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DE1620415A1 - Verfahren zur Herstellung einer neuen Klasse von organischen Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer neuen Klasse von organischen Verbindungen

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Publication number
DE1620415A1
DE1620415A1 DE19661620415 DE1620415A DE1620415A1 DE 1620415 A1 DE1620415 A1 DE 1620415A1 DE 19661620415 DE19661620415 DE 19661620415 DE 1620415 A DE1620415 A DE 1620415A DE 1620415 A1 DE1620415 A1 DE 1620415A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
aliphatic
sulfite
phosgene
thionyl chloride
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19661620415
Other languages
English (en)
Inventor
Carlos Donald D
Burk Jun Emmett H
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sinclair Research Inc
Original Assignee
Sinclair Research Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from US503381A external-priority patent/US3335831A/en
Application filed by Sinclair Research Inc filed Critical Sinclair Research Inc
Publication of DE1620415A1 publication Critical patent/DE1620415A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D291/00Heterocyclic compounds containing rings having nitrogen, oxygen and sulfur atoms as the only ring hetero atoms
    • C07D291/02Heterocyclic compounds containing rings having nitrogen, oxygen and sulfur atoms as the only ring hetero atoms not condensed with other rings
    • C07D291/04Five-membered rings
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D273/00Heterocyclic compounds containing rings having nitrogen and oxygen atoms as the only ring hetero atoms, not provided for by groups C07D261/00 - C07D271/00
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B49/00Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated
    • C10B49/16Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated with moving solid heat-carriers in divided form
    • C10B49/20Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated with moving solid heat-carriers in divided form in dispersed form
    • C10B49/22Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated with moving solid heat-carriers in divided form in dispersed form according to the "fluidised bed" technique

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung einer neuen Klasse von organischen Verbindungen Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine'neue Klasse or-. ganischer Verbindungen und auf die Herstellung organischer Isocyanate aus denselben. Sie bezieht sich insbesondere auf aliphatische Polynitrilsulfite und Polynitrilcarbonate, die durch die folgende Formel gekennzeichnet sind: in welcher R für einen aliphatischen, einschließlich cycloaliphatischen Kohlenwasserstoff mit 1-50 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise etwa 1-50 Kohlenstoffatomen steht; 1 ist S oder C n bedeutet 1,2 oder 3, vorzugsweise 1.
  • Der aliphatische Kohlenwasserstoff R kann gesättigt oder ungesättigt, gerade oder verzweigtkettig und mit nicht störenden Gruppen, z.B. aromatischen Substituenten, sucstituiert sein.
  • Der Kohlenwasserstoff R ist vorzuYsweise Alkyl, einschlielolich.
  • Cycloalkyl oder monoolefinisch. Die Nitrilsulfit- oder Nitrilcarbonatgruppen können an gleiche oder unterschiedliche Kohlenstoffatome des Kohlenwasserstoffs R gebunden sein, der Kjhlenwasserstoff R enthalt jedoch vorzugsweise eine Nitrilsulfit-oder -carbonatogruppe an jedem Ende der Kette.
  • Die erfindungsgemäßen alphatischen Nitrilsulfite und -carbonate sind wertvolle Zwischenprodukte oder Vorläufer bei der Herstellung wünschenswerter Chemikalien. So können sie z.;. thermisch zu Polyisocyanaten zersetzt werden. Polyisocyanate, wie Diisocyanate, werden häufig bei der Herstellung hoch molekularer Polymerisate durch Reaktion der Polyisocyanate mit polymerisierbaren organischen Verbindungen, wie Verbindungen mit endständigen, aktiven Hydroxyl- und Amingruppen, verwendet. Polyurethane werden z. B. gewöhnlich durch Umsetzung von Diisocyanaten und mehrbasischen Alkoholen, wie Glykolen, hergestellt.
  • Die aliphatischen Polynitrilsulfite und Polynit ri lcarbonate können auch mit basischen Materialien zu den entsprechenden Aminen oder mit Säure zu aliphatischen Hydroxamsäuren hydrolysiert werden.
  • Die Zersetzung des aliphatischen Nitrilsulfites oder -carbonates zu den entsprechenden aliphatischen Polysocyanaten erfolgt durch Erhitzen der aliphatischen Nitrilsulfite oder -carbonate auf eine Temperatur unterhalb des Zersetzungsunktes des gewünschten, aliphatischen Polyisocyanatproduktes.
  • Da die Zersetzung exotherm ist, besteht die Neigung, daß die Reaktionstemperatur sehr schnell zu hoch wird. Daher können Mittel zum Abführen oder Absorbieren der Wärme verwendet werden, um die Temperatur unterhalb des Zersetzungspunktes des gewünschten aliphatischen Polyisocyanatproduktes zu halten.
  • Die- angewendete Temperatur variiert selbstverständlich in Abhängigkeit von der Zersetzungstemperatur der Beschickung und der Zersetzungstemperatur der besonderen, aliphatischen Polyisocyanate. In den meisten Fällen liegt die Temperatur jedoch gewöhnlich zwischen etwa 50-200°C, vorzugsweise etwa 75 - 15000.
  • Die Zersetzung erfolgt zweckmäßig in Anwesenheit eines inerten Lösungsmittels, wie Benzol, xylol, Toluol, Chlorbenzol usw. oder Thionylchlorid oder Phosgen.
  • Die Fähigkeit der erfindungsgemäßen aliphatischen Nitrilsulfite und -carbonate, beim Erhitzen Polyisocyanate zu bilden, ist sehr vorteilhaft, da die aliphatischen Nitrilsulfite und -carbonate im Gegensatz zu Isocyanaten in Abwesenheit von Wasser stabil sind und daher leicht gehandhabt und gelagert werden können. Da in den erfindungsgemäßen aliphatischen Nitrilsulfiten und-carbonaten kein aktiver Wasserstoff, z.B. in Form von HCl, anwesend ist, und ebenso nicht in den gebildeten Zersetzungsrodukten, der andernfalls bei der Herstellung der Isocyanate reagieren könnte, bietet die Verwendung eines-aliphatischen Nitrilsulfites und -carbonates bei der Herstellung von Polyisocyanaten ein Verfahren, das nicht unter verringerten Ausbeuten und den durch Nebenprodukte auftretenden Abtrennungs- und Reinigungsproblemen leidet, die aus den Ausgangsmaterialien üblicher Verfahren, in welchen aktiver Wasserstoff anwesend ist, anfallen. Die Verwendung der aliphatischen Nitrilsulfite und -carbonate bei der Herstellung von Isocyanaten bietet weiterhin ein gegenüber bekannten Verfahren, die Azide verwenden, vorteilhaftes Verfahren, da erfindungsgemäß-nicht die üblichen Esplosionsgefahren auftreten und wirtschaftlicher gearbeitet werden kann.
  • Aliphatische Polynitrilsulfite und Polynitrilcarbonate sind noch nicht hergestellt worden. In "Berichte, Bd. 84 (1951) Seite 688 bis 689 beschreibt Beck die Herstellung von Methylmononitrilcarbonat, sagt jedoch nichts über Polynitrilsulfite oder Polynitrilcarbonate. Weiterhin beschreiben Knunyants et al in Proceedings of the Academy of Sciences of the UDSSR", Bd. 127, No. 2, 1959 1,2,2,2-Tetrafluoräthylnitrilsulfit, aber auch sie sagen nichts über irgendein Polynitrilsulfit oder -carbonat. Außerdem beschreiben Knunyants et al ein Mononitrilsulfit, dessen aliphatischer Rest hoch reaktive Fluoratome enthält, wohingegen die erfindungsgemäßen aliphatischen Polynitrilsulfite und -carbonate einen aliphatischen Rest nur aus gohlenstoff- und Wasserstoffatomen enthalten.
  • Bei der Herstellung der erfindungsgemäßen aliphatischen Nitrilsulfite und -carbonate wird eine aliphatische Polyhydroxamsäure mit Thionylchlorid zur Bildung des Nitrilsulfites oder mit Phosgen zur Bildung des Nitrilcarbonates umgesetzt. hliphatische Polyhydroxamsäuren, die mit Thionylchlorid oder mit Phosgen zur Bildung der erfindungsgemäßen neuen Verbindungen reagieren, können durch die folgende Formel dargestellt werden: in welcher R und n die für die Struktur der erfindungsgemäßen aliphatischen Polynitrilsulfite und -carbonate angegebene Bedeutung haben.
  • Aliphatiache Polyhydroxasäuren, die als Reaktionsteilnehmer bei der Herstellung der erfindungsgemäßen aliphatischen Polynitrilsulfite und Polynitrilcarbonate geeignet sind, sind z. B. : MalodihydroxaRsäure, Succinodihydroxamsäure, ßlutarodihydroxamsäure, Adipodihydroxamsäure, Pimelodihydroxamsäure, Suberodihydroxamsäure, Azelaodihydroxamsäure, Sebacodihydroxamsäure, Fumarodihydroxamsäure, Itacodihydroxamsäure, Allylmalodihydroxamsäure, Allylsuccinodihydroxamsäure, Ierodihydroxam-. saure, Cetylmalodihydroxamsäure, 1,6,9-Decantrihydroxamsäure, 1,3,6-Heptantrihydroxamsäure, Cyclohexyldihydroxamsäure, 4-Brom-1,6-hexandihydroxamsäure, 3-Hydroxyl-1,8-octandihydroxam-Säure und 2-Chlor-1,9-nonandihydroxyamsäure.
  • Erfindungsgemäße aliphatische Polynitrilsulfite bzw. nitrilcarbonate umfassen diejenigen, die den obigen Hydroxamsäuren entsprechen, wie Mab-, Succino-, Glutaro-, Adipo-, Pimelo-, Subero-, Azelao-, Sebaco-, Fumaro-, Itaco-, Allylmalo-, sllylsuccino-, Xero- und Cetylialodinitrilsulfit oder-dinitrilcarbonat; 1 ,6,9-Decan- und 1,3 ,6-Heptantrinitrilsulfit oder -trinitrilcarbonat ; 4-Brom-1,6-hexan-, 2-Chlor-1, a-nonan-und Cyclohexyldinitrilsulfit oder -dinitrilcarbonat.
  • Die Temperatur zur Durchführung der Reaktion der aliphatischen Hydroxamsäure und Thionylchlorid oder Phosgen kann in Abhängigkeit von der besonderen, gewählten aliphatischen Hydroxamsäure variiert werden; die Reaktion sollte jedoch in jedem Fall unterhalb der Zersetzungstemperatur des gewünschten aliphatischen Nitrilsulfits oder -carbonates durchgeführt werden. Es können auch Rückflusstemperaturen angewendet werden, solange die Rückflusstemperatur der besonderen Mischung unterhalb der Zersetzungstemperatur des entsprechenden, hergestellten aliphatischen Nitrilsulfites oder -carbonates liegt. Die Reaktionstemperatur fällt gewöhnlich in einen Bereich bis zu etwa 90° C, oft bis zu etwa 40-70° C, vorzugsweise bis zu etwa 300 C. Die Reaktion kann auch bei Temperaturen von nur etwa - 30° C durchgeführt werden. Gewöhnlich erfolgt die Reaktion leicht bei atmosphärisehen Druck, gegebenenfalls können jedoch auch über- oder unteratiosphärische Drucke angewendet werden.
  • Entweder die Hydroxamsäure oder das Thionylchlorid oder Phosgen kann im Überschuss anwesend sein, es wird jedoch bevorzugt, daß mindestens eine stöchiometrische Menge an Thionylchlorid oder Phosgen verwendet wird, d.h. ein Verhältnis von mindestens einem Äquivalent Thionylchlorid oder Phosgen pro Äquivalent Hydroxamsäure. Ein großer Überschuss an Thionylchlorid oder Phosgen wird besonders bevorzugt. Die Reaktion kann in flüssiger Phase erfolgen, in vielen Fällen reagiert die alphatische Hydroxamsäure auch in festem Zustand. ZweckmäBig wird die alphatische Hydroxamsäure zuerst in einem sauerstoffhaltigen, organischen Lösungsmittel gelöst oder aufgeschlämmt. Geeignete sauerstoffhaltige organische Lösungsmittel sind das Thionylchlorid oder Phosgen selbst und die normalerweise flüssigen organischen Äther, Ester, Furane, Dioxane usw. Das bevorzugte Lösungsmittel ist das Thionylchlorid oder Phosgen selbst, und ein Uberschuss derselben löst die aliphatische Hydroxamsäure teilweise.
  • Die Reaktion ist oft in weniger als etwa einer halben Stunde, z.B. 15 Minuten, oder in etwa 5 - 20 Stunden, beendet, was von der angewendeten Reaktionstemperatur abhängt und durch ein Aufhören der Chlorwasserstoffentwicklung angezeigt wird. Normalerweise ist mindestens etwa eine halbe Stunde zur Beendigung der Reaktion bei Temperaturen notwendig, die Nebenreaktionen verringern. Die Reaktion verläuft gewöhnlich recht schnell, wenn die aliphatische Hydroxamsäure einmal gelöst ist. Bei den niedrigeren Reaktionstemperaturen löst sich die aliphatische Hydroxamsäure gewöhnlich langsam und kann sogar im Verlauf der Reaktion aus der Lösung gehen und erneut gelöst werden.
  • Das aliphatische Nitrilsulfit oder -carbonat kann durch geeignete Mittel aus der erhaltenen Lösung gewonnen werden, z. B. indem man die erhaltene Lösung zur Entfernung nichtungesetzter Ausgangsmaterialien filtriert und das Filtrat dann zur Entfernung von nicht-umgesetzten Thionylchlorid oder Phosgen und gegebenenfalls verwendetem, inerten Lösungsplittel vermiPderter Druck unterwirft, wodurch das aliphatische Nitrilsulfit oder -carbonat als Rohprodukt erhalten wird. Vor dem Filtrieren kann die Lösung auch zum Auskristallisieren des Produktes abgekühlt werden, das dann wie beschrieben gewonnen wird. Das Rohprodukt, das in Abhängigkeit von besonderen verwendeten aliphatischen Nitrilsulfit oder -carbonat kristallin oder flüssig sein kann, enthält geringe Mengen von Verunreinigungen mit hohem Chlorgehalt. Ein reineres, praktisch chlorfreies Produkt kann durch Umkristallisation, z.B, auf einem geeigneten Lösungsmittel, wie Dichlormethan, Kohlendisulfid (Schwefelkohlenstoff), Äthylacetat, Thionylchlorid oder Phosgen oder aus Mischungen derselben, erhalten werden.
  • Ein praktisch chlorfreies Produkt kann auch durch Extraktion oder Waschen mit einem Kohlenwasserstofflösungsmittel erhalten werden. Für die Extraktion kann Jedes normalerweise flüssige Kohlenwasserstofflösungsmittel verwendet werden, wie z. B.
  • Alkane mit 5-15 oder mehr Kohlenstoffatomen, aromatische Lösung mittel, wie Benzol, Xylol, Toluol, Chlorbenzol usw. Bei der Extraktion wird die Mindestmenge an Lösungsmittel verwendet, wobei die tatsächlich verwendete Menge von besonderen aliphatischen Nitrilsulfit oder -carbonat abhängt. Gegebenenfalls kann zur Erzielung eines praktisch chlorfreien aliphatischen Nitrilsulfites oder -carbonates auch eine Kombination von Umkristallisations- und Extraktionsverfahren angewendet werden.
  • Die thermische Zersetzung des praktisch chlorfreien Produktes liefert verbesserte Ausbeuten eines reineren Isocyanatproduktes, das ebenfalls praktisch ehlorfrei ist.
  • Die folgenden Beispiele veranschaulichen die vorliegende Erfindung, ohne sie zu beschränken.
  • B e i s p i e l 1 In einem 300-ccm-Rundkolben, der mit einem an ein CaCl2-Trocknungsrohre angeschlossenen Rückflusskühler versehen war, wurden 4,2 g (0,029 Mol) Pumarodihydroxamsäure und 248 g (2,08 Mol) Thionylchlorid gegeben ; die Reaktionsmischung wurde mechanischem Rühren eine halbe Stunde zum Rückflu# erhitzt.
  • Die. erhaltene Lösung wurde filtriert und das Thionylchlorid unter vermindertem Druck entfernt. So wurde eine quantitative Ausbeute an rohem Fumarodinitrilsulfit mit einem Fp von 149-1500 C (u.Zers.) erhalten. Umkristallisation aus Benzol ergab chlorfreie weiße Nadeln mit einem Fp von 150° C (u, Zers.) Beispiel 2 In einem 500-ccm-Rundkolben, der mit einem an ein CaCl2-Trocknungsrohr angeschlossenen Rückflusskühler versehen war, wurden 23,8 g (0,14 Mol) Adipodihydroxamsäure und 495 g (4,16 Mol) Thionylchlorid gegeben und die Reaktionsmischung unter mechanischem Rühren 2 Stunden auf eine maximale Temperatur von 550 C erhitzt. Die erhaltene Lösung wurde filtriert und das Thionylchlorid unter vermindertes Druck entfernt. So wurde eine quantitative Ausbeute an rotem Adipodinitrilsulfit erhalten, das nach Umkristallisation aus Pentan chlorfreie wei#e Nadeln mit einem Fp von 45° C ergab.
  • Das Infrarot-Spektrum (Nujol mull) des umkristallisierten Materials zeigte ein deutliches Band bei 6,19 Micron, das für eine C=N Streckungsvibration (stretching vibration) charakteristisch ist, und eine deutliche, für eyclische Sulfite charakteristische Absorption im 8,13 Mieron Bereich.
  • B e i s p i e l 3 In einem 500 ccm-Rundkolben, der mit einem an ein: Trocknungserohr angeschlossenen Rückflusskühler versehen war, wurden 28,0 g (0,121 Mol) Sebacodihydroxamsäure und 495 g (4,16 Mol) Thionylchlorid gegeben und die Reaktionsmischung unter mechanischem Rühren 2 Stunden auf einer maximalen Temperatur von 250 C gehalten. Die Reaktionsmischung wurde filtriert und ergab 5,9 g Ausgangsmaterial. Das Ti:iionylchlorid wurde unter vermindertem Druck vom Filtrat entfernt und ergab eine quantitative Ausbeute an rohem Sulfit, bezogen auf das umgesetzte Ausgangsmaterial.
  • Das rohe Sebacodinitrilsulfit mit einem Fp von 47-49° C wurde aus Pentan umkristallisiert und ergab chlorfreie wei#e Kristalle mit einem Fp von 48-50° C.
  • Analyse für C10H16N2O6S2 ber.: C zu 37,05 H 4,94 N 8,65 S 19,75 gef.: C 37,89 R 5,50 N 7,29 Das Infrarot-Spektrum (Nujol mull) des umkristallisierten Materials zeigte ein deutliches, für eine C=N Streckungsvibration kennzeichnendes Band bei 6,19 Micron und die für cyclische Sulfite charakteristische Absorption im 8,15 Micron Bereich.
  • B ei s p i e l 4 In einem 1-l-Rundkolben, der mit einem an ein CaCl2-Trocknungsrohr angeschlossenen Rückflusskühler versehen war, wurden 13,2 g (0,075 Mol) Adipodihydroxamsäure und 300 ccm Tetrahydrofuran gegeben und die Mischung unter mechanischem Rühren etwa 3 Stunden auf eine maximale Temperatur von 410 C erhitzt, wobei 121 g (12,0 Mol) Phosgen eingeführt wurden.
  • Die erhaltene Lösung wurde filtriert und die Lösungsmittel unter vermindertem Druck entfernt. So wurde eine qualitative Ausbeute an rohem Adipodinitrilcarbonat mit einem Bp von 61-62° C erhalten. Umkristallisation aus einer Mischung aus Äther und Pentan ergab weiße, ohlorfreie Nadeln mit einem Fp von 62-630 C.
  • Analyse für C8H8N2O6 ber.: C 42,12 H 3,53 N 12,28 0 42,07 gef.: C 42,33 H 3,55 Das Infrarot-Spektrum (Nujol mull) des umkristallisierten Materials zeigte eine deutliche, für conJugierte C-N Strekkungsvibrationen charakteristische Absorptionsspitze bei 6,12 Micron und ein deutliches, für cyclische Carbonate typisches Band im 5,48 Micron Bereich.
  • Beispiel 5 In einen 500-ccm-Rundkolben, der mit einem an ein CaCl2-Trocknungsrohr angeschlossenen Rückflusskühler versehen war, wurden 5,7 g (0,025 Mol) Sebacodihydroxamsäure und 175 ccm Benzol gegeben und die Mischung unter mechanischem Rühren auf eine maximale Temperatur von 55-75°C erhitzt, wobei 28 g (0,28 Mol) Phosgen eingeführt wurden. Die erhaltene Lösung wurde filtriert und die Lösungsmittel unter vermindertem Druck entfernt. Bo wurde eine quantitative Ausbeute an rohen Sebaconitrilcarbonat mit einen rp von 42-45° C erhalten. Unkristallisation aus einer Mischung aus Äther und Pentan ergab weiße Nadeln mit einen Fp von 44-45° a.
  • Das Infrarot-Spektrum (Nujol mull) des umkristallisierten Materials zeigte ein für konJugiertes 0=N charakteristisches Band bei 6,13 Micron und eine für cyclische Carbonate typische Spitze bei 5,48 Micron.
  • B e i s p i e l 6 In einem 300-ccm-Rundkolben, der in einem Trockeneisbad aus Aceton und festem CO2 gekühlt und mit einem an ein Ca C12-Trocknungsrohr angeschlossenen Rückflusskühler versehen war, wurden 4,2 g Co,029 Mol) Fumarodihydroxamsäure und 248 g (2,51 Mol) Phosgen gegeben und die Reaktionsmischung unter mechanischem Rühren eine halbe Stunde rückflie#en gelassen.
  • Die erhaltene Lösung wurde filtriert und das Fho.gen unter vermindertes Druck ent£ernt. So wurde eine quantitative Ausbeute an rohem Fumarodinitrilcarbonat mit geringen mengen an Verunreinigungen erhalten. Umkristallisation aus Benzol ergab chlorfreies Fumarodinitrilcarbonat.
  • Die - entsprechend den obigen Beispielen hergestellten Nitrilcarbonate und -sulfite k?5.en in die entsprechenden Polyisocyanate zersetzt werden. Dabei kann ii. folgt vorgegangen werden: In einem 500-cci-Rundkdiben, der mit einem an ein CaCl2-Trocknungsrohr angeschlossenen Rückflusskühler verseen war, wurden 42 g (0,50 Mol) des in Beispiel 1 hergestellten Fumarodinitrilaulfites und 200 com @-Dichlorbenzol gegeben und die Reaktion mischung unter mechanischem Rühren 2 Stunden zum Rückfluss erhitat. Die erhaltene Lösung wurde fraktioniert destilliert und ergab 4,5 g (82%) chlorfreies trans-Vinylendiisocyant mit einem Kp 745 mm 152-155° C.
  • Die in den anderen Beispielen hergestellten Nitrilcarbonate und -sulfite können ähnlich zersetzt werden.

Claims (8)

  1. Neue Patentansprüche : 1, Verbindungen der allgemeinen formel in welcher R fur einen unsubstituierten oder mit nicht st örenden Gruppen substituierten Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 50 Kohlenstoffatomen steht, X Schwefel oder Kohlenstoff bedeutet und n den Wert von 1, .2 oder 3 hat.
  2. 2. Verbindungen gemä# Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß R 1 bis 30 Kohlenstoffatome enthält und n = 1 ist
  3. 3. Adipodinitrilsulfit.
  4. 4. Sebacodinitrilsulfit.
  5. 5. Adipodinitrilcarbonat.
  6. 6. Sebacodinitrilcarbonat.
  7. 7. Verfahren zur Herstellung der Verbindungen gemäß Ansprucn 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Polyhydroxamsäure der allgemeinen Formel in welcher n die obige Bedeutung hat und R für einen un--substituierten oder mit nicht-störenden Gruppen substituierten Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 50, vorzugsweise 1 bis 30 Kohlenstoffatomen steht, mit Thionylchlorid oder Phosgen umsetzt.
  8. 8. Verfahren gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktion in flüssiger Phase durchgeführt wird, wobei Thionylchlorid oder Phosgen im Uberschuß über die stöchiometrische Menge verwendet werden und das überschüssige Thionylchlorid oder Phosgen als Lösungsmittel für die Polyhydroxamsäure dienen, wodurch die flüssige Phase geschaffen wird.
DE19661620415 1965-10-22 1966-10-22 Verfahren zur Herstellung einer neuen Klasse von organischen Verbindungen Pending DE1620415A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2158740A1 (de) * 1971-11-26 1973-05-30 Bayer Ag Neue isocyanate und verfahren zu ihrer herstellung

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