DE1619712A1 - Verfahren zum Regeln der Konzentration in Verdampfern,insbesondere in Mehrstufenverdampfern - Google Patents
Verfahren zum Regeln der Konzentration in Verdampfern,insbesondere in MehrstufenverdampfernInfo
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Description
- diess.Nr. 20 775 - Ke/Li
Pierre Robert Laguilharre, 6 rue Robin, Enghien les Bains/
Frankreich
"Verfahren zum Regeln der Konzentration in Verdampfern, insbesondere in Mehrstufenverdampfern·1
Dje Erfindung betrifft ein Verfahren zum Regeln der Konzentration
in Verdampfern, insbesondere in Mehrstufenverdampfern, welches vornehmlich in Verbindung mit einem
unter der Wirkung der Austrittskonzentration des Verdampfers
stehenden Regler durchführbar ist, um einen automatischen Regelkreis zu bilden.
Es ist bekannt, die Konzentration des am Ausgang eines Verdampfers erhaltenen Produktes kontinuierlich zu messen,
urn eine automatische Regelung der Konzentration zu bewirken. Dies stößt im allgemeinen, insbesondere
bei Mehrstuferiverdampfern auf erhebliche Schwierigkeiten, die sich daraus ergeben, daß die industriell verwendeten
Apparate beträchtliche Abmessungen und eine große thermische Trägheit aufweisen, Bs ergibt sich folglich
be L Mehrstuferiverdampfern eine beachtliche Totzeit
zwischen der Wirkung des Reglers auf den Apparat und dem
009851/1666
Erhalt des Ergebnisses in Form einer Änderung der Konzentration im gewünschten Sinn.
Es ist weiterhin bekannt, im Sinne einer Konzentrationsregelung das Produkt am Ausgang des Verdampfers mit
einem geringer konzentrierten Produkt zu mischen, um durch Verdünnung ein Produkt mit der gewünschten Konzentration
zu erhalten. Diese Maßnahme setzt aber eine Konzentration am Ausgang des Verdampfers voraus, die
größer ist als die tatsächlich gewünschte Konzentration. Da die Viskosität des"Produktes im allgemeinen sehr
schnell mit der Konzentration ansteigt, kann es vorkommen, daß das Produkt schwer zu handhaben ist, während es
bei der gewünschten Konzentration oder nach der Verdünnung durch die automatische Regulierung leicht zu handhaben
ist. Dies bringt insbesondere bei denjenigen Produkten schwerwiegende Nachteile mit sich, welche die
Heizflächen ab einer bestimmten Konzentration unwiederbringlich verschmutzen.
Das Verfahren gemäß der Erfindung hat vornehmlich die
Aufgabe, diese Nachteile in dem Fall zu vermeiden, wo es sich darum handelt, die Konzentration des Endausgangs
des Verdampfers zu regeln, doch ist es im/freiteren Sinne
zur Regelung der Konzentration am Ausgang irgendeiner Stufe eines Mehrstufenverdampfers anwendbar.
Das diese Aufgabe lösende Verfahren gemäß der Erfindung 009861/1668
besteht im wesentlichen darin, daß vor der letzten Verdampferrohrgruppe, die zur Gewinnung des Konzentrates,
dessen Konzentration zu regeln ist, führt, ein entsprechendes Lösungsmittel in das Produkt eingespritzt
wird, wobei die Einspritzung automatisch durch das Meßgerät für die Konzentration gesteuert wird, um diese
stabil und unabhängig von den unvermeidbaren Schwankungen zu halten, die sich aufgrund verschiedener Einflußfaktoren
ergeben (Veränderung des Trockenextraktes des zu konzentrierenden Produktes, der Temperatur dieses
Produktes, geringe Leistungsschwankungen der Wärmezufuhr u.dgl,).
Als Verdünnungsmittel kommen das Produkt in geringerer
Konzentration, reines Wasser, Kondensate oder jedes andere dem zu behandelnden Produkt angepaßtes Lösungsmittel
infrage. Vorzugsweise wird das Verdünnungsmittel bei Verdampfungstemperatur eingespritzt unter Einwirkung auf
das Produkt an der Einspritzstelle, sodau eine Änderung der in Form von Dampf abziehenden Wärmemenge vermieden
wird.
Das Verfahren gemäß der Erfindung ist vornehmlich bei Idegelverdampfern, bei denen die umlaufende Produktmenge gering
ist, und insbesondere bei solchen Apparaten anwendbar, bei denen die abschließende Behandlung des Produktes in
einem zwei- oder mehrfachen, aufeinanderfolgenden Durchgang des i-roduktes in einem einzigen Verdampferkörper be-
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steht, wie es in der französischen Patentschrift 1 505 174- (vom 28. Juli 196I) beschrieben ist.
Die durch dieses Verfahren erzielten Vorteile sind vornehmlich folgende:
1. An keiner Stelle des Verdampfers ist die Konzentration höher als die gewünschte Endkonzentration,
2β die Ansprechzeit der Steuerung ist herabgesetzt, was
eine besonders wirkungsvolle Regelung ermöglicht. Dieser Vorteil ist insbesondere dann bemerkenswert, wenn
die letzte Behandlungsstufe gemäß der vorgenannten französischen Patentschrift Λ 30p 174 erfolgt, sodaß
sich eine extrem kurze Ansprechzeit ergibt,
3. die letzten Austauschflächen des Verdampfers können
bis zur Grenze der zulässigen Konsentration ausgenutzt werden.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
wird eine konstante Konzentration des Vorkonzentrates dadurch erhalten, daß das Verdünnungsmittel in das Produkt
vor dessen Einspeisung in die zur Gewinnung des Endkonzentrates führenden, letzten Rohrgruppe und oberhalb
des die Einspritzung steuernden Konzentrationsmeßgerätes für das Vorkonzentrat eingespritzt wird. Unter
diesen Bedingungen ist der Gehalt an Trockenmasse vor dem Eintritt zur letzten Kohrgruppe, die zur Gewinnung
des Endkonzentrates führt, konstant, und die Konzentration
009851/1666 BAD
des Endproduktes wird dann gleichermaßen konstant sein, wenn die Verdampfung in der letzten Rohrgruppe konstant
erfolgt.
Die Konzentrationsmessung für das Vorkonzentrat kann unmittelbar am Ausgang derjenigen Rohrgruppe, die der
zur Gewinnung des Endkonzentrates führenden Rohrgruppe vorangeht, vorzugsweise jedoch zwischen der vorletzten
und der letzten Rohrgruppe erfolgen. Es kann äaer auch
das in einer der letzten Gruppe vorangehenden Rohrgruppe gewonnene,konzentrierte trodukt in einem Zwischenbehälter
gespeichert und seine Konzentration auf dem Weg des Vorkonzentrates zwischen seinem Austritt aus der betrachteten
Rohrgruppe und seiner Einspeisung in die letzte Rohrgruppe gemessen werden. In diesem EaIl kann das Einspritzen
des Verdünnungsmittels in das Vorkonzentrat entweder zwischen dem Austritt dieses Vorkonzentrates
aus der zu seiner Gewinnung führenden Rohrgruppe und dem Speicherbehälter, im Speicherbehälter selbst, oder aber
hinter dem Speicherbehälter, doch immer oberhalb des Konzentrationsmeßgerätes stattfinden.
Die letzte Rohrgruppe, die zur Gewinnung des Endkonzentrates
führb, kann, ,sofern es sich um einen Verdampfer
mit mehreren Verdampferkörpern handelt, mit dem Dampf
aus einer vorangehenden Stufe gespeist werden. Es kann
aber auch d Le Letzte Gruppe von einem L|lerbLgverclampfer
(gebildet werden, der mLt Dampf aus einer an-
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deren Quelle, vorzugsweise konstanter Leistung, z.B. mit Frischdampf oder mit durch einen Thermokompressor rekomprimierten
Dampf versorgt wird. Um die 'eventuellen Verdampfungsschwankungen in der letzten Rohrgruppe auf
ein Minimum zu verringern, ist diese vorteilhafterweise in mindestens zwei Verdampferkörper unterteilt, in welchen
das Produkt nacheinander hindurchgeführt wird, wie es in der französischen Patentschrift 1 503 174· geschildert
ist. In diesem Fall erfolgt die Konzentrationsmessung und das Einspritzen des Verdünnungsmittels vorzugsweise
zwischen dem Abzug des Konzentrates aus dem ersten Verdampferkörper und dessen Einspeisung in den zweiten
■ Verdampferkörper.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann in aIlen
Fällen irgendeine Produktmischung in das Vorkonzentrat nach seiner Konzentrationsmessung und vor seiner Einspeisung
in die zur Gewinnung des Endkonzentrates führende» letzte» Rohrgruppe eingebracht werden.
Dieses Verfahren ist insbesondere bei der Herstellung von Milchprodukten anwendbar, bei denen Fett zugegeben wird.
Die in das Produkt eingeführte Fettmenge kann automatisch in Abhängigkeit von der nicht-Letten, im Produkt enthal-
von tenen Trockenmasse, in Abhängigkeib/der Produktmenge am
Verdampfereingang, oder aber in Abhängigkeit; von der Menge
des Vorkonzenbrafces, dessen Konzentration geregelt wird,
uubomabLsch getsbeuerb werden. Es wird auf diese Weise ein
009851/1668
Konzentrat erhalten, dessen Gehalt an Trockenmasse ebenso
konstant ist wie dessen Gehalt an Fett. Es ist folglich
auch das Verhältnis Fett : Trockenmasse konstant.
Es ist tatsächlich üblich, konzentrierter Milch am Ausgang eines Verdampfers Fett zuzumischen, doch ist diese
Mischung aufgrund der Viskosität der konzentrierten Ijilch nicht so innig, als wenn, wie die Erfindung vorsieht, das
Fett der Milch zugemischt wird, bevor diese ihre Endkonzentration an nichtfetter Trockenmasse annimmt. Da
das Fett den Verdampfer durchströmt, wird ihm gleichzeitig die eingeschlossene Luft entzogen. Darüberhinaus ist
es bekannt, daß die Dichte eines Fett enthaltenden Milchproduktes sich wesentlich weniger schnell in Abhängigkeit
von der Konzentration dieses Produktes im Trockenextrakt ändert als diejenige von Magermilch und daß selbst bei
Produkten mit hohem Fettgehalt die Dichte des Konzentrates sich sehr wenig in Abhängigkeit von ihrem Gehalt an
Gesamttrockenmasse ändert. Es ergibt sich hieraus, daß die Anwendung des Verfahrens gemäß der Erfindung bei dieser
Art von Produkten besonders vorteilhaft ist.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einiger
bevorzugter Ausführungsformen sowie anhand der Zeichnung, die in den Fig. 1-3 einige Mehrstufen-Rieselverdampfer,
schematisch zeigt , welche die Anwendung des Verfahrens gemäß der Erfindung gestatten.
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Bei der in Fig. 1 gezeigten Apparatur handelt es sich um einen Rieselverdampfer mit drei Stufen, in welchem
das zu konzentrierende Produkt und der Dampf sich in parallelen Strömen bewegen. Dabei sind mit 1, 2 und 3
drei Heizkörper bezeichnet, von denen die ersten beiden 1 und 2 in herkömmlicher Weise konstruiert sind, während
der Heizkörper 3 einen Aufbau aufweist, wie er in der französischen Patentschrift 1 303 174- beschrieben ist.
Seine Zuführkammer 4- und seine Abzugskammer 5 sind durch Zwischenwände 4-a und ^a. beispielsweise in zwei Räume unterteilt,
die zwei Rohrgruppe η eines Rohrbündels zugeordnet
sind.
Der Heizkörper 1 weist bei 6 eine Dampfeinspeisung mit
auf durch e in Regelventil 7 konstant geregeltem Zufluß Das
in einem Behälter 8 enthaltene, zu konzentrierende Produkt wird mittels einer Pumpe 9 bei 10 in den Heizkörper
eingespeist, nachdem es die Vorwärmer 11, 12 und 13 durchströmt hat, welche den drei Heizkörpern 3» 2 bzw. 1 zugeordnet
sind. In der Produktleitung sind ein Regelventil 14-, mithilfe dessen ein konstanter ProduktfluiJ erreicht
werden kann, sowie ein Durchflußanzeigegerät 15 vorgesehen.
Die Abzugskammern der beiden Heizkörper 1 und 2 sind in bekannter Weise mit Abscheidern 16 bzw. 17 verbunden.
Der am oberen Teil des Abscheiders 16 entweichende Dampf wird bei 18 in den Heizkörper 2 und der am oberen Teil dee
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Abscheiders 17 entweichende Dampf bei 19 in den Heizkörper
3 eingespeist. Das im Heizkörper 1 erhaltene konzentrierte ProduKt wird am Boden des Abscheiders 16 mittels
einer Pumpe 20 abgezogen und bei 21 in die Zuführungskammer des Heizkörpers 2 eingespeist, während das
in diesem Heizkörper konzentrierte Produkt mittels einer Pumpe 22 abgezogen und bei 23 in eine der Räume der Zuführung
skammer des Heizkörpers 3 aufgegeben wird.
Die Abzugskammer 5 des Heizkörpers 3 ist an einen Abscheider
24 angeschlossen und der diesen Abscheider an dessen obereniCnde verlassende Dampf gelangt über eine
Leitung 25 zu einem nicht dargestellten Kondensator.
Das bei 23 in den einen Raum der Zuführungskammer 4-eingespeiste
Produkt aus dem Heizkörper 2 erfährt durch das diesem Raum zugeordnete Rohrbündel eine Aufkonzentrierung,
wie es in der französischen Patentschrift 1 303 174- beschrieben ist. Das sich im entsprechenden
Raum der Abzugskarnmer 5 ansammelnde Produkt wird mittels einer Pumpe 26 abgezogen und über eine Leitung 26a
in den zweiten Raum der Zuführungskammer 4 eingespeist. Nachdem in dem entsprechenden Teil des Rohrbündels die
Endkonzentrierung stattfindet, wird das in dem entsprechenden Teil der Abzugskammer 5 erhaltene Produkt mittels
einer Pumpe 27 abgezogen.
Das von der Pumpe 27 abgezogene Endkonzentrat wird durch
• ine Konzentrat Lorismeßgerä t geführt, das bei 28 schema-
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tisch angedeutet ist und in herkömmlicher Weise, z.B. als \f -Dichtemeßgerät ausgebildet ist. Dieses Meügerät
ist unter Zwischenschaltung eines Relais 29 an ein Ventil JO angeschlossen, welches dazu bestimmt ist, die
Zufuhr einer verdünnenden Flüssigkeit, z.B. von Wasser, welche einem Behälter 51 entnommen wird, zu regeln. Diese
Verdünnungsflüssigkeit wird gemäß der Erfindung vor dem zur Gewinnung des Endkonzentrates führenden, letzten
Verdampferkörper in das Produkt eingespritzt. In der dargestellten Ausführung erfolgt diese Einspritzung vom
Ventil 50 aus über eine Leitung 52 , die an die Leitung
26a, welche das Produkt in den zweiten Raum der Zuführungskammer 4· des Heizkörpers 5 leitet, angeschlossen
ist.
Nachfolgend wird ein Anwendungsbeispiel der derart ausgebildeten
Regelvorrichtung erläutert;
Handelt es sich, wie beim folgenden Beispiel, um eine Verdampferanlage mit einem herkömmlichen Aufbau einer
Regulierung oder Handregelung, die im Prinzip eine Dampfzuführung konstanter Leistung, eine konstante Leistung
an zu konzentrierendem Produkt und weiterhin eine kontante Wasserleistung am Kondensator sicherstellt, so ergeben
sich in-dessen geringe Schwankungen, die unter anderem auf Änderungen des Gehaltes an Trockenmasse oder der Produkttempera
bur zurückgeführt werden können.
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Unter der Annahme, daß die gewünschte Bndkonzentration 48 °ß>
betrage, wird die am Ausgang durch das Meßgerät 28 gemessene Konzentration beispielsweise zwischen 46 und
50 % pendeln. Diese Schwankung zwischen 46 und ^O % entspricht
einer Schwankunge von χ Litern Wasser des Wassergehaltes im Konzentrat. Das Ziel der Regelung gemäß der
Erfindung besteht darin, die Endkonzentration auf 48 % zu halten. Zu diesem Zweck wird das Relais 29 des Reglers,
das eine sogen. "Auto-Manu"-Starteinrichtung (automatisch
oder von Hand) aufweist, anfangs auf die Stellung "Manu" gebracht und das Ventil 30 für die Zugabe von Wasser
auf eine Kittellage eingestellt, sodaß es % Liter Wasser in die Leitung 26a einspeist. Mithilfe des die
Dampfleistung steuernden Reglers 7 oder des Regelventils
14 für die Produktleistung wird die Konzentration am Ausgang auf 48 % eingestellt. In diesem Augenblick
wird das Relais 29 in die Stellung "Auto" gebracht. Der
Regler greift dann-automatisch ein, um mehr oder weniger
Wasser durch das Ventil $0 zuzugeben und somit die Konzentration
auf dem Wert von 48 % zu halten..
Dieses Verfahren stellt die einfachste Form der Regelung dar. Es ist aber auch die Form einer aufwendigeren Regelung
denkbar, indem bei Erreichen der oberen oder unteren Grenzstellung des Ventils JO eine andere, mit der Regeleinrichtung
28, 29 verbundene und von dieser gesteuerte Einrichtung eingreift, um selbsttätig entweder die Wärmeleistung
(Kalorien), oder die Produktleistung zu ändern
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und das Ventil JO für die Wasserzugabe in seine funktionelle
Mittellage zu bewegen.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung kann also in mehrfacher Hinsicht abgewandelt werden, ohne daß dadurch
der Rahmen der Erfindung verlassen wird. Insbesondere kann im Falle der Regelung der Endkonzentration'
ein Bruchteil des Verdünnungsmittels an einer oder mehreren anderen Stellen der Verdampferanlage aufgegeben
werden. Das Verdünnungsmittel kann auch teilweise in das Endkonzentrat und teilweise vor der letzten Verdampferrohrgruppe
zugegeben werden.
Das Verfahren gemäß der Erfindung kann gleichfalls, wie oben beschrieben, bei der Regelung der Konzentration
am Ausgang irgendeiner Stufe eines Mehrstufenverdampfers angewendet werden. Das Verdünnungsmittel wird in jedem
Fall vor derjenigen letzten Rohrgruppe dem Produkt zugegeben, welche zur Gewinnung des Konzentrates führt,
dessen Konzentration geregelt werden soll.
Bei den in den Fig. 2 und 5 wiedergegebenen Ausführungsbeispielen besteht die Apparatur wie bei dem Beispiel
nach Fig. 1 aus einem Mehrstufen-Rieselverdampfer mit Parallelströmung. Die der Fig. 1 entsprechenden Bezugszeichen bezeichnen in den Fig. 2 und 3 die gleichen Elemente,
doch ist der Verdämpferkörper 3 in den vorliegenden
beiden Fällen wie die Verdampferkörper 1 und 2 herkömmlich aufgebaut.
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Bei dem Schema nach Fig. 2 ist das Konzentrationsmeßgerät
28 in die Leitung 23 eingesetzt, welche die Absaugpumpe
22 des Verdampferkörpers 2 mit der Zuführkammer des letzten Verdampferkörpers 3 verbindet. Die Einspritzung
des aus dem Behälter 31 geförderten Verdünnungsmittels
(z.B. Wasser) wird mittels des Ventils 30 geregelt, das seinerseits von dem Meßgerät 28 unter Zwischenschaltung
des Relais 29 gesteuert wird. Das Verdünnungsmittel wird über die Leitung 32 in die Verbin-
von
dungsleitung 23> und zwar^dem Meßgerät 28 eingespeist.
dungsleitung 23> und zwar^dem Meßgerät 28 eingespeist.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform wird das mittels der Pumpe 22 aus dem Verdampferkörper 2 abgezogene
Vorkonzentrat in einem Zwischenbehälter 33 gespeichert, von dem es mittels einer Pumpe 34 (die eine Zentrifugalpumpe
mit Regelventil oder eine volumetrische Pumpe mit regelbarer Leistung sein kann) abgesaugt wird,
um über die Leitung; 23 in die Zuführkammer des Verdampferkörpers
3 zu gelangen. Das Konzentrationsmeßgerät 28 sitzt in der Leitung 23· Das aus dem Behälter 31 kommende
Verdünnungsmittel wird in den Zwischenbehälter 33 über die Leitung 3^ eingespeist;, die;wie vorher, durch
das vom Konzentrationsmeßgeräb 28 unter Zwischenschaltung
des Relais 29 gesteuerte Ventil 30 geregelt wird. Das Verdünnungsmittel
kann aber auch unmittelbar zwischen dem Ausgang des Verdampferkörpers 2 und dem !Speicherbehälter
33 oder hinter dem SpeicherbehäLter 33» doch vor dem Konzentrat
Lonsraeßgerät 28 eingeoprLtzt worden,
009851/1868
Auch die in den Fig. 2 und 3 dargestellte Anlage ist
mehrerer Abwandlungen fähig. Insbesondere kann die zur Gewinnung des Endkonzentrates führende Verdampfastufe
aus einem Fertigverdampfer bestehen, der aus einer vorangehenden Stufe oder einer anderen Quelle mit Dampf versorgt
wird. Der letzte Verdampferkörper kann gleichfalls, wie in Fig. 1" wiedergegeben, so aufgebaut sein, wie in
der französischen Patentschrift 1 JOJ 174 beschrieben,
nämlich in einem einzigen Apparat zwei Rohrgruppen aufweisen, durch welche das Produkt nacheinander geführt
wird. Die Konzentrationsmessung und die Einspritzung des Verdünnungsmittels wird dann zwischen der Absaugung des
-Produktes aus der erstenßohrgruppe und dessen Aufgabe
auf die zweite Rohrgruppe vorgenommen.
Bei allen Ausführungsbeispielen kann auch irgendeine Produktmischung, z..B. Fett im Falle der Anwendung der
Anlage zur Gewinnung von Milchprodukten, dem Vorkonzentrat zugegeben werden, und zwar hinter dem Meßgerät und
vor der Aufgabe des Vorkonzentrates auf die letzte zur Gewinnung des Endkonzentrates führenden Rohrgruppe.
Die Menge der Produkbmischung, insbesondere die Fettmenge im Fall der Herstellung eines fetten Milchprodukts,
kann selbsbtäbig geregelt werden, vornehmlich in Abhängigkeit
von der Förderleistung des Vorkonzentrates, dessen Konzentration auf einen konstanten Wert geregelt werden
soLl. Wenn die das Vorkonaentrat in die letzte Verdampferr^ruppe
e Lnape Lserule Pumpe voltmetrisch aufgebaut und
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dazu bestimmt ist, das Fett dem Vorkonzentrat zuzugeben, wird ein konstantes Verhältnis Fett : Trockenmasse erhalten.
009851/1666
Claims (1)
- Patentansprüche1. Verfahren zum Regeln der Konzentration in Verdampfern, insbesondere in Mehrstufenverdampfern, dadurch gekennzeichnet, daß dem Produkt vor der letzten Verdampferrohrgruppe (3), welche zur-Gewinnung des Konzentrates führt, dessen Konzentration zu regeln ist, ein entsprechendes Verdünnungsmittel zugegeben wird, wobei die Zugabe automatisch durch einen Regler (29} 30) gesteuert wird, der unter Wirkung eines diese Konzentration messenden Gerätes (28) steht.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Verdünnungsmittel das Produkt in geringer Konzentration, reines Wasser, Kondensate oder andere Lösungsmittel dienen.5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verdünnungsmittel in das Produkt bei Verdampfungstemperatur eingespritzt wird unter Einwirkung auf das Produkt an der Einspritzstelle.4-, Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß es bei Rieselvtrdampfern, bei denen die strömende Produktmenge gering ist, und insbesondere bei den Verdampfern angewendet wird, bei denen die letzte Einwirkung auf das Produkt aus zwei oder mehreren aufeinander folgenden Durchgängen des009851/1666Produktes durch einen einzigen Verdampferkörper erfolgt (s. französische Patentschrift 1 3o3 174·)·5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4-, dadurch gekennzeichnet, daß der Regler (29, 30) in Verbindung mit einem Konzentrationsmeßgerät (28) herkömmlichen Aufbaus ein Zugabeventil (30) für das Verdünnungsmittel aufweist, das von dem Meßgerät unter Zwischenschaltung eines gleichfalls bekannten Relais (29) gesteuert wird.6. Verfahren nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, daß das Zugabeventil (30) zunächst auf eine Mittellage eingeregelt wird, um dem Produkt Verdünnungsmittel in einer Menge zuzuführen, die der mittleren, sich aus der maximalen Schwankung der Austrittskonzentration ergebenden Menge entspricht, wobei die Dampfzufuhr in den Verdampfer und die Produktmenge begrenzt geregelt werden.7. Verfahren nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, daß eine dem Regler (29, 30) zugeordnete und von diesem gesteuerte Regeleinrichtung vorgesehen ist, um selbsttätig entweder die Wärmeleistung oder die produktleistung zu ändern und das Zugabeventil (3K)) für das Verdünnungsmittel in seine funktionell« Mittellage zu bewegen, sofern es sich seiner oberen oder unteren Orenzstellung nähert.000851/16668. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7> dadurch gekennzeichnet, daß das Verdünnungsmittel gleichzeitig an zwei oder mehreren Stellen der Anlage zugegeben wird, welche vor der letzten Verdampferrohrgruppe liegen, die zur Gewinnung des Konzentrates führen, dessen Konzentration zu regeln ist.9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Verdünnungsmittel in das Vorkonzentrat vor dessen Einspeisung in die zur Gewinnung des Endkonzentrates führenden, letzten Verdampferrohrgruppe und vor dem die Konzentration des-Vorkonzentrates messenden Gerät eingespritzt wird, welches die Einspritzung automatisch steuert.10· Verfahren nach Anspruch 9» dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration des Vorkonzentrates unmittelbar am Auegang derjenigen Rohrgruppe, die der zur Gewinnung dee Endkonzentrates führenden Rohrgruppe vorgeordnet ist, und vorzugsweise zwischen der vorletzten und der letzten Gruppe gemessen wird.11· Verfahren nach Anspruch 9» dadurch gekennzeichnet) daß das Vorkonzentrat, welches aus einer der letzten Gruppe (3) vorgeordneten Rohrgruppe (2) abgezogen wird, in einen Zwischenbehälter (33) gespeichert und seine Konzentration «wischen seinem Austritt aus dieser Rohrgruppe und seiner Zugab« auf die Endgruppe gemessen wird· ^eiÄiMAL INSPECTSD008881/1866 original»*12, Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Verdünnungsmittel in das Vorkonzentrat entweder zwischen dessen Austritt aus der zu seiner Gewinnung führenden Rohrgruppe (2) und dem Speicherbehälter (55) , unmittelbar in denßpeicherbehälter oder hinter dem Speicherbehälter, doch stets vor dem Konzentrationsmeßgerät (28), eingespritzt wird.15· Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anwendung eines Mehrstufenverdampfers die zur Gewinnung des Endkonzentrates führende, letzte Rohrgruppe mit Dampf dner vorangehenden Stufe versorgt wird.Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Gewinnung des Endkonzentrates führende, letzte Rohrgruppe von einem Fertigverdampfer gebildet wird, der mit Dampf entweder aus einer vorangehenden Stufe oder einer anderen Quelle von vorzugsweise konstanter Leistung, bzw. mit Frischdampf oder mit von einem Thermokompressor rekomprimiertem Dampf versorgt wird.Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Gewinnung des Endkonzentrates führende, letzte Rohrgruppe (5) in mindestens zwei Verdampferkörper unterteilt ist, denen nacheinander das Produkt zugeführt wird, und daß die Konzentrationsmessung (28) und die009851/1666Einspritzung des Verdünnungsmittels zöwischen dem Austritt des Konzentrates aus dem ersten Verdampferkörper und dessen Eintritt in den zweiten Verdampferkörper erfolgt,16. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 15» dadurch gekennzeichnet, daß eine Produktmischung, z.B. Fett" bei Verarbeitung eines Milchproduktes, in das Vorkonzentrat nach dessen Konzentrationsmessung und vor dessen Aufgabe auf die zur Gewinnung des Endkonzen-.trates führendem, letzte^ Rohrgruppe zugegeben wird.17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Vorkonzentrat zugespeiste Menge an Produktmischung in Abhängigkeit von der Menge der anfangs im Produkt enthaltenen Trockenmasse, in Abhängigkeit von der Fördermenge des Produktes am Eintritt in den Verdampfer oder in Abhängigkeit von der Fördermenge des in seiner Konzentration geregelten Vorkonzentrates automatisch gesteuert wird.18. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung tiner Pumpe volumetrischen Aufbaus zum Einspeisen des Vorkonzentrates in die letzte Verdampferrohrgruppe die Produktmiffschung mithilfe eintr an die erste Pumpe angekuppelten,· volumetrischen Pumpe automatisch dosiert wird.009851/1666
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