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DE1620960A1 - Verfahren zur Herstellung von Polyvinylidenfluoriden mit hoher Waermestabilitaet - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polyvinylidenfluoriden mit hoher Waermestabilitaet

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DE1620960A1
DE1620960A1 DE19661620960 DE1620960A DE1620960A1 DE 1620960 A1 DE1620960 A1 DE 1620960A1 DE 19661620960 DE19661620960 DE 19661620960 DE 1620960 A DE1620960 A DE 1620960A DE 1620960 A1 DE1620960 A1 DE 1620960A1
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DE
Germany
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polymerization
carbon atoms
polymer
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saturated
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DE19661620960
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Yasuo Amagi
Nobuo Bannai
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Kureha Corp
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Kureha Corp
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F14/00Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen
    • C08F14/18Monomers containing fluorine
    • C08F14/22Vinylidene fluoride

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description

Kureha Kagaku Kogyo K.K. RevS-Gu-4963
Verfahren zur Herstellung von Polyvinylidenfluoriden mit hoher Wärmestabilität
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Polyvinylidenfluoriden mit hoher Wärmestabilität und wünschenswerter Strukturviskosität, die durch die Verwendung geeigneter Polymerisationskatalysatoren und Polymerisationsregler erreicht werden.«
Bei bekannten Verfahren zur Polymerisation von Vinylidenfluorid wird entweder Ammoniumpersulfat (US-Patent 2 435 537) oder Di-tert-butylperoxid'(brit. Patent 94Ϊ 913 und US-Patent 3 193 539) als Katalysator verwendet. .
Wenn eine anorganische Verbindung, beispielsweise Ammoniumpersulfat, als Katalysator verwendet wird, dann besitzen die gebildeten Polymerisate eine "geringe-Wärmestabilität, so daß derartige Verfahren für eine industrielle Anwendung nicht geeig-· net sind. Bei dem einzigen heute industriell ausgenutzten Verfahren zur Polymerisation von Vinylidenfluorid wird Di-tertbutylperoxid als Katalysator zur Emulsionspolymerisation bei Temperaturen in der Nähe von 120 0C verwendet.
Bei diesem Verfahren ergeben sich jedoch gewisse Schwierigkeiten. Eine der Schwierigkeiten besteht darin, daß wegen der hohen Polymerisationstemperaturen hohe Drücke notwendig sind. Eine andere Schwierigkeit entsteht dadurch, daß das Vinylidenfluorid-Radikal, das während Zwischenstufen des Verfahrens gebildet wird, zugegebenen Verbindungen wie Katalysatoren, Emul-
Neue öWJ?J5iy£3«te.ÄiKhnMa^ee.v.4»
BAD
gatoren oder dgl. leicht Wasserstoff entzieht, so daß die Bildung hochmolekularer Polymerisate behindert wird. Folglich ist es notwendig, ein sehr teures oberflächenaktives Reagenz von der Fluorgruppe zu verwenden. Mit einem Emulgator dieser Art ist es jedoch schwierig, während der Polymerisation die Harzkonzentration über 15% anzuheben, so daß der V/irkungsgrad niedrig ist.
Obwohl versucht wurde, einen als Polymerisationskatalysator geeigneten und ein organisches Radikal erzeugenden Katalysator größerer Aktivität zu finden und die Reaktionstempe— raturen zu senken, ist es bis heute nicht möglich, hohe Vinylidenfluorid-Polymerisate unter Verwendung anderer organischer Katalysatoren zu erzeugen, weil der oben erwähnte starke Wasserstoffentzug des Vinylidenfluorid-Radikals hinderlich ist.
Bei der Verwendung eines Dialkylperoxidikarbonates mit 1—5 Kohlenstoffatomen in der Alkylgruppe als Katalysator ist es möglich, die Polymerisation bei einer geringeren Temperatur, nämlich bei 0 bis 50 0C, durchzuführen. Insbesondere bei Temperaturen unterhalb der für Vinylidenfluorid kritischen Temperatur von 30,1 0C ist es möglich, durch Suspensionspolymerisation ein perliges Polyvinylidenfluorid-Pulver mit einem Korndurchmesser von etwa 200 Mikrons bei hohem Wirkungsgrad zu erzeugen.
Dieses durch Suspensionspolymerisation hergestellte Polyvinylidenfluorid besitzt einen Schmelzpunkt, der 10 bis 15 °C oberhalb der Schmelzpunkte (169 bis 171 0C) der bis-v her auf industriellem Wege hergestellten Polyvinylidenfluoride liegt und zeichnet sich außerdem durch einen hohen Wärmewiderstand*, eine ausgezeichnete Bearbeitbarkeit,
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solange der Polymerisationsgrad in geeigneter V/eise geregelt wird, durch eine hohe Festigkeit und eine hohe Schlagfestigkeit aus. Da jedoch "bei diesem Polymerisationsverfahren chlorierte Kohlenwasserstoffe, "beispielsweise Chloroform, zum Regeln des Polymerisationsgrades verwendet werden, "besitzen die entstehenden Polymerisate eine geringe WärmeStabilität und andere nachteilige Eigenschaften, wie beispielsweise die Neigung zum Zersetzen beim Schmelzspinnen.
Gasanalysen der bei der Wärmezersetzung entstehenden Gase haben ergeben, daß die geringe Wärmestabilität in erster Linie durch das mit dem Polymerisationsregler in das Polymerisat eingeführte Chlor verursacht wird. Anstelle chlorierter Kohlenwasserstoffe muß daher zur Herstellung von Polyvinylidenfluoriden mit guter WärmeStabilität ein anderer Polymerisationsregler gefunden werden.
Die Erfindung geht daher von einem Verfahren zur Herstellung von Polyvinylidenfluoriden mit guter WärmeStabilität aus, bei dem erfindungsgemäß die Polymerisation von Vinylidenfluorid bei einer Temperatur zwischen O und 50 C unter Verwendung mindestens eines niederen Dialkylperoxidikarbonates der allgemeinen Formel
O 0
Il Il
ROCQOCOR
wo R entweder CH,, C2H,-, n-C-^Hy, i -C^Hy, sec-C^Hg oder CcH^- ist, als Katalysator und mindestens eines Ketons
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BAD
mit drei oder vier Kohlenstoff atomen, eines gesättigten Alkohols mit drei bis sechs EoKLenatoffstomen ode? eines gesättigten Sohlenvraeserstoffo mit 3 - 12 Kohlenstoffatomen als Polymerisat ioner agier durchgeführt wird.
Sea erfindungsgesiäSe Verfahren ist insbesondere dadurch gekennzeichnet, ds S, bezogen auf das Yinyliden:Quori&~Konoz29rf als Katalysator 0,01 -3 Gewicht sproeente mindestens eines Blalkylperoxidioarbonates mit einer Methyl-, Äthyl-, n-Propyl-, Isopropyl-, aec-Butyl- oder neo-Pentyl-ffruppe als Alfcylradikal und mindestens einer der oben genannten Polyaerlsatlonsregler (ausgenommen sind cyolieche gesättigte Kohlenvasserstoffa, die in den Seitenketten substituiert sind) zur Polymerisation des Yinylidenfluoride verwendet werden.
Polyvinylidenfluorid© nach der Erfindung zeigen, venn sie beispielsweise 10 Minuten la ng" auf 2500C gehe It en worden, nicht die geringste Verfärbung, und sie andern aioh auch denn Jloht, S.B· durch Zersetzung oder Verfärbung, wenn sie in einem lcontlauierliohen Verfahren bei Temperaturen snrlsehen 220 und 0C mehr als 8 Stunden stranggepresst werden«
Sie zu verwendende Katalysatonnanga sollte erflndungsgeazäS EWiso'hen O9Ol und 3, vo^zugeweiso «riechen O9I und 1£. öewiohtsprozonten liegen,^wonn aan auf das Vinylidenfluorid« Monomor bezieht« Bei einem geringeren Zusatz en Katalysator ist die Polymerlsetionsgesohwindlgkelt gering und gleichseitig die P<3yaerl8ation8aüsbeute klein· Wenn dagegen sarlel Kttelysator sugesetst wird, dann wirlrt der Katalysator selbst als Polymerisotionsregler und es wird nicht nur unmöglich, hohe Polymerisate eu erhalten, sondern es werden auch geringere WärmeBtabllitäton erhalten* als ea sonst bsi Polyvinylidenfluorid üblich ist.
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Als Polymerisationsregler können kettenförmige oder cyclische, gesättigte Kohlenwasserstoffe verwendet werden. Gesättigte cyclische Kohlenwasserstoffe, die Sübstituenten in den Seitenketten, beispielsweise Methylcyclohexan, besitzen, verursachen wegen des starken Wasserstoffentzuges des Vinylidenfluorid-Radikals ein Anhalten der Polymerisation, so daß es im allgemeinen unmöglich ist, hohe Polymerisate zu erhalten. Ungesättigte Kohlenwasserstoffe, wie Benzol und Propylen, wirken ebenfalls stark hemmend auf die Polymerisation und sind daher ebenfalls ungeeignet.
Bei der Verwendung von Grenzkohlenwasserstoffen ergeben sich Je nach ihrer chemischen Struktur Unterschiede in der Kettenübertragungsfähigkeit.. Bei gleicher Anzahl von Kohlenstoffatomen ist die Kettenübertragungswirkung um so stärker, je · größer die Zahl.der Seitenketten ist.· Bei gleicher Masse istdie Kettenübertragungswirkung-um so kleiner, je größer die Zahl der Kohlenstoff atome ist. Methan und Äthan sind wegen ihrer schlechten Behandlungsfähigkeit und wegen ihrer geringeren Löslichkeit bezüglich Vinylidenfluorid ungeeignet. Wenn die Zahl der Kohlenstoffatome übermäßig groß ist, dann erhält man einen hohen Kochpunkt,und die Trennung vom Polymerisat wird schwierig. Daher sollte die Zahl der Kohlenstoff atome kleiner oder gleich 12 sein.
Die Grenzkohlenwasserstoffe werden in Mengen von 0,01 bis 2 Gewichtsprozenten bezüglich dem Vinylidenfluorid-Monomer verwendet. Beispiele für die Grenzkohlenwasserstoffe sind Propan, η-Butan, Isobutan, n-Pentan, i-Pentan, neo-Pentan, neo-Hexan, Heptan, Octan, Konan, Decan, Undecan und Dodecan und auch Kohlenwasserstoffe wie Cyclohexan und Decalin. Bei der Verwendung gesättigter Kohlenwasserstoffe als Polymerisationsregler nimmt jedoch im allgemeinen die Polymerisationsgeschwindigkeit ab, so daß die Reaktionszeiten ansteigen. Daher werden vorzugsweise wasserlösliche organische
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Verbindungen, z.B. niedere Ketone und niedere Alkohole, verwendet. Viele dieser wasserlöslichen organischen Verbindungen, beispielsweise Methanol und Acetaldehyd, verhindern jedoch eine Polymerisation und sind deshalb nicht geeignet.
Die einzigen verwendbaren wasserlöslichen organischen Verbindungen sind Ketone mit 3 bis 4 Kohlenstoffatomen und gesättigte Alkohole mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen. Beispiele hierfür sind: Aceton, Methyläthylketon, Propanol, Isopropanol, Buthylalkohol, tertiärer Butylalkohol, Amylalkohol, 3-Pentanol, 2-Methyl-i-Butanol, n-Hexyl-Alkohol, d1-2-Hexylalkohol und d1-3-Hexylalkohol.
Von diesen Ketonen und Alkoholen werden Aceton, Methyläthylketon und tertiärer Butylalkohol. zur Verwendung als Polyme— risationsregler. bevorzugt..
Bei. Verwendung dieser Ketone und Alkohole ist es möglich, die Polymerisationsreaktion in etwa der Hälfte der Zeit durchzuführen, die bei der Verwendung eines gesättigten Kohlenwasserstoffs der allgemeinen Art notwendig ist. Es wird angenommen, daß der Grund für die ausgezeichnete Wirksamkeit der niederen Ketone und des tertiären Butylalkohols darin zu sehen ist, daß die restlichen Substituenten an den an Sauerstoff gebundenen Kohlenstoffatomen ausnahmslos CEU- oder C2Hu- Radikale sind.
Das bedeutet, daß die CH-Bindung eines CH^- oder C2Hc-Radikals, obwohl das wachsende Polymerisatradikal von Vinylidenfluorid einen stärkeren Wasserstoffentzug als ein Wachstumsradikal bei der Polymerisation einer gewöhnlichen Vinylver-" bindung aufweist, einen größeren Widerstand gegenüber dieser Reaktion zeigt. Daher zeigen Ketone, Alkohole und dgl., bei denen ein Wasserstoff atom direkt an ein an ein =C=0 oder
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=OH=Radikal gebundenes Kohlenstoffatom gebunden ist, oder die eine große Anzahl von -CHp-Radikalen aufweisen, einen" außerordentlich schwachen Widerstand gegenüber Wasserstoff— entzug durch das Vinylidenfluorid-Radikal, wodurch nicht nur der Polymerisationsgrad, sondern auch die Polymerisationsgeschwindigkeit stark erniedrigt wird. Daher sind derartige Ketone, Alkohole oder dergleichen nicht zweckmäßig.
Als Maß für den Polymerisationsgrad kann die4Strukturviskosität ^1JjnJ1 des Materials verwendet werden. Die Strukturviskosität η.^ von Polyvinylidenfluorid kann ausgedrückt werden durch T]^nJ1 =^n'?Sr/c> wobei € η = der natürliche Logarithmus und4r]__ das Verhältnis der Viskosität einer 0,4 g/100 cm -
SP ■ ο
Lösung von Polyvinylidenfluorid in Dimethylformamid bei 30 C zur Viskosität des Lösungsmittels und c die Konzentration der Lösung ist.
Erfindungsgemäß ist es möglich, die Strukturviskosität i]^, des Polyvinylidenfluorids auf jeden Wert zwischen 0,4 und 1,7 einzustellen. Bei Verwendung von lOO^igem tertiären Butylalkohol wird eine vollständige Fällungspolymerisation und ein feinkörniges Polymerisat mit einem Komdurchmesser von einem Mikron und einer Strukturviskosität von 0,4 bis 0,5 erreicht. Wenn weiterhin das Aceton/HpO-Verhältnis auf .20/80 eingestellt wird, dann entsteht ein Polymerisat, das für Fließbettauskleidungen geeignet ist und einen durchschnittlichen Korndurchmesser von 50 bis 60 Mikrons aufweist, wobei Oe nach Rührungsverhältnissen auch ein feinkörniges Polymerisat hergestellt werden kann, das Strukturviskositäten zwischen 0,6 und 0,7 besitzt.
0/164«
Zum Sfcangpresaen sind Polymerisate mit StrukturvlGkooitäten ^knh zvr^DO^on °*Ö und 1,o erwünscht· BgI Verwendung von baispielswelse Di-n-propylperoxydicarbonat wird zur möglichst billigen Herstellung eines derartigen- Polymerisats ein Aceton/B^O-Yörhältnls zwischen (1 bis 45/(99 bis 96) einge~ StOlIt1 und nach einer Polymerisatloneselt toh etwa 20 Stunden, während, der bei 250O eine SußpenslonapolymeriGation durchgeführt wird, entsteht ein Polymerisat alt kugelförmigen Körnern mit einem Korndusbaesser τοη 150 Huron* b«l einer hohen Ausbeute von 90 £ oder mehr·
Ein auf diese Weise erzeugtes Polymerisat beeitat eine sehr hohe vmrmeStabilität und eine atiDgeaeiohnete Bearbeitbarkeit JS.B. bölm Schmelssapinnen oder ßpri/fceguBverfahran.
Wenn die Aoetonmenge weiter roduziert wird, dann erhält man ein Polymerisat und einer Strulctunrlskosltät ^ 4?ΐΐ> von 1y0 ader mehr· Bei ViTertön voni)^^ oberhalb von 1,2 wird die HiedviskoQität von Polyvinylidenfluorid hoch, so daß das Schmelzformon immer eohvieriger wird· Kunst*· stoffe dieser Art können jedoch beispielsweise sum lormpressen verwendet werden.
Die Polymerisatlonstemperotur ftlr Suspensionspolytterieationen liegt vorzugsweise zwischen Q.und 30°0· Bei !fällungspolymerisation sind höher© Temperaturen möglich und es sollten voreugswoiee Temperaturen ewlsohen 0 und 5O0O eingestellt werden·
Hoch dem erflndunssgeoäßen Verfahren werden in vorteilhafter Welser d.h. loloht, oohnell und wirtschaftlich. Polyvinylidene fluoride mit ausgezeichneter Wärmsstabllltät und Bearbeitbarkeit hergestellt.
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ZxxBL besseren Verständnis wird die Erfindung nun auch anhand einiger AusfUhrungsbelspiele beschrieben!
> Beispiel 1
3,6 kg von Sauerstoff befreites und ent ionisiertes Wasser, 72 g Aceton, 3,6 g Hetbylcelluloe*, 12 g Di-a-propylperoxydio&rbonat und 2,4 g Sa^PgO^ werden la eisern 6 1 fassenden, aus rostfreiem Stahl bestehenden Autoeleven gegeben, der Über ein Kupferrohr mit einem Vinyllden enthaltenden Zylinder, der auf einer Waage steht, verbunden ist· De? Autoöle ν wird dann mit methanoltroclcenea Sie auf eine Temperatur unterhalb von O0O abgekühlt und evakuiert«
Als nächstes wird der Vinylidenfluorid enthaltende Zylinder strömnngsmäSig mit dem Autoclave)! verbunden und leicht · erwärmt, damit 1,2 kg des Monomers verdampfen und durch Kondensation in den Autoöle van übertragen werden· Der Inhalt des Autoolaven wird dann bei einer Drehzahl von 300 bis 500 XTpIS gerührt und seine temperatur vird auf 250O angehoben und 25 Std. lang bei dieser {Temperatur der !Reaktion überlassen· Während dieser Zeit sinkt der' Polymerisat lonsdruck. von 40 kg/cm auf veniger als .15 kg/cm ab. Sa bei noch geringeren Drücken die Geschwindigkeit der Druckabnahme sehr goring wird, wird die Polymerisationsreaktion angehalten. TSa ergeben sich Polymerisat-Partikel mit einem Durchmesser von 150 Mikrons bei einer Ausbeute von 9X 56. ,-.;. . ' ■■■■'· ·
Das Polymerisat besitzt naoh dem Filtern, Aus*»sehen mit Wassern und Trocknen bei etwa 1000Q für 24 Stünden eine scheinbare Dichte von 43 g pro Deziliter, eine Strukturviskosität \ ^nJx von o,92, einen Schmolzpunkt von 1810O und olna
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-Ιο-
Xristallisationstemperatur von 1450O. Die außerordentlich hohe V/ärmestabilität dieses Polymerisates zeigt sich durch das völlige Fehlen einer Pärbung bei durch Spritzguß oder Schmelzspinnen aus diesem Polymerisat bei Semperaturen nahe 2500O hergestellten Gegenständen.
Als weiterer Test werden 1 oder 2 g dieses Polymerisates auf ein Aluminiumblatt gelegt und bei einer Temperatur von 2500O mit einem Drude von 30 fcs/om Io Hin* lang gepresst, wobei nicht die geringste Verfärbung zu beobachten 1st· Zum Vergleich wird ein mit CHOI, ale Polymerisations·» . regler hergestelltes Polymerisat unter den gleichen Umständen untersucht, wobei das Polymerisat ein· dunkelbraune Tarb· annimmt· .
Beispiel 2 .
Der gleiche Autoeis ν wie im Beispiel 1 wird mit 3 »2 kg von Sauerstoff befreiten und entlonlslortem Wasser, 40Q g Aceaton, 6,4 g Methylcellulose, 2,4 S Ha4P2O7 und 12 g Bi-Isopropylperoxydioarbonat alo Polymerisationsinitiator und dann in der gleichen Weise wie im Beispiel 1 mit 1,2 kg Vinylidenfluorid beladen. Die Polymerisation wird- dann unter den gleichen Bedingungen wie im Beispiel 1 durchgeführt t wobei in einer Polymerisationszelt von 42 Stunden der Polymerisat ions druck von 38 kg/cm auf 19 kg/cm abnimmt. Wenn die Polymerisation an dieser Stelle angehalten wird, dann erhält man feine Polymerisatkörner mit einem mittleren Korndurchmesoer von 50 Mikrons und einer Strukturviekosltät von 0,61 bei einer Polymerisatlonsausbeuto von 90,5 #·
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Des entßtondene Polymerise*!; wird gefiltert» mit Wasser gewaschen und dann bei einer ^temperatur zwischen 90 v.ad 10O0O in 24 Stunden getaoifcnet. Bausch besitzt das Polymerisat eine scheinbare Dioht© von 39 g /Deziliter., einen ScfcmelEpunlct von 1800C und eine Krietallisationstemperatur von 145 - 1460O !Das Polymerisat seichnet sioh durch eine Wärsestabilität aus, die gleich der des neoh dem Beispiel 1 hergestellten Polymerisates ist. Dieses Polymerisat eignet Qioh. insbesondere für
Beispiel ^ 1 , "
5,6 1 tertiärer Butylalliohol und 12 g Di-isöpropylperosydicarbonat werden in den Auto eleven nach Eoißpiol 1 gagoben und mit mothenoltroebenem Eis auf Temperaturea unterhalb von -200C tiefgo&ttalt. lisch dea Evalaiieren wird der Autoolaf in derselben Weise.wie im Beispiel 1 mit 1,2 3cg Tlnylldenfluorld beladen und anschließend wird .die Polymerisattor dieses Monomers unter den gleichen Bedingungen wie im Beispiel 1 . durchgeführt· Bei einer Polymerisatlonsseit von 25 Stunden nimmt der Pclymerlsatlonedruck von 32 lcg/cm auf 16 kg/cm ab.
Es ergibt sich ein feinkörniges Polynerleat mit einsm mittleren Eorndurohmesser von ottra 1 Mikron bei einer Polymer isetionsausbeute von 93. f*· BIe Strukturylsfcosltat ^ ^h beträgt ot47« 3Des Polymerisat eignet sich Insbesondere fih? ^ließauskleldungen und SprltzUbersüge ·
Beispiel .4
3,6 leg entionisiertes und von Sauerstoff befreites Wasser, 3ίί g Mothylcelluloso» 12 g Dl-Isopropylperoxldlearbonat
und 4,8 e Cyclohexan ale Polymerisationsregler V7orden in don Auto ο la ven nach Beispiel 1 gegeben. Anschließend wird der Autocia ν wie im Beispiel 1 mit 1,2 3rg Vinylidenfluorid beladen. Die Polymerisation wird unter den gleichen Bedingungen wie im Beispiel 1 durchgeführt, wobei nach einet» Polymerisationazeit von 48 Stunden der Polymerise tionsdruolc von 4o kg/cm auf 20 kg/cm abnimmt. Es ent et ent ein Poly-* merisat in Form von Teilchen mit einem durchschnittlichen Durchmesser von 100 - 300 Mikrons bei einer Ausbeute von 91 55.
Uach dem PiItern und Wasehen mit Wasser wird das Polymerisat bei 1000O in 24 Stunden getrocknet. Dss Produkt besitst eine scheinbare Biohte von 45 g/Deziliter, sine Strukturviskosität ^snJ1 von 0,80* einen ,Schmelzpunkt Tön 1810C und eine Er istallisat ions temperatur von 0
Ein odor zwei Gramm dieses Polymerisates worden auf ein Aluminiumblättehen gelegt und bei einer !Temperatur von 25O0O und einem Druck1 von 3ο kg/cm etwa 10 Hin. lang gepresst. Es zeigt sieh nicht die geringste Verfärbung, d.h. dieses Polymerisat besitet eine ausgezeichnete warmestabilität. ·
Beispiel 5
12 g n-Hexen als Polymorioationsregler werden ai«r Durchführung der Polymer isation nach Beispiel 1 verwendet. Dar Polymerisationsdruek sinkt in 48 Std. von 4o kg /cm auf 25 kg/cm ab. Es entstehen Polymerisatteilchen mit oinea durchschnittlichen Teilohenaurchmosaer von 100 - 300 Hilrcone
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162Ό960
«13-
bol eher Polymerise tlonsausbeut e von 63 i>* Bieaes- Polymerisat "oesitst eine,, scheinbar© Dichte von 38 s/Deaili-tor und eine Strulcturvislcosität ^ ^nJ1 von ο ,9S, während die ondoyen Eigenschaften denen des nach Beispiel 4- eshsltenen Polymorlsates. gleich oind. Die W&rqestatolltät dioaes Polymorlscteo 1st· genauso gut wie die von dem Produkt nah. Beiepiol 4y d.h.j .ee se^; sich nehecru keine 7er£Srl>uns· ' ' '
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1 ·

Claims (7)

Patentansprüche
1) Verfahren zur Herstellung von Polyvinylidenfluoriden mit hoher Vfärraestabilität, dadurch gekennzeichnet, daß Vinylidenfluorid unter Verwendung von 0,01 - 3 Gewichtsprozenten, bezogen auf das Monomer, mindestens eines Dialkylperoxydicarbonates mit einer Methyl-, Äthyl-, n-Propyl-f Xsopropyl-, sec-Butyl- oder neo-Pehtyl~Gruppe als Alkylradikal als Katalysator und unter Verwendung mindestens eines Ketone ffibe 3-4 Kohlenstoffatomen, eines gesättigten Alkohols mit 3-6 Kohlenstoffatomen oder eines gesättigton Kohlenwasserstoffs mit 3-12 Kohlenstoffatomen, ausgenommen gesättigte, cyclische.., in den Seitenketten substituierte«. Kohlenwasserstoffe», als Polymerisationsregler polymerisiert wird.
1 ·
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daä 0,01-2 Gewichtsprozente, bezogen auf dnc Monomer, mindestens eines der Kohlenwasserstoffe Oyclohexaη und Dodecan oder eines Kettenkohlenwasserstoffes mit 3-12 Kohlenstoffatomen als Polymerisationsregler verwendet werden.
3) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge-' kennzeichnet , daß die Polymerisation in einem Lösungsmittel als Polymerisationeregler durchgeführt wird, das zu 0,1 - 100$ (Rest Wasser) aus einem wasserlöslichen Keton bis 3-4 Kohlenstoffetomen oder einem gesättigten Alkohol mit 3-6 Kohlenstoffatomen besteht.
4) Verfahren nach Anspruch 3, dadurch g e -kennsolohnet , daß Aceton, Methyläthylketon oder tertiäres Butanol als Polymerisationsragier verwendet werden.
009820/1648 Neu· Unterlagen ιαλ /»» a^s. j i.m mu * wwwwwww »■ 4, ».J9e7.
5) Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymerisation bei Temperaturen zwischen 0 und 500C durchgeführt wird·
6) Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-5, dadurch, gekennzeichnet, daß die : - ' Polymerisation derart geregelt wird, daß ein Polyvinylidenfluorid mit einer StrukturviskositätTUnJ1 zwischen 0,4 und 1,7 entsteht«
7) Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1,2,3 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß. hei Temperaturen zwischen 0 und 300C eine Suspensionspolymerisation durchgeführt wird· „ ■ ·
B) Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 3,4 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß unter , Verwendung des Polymerisationereglerβ als Lösungsmittel eine Fällungspolymerisation durchgeführt wird. -
DE1620960A 1965-12-10 1966-12-09 Verfahren zur Herstellung von Polyvinylidenfluorid Expired DE1620960C3 (de)

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