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DE1620193B - Optisch aktives und racemisches 2,3-Dimethoxy-lO-acetylamino-berbin und ein Verfahren zu deren Herstellung. Ausscheidung aus: 1620172 - Google Patents

Optisch aktives und racemisches 2,3-Dimethoxy-lO-acetylamino-berbin und ein Verfahren zu deren Herstellung. Ausscheidung aus: 1620172

Info

Publication number
DE1620193B
DE1620193B DE1620193B DE 1620193 B DE1620193 B DE 1620193B DE 1620193 B DE1620193 B DE 1620193B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dimethoxy
berbin
acetylamino
racemic
optically active
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Georges Dr. Nogent-sur-Marne; Poittevin Andre Les Lilas Seine; Muller (Frankreich)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sanofi Aventis France
Original Assignee
Roussel Uclaf SA

Links

Description

CO-CH,
2. Verfahren zur Herstellung der Verbindungen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise 2,3-Dimethoxy-10-amino-berbin mit Essigsäureanhydrid in Gegenwart von Pyridin umsetzt.
3. Arzneimittel, bestehend aus einer Verbindung gemäß Anspruch 1 als Wirkstoff und üblichen Hilfs- und Trägerstoffen.
Die Erfindung betrifft optisch aktives und racemisches 2,3-Dimethoxy-10-acetylamino-berbin der Formel
CH,O
CH, O
1. Tranquilizerwirkung
Sie wird mit dem Test der schiefen Ebene bestimmt. Man verwendet eine Korkplatte, die zur Horizontalebene in einem Winkel von 70° angeordnet ist und nahe ihrem oberen Rand eine horizontal befestigte Metalleiste aufweist. Eine normale Maus, die etwa 15 cm unterhalb der Leiste auf die Platte gesetzt wurde, klettert nach kurzer Eingewöhnungszeit auf der geneigten Fläche nach oben bis zu der Leiste, wo sie eine Ruhestellung erreicht.
Die Tiere werden 15 Minuten, 30 Minuten, 45 Minuten, 1 Stunde, I1I2 Stunden und 2 Stunden, 2V2 Stunden, 3 Stunden, 3V2 Stunden und 4 Stunden nach der Verabreichung des zu untersuchenden Produkts getestet, und bei jeder Dosis wird die Anzahl der Mäuse festgestellt, die nicht hinaufklettern.
Die Produkte werden auf intraperitonealem Weg in saurer Lösung an Gruppen von 5 Mäusen in verschiedenen Dosen verabreicht. Die maximale Wirkung wird zwischen 45 Minuten und I1/2 Stunden erzielt.
Die graphische Darstellung der erhaltenen maximalen Wirkung, gemessen in Prozent der Mäuse, die nicht hinaufklettern, in Abhängigkeit von dem Logarithmus der Dosen, gestattet die Bestimmung der Dosis (DP50), die bei 50% der Versuchstiere die maximale Wirkung hervorruft.
2. Bestimmung der Toxizität
Die Bewertung der Toxizität wurde bei Mäusen vom Rocklandstamm durchgeführt, die zwischen 18 und 22 g wogen. Das erfindungsgemäße Produkt wurde auf intraperitonealem Weg an Gruppen von Mäusen in steigenden Dosen verabreicht. Die Tiere werden während einer Woche unter Beobachtung gehalten.
Die nachstehende Tabelle faßt die erhaltenen Resul-
täte zusammen.
CO-CH,
40 2,3-Dimethoxy-10-acethylamino-
berbin
Tetrahydropalmatin
DP50
mg/kg
10
20
DL50
mg/kg
DL50/DPS(
75
100
7,5
5
ein Verfahren zu deren Herstellung und Arzneimittel, die aus einer der genannten Verbindungen als Wirkstoff und üblichen Hilfs- und Trägerstoffen bestehen.
Diese Verbindungen zeichnen sich durch wertvolle Tranquilizer- und analgetische Eigenschaften aus.
Sie können verwendet werden zur Behandlung von manischer Erregung, akuten Psychosen, Syndromen der Confusio mentalis, Ubererregbarkeit, Unruhe und Angstzuständen, funktionellen organischen Störungen, die durch psychische Anspannung hervorgerufen oder verstärkt werden, Neuralgien und verschiedenen Schmerzen.
Die 2,3-Dimethoxy-berbinverbindungen der allgemeinen Formel I werden buccal, transkutan oder rektal angewandt.
Das erfindungsgemäße 2,3-Dimethoxy-lO-acetylamino-berbin wurde hinsichtlich der Tranquilizerwirkung mit der bekannten Verbindung Tetrahydropalmatin unter Berücksichtigung der Toxizitäten verglichen.
Die erfindungsgemäßen 2,3-Dimethoxy-lO-acetylamino-berbine werden dadurch hergestellt, daß man in an sich bekannter Weise ein 2,3-Dimethoxy-10-amino-berbin mit Essigsäureanhydrid in Gegenwart von Pyridin umsetzt.
Das als Ausgangssubstanz benötigte 2,3-Dimethoxy-10-amino-berbin und seine Herstellung sind in der deutschen Offenlegungsschrift 1 620 193 angeführt. Das folgende Beispiel erläutert die Erfindung.
Beispiel
Herstellung des
2,3-Dimethoxy-lO-acetylamino-berbins
Man suspendiert 2,5 g 2,3-Dimethoxy-10-aminoberbin in 3,75 ecm Pyridin, fügt 2,5 ecm Essigsäureanhydrid zu und hält die Temperatur unter 300C mit Hilfe eines Wasserbads. Es bildet sich eine kristalline Masse, die man bei Zimmertemperatur bis zur vollständigen Lösung mit Wasser versetzt und durch Zugabe von Triäthylamin neutralisiert. Man saugt den gebildeten Niederschlag ab, wäscht ihn mit Wasser
und kristallisiert ihn aus Aceton um. Man erhält 2,5 g 2,3-Dimethoxy-lO-acetyl-amino-berbin; F. = 196°C. Das Produkt ist unlöslich in Wasser und Äther, sehr wenig löslich in Benzol, wenig löslich in Alkohol und löslich in Aceton und Chloroform.
Analyse: C21H24O3N2 = 325,43.
Berechnet ... C 71,57, H 6,86, N 7,95%;
gefunden .... C 71,4, H 7,0, N 8,0%.
Die Verbindung ist in der Literatur noch nicht beschrieben.
2,3-Dimethoxy-lO-acetylamino-berbin, rechtsdrehend, F. = 164 bis 166°C, [a]l° = +294° (c = 0,85% Äthanol),
2,3 - Dimethoxy -10 - acetylamino - berbin, linksdrehend, F. = 164 bis 166° C, [α] f = -302° (c = 1% Äthanol).

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Optisch aktives und racemisches 2,3-Dimethoxy-10-acetylamino-berbin der Formel
CH3O
CH, O
IO

Family

ID=

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