der Nachbildung entsprechender
Abstand des Mutterbeugungsgitters zum Träger aus Glas einzuhalten ist, und daß dann der schmale Raum
zwischen dem Träger und dem Mutterbeugungsgitter wiederum mit Kunstharz vergossen wird, das man
aushärten läßt. Die letzteren Verfahrensschritte werden wiederholt, bis der Träger in der gewünschten Länge
mit Nachbildungen bedeckt ist Bei diesem Verfahren ist die mehrfach notwendige Verschiebung und Neujustierung
des Mutterbeugungsgitters sehr schwierig. Bei der Verschiebung muß die Parallelität zwischen den
Gitterlinien des Mutterbeugungsgitters und denjenigen der Nachbildung genau eingehalten werden. Die
Justierung bezügüch der Phase kann durch Beobachtung mittels eines Mikroskops kontrolliert werden. Insbesondere
aber hat das bekannte Verfahren den Nachteil, daß das zur Herstellung der zweiten und aller weiteren
Nachbildungen zwischen das Mutterbeugungsgitter und den Träger aus Glas eingegossene Kunstharz beim
Erhärten die übliche Dickenkontraktion erleidet, der das durch die bereits ausgehärtete Nachbildung und
durch notwendig zu verwendende Abstandshalter in festem Abstand zum Träger aus Glas gehaltene
Mutterbeugungsgitter nicht folgen kann. Es kommt daher zu Abhebungen der gerade gegossenen Nachbildung
von dem Träger insbesondere in der Nähe der bereits ausgehärteten Nachbildung. Letztere sind häufig
mit Störungen des Gitterverlaufs an den Übergängen verbunden, die zu Fehlzähiungen bei einer photoelektrischen
Auszählung von mit dem Beugungsgitter erzeugten Moire-Streifen führen. Es ist bekannt, die
Abhebungen weitgehend durch eine 6 bis 15 mm breite Nut im Mutterbeugungsgitter zu vermeiden, die; im
Überlappungsbereich mit der jeweils ausgehärteten Nachbildung angeordnet wird. Dann kommt es jedoch
bei der Kontraktion des Kunstharzes zu Verbiegungen des Mutterbeugungsgitters im Bereich der Nut,
wodurch die Dicke der Nachbildungen von Nachbildung zu Nachbildung unterschiedlich ist und die Herstellung
eines gleichmäßig flachen oder planparallelen langen Beugungsgitters unmöglich wird. Hierbei kann zur
Kontrolle von Parallelität und Phasenlage statt eines Mikroskops eine Vorrichtung zur Beobachtung von
Moir6-Streifen verwendet werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung eines langen Beugungsgitters anzugeben,
das kostensparend ist und sich insbesondere zur Anwendung in der Serienherstellung eignet, trotzdem
aber zu Beugungsgittern mit einer großen, exakte Messungen unter Ausnutzung von Moire-Interferenz
ermöglichenden Genauigkeit führt.
Das diese Aufgabe lösende erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines langen Beugungsgitters ist
im Anspruch 1 angegeben.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich sämtliche Beugungsgitterkopien auf Grund der Verwendung
getrennter Träger so leicht herstellen, wie dies bei dem bekannten Verfahren nur bei der Herstellung
der ersten Nachbildung der Fall ist. Es ist nicht notwendig, in einem zeitraubenden Arbeitsschritt
Kunstharz luftblasenfrei in einen engen Raum zwischen Träger und Mutterbeugungsgitter einzubringen. Das
Zusammenfügen der fertiggestellten Beugungsgitterkopien zum langen Beugungsgitter ist wegen der präzisen
Form ihrer Träger leicht möglich. Die richtige gegenseitige Ausrichtung bezüglich Richtung und Phase
der Gitterlinien läßt sich bequem beispielsweise mit einem auf die Übergangsstelle aufgelegten dritten
Beugungsgitter mit dem bloßen Auge kontrollieren, was bei dem bekannten Verfahren nicht möglich ist
Insbesondere aber spielt eine Dickenkontraktion des zur Herstellung der Beugungsgitter kopien verwendeten
Harzes keine Rolle, da die Beugungsgitterkopien erst nach dem Aushärten des Harzes gegenseitig justiert und
endgültig miteinander verbunden werden. Mit der Erfindung werden daher auf relativ einfache Weise
besonders genaue lange Beugungsgitter erhalten, die speziell auch zu fehlerfreien Resultaten bei der
photoelektrischen Auszählung von Moire-Streifen führen, die mit ihnen erzeugt werden.
Die im Anspruch 2 gekennzeichnete zweckmäßige
ι u
mi iterbildung der Erfindung ist im Zusammenhang des
• eangs geschilderten bekannten Verfahrens in analo-S!form
bereits angegeben worden. Die Erfindung ist im folgenden an Hand schematiher
Zeichnungen an mehreren Ausführungsbeispielen 7äher erläutert. Es zeigt
Fie 1 e'me perspektivische Ansicht eines Mutterbeu-
= ^gsgitters, das bei dem erfindungsgemäßen Verfah-
^pjg^a und 2b den Grundriß und die Vorderansicht
einer Unterlage bzw. eines Trägers einer Beugungs-''VTg
3a und 3b den Grundriß und die Vorderansicht
einer anderen Ausführungsform des Trägers einer Beugungsg'tterkopie,
Fig·4die Darstellung eines Schrittes des erfindungs-Üemäßen
Verfahrens,
ρ ig. 5 die Vorderansicht einer Beugungsgitterkopie, wie &ie nach Durchführung des in Fig.4 dargestellten
Schrittes des erfindungsgemäßen Verfahrens erhalten
*'pig 6 eine Vorderansicht einer anderen Ausführungsform
der in F i g. 5 dargestellten Beugungsgitter-
pje.7 die Darstellung eines anderen Schrittes des
erfindungsgemäßen Verfahrens,
ρ ig. 8 die vergrößerte Darstellung einer Moire-Interferenz,
die an der Verbindung von zwei plattenförmigen Gittern entsteht,
Fig.9 die Darstellung der Phasen von mittels zweier
Gitter gebeugter Lichtstrahlen,
Fig. 10 ein zusammengesetztes Beugungsgitter, wie es mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens erhalten
wird, wobei die Verbindung im Schnitt dargestellt ist,
Fig. 11 eine abgewandelte Ausführungsform eines zusammengesetzten Beugungsgitters, wie es mittels des
erfindungsgemäßen Verfahrens erhalten wird, wobei die Verbindung im Schnitt dargestellt ist,
Fig. 12 den Schnitt durch ein langes, zusammengesetztes Beugungsgitter, wie es mittels des erfindungsgemäßen
Verfahrens erhalten wird.
In Fig. 1 ist mit 1 die Gitteroberfläche eines Beugungsgitters bezeichnet, das auf einer Unterlage
bzw. einem Träger 2 ausgebildet ist und die Länge L aufweist
Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird solch ein
Beugungsgitter 1,2 als Mutter benutzt, der eine Anzahl Beugungsgitterkopien nachgebildet werden. Zu diesem
Zweck werden die in den F i g. 2 und 3 gezeigten Träger 3 und 4 verwendet, um den auf ihnen auszubildenden,
kopierten Beugungsgitteroberflächen Halt zu geben. Die Länge L' dieser Träger 3 und 4 ist kleiner a's die
Länge L der Gitteroberfläche 1, damit die kopierte Gitteroberfläche auf der ganzen Oberfläche der Träger
3 und 4 ausgebildet werden kann. Die Träger 3 und 4 werden maschinell bearbeitet, um dem Träger 3 eine
rechteckige Querschnittsform und dem Träger 4 eine parallelogrammartige Querschnittsform zu geben und
um den Winkel zwischen den Seiten und Endkanten der Oberflächen der Träger 3 und 4, auf denen die Kopie
ausgebildet werden soll, genau rechtwinklig zu machen.
Vorzugsweise wird ein umgekehrt L-förmiger Anschlag 5 benutzt, der, wie in Fig.4 gezeigt, in
verschiedenen Ebenen zwei senkrechte Flächen 5' und 5" aufweist. Der Träger 2 des Mutter-Beugungsgitters
wird auf eine waagerechte Grundplatte 6 gelegt, an der der Anschlag 5 so befestigt ist, daß die zwei Flächen 5'
und 5" senkrecht ausgerichtet sind. Die Endfläche des
Trägers 2 liegt bündig an der unteren Fläche 5" des Anschlags 5 an. Anschließend läßt man synthetisches
Harz 7 über die Oberfläche 1 des Muuergitters fließen, und auf das auseinandergeflossene synthetische Harz
wird der in F i g. 2 gezeigte Träger 3 aufgelegt, wobei seine Endfläche bündig an der oberen Fläche 5' des
Anschlags 5 anliegt, so daß auf diese Weise die in F i g. 5 gezeigte Harz-Gitte.-kopie 8 gebildet wird. Nachdem
das Harz ausgehärtet ist, wird dann der Träger 3 mit ίο seiner Harz-Gitterkopie 8 von der Mutter-Gitteroberfläche
1 getrennt.
Mit Hilfe des in F i g. 4 gezeigten Anschlags 5 kann man eine Anzahl von Gitierkopien erhalten, deren
Gitter in der gleichen Richtung wie die des Muttergitters 1 geneigt sind. Die Gitter der Beugungsgitterkopien
sind also alle um den gleichen Winkel gegenüber der Endfläche ihrer Träger geneigt. In Fig.6 ist eine auf
dem parallelogrammförmigen, in Fig.3 gezeigten
Träger 4 ausgebildete Gitterkopie 9 gezeigt. Die auf diese Weise erhaltene, in Fig.5 gezeigte
Beugungsgitterkopie 3, 8 wird in einer U-förmigen Einspannvorrichtung 10 mittels einer dünnen Stahlplatte
11 und einer Schraube 12 so eingespannt, daß jeweils eine End- und eine Seitenfläche der Gitterkopie 3, 8
bündig an der inneren End- und Seitenfläche der Einspannverrichtung 10 anliegen. Anschließend wird in
der Einspannvorrichtung 10 eine andere Beugungsgitterkopie 3', 8' einstellbar eingespannt. Zu diesem
Zweck sind eine Auflagekante 13, die an der Innenfläche der Einspannvorrichtung 10 hervorsteht, sowie zwei
Schrauben 14 und 15, die an der der Auflagekante 13 gegenüberliegenden Seitenfläche des Trägers 3' angreifen,
und eine Mikrometerschraube 16, die über eine dünne Stahlplatte 17 an einer Endfläche des Gitters 3', 8'
angreift, vorgesehen. Das Gitter 3', 8' wird so angeordnet, daß dessen andere Endfläche einen kleinen
Abstand zu der gegenüberliegenden Fläche des Gitters 3,8 aufweist, so daß sich ein Spalt g bildet. Mit 18 ist eine
Haltplatte für die Mikrometerschraube 16 bezeichnet. Anschließend wird ein anderes Beugungsgitter 19, das
die gleiche Teilung wie die Beugungsgitterkopien 8, 8 aufweist, auf diesen über dem Spalt gzm Erzeugung von
Moire-Interferenz angeordnet.
Wenn zwei Beugungsgitter, jedes mit einer Teilung w,
übereinander angeordnet werden und dabei die
Gitterlinien eines dieser Gitter um einen kleinen Winkel θ gegenüber den Gitterlinien des anderen Beugungsgitters
geneigt ist, gilt im allgemeinen, daß eine Moire-Interferenz mit einer Teilung Werzeugt wird, die
durch die folgende Formel gegeben ist:
W~wYB.
Wenn die Gitter 8 und 8' nicht parallel zueinander ausgerichtet sind, wird sich die Teilung Wder durch die
Beugungsgitter 19 und 8 erzeugten Moiro-Interferenz von der Teilung Wder durch die Beugungsgitter 19 und
8' erzeugten Moire-Interferenz unterscheiden. Entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die
Schrauben 14 und 15 genau eingestellt, so dab die Teilung W der Moiro-Interferenz, die durch die
Beugungsgitter 19 und 8' erzeugt wird, in Übereinstimmung
mit der Teilung W der Moire-Interferenz gebracht wird, die durch die Beugungsgitter 19 und
erzeugt wird, wodurch die Gitter beider Beugungs-65 gitterkopien 8 und 8' parallel zueinander ausgerichtet
W Gemäß der Erfindung können Beugungsgitterlcopien
hergestellt werden, deren Gitter alle um den gleichen
Winkel gegenüber den Endflächen ihrer Träger geneigt sind, so daß der obenerwähnte Unterschied der
Teilungen der Moire-Interferenz verhältnismäßig klein wird. Daher ist es einfach, die Gitter 8 und 8' durch die
Einstellung der Schrauben 14 und 15 parallel zueinander auszurichten.
Selbst wenn jedoch die Gitter 8 und 8' parallel zueinander ausgerichtet sind, sind die Moire-Interferenzen
W, W an der Verbindungsstelle der Gitter 8 und 8', wie in Fig.8 gezeigt, gegeneinander versetzt, )0
wenn der Spalt g nicht der Größe m ■ w gleicht, d. h., wenn g>£ m · w, wobei m eine positive ganze Zahl und w
die Teilung eines Beugungsgitters ist, mit anderen Worten, wenn das Gitter 8 an der Verbindung g nicht in
Phase mit dem Gitter 8'ist.
Allgemein ist es theoretisch bewiesen, daß bei einer Beobachtung der Moire-1 interferenz die Phase des durch
zwei im Abstand voneinander befindlichen Beugungsgitter 8, 8' hindurchtretenden Lichts von der relativen
Phase der Gitter 8,8' abhängt, d. h. von dem Spalt g und von dem Unterschied in der Stärke der Gitter 8,19 und
der Stärke der Gitter 8', 19. Weiterhin ist es theoretisch bewiesen, daß, wenn zwei Beugungsgitter 20 und 21
übereinander so angeordnet sind, daß nur Lichtstrahlen nullter und erster Ordnung stark gebeugt werden, wie
dies in Fig.9 gezeigt ist, und daß die dadurch entstehende Moire-Interferenz aus einer Richtung
beobachtet wird, bei der die gesamte Ordnungszahl die
erste Ordnungszahl ist, die Phasen der gebeugten Lichtstrahlen (0, +1) und ( + 1,0) durch den Unterschied
in der Stärke der Gitter 20 und 21 nicht beeinflußt werden, wenn die an dem Beugungsgitter 21 gebeugten
Lichtstrahlen der nullten und ersten Ordnung auf das Beugungsgitter 20 so auftreffen, daß eine gegenseitige
Beziehung zwischen dem Winkel ß\ und dem Winkel 02
die Bedingung ß\=-ß2 erfüllt, wobei ß\ der Winkel zwischen dem einfallenden Lichtstrahl und der Senkrechten
auf das Beugungsgitter und 02 der Winkel zwischen dem gebeugten Lichtstrahl und der Senkrechten
ist.
Da es in der Praxis schwierig ist, die Stärke der beiden Beugungsgitter 8 und 8' vollständig gleichzumachen,
wird die Moire-Interferenz aus einer solchen Richtung beobachtet, daß die Phase der Lichtstrahlen durch den
Unterschied in der Stärke der Gitter der beiden plattenförmigen Beugungsgitter nicht beeinflußt ist,
während die Mikrometerschraube 16 genau eingestellt wird, um den Spalt g gleich m · w zu machen, d. h.
g-m ■ w.
Wie oben erklärt, führt die Einstellung der Schrauben 14 und 15, um die Teilungen der Moire-Interferenz
gleich zu machen, und der Mikrometerschraube 15, um die gegenseitige Versetzung dieser Moire-Interferenzen
zu beseitigen, zur parallelen Ausrichtung der in F i g. 7 gezeigten Gitter 8 und 8' und ergibt weiterhin den
wichtigen Vorteil, daß der Spalt g der Größe m ■ w
gleichgemacht wird, d. h.g=m · w.
Die so eingestellten Gitter 8 und 8' werden mechanisch miteinander verbunden oder mit Hilfe eines
synthetischen Harzes miteinander verkittet, um ein zusammengesetztes Beugungsgitter zu bilden.
Ein langes Beugungsgitter von jeder gewünschten Länge kann erhalten werden, indem weitere Beugungsgitterkopien
nacheinander in gleicher Weise mit den Beugungsgittern 8 und 8' verbunden werden, und zwar
mechanisch oder mit Hilfe der Verkittung, wie oben erklärt.
Das erhaltene zusammengesetzte Beugungsgitter ist um so besser, je schmaler der Spalt g ist. In der Praxis
existiert allerdings eine untere Grenze für die Spaltweite g. Wenn Lichtstrahlen auf ein zusammengesetztes
Beugungsgitter 22 fallen, das, wie in Fig. 10
gezeigt, eine rechteckige Querschnittsform aufweist, wobei die einfallenden Strahlen gegenüber der Normalen
auf das Gitter 22 um einen Winkel γ geneigt sind, wird £ an dem Spalt 23 zu g', das durch den Ausdruck:
8— (g+1" tan Y) · cos γ
gegeben ist, wobei /die Stärke des Gitters 23 ist.
Wenn die gleichen Lichtstrahlen auf ein zusammengesetztes Beugungsgitter 24 auftreffen, das, wie in
F i g. 11 gezeigt, im Querschnitt parallelogrammartig ist,
wobei die einfallenden Strahlen gegenüber der Normalen auf das Gitter 24 um den gleichen Winkel γ geneigt
sind und wobei die Endfläche des Parallelogramms um einen Winkel α gegenüber seiner Seitenfläche geneigt
ist, wird g am Spalt 25 zu g", das durch den Ausdruck
g"=g · cosy
gegeben ist. Aus den Formeln (2) und (3) erhält man:
g'-g"°=lsin γ.
g'-g"°=lsin γ.
Aus dieser Formel ist ersichtlich, daß die Verwendung des in F i g. 11 gezeigten zusammengesetzten Beugungsgitters
24 eine Verringerung des Einflusses des Spaltes auf die Moire-Interferenz in dem durch die obige
Formel gezeigten Maße ergibt, wodurch die Verwendung einer Einrichtung zum photoelektrischen Zählen
des Betrages, um den die Moir6-lnterferenzen versetzt sind, erleichtert wird.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung wird das zusammengesetzte Beugungsgitter, das durch den an
Hand von F i g. 7 erklärten Arbeitsschritt erhalten wird, als Muttergitter verwendet, von dem ein zusammengesetztes
Beugungsgitter, wie oben beschrieben, kopiert wird. Das so kopierte, zusammengesetzte Beugungsgitter
ist in F i g. 12 gezeigt, in der die Gitter mit 26 und ein einer Anzahl von Gittern gemeinsamer Träger mit 27
bezeichnet sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Verfahren zum Herstellen eines langen Beugungsgitters, bei dem von einem kürzeren
Mutterbeugungsgitter eine Anzahl von Beugungsgitterkopien abgezogen und richtungs- und phasenrichtig
bezüglich ihrer Gitterlinien zu dem langen Beugungsgitter zusammengesetzt werden, dadurch
gekennzeichnet, daß jede Beugungs- to gitterkopie auf einen eigenen Träger abgezogen
wird, dessen Länge kleiner als die des Gitters des Mutterbeugungsgitters ist, der im Längsschnitt
rechteckig oder parallelogrammförmig ist und bei dem die Winkel zwischen den Seiten- und Endkanten
rechte sind, daß zwei der so erhaltenen Beugungsgitterkopien in einer Einspannvorrichtung
unter Wahrung eines Abstandes und gegenseitig verstellbar eingespannt und ihre Gitterlinien bezüglich
Richtung und Phase durch Verstellung in Übereinstimmung gebracht werden und daß die
eingespannten Beugungsgitterkopien miteinander verbunden, z. B. verkittet werden.
2- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Mutter eine zusammengesetzte *5
Beugungsgitterkopie verwendet wird, die eine Anzahl von Beugungsgitterkopien umfaßt, die
miteinander verbunden, z. B. verkittet sind, und daß von dieser Mutter eine Anzahl von zusammengesetzten
Beugungsgitterkopien auf einen gemeinsamen Träger abgezogen werden.
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP5579666 | 1966-08-26 | ||
| JP5092967 | 1967-08-10 | ||
| DEO0012721 | 1967-08-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1623795C3 true DE1623795C3 (de) | 1977-09-22 |
Family
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