DE1623619C - Elektrisch perforierbares Registrier papier - Google Patents
Elektrisch perforierbares Registrier papierInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein durch elektrische Funken
perforierbares Registrierpäpier, bestehend aus einem Registrierbogen, der eine zürnPerforieren
durch Funken genügende, elektrische Leitfähigkeit
aufweist, und einem Unteriägebögefi;
Derartige sogenannte' Eiekfro-R^istrienpapiere'
sind in verschiedenen Ausführungen bekannt. In der
grundsätzlich einfächsten, jedoch aiii schwierigsten
hefstellbäreri Ausführung' besteht das Registrierpäpier
lediglich aus einem Untefiägerjögeri aus für derartige
Zwecke üblichem Papier mit einem daran haftenden,
jedöcfi leicht abtrennbaren kunststoffiirh, in
weichem elektrisch leitende Teilchen,- z. B; Ruß oder
Gräphitpüiyer derart verteilt sind* daß die Konzentration
an!Kohlenstoff! bzw; öfäphitpülVef und damit
die elektrische Leitfähigkeit des Filmes von der dem
Ünteriägebogeii abgekehrten Vorderseite des Filmes
zu dessen Müekseite züriiriimt.
Öä die Herstellung einer dünnen Kunststoffolie mit
über die" Schichtstärke in bestimmter Weise veränderter kohienstoffköhzeriträtion oder Graphitpülverköhzehtfatiori
überaus schwierig istj hat rriäri äüeh
den Vorschjäg gemächt, den Registrier bögen aus
mehreren Schichten mit unterschiedlicher Konzentration des leitenden Materials zusammenzusetzen. Hierbei
kann man entweder so vorgehen, daß auf derii Ünteriagebogeh zunächst eine Kunststoffschicht mit
hoher Konzentration des leitenden Materials und darauf eine weitere Kunststoffschicht niedrigerer Konzentration
des leitenden Materials aufgetragen wird, z. B. in der Gestalt von Lösungen, in jeweils unterschiedlichen
Lösungsmitteln, oder es wird eirt Japanpapier auf beiden Seiten mit einer rußhaltigen Kunst-Stoffschicht
versehen, wobei das derart präparierte Blatt in üblicher Weise mit dem Unterlagebogen vereinigt
wird.
Es ist auch bereits bekanntgeworden, ein durch Elektrolytlösung leitend gemachtes Papier zu verwenden.
; Den bekannten Registrierpapieren sind die Nachteile
gemeinsam, daß ihre Herstellung kompliziert und aufwendig ist, weil eine möglichst homogene, genau
abgestimmte Verteilung der leitenden Teilchen über die ganze Fläche des Registrierbogens sichergestellt werden muß und weiter, daß trotz größter
Sorgfalt bei der Herstellung der Registrierbögen, die
damit erzielbaren Abdrücke dennoch verhältnismäßig unscharf und körnig werden, weil die elekirische
Leitfähigkeit nicht homogen, aber an die einzelnen, im Werkstoff einverleibten elektrisch leitenden
Teilchen gebunden ist. Im Falle von Registrierpäpreren
aus kunststoff beschichtetem Papier tritt der weiterei Nachteil auf, daß bei Verwendung. mit
as den heute üblichen Emülsionsvervielfältigungsfarben
das Registrierpapier wenig haltbar ist, weil die Kunstsfoffbeschichtürig
durch die darin einverleibten leitenden Teilehen zu porös wird, ürii das Papier gegen
das Wasser der Emulsidnsfäfb'eri wirksam zu
schützen.
Die mit Elektrolytlösung hergestellten Papiere
haben den Nachteil, daß' ihre Leitfähigkeit von der
relativen Luftfeuchtigkeit abhängig ist und daß sie
in Verbindung mit den gebräuchlichen Emülsiöns-
vefvieifältigurigsfarberi, die ja Wässer enthalten, urtstabil
sind.
Die Erfindung bezweckt,- diese Nachteile zu beheben. Erfihdüngsgemäß gelingt dies dadurch, daß
mindestens eine Schicht des Registrierbogens aus
einem in sich selbst .elektrisch ieitfähigen, vollkommen
homogenen kunststoff besteht. Derartige Kün'ststöffö
können bei sämtlichen vorbeseHriebenen, bekannten
Eiektrö-i^egistrierpäpiereri äfi die Steile der
bisher verwendeten, kohiesföffbelädenen kunststoffe
treten, d: h;,' der ^egisirierbogeikärin ganz aus in
sich selbst .elektrisch leitfähigem Kunststoff bestehen,
öder ein rußhaitiges Japänpapierblätt kann mit derartigem
kunststoff beschichtet werden.
künststöffiSj die" In1 sieh selbst eiektriseri leitend
sind, sind bekannt, jedoch bisher wenig erforscht. Es
gibt deren verschiedene Gruppen. Eine Gruppe besteht
aus Ppiyoiefineri, deren Verkettung durch Elefc
tronenbömbäfdömeni zustände gebracht worden ist
Eine ände'fö Ghipße besteht aus Pölyimidehi die
durch Vakuumgyfolysd bei 850° G leitfähig gemacht
werden. Weiter können verschiedene Polymere in
Poiykätionen, ye'rbUhden mit negativen Teträcyäriqüinödirnethaniöneri,
umgebildet wefdenj wobei die Leitfähigkeit durch die Menge der verwendeten T&
6ö tiacyähquinodimethäris geregelt werden kann.
Die in sich selbst elektrisch leitenden Kunststoffe
bieten gegenüber den bisher für EiektrÖ-Flegistrierpäpiereri
verwendeten rüßhaltigeri kunststoffen den Vorteil, daß sie vollkommen homogen und nicht
porös sind, so daß die elektrische Leitfähigkeit überall
die gleiche ist. durch Fuhkenperforierung können daher scharfrändige Aufzeichnungen auch in feinster
Verteilung, z. B. nach einem Raster, erzeugt werden.
Weiter sind sie wasserfest und eignen sich daher zur Verwendung in Verbindung mit Emulsionsduplikatorfarben.
Auf der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele veranschaulicht. Es zeigt
Fig. 1 einen schematischen Schnitt einer ersten
Ausführungsform und
F i g. 2 einen entsprechenden Schnitt einer zweiten
Äüsführungsform.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Beispiel ist eine
dünne Folie 1 aus Polyisobutylen, die durch Elektronenbombardement
elektrisch leitend gemacht worden'ist, auf einen Unteriagebogen 2 aus elektrisch
. leitendem Papier, z. B. schwarzem Glanzpapier, derart auf kaschiert, daß die Folie leicht abtrennbar ist:
Die jeweiligen elektrischen Leitfähigkeiten des aus der Folie 1 bestehenden Registrierbogens bzw. des
Unterlagebogens scheinen nicht besonders kritisch zu
sein, wenn nur dafür gesorgt wird, daß die Leitfähigkeit
des Unterlagebogens größer ist als die des Registrierbögens.
Statt eines Unterlagebogens' aus elektrisch, leit
fähigem Papier kann natürlich ein Unterlagebogen aus üblichem Papier mit einer leitenden Beschichtung
benutzt werden, oder der Registrierbogen kann
aus zwei miteinander verbundenen Kunstsfoffschichten unterschiedlicher Leitfähigkeit bestehen.
Nach Fig. 2 besteht der Registrierbogen 3 aus
einem Japanpapierblatt 4, mit einem Gewicht von 6 bis 12g/nl2, der Kohlestoffteilchen in feinster Verteilung
enthält und mit einer dünnen Folie 5 aus
elektrisch leitfähigem Polyisobutylen beschichtet ist. Der Unteriagebogen 6 kann, wie im Beispiel nach
Fig. 1, aus elektrisch leitendem Papier bestehen, oder mit einer elektrisch leitenden Beschichtung versehen
sein.
Auch mit diesem Registrierpapier können, trotz
der Verwendung von rußhaltigem Japanpapier, sehr scharfräridige Perforierungen erzeugt werden.
In den beschriebenen Beispielen kann der Registrierbogen
in bekannter Weise mit einer zusätzliehen
Kontrastfarbenbeschichtung versehen sein, um die Perforierungen des Registrierpäpiers leichter
sichtbar zu machen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Durch elektrische Funken perforierbares Registrierpapier,
bestehend aus einem Registrierbogen, der eine zum Perforieren durch elektrische
Funken genügende, elektrische Leitfähigkeit aufweist, und einem Unterlagebogen, dadurchgekennzeichnet,
daß mindestens eine Schicht des Registrierbogens aus einem in sich selbst leitfähigen, vollkommen homogenen Kunststoff besteht.
2. Registfierpapier nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Registrierbögen (1) ganz aus in sich selbst elektrisch leitendem, vollkommen
homogenem Kunststoff besteht.
3. Registfierpapief nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Registrierbogen (3) aus
einem dünnen Papierblatt (4) besteht, der Kohlestoffteilcheri
in feiner Verteilung enthält und eine Beschichtung (5) aus in sich selbst elektrisch leitfähigem,
. vollkommen homogenem Kunststoff trägt.
4. Registrierpapier nach einem der vorangegangenen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Unterlägebogeri aus elektrisch leitfähigerii
Papier besteht.
5. Registrierpapier nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Uriterlagebogen aus schwarzem Glanzpapier besteht:
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