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Farbspritzgergt, insbesondere zur Markierung von Fehlerstellen bei
der Werkstoffprüfung Die Erfindung betrifft ein Parbapritzgerät, insbesondere zur
Markiorung von Pehlerstellen bei der Werkstoffprüfung, welches mit einer durch ein
gesteuertes Ventilorgan verschlie#baren ßpritzdüse versehen ist, durch die die in
einem Parbbehälter befindliche Farbe mittels eines Treibmittels ausspritzbar ist.
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In Hüttenwerken und sonstigen Metallverarbeitungsbetrieben iat esweithin
Ablich, bei der Werkstoffprüfung Farbspritzgeräte zu verwenden, mit denen Fehlerstellen
im Material farbig markiert werden.
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Die Farbspritzgeräte werden dabei von den Fehlersuchgeräten @lektrisch
in der Weise gostenert, daß bei Ermittlung eines Werkstofffehlers das Farbspritzgerät
zur Herstellung der farbigen Markierung an der Fehlerstelle des Werkstücks autometisch
ausgelöst wird. Die herkömmlichen Spritzgeräte sind mit einer Druckluftbetätigung
versehem, die ein von dem Fehlersuchgerät gesteuertes Magnetventil aufweist. ferner
sind diese Geräte mit Reduzierventilen fttr die
Zerstänberluft ausgerüstet.
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Die bekannten Geräte haben unter anderem den Nachteils daß eie nicht
mehr oder weniger verzögerungsfrei arbeiten. Die Farbmarkierung kann daher bei dieeen
Geräten nicht in jedem Pall genau an der ermittelten Fehlerstelle aufgebracht werden.
Nachteilig sind ferner die bei den bekannten Geräten erforderlichen langen Schlauchleitungen.
Außerdem neigen die bekannten Geräte zu starken Verschmutzungen, die umständliche
Reinigungsarbeiten erforderlich machen.
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Der Erfindung liegt vornehmlich die Aufgabe zugrunde, diese Nach teile
der bekannten Geräte zu beheben und demgemäß ein Spritzgerät, insbesondere in Form
einer Spritzpistole zu schaffen, das praktisch verzbgerungnfrei arbeitet, kelne
Schlauchverbindungen benötigt und im etrieb keiner umständlichen Reinigungsarbeiten
bedarf.
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Das erfindungsgemä#e Farbspritzgerät kennzeichnet eich dadurch, daß
der Farbbehälter eine mit einem druckbetätigten Absperrventil versehene Farbspraydose
ist, die mit ihrem Kopf lösbar an ein am Spritzgerät angeordneten, das Absperrventil
ständig in Öffnungsstellung haltendes Anschlu#stück ansohließbar iet, welchen die
Verbindung zwischen dei Inneren der Spraydone und dem zu der Spritzdüse führenden
kanal herstellt, wobei zugleich eine Haltevorrichtung vorgeeehen ist, mit der die
Spraydose in dieser Anschlu#stellung festlegbar ist.
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Vorzugsweise weist das Spritzgerät ein mit ihm verbundenes, die Spraydose
aufnehmenden Gehäuse auf, an dessen Deckel das Ap@chlu#-stück
angeordnet
ist und welches so ausgebildet ist, daß sich die in das Gehäuse eingesetzte ßpraydose
an dem Gehäuseboden abstützt.
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Zweckmäßig ist hierbei zwischen dem Boden der Spraydose und dem Gehäuseboden
ein elastisches Polster od.dgl. angeordnet. Nach einem weiteren wesentlichen Merkmal.
der Erfindung ist der Genäuseboden als abnehmbare Versohlußkappe auegebildet, die
zur Ausübunt eines Anpreßdruckes auf die Spraydose in Achsrichtung des Gehäuses
verstellbar ist. Zu diesem Zweck weist die Verschlu#kappe zweckmäßig in Umfangsrichtung
verlaufende, zugleich in Acherichtung schräg ansteigende Nuten auf, in die am Mantel
des zylindrischen Gehäuses fest angeordnete Zapfen od.dgl. eingreifen und geführt
sind, derart, daß die Verschlußkappe bei ihrer Drehbewegung eine Axialverschiebung
ausführt, unter deren Wirkung die sich auf der Verschlußkappe abstlltzende Spraydose
in die Anschlu#stellung an dem Anschlu#stück des Spritzgeräts gedrückt wird.
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In baulich vorteilhafter Weise iet das genannte Gehäuse senkrecht
zur Bpritzrichtung bzw. zu der Längsachse des zu der Spritzdilee führenden, eine
Düsennadel od.dgl. aufnehmenden Düsenkanals angeordnet. Bs ist ferner der Form der
Spraydose angepaßt, so daß diese beim Einsetzen in das Gehäuse an dessen Innenwand
geführt wird.
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Nach einem weiteren wesentlichen Merkmal der Erfindung ist die Werbindung
zwischen dem Ventilkopf der Spraydose und dem Anschlu#-stück. dea Spritzgeräts als
einfache Steckverbindung ausgebildet.
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Zu diesem Zweck weist da Anschlu#stück ein eich gegen die Au la$-öffnung
der Spraydose legenden Röhrchen auf, weiches mit dem zu
der Spritzdüse
führenden Kanal verbunden ist. Hierbei ist das Röhrchen vorzugsweise in einem Hohlstopfen
od.dgl. zentral angeordnet, der in eine zentrale Öffnung des Gehäusedeckels bzw.
der Gehäusestirnwand eingesetzt ist und in den der Ventilkopf der Spraydose bzw.
ein an diesem angeordnetee Ventilröhrohen eingreift, durch das die Farbe aus der
Spraydose bei geöffnetem Absperrventil austritt. In dem Hohlstopfen od.dgl. ist
dabei vorteilhafterweise ein Block aus Kunststoff od.dgl. eingesetzt, in welchen
die beiden genannten Röhrchen des Anschlu#stückes und der Spraydose von entgegengesetzten
Seiten eingreifen, eo daß sie sich an ihren Mündungen aneinander abstützen.
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Xaoh einem reiteren wementlichen Merkmal der Erfindung erfolgt die
betätigung des erfindungsgemäßen Spritzgeräts mittels einer elektromagnetischen
Betätigungsvorrichtung, die von dem Fchlersuchgerät geeteuert wird und deren Anker
gegen die Rtickstellkraft einer Feder beweglich und mit einer ein Ventilverschlu#organ
bildenden Düsennadel od.dgl. so verbunden ist, daß bei Erregung der Ankerspule die
Düsenöffnung der ßpritzdtise fUr den Austritt der narbe geöffnet wird. lin in dieser
Weise ausgebildetes Spritzgerät arbeitet praktisch verzögerungsfrei, 80 daß bei
einer Fehlerprüfung ipl lauienden Betrieb die Farbmarkierungen genau auf den ermittelten
Fehlerstellen aufgebracht werden. Der Anschluß und das Auswechseln der Spraydosen
lassen sich mit einigen wenigen Handgriffen rasch bewerkstelligem.
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Ferner besteht die Möglichkeit, Farbmarkierungen mit unterschiedhohen
Farben
auS die Werkstücke od.dgl. aufzubringen, was lediglich einen Austausch der Spraydosen
erforderlich macht. Die Spraydosen sind von handelsüblicher Ausführung. Sie werden
schlauchlos an du Spritzgerät so angeschlossen, daß ihr Absperrventil hierbei zwangsläufig
geöffnet wird, so daß das Spritzgerät bzw. die Spritz-. düse ständig unter dem Druck
des Farbmittels steht und beim Öffnen des der Spritzdüse zugeordneten Ventils mittels
der elektromagnetischen Betätigungsvorrichtung ein feiner Farbstrahl praktisch verzögerungsfrei
ausgespritzt wird. Der Anschluß der Spraydose an das Anschlu#stück erfolgt, wie
erwähnt, mittels einer einfachen Steckverbindung. Beim Auswechseln der Spraydosen
brauchen diese daher lediglich von dem Spritzgerät bzw. dem Anschlu#stück abgezogen
zu werden. Dabei schließt sioh das im Ventilkopf der Spraydoee angeordnete Absperrventil
automatisch, so daß keine Farbe austreten kann.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemä#en
Spritzgeräts dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 das Spritzgerät gemä# der Erfindung im
Schnitt; Fig. 2 das Spritzgerät gemä# Fig. 1 in einer nicht von vorne.
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Das in der Zeichnung dargestellte Parbspritzgerät gemäß dem befor-@
zugten Ausführungsbeispiel der Erfindung weist ein aus Metsll gfertigtes Baustück
1 mit einer zentralen, axialen Bohrung 2 auf, sir die stirnseitig ein Spritzdüse
3 sit einem rohrförmigen Gewindeansats 3a eingeschraubt ist. Das Baustück 1 ist
an diesem Ende mi@
einem Au#engewinde 4 versehen, auf das eine die
Spritzdüse 3 abdeckende Schutzkappe 5 aufgeschraubt ist, die eine zentrale Düsenöffnung
5a aufweist, welche unmittelbar vor der Mündung der Spritz duse 3 liegt.
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Am anderen Ende ist das Baustück 1 stirnseitig mit einer Bohrung 6
sowie mit einem Au#engewinde 7 versehen, auf das ein aus Eisen gefertigtes Gehäuse
8 mit eeinem Schraubdeckel 9 aufgeschraubt iet.
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Das Gehäuse 8 nimmt die Wicklung 10 einer elektromagnetischen Betätigungsvorrichtung
auf, deren Anker 11 in einer Hülse 12 gleitet auf der die Ringspule 10 sitzt. In
dem angeschwei#ten Boden 8a des Gehäuses 8 ist eine Stellschraube 13 zentral eingesch@aubt,
die mit einem Zapfenansatz 13a koaxial in. der Hülse 12 liegt. Zwischen dem Anker
11 und der Stellschraube 13 ist eine Feder 14 angeordnet, diesich an einer Schulter
der Stellschraube abstützt und die das Bestreben hat, den Anker in Richtung auf
die Spritzdüse 3 zu verschieben. Mit dem anderen Ende des metallenen Ankers ist
eine Düsennadel 15 verbunden, die in dem axialen Kanal 2 liegt und ein (nicht dargestelltes)
konisches Ende aufweist, welches unter der Kraft der Jeder 14 als Ventilorgan die
Düsenöffnung der ebenfalls kegeligen Spritzdüse 3 verschließt. Mittels der Stellechraube
13 lä#t sich der Hub 1 des Ankers 11 bzw. der Düsennadel 15 einstellen. Die Stellschraube
wird in der jeweiligen Einstellung mittels einer Mutter 16 gesichert.
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Wird der Stromkreis der Spule 10 geschlossen, so wird der Anke gegen
die Rückstellkraft der Weder 14 terschoben, wobei sig die
Düsennadel
15 von dem inneren Ventilsitz der Spritzdüse 3 um das Ma# X abhebt, so daß dio in
dem axialen Kanal 2 und der 8pritzdiese unter Druck stehende Farbe aus der Dusenöffnung
der Spritzdllas sowie der Düsenöffnung 5a der Schutzkappe 5 ausgespritzt wird. Die
ausgespritzte Farbmenge ist abhängig von der Öffnungszeit der Spritzdüse, ferner
von dem Hub X sowie von dem Druck des ftir das Ausspritzen der Farbe verwendeten
Treibmittels. Es versteht sich, daß die Spritzdüse 3 sich ohne weiteres gegen Spritzdüsen
mit anderen Düsenquerschnitten bzw.. anderen Spritzwinkeln auswechseln lädt.
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Der zentrale Kanal 2 ist am Boden der Ausnehmung 6 mittels einer Stopfbüchse
16 abgedichtet, durch die die Düsennadel hindurchgreift.
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Radialbohrungen 12 dienen als Lecköffnungen ftir die Abführung etwaiger
durch die Stopfbuchsendichtung hindurchleckender Farbe.
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Das Baustück 1 weiet seitlich der Stopfbuchsendichtung 16 einen Querkanal
18 auf, der in den Längskanal einmündet und in den ein Anschlußnippel 19 od.dgl.
eingeschraubt ist, der mit einem Hohlstopfen 20 verschraubt oder in sonstiger Weise
verbunden ist sowie einen in den Hohlstopfen eingreifenden röhrchenförmigen Ansatz
21 aufweist. Der Hohletopfen ist gestuft und von unten durch eine zentrale Öffnung
im Deckel 22 eines zylindrischen Gehäuse 23 hindurchgesteckt, so daß er sich mit
einer Schulter 20a innenseitig am Deckel abetlltzt. Zur Befestigung der Teile dient
eine von außen auf den Stopfen aufgeschraubte und gegen den Deckel verspannte
Mutter
24.
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Das zylindrische Gehäuse 23 ist am Boden mittels einer Verschlußkappe
25 verschließbar, die an ihrer Mantelfläche eine Rändelung 25a sowie zwei in Umfangsrichtung
einander gegenüberliegende Nuten 26 aufweist, die zum Kappenrand hin offen sind,
wie, dies bei 26a (Pig. 2) gezeigt ist. Die Nuten verlaufen in Umfangsrichtung der
Kappe vom Kappenrand zum Kappenboden hin schräg ansteigend; sie gehen am Znde in
einen geradlinig in Umfangsrichtung verlaufenden Abschnitt 26b aber. Am unteren
3nde des Gehäuses 23 sind an dessen Mantelfläche auf gegenaberliegenden Seiten Zapfen
27 befestigt.
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Zum Verschluß des Gehäuses wird die Kappe so an das Gehäuse angeeettt,
daß die Stifte 27 in die Öffnungen 26a der Nuten eingreifen.
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Dann wird die Verschlußkappe gedreht, wobei die Stifte 27 in die Nuten
26 hineingeführt werden. In Verschlußstellung liegen die Stifte 27 in den Nutabschnitten
26b. E@ ist ohne weiteree ersichtlich, daß beim Drehen der Versohlußkappe diese
aufgrund der Nuten führungen in axialer Richtung angehoben wird. Am Boden der Verschlu#kappe
ist eine @inlage 28 aus elastischem Material, ZoB.
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Schaumstoff, angeordnet.
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Der Farbmittelbehälter besteht aus einer Farbepraydose 29 ton handelsüblicher
Aueführung, die am Kopf ein (nicht dargeetellte) lbsperrventil aufweist, welches
durch Niederdrücken eines mit dem Absperrventil verbundenen Röhrchens 30 betätigt
wird, wodurch die Farbe unter der Wirkung des Treibmittels durch das Röhrchen nach
außen
austritt. Sobald der Druck auf das Röhrchen bzw. das Ventil nachlä#t, schließt das
Absperrventil, so daß die Dose verschlossen wird. Diese Ventilkonstruktion ist bei
Spraydosen allgemein tiblich.
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Da Röhrchen 30 greift in einen Block 31, der dicht in der Innenbohrung
des Stopfens 20 sitzt und in den von der anderen Seite her das Röhrchen 21 des Anschlu#stückes
eingreift. Das Gehäuse 23 ist in seiner Länge und in seinem Umriß der Länge und
Form der Spraydose 29 angepaßt, so daß sich die Spraydose beim Einsetzen in das
Gehäuse an dessen Innenwand führt. Beim Einsetzen der ßpraydose in dae Gehäuse stößt
das Ventilröhrchen 30 gegen die Mündung des Röhrchen 21. Wird nun die Versohlußkappe
25 aufgedreht, so wird die Spraydose nach oben gedrückt, wodurch das Ventilröhrchen
30 niedergedrückt und das Absperrventil geöffnet wird. Die Farbe kann daher tiber
das Ventilröhrchen 21 und die Bohrung des Nippels 13 sowie die Querbohrung 18 in
den Längskanal 2 und durch den Ringraum zwischen der Düsennadel 15 und der Innenwand
dieses Längekanals in die Spritzduße 3 gelangen, in der sie unter dem Druck des
Treibmittels gehalten wird. Sobald durch die Fehlersuchvorrichtung der elektrische
Stromkreis der Wicklung 10 geschlossen wird, wird der Anker 11 gegen die Rückstellkraft
der Jeder 14 auf magnetischem Wege verstellt, woduroh die Düsennadel 15 den Ausla#
der Spritzdie freigibt, so daß die Farbe unter der Wirkung des Treibmittels nach
außen auf die zu markierende Stelle des Werkstücks au@tritt. Bei Unterbrechung des
Stromkreises der Spule 10 wird der Anker 11 unter der Wirkung der Jeder 14 wieder
zurückgestellt,
wodurch die Düsennadel die Düsenöffnung der Spritzdüse
3 wieder schließt.
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Es ist eraichtlicn, daß der Anschlu# des Ventilkopfes der Spra,ydose
an das Anschlu#stück des Spritzgeräts Schlauchlos mittels einer einfachen Steckverbindung
erfolgt, die durch die Kappe 25 gesichert wird. Wird die Kappe 25 gelöst, 90 kann
die Spraydose aus dem Gehäuse herausgenommen werden, wobei sich deren Absperrventil
automatiach schließt. Die Steuerung des Spritzgeräts erfolgt, wie erwähnt, auf elektromagnetiechem
Wege von der Fehlersuchvorrichtung her, die von weitgehend beliebiger Ausführung
sein kann.
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Im Anschlu#zustand etößt sich die Spraydose 29 mit ihre@ innerhalb
einer Ringwulst 29a liegenden Kopffläche an der inneren Stirnfläche des Stopfens
20 ab, dessen Au#endurchmesser an dieser Stelle etwa gleich dem Innendurchmesser
der Ringwulst ist. Der Kunststoffblock 21 kann fest auf dem Ventilröhrchen 30 der
Spraydose angeordnet sein, so daß er beim Herausziehen der Spraydose aus dem Gehäuse
mit dieser herausgezogen wird. Er kann aber.auch in dem Stopfen festgelegt sein,
so daß er stets in diesem verbleibt. In diesem Fall wird das Tentilröhrchen 30 beim
Herausnehmen der Spraydose aur dem Block herausgezogen. Das Ventilrö.hrohen 30 und
das Kunststoffteil 21 können aber auch aus einem einstückigen Bauteil bestehen.