DE1623251C - Meßgerat zur Bestimmung von Dicken und daraus abgeleiteter physikalischer Gro ßen bei einem bestimmten Meßdruck fur zu sammendruckbare vorzugsweise flächige Ma tenahen - Google Patents
Meßgerat zur Bestimmung von Dicken und daraus abgeleiteter physikalischer Gro ßen bei einem bestimmten Meßdruck fur zu sammendruckbare vorzugsweise flächige Ma tenahenInfo
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Description
1 2
Die Erfindung bezieht sich auf ein Meßgerät zur' gleitet und das Aufsetzen des Belastungsstempels auf
Bestimmung von Dicken und daraus abgeleiteter das Prüfgut sowie das Auflegen des Zusatzrnasse-
physikalischer Größen.bei einem bestimmten Meß- Stückes auf den Belastungsstempel über eine Mecha-
driick für zusammendrückbare, vorzugsweise flächige nik aus Hebel und Exzenter erfolgt und daß ein
Materialien wie Textilien, Papier, Leder, Schaum- 5 bekanntes elektrisches Kontaktsystem mit Sign'al-
stolf od. dgl., wobei ein mit dem Taster einer Meßuhr gebung die Berührung des Belastungsstempels mit
zusammenwirkender Belastungsstempel definierter dem Meßuhrtaster anzeigt. Das Zusatzmassestück
Masse in vertikaler Richtung auf das Prüfgut aufge- und der Meßtaster des Belastungsstempels können
setzt und durch Auflegen von Zusatzmassestücken entsprechend der Dicke des Prüfgutes auswechselbar
auf den Belastungsstempel der Meßdruck verändert io sein,
wird. Die gerichtete Meßkraft durch den kugelgelager-
Ein bereits früher vorgeschlagenes Gerät arbeitet ten Belastungsstempel gibt dem Gerät eine hohe
mit einem Belastungsstempel, welcher nicht geführt Meßsicherheit. Das Meßgerät kann dadurch auch zur
ist, sondern in einer Spitzen- oder Schneidenlage- Messung stark oberflächenunhomogener Stoffe verrung
hängt und beim Aufsetzen auf das Prüfgut 15 wendet werden. Die Beobachtung der Anzeige des
reibungsfrei zur Wirkung kommt. Die Schwerkraft Kontaktes zwischen Meßuhrtaster und Belastungsdes
Belastungsstempels soll die Lage des flachen stempel durch beispielsweise Lichtsignal ist unkom-Belastungsstempeltasters
fixieren. Eine am oberen pliziert, übersichtlich und nicht ermüdend. Die me-Teil
des Belastungsstempels angebrächte Kombi- chanische Auflage des Zusatzmassestückes auf den
nation von Glasplatten gibt durch Interferenzstreifen- 20 Belastungsstempel erhöht die Aussagekraft des Geräverschiebung
die Berührung des Meßuhrtasters mit tes, vereinfacht die Bedienung und ist zeitsparend,
dem Belastungsstempel bekannt, der Undefinierte Das Gerät kann bei Messungen, die hohe ,Druck-Meßdruck
der Meßuhr geht nicht mit in das Meß- toleranzen zulassen, ohne die Signalanlage verwendet
ergebnis ein. Die Erhöhung der Belastungsstempel- werden und läßt direkte Dickenmessungen mit einem
masse zur Veränderung des Meßdruckes wird durch 25 Meßdruck bis 3 kp zu, indem das Zusatzmassestück
manuelles Auflegen von Zusatzmassestücken erreicht. auf dem Belastungsstempel arretiert wird.
Die Spitzen- oder Schneidenlagerung bestimmt Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausfühdurch
ihre Herstellungsgenauigkeit und ihren Ver- rungsbeispiel näher erläutert werden,
schleiß unmerklich die Lage des Belastungsstempels. Ein auf das Unterteil des Gestells 1 aufgeschraub-Es ist dadurch möglich, daß der Belastungsstempel- 3° ter Meßtisch 2 dient als Auflage des Prüfgutes 20. taster nicht mit seiner gesamten Fläche zur Auflage Der in zwei mit Kugeln 3 bestückten Ringen geführte kommt und die Druckverhältnisse so verändert wer- masseabgestimmte Belastungsstempel 4 ist so ausgeden, daß ein falsches Ergebnis erzielt wird. Gleichen führt, daß unten eine Tasteraufnahme 5 angebracht Einfluß hat eine ungleiche Masseverteilung der Zu- ist, welche es ermöglicht, Taster 6 verschiedener satzmassestücke, ebenso wirken sich aber auch Lage- 35 Meßflächen einzuschrauben. Ein Auflageteller 7 am Veränderungen des gesamten Gerätes auf das Belastungsstempel 4 dient der Aufnahme eines ZuErgebnis aus. Die Beobachtung der Interferenz- satzmassestückes 8, welches in Ruhestellung auf Streifenverschiebung beim Berühren des Meßuhr- einem Hebel 9 spitzengelagert ist und über diesen tasters mit dem Belastungsstempel erfordert spezielle Hebel 9 und Exzenter 10 auf den Belastungsstempel 4 Lichtverhältnisse und geschultes Bedienungspersonal. 40 aufgelegt werden kann. Am oberen Teil des BeIa-Die Auflage von Zusatzmassestücken muß sehr vor- stungsstempels 4 ist ein Kontakt 11 für die Signalsichtig vorgenommen werden, um die Lagerung des anlage 12 angeordnet, hier greift auch der über einen Belastungsstempels zu schonen. Es sind dazu Hand- Exzenter 13 bedienbare zweiarmige Anlüfthebel 14 griffe notwendig, welche es verhindern, an der genau an. Der Meßuhrtaster 15 der am Oberteil des Gegleichen Stelle des Prüfgutes die Normaldicke und 45 stells 1 über dem Belastungsstempel 4 angeordneten die Zusammendrückbarkeit zu messen. Das Dicken- Meßuhr 16 trägt den Gegenkontakt 17 der Signalmeßgerät kann also nur unter günstigsten Verhält- anlage 12 und wird mittels eines in der Meßuhr 16 nissen einwandfreie Meßergebnisse bringen, es erfor- angebrachten Hebels 18 und einer Rändelschraube 19 dert viel Einfühlungsvermögen und läßt deshalb mit dem Belastungsstempel 4 in Berührung gebracht, seinen Einsatz für große Meßreihen mit hohen Pro- 50 So geht der Undefinierte Meßdruck der Meßuhr nicht duktivitätsforderungen nicht zu. mit in das Meßergebnis ein. Es wurde festgestellt, daß
schleiß unmerklich die Lage des Belastungsstempels. Ein auf das Unterteil des Gestells 1 aufgeschraub-Es ist dadurch möglich, daß der Belastungsstempel- 3° ter Meßtisch 2 dient als Auflage des Prüfgutes 20. taster nicht mit seiner gesamten Fläche zur Auflage Der in zwei mit Kugeln 3 bestückten Ringen geführte kommt und die Druckverhältnisse so verändert wer- masseabgestimmte Belastungsstempel 4 ist so ausgeden, daß ein falsches Ergebnis erzielt wird. Gleichen führt, daß unten eine Tasteraufnahme 5 angebracht Einfluß hat eine ungleiche Masseverteilung der Zu- ist, welche es ermöglicht, Taster 6 verschiedener satzmassestücke, ebenso wirken sich aber auch Lage- 35 Meßflächen einzuschrauben. Ein Auflageteller 7 am Veränderungen des gesamten Gerätes auf das Belastungsstempel 4 dient der Aufnahme eines ZuErgebnis aus. Die Beobachtung der Interferenz- satzmassestückes 8, welches in Ruhestellung auf Streifenverschiebung beim Berühren des Meßuhr- einem Hebel 9 spitzengelagert ist und über diesen tasters mit dem Belastungsstempel erfordert spezielle Hebel 9 und Exzenter 10 auf den Belastungsstempel 4 Lichtverhältnisse und geschultes Bedienungspersonal. 40 aufgelegt werden kann. Am oberen Teil des BeIa-Die Auflage von Zusatzmassestücken muß sehr vor- stungsstempels 4 ist ein Kontakt 11 für die Signalsichtig vorgenommen werden, um die Lagerung des anlage 12 angeordnet, hier greift auch der über einen Belastungsstempels zu schonen. Es sind dazu Hand- Exzenter 13 bedienbare zweiarmige Anlüfthebel 14 griffe notwendig, welche es verhindern, an der genau an. Der Meßuhrtaster 15 der am Oberteil des Gegleichen Stelle des Prüfgutes die Normaldicke und 45 stells 1 über dem Belastungsstempel 4 angeordneten die Zusammendrückbarkeit zu messen. Das Dicken- Meßuhr 16 trägt den Gegenkontakt 17 der Signalmeßgerät kann also nur unter günstigsten Verhält- anlage 12 und wird mittels eines in der Meßuhr 16 nissen einwandfreie Meßergebnisse bringen, es erfor- angebrachten Hebels 18 und einer Rändelschraube 19 dert viel Einfühlungsvermögen und läßt deshalb mit dem Belastungsstempel 4 in Berührung gebracht, seinen Einsatz für große Meßreihen mit hohen Pro- 50 So geht der Undefinierte Meßdruck der Meßuhr nicht duktivitätsforderungen nicht zu. mit in das Meßergebnis ein. Es wurde festgestellt, daß
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen der Reibungsverlust des Belastungsstempels unter
Belastungsstempel zu schaffen, welcher in seiner 0,1 ρ liegt.
Meßkraft definiert und gerichtet ist und eine ver- Die Messung wird wie folgt durchgeführt: Nach
nachlässigbar kleine Reibung hat. Der Meßdruck der 55 Anschluß des Gerätes an das elektrische Leitungs-Meßuhr
darf nicht in das Meßergebnis eingehen. Die netz wird die Rändelschraube 19 an der Meßuhr 16
Berührungsanzeige zwischen Belastungsstempel und so weit hineingedreht, bis die Meßuhr 16 ihren maxi-Meßuhr
muß leicht übersehbar sein. Es muß mög- malen Wert anzeigt. Das Prüfgerät 20 wird eingelegt,
lieh sein, die Dicke und andere physikalische Werte Nun wird der Belastungsstempel 4 mit seinem
an der genau gleichen Meßstelle des Prüfgutes 60 Taster 6 durch Drehen des Exzenters 13 bis zum
bestimmen zu können unter Ausschluß subjektiver Anschlag auf das Prüfgut 20 aufgesetzt. Jetzt wirkt
Fehlerquellen. Der Aufbau des Meßgerätes muß so die Masse des Belastungsstempels 4. Die Rändeluniversell
sein, daß die Auswechselbarkeit der Meß- schraube 19 der Meßuhr 16 wird nun herausgedreht,
taster und Zusatzmassestücke für flächiges Material bis die Berührung des Meßuhrtasters IS mit dem Beschnell
und sicher gewährleistet ist. 65 Iastungsstempel 4 durch die Kontakte 11; 17 über die
Erfindungsgemäß werden diese Bedingungen da- Signalanzeige 12 angezeigt wird. Nun wird der Wert
durch erfüllt, daß der Belastungsstempel in zwei der Dicke an der Meßuhr 16 abgelesen. Jetzt kann in
mit Abstand übereinanderliegenden Kugelführungen der gleichen Stellung das Zusatzmassestück 8 durch
Drehen des Exzenters 10 bis zum Anschlag auf den Belastungsstempel 4 aufgelegt werden. Die Werte für
die Zusämmendrückbarkeit, den Porenanteil und ähnliche physikalische Größen können nun durch
Nachdrehen der Rändelschraube 19 an der Meßuhr bei erneuter Signalgabe an der Meßuhr 16 abgelesen
werden.
Claims (2)
1. Meßgerät zur Bestimmung von Dicken und daraus abgeleiteter physikalischer Größen bei
einem bestimmten Meßdruck für zusammendrückbare, vorzugsweise flächige Materialien wie Textilien,
Papier, Leder, Schaumstoff od. dgl., wobei ein mit dem Taster einer Meßuhr zusammenwirkender
Belastungsstempel definierter Masse in vertikaler Richtung auf das Prüfgut aufgesetzt
und durch Auflegen von Zusatzmassestücken auf den Belastungsstempel der Meßdruck verändert
wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Belastu'ngsstempel (4) in zwei mit Abstand
übereinanderliegenden Kugelführungen (3) gleitet und das Aufsetzen des Belastungsstempels (4)
auf das Prüfgut (20) sowie das Auflegen des Zusatzmassestückes (8) auf den Belastungsstempel
(4) über eine Mechanik aus Hebel (9,14) und Exzenter (10,13) erfolgt und daß ein bekanntes
elektrisches Kontaktsystem (11, 12, 17) mit Signalgebung die Berührung des Belastungsstempels
(4) mit dem Meßuhrtaster (15) anzeigt.
2. Meßgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zusatzmassestück (8) und
der Meßtaster (6) des Belastungsstempels (4) entsprechend der Dicke des Prüfgutes (20) auswechselbar
sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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