DE1231540B - Verfahren zur Herstellung von Papieren oder Geweben mit hochwasserfesten UEberzuegen bzw. Appreturen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Papieren oder Geweben mit hochwasserfesten UEberzuegen bzw. AppreturenInfo
- Publication number
- DE1231540B DE1231540B DESCH31585A DESC031585A DE1231540B DE 1231540 B DE1231540 B DE 1231540B DE SCH31585 A DESCH31585 A DE SCH31585A DE SC031585 A DESC031585 A DE SC031585A DE 1231540 B DE1231540 B DE 1231540B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- starch
- water
- trivalent
- paper
- parts
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08B—POLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
- C08B31/00—Preparation of derivatives of starch
- C08B31/02—Esters
- C08B31/06—Esters of inorganic acids
- C08B31/066—Starch phosphates, e.g. phosphorylated starch
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06M—TREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
- D06M15/00—Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
- D06M15/01—Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with natural macromolecular compounds or derivatives thereof
- D06M15/03—Polysaccharides or derivatives thereof
- D06M15/11—Starch or derivatives thereof
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21H—PULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D21H19/00—Coated paper; Coating material
- D21H19/36—Coatings with pigments
- D21H19/44—Coatings with pigments characterised by the other ingredients, e.g. the binder or dispersing agent
- D21H19/54—Starch
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
- Y10T—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER US CLASSIFICATION
- Y10T428/00—Stock material or miscellaneous articles
- Y10T428/31504—Composite [nonstructural laminate]
- Y10T428/31971—Of carbohydrate
- Y10T428/31975—Of cellulosic next to another carbohydrate
- Y10T428/31978—Cellulosic next to another cellulosic
- Y10T428/31982—Wood or paper
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Paper (AREA)
- Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
- Coating Of Shaped Articles Made Of Macromolecular Substances (AREA)
- Laminated Bodies (AREA)
- Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
D21h
Deutsche Kl.: 55 f -15/20
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Sch 31585 VI b/55f
5. Juni 1962
29. Dezember 1966
Es ist bekannt, für die Oberflächenleimung oder innere Leimung von Papier Stärkephosphate zu verwenden,
die durch Erhitzen von Stärke mit Phosphaten hergestellt werden können. Diese Stärkephosphate
sind wasserlöslich und die damit erzielten Leimungen sind dementsprechend nicht wasserfest.
Gegenstand der Erfindung ist demgegenüber ein Verfahren zur Herstellung von Papieren oder Geweben
mit hochwasserfesten Überzügen bzw. Appreturen durch Oberflächenleimung oder Streichen bzw.
Imprägnieren, mit wäßrigen, gegebenenfalls pigmentierten Stärkederivatlösungen, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß auf dem jeweiligen Trägermaterial eine Schicht gebildet wird, die aus einem oder mehreren
wasserunlöslichen Salzen von an sich bekannten Stärkephosphaten mit drei- oder mehrwertigen
Metallionen besteht.
Unter Stärke wird in dieser Anmeldung außer nativer Stärke auch modifizierte Stärke, wie dünnkochende Stärke, Dextrin und kaltquellende Stärke
verstanden. Weiter werden von diesem Ausdruck auch die Komponenten umfaßt, aus denen Stärke besteht,
sowie wasserlösliche chemische Stärkederivate, wie Äther und Ester. Die Stärke kann von verschiedenen
Pflanzen herrühren, also z. B. Mais-, Klebemais-, Weizen-, Reis-, Tapioka-, Kartoffel- und Sago- '
stärke sein. Auch stärkehaltige Mehle, wie Weizen-, Roggen- und Buchweizenmehl, können angewendet
werden.
Unter »Stärkephosphaten« werden in dieser Anmeldung Ester von Stärke und Orthophosphorsäure
sowie ihre Salze oder saure Salze verstanden. Sie sollen wenigstens 0,02 Phosphatgruppen pro Anhydroglukoseeinheit
enthalten, d. h. einen Substitutionsgrad von wenigstens 0,02 haben. Sie können z. B.
durch Erhitzung von Stärke mit wasserlöslichen Ortho-, Pyro-, Meta- oder Polyphosphaten erhalten
werden. Man kann auch Stärkephosphate benutzen, die durch Erhitzung von Stärke, Alkaliorthophosphaten
und Harnstoff, oder durch Erhitzung von Stärke, Phosphorsäure oder Pyrophosphorsäure — gegebenenfalls
mit anderen anorganischen Säuren vermischt — und Harnstoff hergestellt sind. Die Stärkephosphate
können in gereinigtem oder unreinem Zustand verwendet werden. Es können dabei sowohl
Mono- wie Diester gebildet werden. Im letzteren Falle tritt eine Vernetzung der Stärkemoleküle auf,
die so weit fortschreiten kann, daß die betreffenden Stärkephosphate wasserunlöslich werden. Diese unlöslichen
Stärkephosphate können für den vorliegenden Zweck nicht benutzt werden.
Salze von drei- oder mehrwertigen Metallen, Verfahren zur Herstellung von Papieren oder
Geweben mit hochwasserfesten Überzügen bzw.
Appreturen
Geweben mit hochwasserfesten Überzügen bzw.
Appreturen
Anmelder:
W. A. Scholten's Chemische Fabrieken N. V.,
Groningen (Niederlande)
Groningen (Niederlande)
Vertreter:
Dr.-Ing. A. ν. Kreisler, Dr.-Ing. K. Schönwald,
Dr.-Ing. Th. Meyer und Dr. J. F. Fues,
Patentanwälte, Köln 1, Deichmannhaus
Dr.-Ing. Th. Meyer und Dr. J. F. Fues,
Patentanwälte, Köln 1, Deichmannhaus
Als Erfinder benannt:
Geert Moes, Hoogezand;
Antonius Hendrik Zijderveld,
Veendam (Niederlande)
Geert Moes, Hoogezand;
Antonius Hendrik Zijderveld,
Veendam (Niederlande)
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 6. Juni 1961 (265 605)
welche mit den Stärkephosphaten unlösliche Verbindungen ergeben können, sind z. B. wasserlösliche
Aluminium-, Chrom-, Ferri-, Zirkonium-, Titan- und Stannisalze. Vorzugsweise werden Aluminiumsalze
angewendet, wie Aluminiumsulfat, -chlorid, -nitrat, -formiat und -acetat. Außer den normalen Salzen
können auch die wasserlöslichen basischen Salze und in dem Falle von Sulfaten auch Doppelsalze, die sogenannten
Alaune, angewendet werden.
Es gibt verschiedene Methoden, aus diesen Stärkephosphaten und wasserunlöslichen Salzen drei- oder
mehrwertiger Metalle unlösliche Schichten auf Träger zu bilden. Die vorzugsweise angewendete Methode
besteht darin, daß man den Träger zunächst mit einer Lösung des Stärkephosphates behandelt
und anschließend mit einer Lösung des Metallsalzes. Zwischen den zwei Behandlungen kann erwünschtenfalls
eine Trocknung erfolgen. Gegebenenfalls kann die Lösung des Metallsalzes auch eine hydrophobe
609 749/344
Substanz in emulgiertem Zustand enthalten, wodurch nicht nur wasserfeste, sondern auch wasserabstoßende
Eigenschaften erzielt werden. Dieses Resultat wird z. B. erreicht, wenn man das Trägermaterial mit
einer Aluminiumformiat enthaltenden Paraffin- oder Polyäthylenemulsion nachbehandelt.
Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung bringt man die beiden Komponenten, die das
unlösliche Salz bilden sollen, in Form einer gemeinsamen alkalischen oder ammoniakalischen Lösung
auf den Träger. Man benutzt hierbei die Eigenschaft einiger Salze drei- oder mehrwertiger Metalle, in
solchen Medien keine unlöslichen Stärkephosphate zu bilden. Wenn anschließend die alkalische Reaktion
durch Zusatz verdünnter Säure beseitigt oder der Ammoniak verdampft wird, so wird die unlösliche
Verbindung in situ auf dem Träger gefällt.
Das Verfahren gemäß der Erfindung kann auf zahlreichen Gebieten und zu verschiedenen Zwecken
angewendet werden, z. B. zum Appretieren von Textilmaterialien, zum Verdicken und Fixieren beim
Textildruck, in der Klebemittelindustrie, für die Oberflächenleimung von Papier und für die Herstellung
abwaschbarer Tapeten oder wasserfesten gestrichenen Papiers.
Das erfindungsgemäße Verfahren hat sich zur Herstellung von wasserfestem gestrichenem Papier
als besonders geeignet erwiesen. Zur Herstellung von gestrichenem Papier muß eine größere Menge eines
feinverteilten mineralischen Pigmentes mittels eines Bindemittels, z. B. auf Basis von Kasein, Soja-a-Protein
oder synthetischen Polymeren oder Stärke auf dem Papier gebunden werden. Wird das gestrichene
Papier im Offsetverfahren bedruckt, wobei die nichtbedruckten Teile mit Wasser benetzt werden, so muß
die aufgebrachte Schicht wasserfest sein. Bei ungenügender Wasserfestigkeit kann nämlich das Bindemittel
erweichen, wodurch das Pigment von dem ■Gummituch aufgenommen wird, was zur Folge hat,
daß der Druck schlecht ausfällt und die Maschine wiederholt zum Reinigen ausgeschaltet werden muß.
Einer der großen Nachteile der bisher angewendeten Bindemittel auf Stärkebasis, z. B. einer mit Säure,
Oxydationsmitteln oder Enzymen abgebauter Stärke, dextrinierter Stärke und Stärkeäther, ist, daß diese
Produkte sich im Gegensatz zu Kasein nicht durch eine einfache Behandlung wasserfest machen lassen.
In der Vergangenheit wurden den Produkten auf Stärkebasis verschiedene Reagenzien zugegeben, um
sie mehr oder weniger wasserfest zu machen, z. B. Harnstofformaldehydharze, Kaliumpyroantimonat
und Chromstearylchlorid. Tatsächlich machen diese Stoffe die Stärke gewissermaßen wasserfest, aber mit
der Anwendung der so erhaltenen Stärkeprodukte sind doch Nachteile verbunden. Ein Bindemittel für
gestrichenes Offsetpapier soll nicht nur eine gewisse Wasserfestigkeit aufweisen, sondern noch vielen
anderen Forderungen genügen, unter anderem mit Bezug auf die Wasserretention der hergestellten
Streichmasse, die Bindekraft des Bindemittels, die Markierung auf dem gestrichenen Papier und die
Plastizität der aufgebrachten Schicht. Die genannten Kombinationen herkömmlicher Stärkeprodukte mit
unlöslichmachenden Reagenzien versagen immer in einer oder mehreren Hinsichten.
Es wurde nun gefunden, daß das erfindungsgemäße Verfahren sich besonders zur Herstellung von wasserfestem
gestrichenem Papier eignet, und zwar insbesondere bei Anwendung der durch Erhitzung von
Stärke, Harnstoff und Orthophosphaten oder einer Phosphorsäure erhaltenen Stärkephosphate. Vorzugsweise
benutzt man für diese Anwendung Stärkephosphate mit einer scheinbaren Viskosität von 10 bis
1200 cP, gemessen mittels eines rotierenden Viskosimeters bei einem Schergefälle von 480SeL"1 an
einer 25 «/eigen Lösung bei 25° C. Es sind nicht nur die Theologischen Eigenschaften der mit solchen
ίο Stärkephosphaten hergestellten Streichmassen besonders
günstig, sondern auch die erreichte Wasserfestigkeit
ist sehr gut, während die drucktechnischen Eigenschaften des erhaltenen gestrichenen Papiers
praktisch nichts zu wünschen übriglassen.
Die Erfindung wird an Hand nachstehender Beispiele, in denen alle Mengen in Gewichtsteilen erwähnt
werden, erläutert.
so Kartoffelstärke wird in Gegenwart von 6% Phosphorsäure
und 15% Harnstoff während 1 Stunde auf 125° C erhitzt. Der so erhaltene Phosphorsäureester
der Stärke hat einen Substitutionsgrad von 0,08. Eine 25'%ige wäßrige Lösung dieses Esters besitzt
bei 25° C eine scheinbare Viskosität von 761 cP.
100 Teile des Stärkephosphates werden durch Kochen in 400 Teilen Wasser dispergiert. Ausgehend
von dieser Dispersion und einer Suspension, die 500 Teile Chinaclay und 1,5 Teile Natriumhexametaphosphat
in 500 Teilen Wasser enthält, stellt man eine Streichmasse her, die 40% Trockenmasse enthält.
Diese Streichmasse wird mit Hilfe einer Leimpresse auf halbgeleimtes holzfreies Offsetpapier aufgebracht,
wobei eine Verstärkung von 8 g/m2 erhalten wird. Das in dieser Weise erhaltene etwas feuchte
Papier wird auf der Leimpresse mit einer 5%igen Aluminiumsulfatlösung nachbehandelt. Das in dieser
Weise behandelte Papier besitzt nach Trocknung bei einer Temperatur von 110° C eine ausgezeichnete
bedruckbare Schicht äußerst großer Wasserfestigkeit.
Benutzt man anstatt des oben beschriebenen
Stärkephosphates eine dünnkochende Kartoffelstärke entsprechender Viskosität, so ist die Schicht nicht
wasserfest.
200 Teile Kartoffelstärke werden in einer Lösung von 39 Teilen NaH2PO4 · 2H2O in 250 Teilen Wasser
suspendiert. Nach 10 Minuten wird die Suspension abgenutscht und die Stärke an der Luft getrocknet.
Daraufhin wird die trockene Stärke während 3 Stunden auf 145° C erhitzt. Das in dieser Weise
erhaltene Stärkephosphat hat einen Substitutionsgrad von 0,11.
In ähnlicher Weise, wie in Beispiel 1 wird eine Streichmasse hergestellt, die 40 % Trockenmasse enthält
und 20% Stärkephosphat, bezogen auf den Chinaclay. Auf der Filzseite voll geleimten Ofisetpapiers
wird mit der Leimpresse eine Schicht bis zu einer durchschnittlichen Trockenverstärkung von
9 g/m2 aufgetragen. Die Schicht wird nach zwischenzeitlicher Trocknung mit einer 5%igen Lösung eines
basischen Aluminiumchlorids nachbehandelt. Die Wasserfestigkeit der in dieser Weise erhaltenen
Schicht wird mit dem sogenannten Fingerstreichversuch bestimmt und beträgt praktisch 100%. Die
Wasserfestigkeit einer in entsprechender Weise mit einer oxydierten Kartoffelstärke derselben Viskosität
hergestellten Schicht beträgt dagegen nur 70 %, was nicht genügt.
Eine Suspension von 585 Teilen Kreide in 355 Teilen Wasser versetzt man mit einer Dispersion, die
dadurch erhalten wurde, daß 20 Teile des im Beispiel 1 beschriebenen Stärkephosphates in 60 Teilen Wasser
aufgekocht werden. Das erhaltene Gemisch wird mit Hilfe einer Leimpresse auf ein Tapetengrundpapier
aufgetragen, worauf das Papier getrocknet wird. Das so erhaltene Papier wird auf der Leimpresse mit
einer 4 %igen Zirkonacetatlösung nachbehandelt. Die Wasserfestigkeit wird mit Hilfe eines »plynometre«
geprüft, eines Apparates, in dem das behandelte Papier zehnmal mit einem feuchten Schwamm abgewischt
wird. Aus der minimalen Menge losgeriebenem Pigment geht hervor, daß eine gute Wasserfestigkeit
erhalten wurde.
69 Teile NaH0PO,
IH2O werden in 250 Teilen
Wasser gelöst.
Dieser Lösung werden 180 Teile dünnkochende Maisstärke zugegeben und die so erhaltene Suspension
wird 10 Minuten gerührt. Die Suspension wird abgenutscht und die Stärke an der Luft getrocknet.
Anschließend wird die trockene Stärke während 3 Stunden bei einer Temperatur von 130° C in einem
Vakuumtrockenkasten erhitzt. Der Substitutionsgrad des so erhaltenen Esters beträgt 0,05. 15 Teile dieses
Stärkephosphates werden in 43,5 Teilen Wasser gelöst, indem sie 20 Minuten auf 85° C erhitzt werden.
Die Dispersion wird einer Suspension von 125 Teilen Chinaclay in 62,5 Teilen Wasser, in der
0,4 Teile Natriumhexametaphosphat gelöst sind, zugegeben. Die in dieser Weise erhaltene Streichmasse
wird mit mehreren Färbpigmenten angefärbt und darauf maschinell auf Tapetengrundpapier aufgetragen.
Unmittelbar, nachdem die Streichmasse aufgetragen ist, wird mit einer Spritze eine Aluminiumformiatlösung
auf das Papier vernebelt. Nach Trocknung erweist sich die Tapete als völlig wasserfest.
Ähnliche Ergebnisse werden erzielt, wenn für die Nachbehandlung Chromi- oder Ferrichlorid benutzt
wird.
Durch Erhitzung von Tapiokastärke in Gegenwart von 4 % Phosphorsäure, 1 % Schwefelsäure und 15%
Harnstoff während 1 Stunde auf 125° C wird ein Stärkephosphat mit einem Substitutionsgrad von 0,09
erhalten. Dieses Stärkephosphat wird in einer Konzentration von 10 % aufgekocht, und mit der in dieser
Weise erhaltenen Dispersion wird Baumwollgabardine bei 40° C auf dem Foulard appretiert.
Nach Trocknen bei 100° C wird das appretierte Tuch bei 50° C foulardiert durch eine verdünnte
Paraffinemulsion, die außer 2,5% Paraffin auch 1% Aluminiumformiat enthält. Das nach Trocknung bei
100° C erhaltene Tuch ist gut wasserabstoßend und äußerst waschbeständig.
Ein Stärkephosphat mit einem Substitutionsgrad von 0,02 wird durch Erhitzung eines Gemisches aus
dünnkochender Maisstärke und 5% Natriumtrimetaphosphat während einer Stunde bei 125° C hergestellt.
Eine 5%ige wäßrige Dispersion dieses Esters wird mittels einer Leimpresse auf die Oberfläche von Papier
aufgebracht. Das Papier wird getrocknet und anschließend mit einer 2%igen wäßrigen Stannichloridlösung
behandelt, die mittels einer Walze aufgebracht wird. Das Papier wird wieder getrocknet,
wobei ein Papier mit wasserfester Oberflächenleimung
erhalten wird.
Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung von Papieren oder Geweben mit hochwasserfesten Überzügen bzw.
Appreturen durch Oberflächenleimung oder Streichen bzw. Imprägnieren, mit wäßrigen,
gegebenenfalls pigmentierten Stärkederivatlösungen, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem jeweiligen Trägermaterial eine Schicht
gebildet wird, die aus einem oder mehreren wasserunlöslichen Salzen von an sich bekannten
Stärkephosphaten mit drei- oder mehrwertigen Metallionen besteht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stärkephosphat durch Erhitzen
von Stärke, Harnstoff und Alkaliorthophosphaten, Phosphorsäure oder Pyrophosphorsäure
erhalten wurde.
3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als dreiwertiges Metall
Aluminium eingesetzt wird.
4. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger zunächst mit
dem in Wasser gelösten Stärkephosphat behandelt und, nachdem man gegebenenfalls zwischenzeitlich
getrocknet hat, anschließend mit einer wäßrigen Lösung eines Salzes eines drei- oder mehrwertigen
Metalls nachbehandelt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Lösung des Salzes
eines drei- oder mehrwertigen Metalls hydrophobe Substanzen, z. B. Paraffin und/oder Polyäthylen,
emulgiert enthält.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß beim Streichen von Papier
ein Stärkephosphat verwendet wird mit einer scheinbaren Viskosität von 10 bis 1200 cP, gemessen
mittels eines rotierenden Viskosimeters bei einem Schergefälle von 480 sek.-1 an einer
25 %igen Lösung bei 25° C.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 851180;
britische Patentschrift Nr. 812 339.
Deutsche Patentschrift Nr. 851180;
britische Patentschrift Nr. 812 339.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL265605 | 1961-06-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1231540B true DE1231540B (de) | 1966-12-29 |
Family
ID=19753077
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH31585A Pending DE1231540B (de) | 1961-06-06 | 1962-06-05 | Verfahren zur Herstellung von Papieren oder Geweben mit hochwasserfesten UEberzuegen bzw. Appreturen |
Country Status (7)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3269855A (de) |
| BE (1) | BE618620A (de) |
| CH (1) | CH438002A (de) |
| DE (1) | DE1231540B (de) |
| ES (1) | ES278259A1 (de) |
| GB (1) | GB1003324A (de) |
| NL (2) | NL128535C (de) |
Families Citing this family (10)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1207387A (en) * | 1967-10-31 | 1970-09-30 | Scholten Res N V | Improvements in and relating to remoistenable pregummed products |
| US3854981A (en) * | 1969-04-05 | 1974-12-17 | Bayer Ag | Process for embedding or enveloping solid materials |
| DE2363164C3 (de) * | 1973-12-19 | 1981-09-03 | Hoechst Ag, 6000 Frankfurt | Papier zum Umwickeln von Kabelseelen und Verfahren zu seiner Herstellung |
| NL8700330A (nl) * | 1987-02-11 | 1988-09-01 | Avebe Coop Verkoop Prod | Werkwijze voor het watervast maken van zetmeelbindmiddelen. |
| DE19859123C1 (de) * | 1998-12-21 | 2000-03-16 | Eisu Innovative Ges Fuer Techn | Stärke-phosphate, Verfahren zu deren Herstellung sowie deren Verwendung |
| DE10325535B4 (de) * | 2003-06-04 | 2007-02-22 | Mühle Rüningen GmbH & Co. KG | Papierleimungsmittel und Verfahren zu dessen Herstellung sowie dessen Verwendung |
| US8840760B2 (en) * | 2009-10-02 | 2014-09-23 | Oriol Gracia Grandia | Method for the chemical treatment of starch for applying in sheets of paper |
| CN110066347A (zh) * | 2019-05-23 | 2019-07-30 | 齐齐哈尔大学 | 一种草酸/磷酸/氨基甲酸淀粉酯的制备方法 |
| CN113529465A (zh) * | 2021-08-20 | 2021-10-22 | 江苏硕茂苏彩新材料有限公司 | 一种可降解离型纸及其制备工艺 |
| CN114106775B (zh) * | 2021-10-29 | 2022-10-14 | 江西省龙海化工有限公司 | 一种水性铝浆研磨剂及其制备方法和应用 |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE851180C (de) * | 1943-12-05 | 1952-10-02 | Diamalt Ag | Verfahren zur Herstellung eines Staerkeproduktes aus Kartoffelstaerke |
| GB812339A (en) * | 1955-08-15 | 1959-04-22 | Int Minerals & Chem Corp | Improvements in or relating to process for the preparation of starch phosphates |
Family Cites Families (10)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2132527A (en) * | 1936-02-03 | 1938-10-11 | Stein Hall & Co Inc | Water-resistant fabric |
| US2230656A (en) * | 1936-08-29 | 1941-02-04 | Scholler Brothers Inc | Stable waterproofing composition |
| BE482763A (de) * | 1947-05-30 | |||
| US2565686A (en) * | 1948-09-16 | 1951-08-28 | Johnson & Son Inc S C | Fabric-treating composition and method of preparation |
| US2993041A (en) * | 1957-01-31 | 1961-07-18 | Int Minerals & Chem Corp | Alkali-metal phosphate-modified starches |
| US3038895A (en) * | 1957-12-06 | 1962-06-12 | Nat Starch Chem Corp | Water-dispersible, partially substituted derivatives of amylose |
| US3081199A (en) * | 1959-10-06 | 1963-03-12 | Staley Mfg Co A E | Modified starch product for coating cellulosic webs |
| US3144298A (en) * | 1959-10-27 | 1964-08-11 | American Maize Prod Co | Method of treating cellulosic materials and product thereby formed |
| US3069411A (en) * | 1960-04-14 | 1962-12-18 | Penick & Ford Ltd Inc | Modification of starch with phosphates and amides |
| US3093504A (en) * | 1960-04-28 | 1963-06-11 | Harold E Bode | Process for sizing textiles and the disposition of sizing wastes therefrom |
-
0
- NL NL265605D patent/NL265605A/xx unknown
- NL NL128535D patent/NL128535C/xx active
-
1962
- 1962-05-31 US US198703A patent/US3269855A/en not_active Expired - Lifetime
- 1962-06-05 ES ES278259A patent/ES278259A1/es not_active Expired
- 1962-06-05 GB GB21664/62A patent/GB1003324A/en not_active Expired
- 1962-06-05 CH CH677462A patent/CH438002A/de unknown
- 1962-06-05 DE DESCH31585A patent/DE1231540B/de active Pending
- 1962-06-06 BE BE618620A patent/BE618620A/nl unknown
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE851180C (de) * | 1943-12-05 | 1952-10-02 | Diamalt Ag | Verfahren zur Herstellung eines Staerkeproduktes aus Kartoffelstaerke |
| GB812339A (en) * | 1955-08-15 | 1959-04-22 | Int Minerals & Chem Corp | Improvements in or relating to process for the preparation of starch phosphates |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1003324A (en) | 1965-09-02 |
| NL128535C (de) | 1900-01-01 |
| NL265605A (de) | 1900-01-01 |
| ES278259A1 (es) | 1963-01-16 |
| CH438002A (de) | 1967-06-15 |
| US3269855A (en) | 1966-08-30 |
| BE618620A (nl) | 1962-10-01 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2521890C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Schmelzleim auf Cellulosebasis | |
| DE1696265A1 (de) | Verfahren zum Herstellen von nassfestem gestrichenen Papier | |
| DE1231540B (de) | Verfahren zur Herstellung von Papieren oder Geweben mit hochwasserfesten UEberzuegen bzw. Appreturen | |
| DE1571188C3 (de) | Verfahren zum Auftragen wasserfester Stärkeschichten auf einen Träger | |
| DE1298406B (de) | Verfahren zur Herstellung einer Papierstreichmasse auf Eiweissbasis | |
| DE585063C (de) | Verfahren zur Herstellung von UEberzuegen auf Papier | |
| DE2648453A1 (de) | Verfahren zur depolymerisation von staerke durch bestrahlung und die dabei erhaltenen produkte | |
| DE883344C (de) | Verfahren zum Haerten von Eiweissstoffen | |
| DE2026963B2 (de) | Verfahren zur herstellung eines papieres oder einer folie unter verwendung eines weisspigmentes | |
| DE599488C (de) | Verfahren zur Herstellung von verpressbaren Materialien und Presskoerpern daraus | |
| AT250772B (de) | Verfahren zur Herstellung einer wasserfesten Schicht auf einem Träger | |
| DE1238432B (de) | Verfahren zum Appretieren von Cellulosematerialien | |
| AT260678B (de) | Verfahren zur Veredelung von Fasermaterialien | |
| DE685839C (de) | Verfahren zur Herstellung von Stoffen, wie Kunstleder, Ballonstoffe o. dgl. | |
| DE722783C (de) | Verfahren zur Behandlung von Pflanzengummi | |
| EP0607194B1 (de) | Verfahren zur herstellung stabilisierter stärke | |
| DE1210112B (de) | Verfahren zur Herstellung hydratisierter Calciumsilicat-Produkte | |
| DE857184C (de) | Verfahren zur Herstellung von Appretur- und Schlichtestaerken | |
| DE626542C (de) | Verfahren zum Herstellen abwaschbarer Tapeten | |
| DE1635559A1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines direkt an die Wand anklebbaren Tapetenpapiers | |
| DE547421C (de) | Verfahren zur Herstellung von Staerkeabbauprodukten | |
| DE69201055T2 (de) | Ausrüstungs-zusammensetzung. | |
| DE923157C (de) | Aufkleben von Leder beim Klebetrocknungsverfahren | |
| AT273659B (de) | Verfahren zur Herstellung eines naßfesten gestrichenen Papieres | |
| DE957835C (de) | Verfahren zum Bedrucken von Gewebe aus kieselsäurehaltigen Fasern und Druckpaste hierfür |