DE1619553B - Stabile, hochkonzentrierte, wäßrige Losungen von basischen Farbstoffen - Google Patents
Stabile, hochkonzentrierte, wäßrige Losungen von basischen FarbstoffenInfo
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Description
1. (C2Hs)2N
2. (C2Hs)2N
Basische Farbstoffe der Azin-, Oxazin-, Acridin-, Triphenylmethan- und Thiazinreihe werden in der
Papier-, Textil- und Lederindustrie in Form wäßriger Lösungen verwendet. Zur Herstellung dieser
Lösungen verwendet man diese Farbstoffe in der Regel als feingemahlene Pulver in Form ihrer schwerlöslichen
Trichlorozinkatsalze. Diese Anwendungsform hat erhebliche Nachteile. So kommt es beim
Um- und Abfüllen sowie Einwiegen der gepulverten, wasserlöslichen, intensiv gefärbten Farbstoffe zu erheblicher
Staubentwicklung und dadurch bedingten Schmutz- und Reizbelästigungen. Unsachgemäße
Lagerung führt durch Einwirkung von Feuchtigkeit und Wärme außerdem zu Zusammenbackungen, die
zu Lösungsschwierigkeiten führen.
Diese Nachteile, die mit der Anwendung feingemahlener basischer Farbstoffe verbunden sind,
lassen sich durch Verwendung hochkonzentrierter, bereits vom Farbenhersteller gelieferten Lösungen
vermeiden.
Aus den deutschen Patentschriften 95 828 und 101 273 sind Farbstofflösungen basischer Farbstoffe
in Milchsäure bekannt, die aber nur verhältnismäßig 50 niedrigprozentige Lösungen ergeben. Aus der Literatur
sind noch weitere Möglichkeiten zur Herstellung von konzentrierten Lösungen basischer Farbstoffe bekannt,
wobei die Salze wasserlöslicher Carbonsäuren eingesetzt werden (vgl. hierzu »Die neuesten Fort- 55
schritte in der Anwendung der Farbstoffe« [1949], Bd. II, S. 132 bis 134; »Zeitschrift für angewandte
Chemie«, 1898, S. 482 bis 488 und 501 bis 505; 4· (CH3)2N
deutsche Auslegeschrift 1 240 036).
In der deutschen Auslegeschrift 1 240 036 wird 60 ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die im allgemeinen
verwendeten Salze basischer Farbstoffe, das sind in vielen Fällen die Hydrochloride, sich in Wasser
oder anderen geeigneten Flüssigkeiten, vor allem bei Raumtemperatur nur in verhältnismäßig geringer 65 5. (CH3)2N
Konzentration lösen [vgl. Spalte 1, Zeilen 35 bis 40].
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß man stabile, hochkonzentrierte, wäßrige Lösungen
N(C2H5).
3. (QH5)2N
Cls
N(C2H5),
6. (C2Hj)2N
N(C2H5),
NH,
8. (CH3)2N
N(CH3
N(CH3),
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Lösungen geht man so vor, daß man die technisch in Form der
Trichlorozinkate anfallenden Farbstoffpreßkuchen oder die Hydrochloridpreßkuchen benutzt. Die Trichlorozinkate
können durch Behandlung mit Ammoniumcarbonat oder durch Zugabe von Salzsäure zu
den Farbbasen in die entsprechenden Hydrochloride überführt werden. Anschließend stellt man die Lösungen
durch Einengen im Vakuum auf die gewünschte Konzentration ein.
Die erfindungsgemäßen Lösungen sind in jedem Verhältnis mit Wasser mischbar. Die Beschaffenheit
der in beanspruchter Weise erhältlichen hochkonzentrierten Lösungen gestattet eine volumetrische Dosierung
der Farbstoffe. Außer zur Herstellung von Färbelösungen für die Papier- und Pappeindustrie
sind vor allem die in den nachstehenden Beispielen 1, 2 und 3 beschriebenen Farbstofflösungen für das
Färben von Polyacrylnitrilfasermaterialien geeignet.
In den nachstehenden Beispielen bedeuten Teile jeweils Gewichtsteile.
in etwa 1750 Teilen Wasser unter Erwärmen. Dann streut man bei 60° C langsam etwa 22 Teile Ammo-Clta
niumcarbonat ein (pH 7,2 bis 7,5), bis kein Zinkcarbonat mehr ausfällt. Anschließend filtriert man
vom ausgefallenen Zinkcarbonat ab, gibt etwa 22 Teile N-Methylacetamid, etwa 2,2 Teile Nonylphenoloxäthylat
und 2,2 Teile Polyäthylenglykol eines Molekulargewichts von 2000 hinzu und destilliert im
Vakuum 710 Teile Wasser ab. Es entsteht eine hochkonzentrierte viskose Lösung des Farbstoffhydrochlorids,
von der 75 Teile die gleiche Farbstärke aufweisen wie 100 Teile des Handelstyps der Pulvermarke
des gleichen Farbstoffs.
B e i s ρ i e 1 2
Man löst 100 Teile des Farbstoffes 4 der vorstehenden Tabelle (in Form des Trichlorozinkals)
in etwa 900 Teilen Wasser unter Erwärmen. Dann streut man bei 6O0C langsam 25 Teile Ammoniumcarbonat
ein (pH 7,2 bis 7,5), bis kein Zinkcarbonat mehr ausfällt. Anschließend filtriert man vom ausgefallenen
Zinkcarbonat ab, gibt 20 Teile N-Methylacetamid, 2 Teile Nonylphenoloxäthylat und 2 Teile
eines Polyäthylenglykols des Molekulargewichts 2000 hinzu und destilliert etwa 840 Teile Wasser unter
Vakuum ab. Es entsteht eine gießbare, hochprozentige,
Clβ viskose Lösung des Farbstoffhydrochlorids, von der
100 Teile etwa die gleiche Farbstärke aufweisen wie 50 Teile des hochkonzentrierten festen Farbstoffs.
130 Teile einer etwa 50gewichtsprozentigen Paste von frisch gefällter Farbbase des Farbstoffs 6 der
vorstehenden Tabelle (in Form des Trichlorozinkats) werden in 100 Teilen Wasser angerührt und mit
Salzsäure auf pH 4 bis 6 eingestellt. Dann gibt man 14 Teile N-Methylacetamid, 1,4 Teile Nonylphenoloxäthylat
und 1,4 Teile eines Polyäthylenglykols des Molekulargewichts 2000 zu und destilliert unter
Vakuum so viel Wasser ab, daß eine etwa 40gewichtsprozentige Lösung des Farbstoffs entsteht.
Man löst unter Erwärmen 100 Teile des Farbstoffs 7 der vorstehenden Tabelle in etwa 40 Teilen
Dimethylformamid, 4 Teilen Nonylphenoloxäthylat, 4 Teilen eines Polyäthylenglykols vom Molekulargewicht
2000 und 52 Teilen Wasser. Man erhält eine gießbare Lösung des basischen Farbstoffs mit einem
Farbstoffgehalt von etwa 50 Gewichtsprozent.
Man löst 114 Teile des Farbstoffes 1 der vorstehenden
Tabelle (in Form des Trichlorozinkats) Man löst unter Erwärmen 100 Teile des Farbstoffs
8 der vorstehenden Tabelle in etwa 40 Teilen Dimethylformamid, 4 Teilen Nonylphenoloxäthylat,
4 Teilen eines Polyäthylenglykols vom Molekulargewicht 2000 und 52 Teilen Wasser. Man erhält eine
gießbare Lösung des Farbstoffs mit einem Farbstoffgehalt von etwa 50 Gewichtsprozent.
Claims (4)
1. Stabile, hochkonzentrierte, wäßrige Lösungen basischer Farbstoffe der Azin-, Oxazin-, Thiazin-,
Acridin- oder Triphenylmethanreihe, bestehend aus den Hydrochloriden der vorstehend genannten
basischen Farbstoffe, ferner wäßrigen Lösungen von N-Mono- oder N-Dialkylamiden niedermolekularer
Fettsäuren, gegebenenfalls geringen Mengen einer grenzflächenaktiven Verbindung und
gegebenenfalls hochmolekularen Polyglykolen.
2. Lösungen nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an einer wäßrigen Lösung von
N-Methylacetamid.
3. Lösungen nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an einer wäßrigen Lösung von
Dimethylformamid.
4. Lösungen nach Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen Gehalt an einem Polyäthylenglykol
eines Molekulargewichts zwischen etwa 1000 und etwa 5000.
basischer Farbstoffe der Azin-, Oxazin-, Thiazin-, Acridin- oder Triphenylmethanreihe, die beispielsweise
30 bis 50 Gewichtsprozent Farbstoff enthalten, erhält, wenn man zur Herstellung dieser Lösungen
die Hydrochloride der genannten Farbstoffe, ferner wäßrige Lösungen von N-Mono- oder N-Dialkylamiden
niedermolekularer Fettsäuren, vorzugsweise von N-Methylacetamid oder Dimethylformamid, gegebenenfalls
geringe Mengen einer grenzflächenaktiven Verbindung, wie beispielsweise Fettsäure-, Fettalkohol-,
Fettsäureamid-, Hydroxyfettsäure-, Alkylphenole Naphthol-, Propylenglycol- oder Alkylnaphtholoxalkylate,
vorzugsweise -oxäthylate, und gegebenenfalls hochmolekulare Polyglykole, vorzugsweise ein PoIyäthylenglykol
eines Molekulargewichts zwischen etwa 1000 und etwa 5000, verwendet.
Unter basischen Farbstoffen der Azin-, Oxazin-, Thiazin-, Acridin- oder Triphenylmethanreihe sind
hierbei solche Farbstoffsalze (Hydrochloride) der genannten Farbstoffklassen zu verstehen, deren farbgebender
Bestandteil ein Farbstoffkation ist und die frei von Sulfonsäuregruppen sind.
Nachstehend seien einige basische Farbstoffe in Form der Hydrochloride genannt, die zur Herstellung
der erfindungsgemäßen Lösungen dienen können:
Family
ID=
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