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DE1619289A1 - Dampfdurchlaessiges Folienmaterial - Google Patents

Dampfdurchlaessiges Folienmaterial

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Publication number
DE1619289A1
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
urethane polymer
solvent
substrate
polymer
urethane
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19671619289
Other languages
English (en)
Inventor
Takehiko Fujimoto
Takayuki Nagashima
Masaya Tomikawa
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sanyo Chemical Industries Ltd
Original Assignee
Sanyo Chemical Industries Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sanyo Chemical Industries Ltd filed Critical Sanyo Chemical Industries Ltd
Publication of DE1619289A1 publication Critical patent/DE1619289A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N3/00Artificial leather, oilcloth or other material obtained by covering fibrous webs with macromolecular material, e.g. resins, rubber or derivatives thereof
    • D06N3/12Artificial leather, oilcloth or other material obtained by covering fibrous webs with macromolecular material, e.g. resins, rubber or derivatives thereof with macromolecular compounds obtained otherwise than by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds, e.g. gelatine proteins
    • D06N3/14Artificial leather, oilcloth or other material obtained by covering fibrous webs with macromolecular material, e.g. resins, rubber or derivatives thereof with macromolecular compounds obtained otherwise than by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds, e.g. gelatine proteins with polyurethanes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G18/00Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates
    • C08G18/06Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen
    • C08G18/83Chemically modified polymers
    • C08G18/84Chemically modified polymers by aldehydes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Synthetic Leather, Interior Materials Or Flexible Sheet Materials (AREA)

Description

PATENTANWÄLTE 161 92b 9
PR-MOLLER-BORe-DlPU-ING-GRALFS
DR. MANITZ ■ DR. DEUFEL
8 MÖNCHEN 22, ROBERT-KOCI+-STR. 1 TELEFON 225110 -
ft Mai 1967
D/R S 688
SANYO CHEMICAL INPUStERIES1 LTD., Kyoto, Japan
Dampfdurchlässiges Folienmaterial
Beanspruchte Priorität: Japan vom 7. Hai 1966 ETr. 29050/66
Die Erfindung betrifft verbesserte luft- und daiapfdurchs lässige Kunstleder sowie ein Verfahren zur Herstellung von Kunstleder mit einem dreidimensional verhe tzten Urethanpolynieren darin· ;
Ea istf solion „bekannt, dampfdurchlässiges Kunstleder herzustellen, indem eine geeignete fasrife Unterlage mit einer Lösung eines synthetischen Polymerisats in einem organischen LÖeungsmittel, das ein Niohtlösunggniiiktel für die Unterlage
iet, imprägniert oder beschichtet wird, das organische Lösungsmittel von der Unterlage durch Behandlung derselben mit einer inerten Flüssigkeit, wie Wasser, die ein Nicht« lösungsmittel für das Imprägnierungsmittel und die Unterlage ist und mit dem organischen Lösungsmittel für das Imprägnierungsmittel mischbar ist, extrahiert wird und dann getrocknet wird. Ein Urethanpolymeres wird als günstigstes derartiges Polymeres vom Standpunkt des. Griffes und der physikalischen Eigenschaften betrachtet und wurde kommerziell für Kunstleder, insbesondere für Schuhoberleder, wichtige
Ein Nachteil des so erhaltenen Leders besteht jedoch darin, dass es sohlechte Lösungsmittelbeständigkeit und Elastizität und sohlechte dynamisch-physikalische Eigenschaften aufweist, da das in Jform einer Lösung verwendete Urethanpolymere eine praktisch lineare Struktur, und keine vernetzte Struktur hat· Wenn ein derartiges Urethanpolymeres vernetzt ist, ist es unlöslich oder nur schwer in irgendeinem Lösungsmittel zu lösen, und das Aufbringen auf die fasrige Unterlage wird unmöglich.
Ein weiterer grosser Naohteil besteht darin, dass das obige bekannte Kunstleder schlechte Durchlässigkeit hat. Die
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Methode der Bildung eines mikroporösen Überzugs auf der Unterlage umfasst gewöhnlich das Überlappen mehrerer dünner Schichten des Urethanpolymeren durch wiederholten Auftrag der Polymerlösung auf die zuerst hergestellte mikroporöse Schicht, nämlich die Wiederholung der obigen Arbeitsweise einschliesslich des Aufbringens des Polymeren, der Extraktion des Lösungsmittels und des Trocknens, und das Versehen der so erhaltenen Folie mit einer Deckschicht aus einem pigmentierten Gemisch verschiedener Polymerer. Bei diesen Stufen wird die vorher erzeugte mikroporöse Struktur durch Angriff durch "das Lösungsmittel der Polymerlösung, die als nächste oder als Deckschicht aufgebracht wird, geschädigt oder zer~ stört»
Es wurden einige erfolglose Versuche unternommen, diese Nachteile zu überwinden· Zu früheren Versuchen gehören Me= thoden, wobei ein Dimeres von organischem Diisocyanat oder ein Äthylenlmin in der Polyurethanlösung verteilt und das Gemisch nach Aufbringen auf die Unterlage zur Vernetzung des Urethanpolymeren auf der Unterlage erhitzt wird, sowie Methoden, wobei das Urethanpolymere mit Doppelbindungen im Molekül durch Erhitzen nach Aufbringen auf eine Unterlage vernetzt wird. Diese Verfahren weisen jedoch Probleme be-
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züglich der Stabilität der Polymerlösung, der gleichraässigen Verteilung der Vernetzungsmittel» der Behandlungsbedingungen und dergleichen auf und haben auch den Nachteil, dass sie «ehr kostspielig sind. Daher wurden solche Methoden bis jβtut nicht in die technische Praxis umgesetzt.
Ziel der Erfindung ist daher ein Verfahren zur Herstellung Von Kunstleder mit verbesserter LÖsungsmittelbeständigkeit und anderen verbesserten physikalischen Eigenschaften, sowie eine leichte Methode zur Vernetzung des Urethanpolymeren auf der Unterlage ohne Schädigung der mikroporösen Struktur. Andere Ziele und Vorteile der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung ersichtlich*
Biese Ziele werden durch das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung eines dampfdurchlässigen Kunstleders erreicht, indem eine fasrige Unterlage mit einer Lösung eines praktisch linearen Urethanpolymeren in einem organischen Lösungsmittel, das ein Nichtlösungsmittel für die Unterlage ist, beschichtet und das organische Lösungsmittel aus der beschichteten Unterlage durch Behandlung derselben mit einer inerten Flüssigkeit, welche ein Nichtlösungsmittel für das Polymere und die Unterlage ist und mit dem organischen Lö-
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sungsraittel für das Polymere mischbar ist» extrahiert wird, wobei sich das Verfahren dadurch auezeichnet, dass bei irgendeiner Stufe auf das Urethanpolymere wenigstens ein niederer Aldehyd und/öder Formaldehydderivat mit wenigstens zwei Resten der allgemeinen Formel:
N(GH2OR)n,
worin R Wasserstoff oder Methyl bedeutet und η 1 oder 2 darstellt, und ein Katalysator angewandt wird und die beschichtete Unterlage während oder nach der Extraktionsstufe erhitzt wird,
Das Urethanpolymere, das Lösungsmittel für das Polymere, die fasrige Unterlage und die inerte Flüssigkeit für die Extraktion, die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden, können diejenigen sein, wie sie bei irgendeinem bekannten Verfahren angewandt werden. Sie Bind z.B. ausführlioh in der USA-Patentschrift 3 000 757 beschrieben.
Beispiel· der Ur®thanpolymeren sind ein praktisch lineares Folymtrt·! das durch gleichzeitig·« Vermisohen eines organischen Diisocyanate, eines hochmolekularen Glykole mit
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einem Molekulargewicht von 500 bis 3000 und eines Ketten-Verlängerungsmittels mit zwei funktioneilen Gruppen erhalten ist, oder ein lineares Polymeres, das durch Kettenverlängerung eines Vorpolymeren mit endständigen NCO-Gruppen (hergestellt durch umsetzung des hochmolekularen Glykole mit einem molaren Überschuss an organischem Diisocycanat) mit dem Kettenverlängerer erhalten ist· Das Vorpolymere kann auch durch Umsetzung des organischen Diisocyanate mit einem molaren über= sohuss an hochmolekularem Glykol und anschliessendes Umsetzen des erhaltenen Produktes mit weiterem organischen Diisocyanat erhalten werden. GewUnsentenfalls kann ein Gemisch des linearen Polymeren und eines thermoplastischen Harzes, wie Polyvinylchlorid, Polyvinylacetat, Acrylharze und dergleichen, verwendet werden.
Die hochmolekularen Glykole sind beispielsweise Polyalkylenätherglykole, wie Polypropylenätherglykol, Polytetra~ methylenätherglykol, Polyoxyäthylenoxypropylenätherglykol und Gemische davon, und Polyesterglykole, wie das Umsetzungsprodukt eines Diols, wie Äthylenglykol, Propylenglykol, Butylenglykol und desgleichen, mit einer Dicarbonsäure, wie Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Terephthalsäure, Phthalsäure und dergleichen, ein Polymerisationeprodukt eines Laotone, wie Oaprolaoton, Butyrolaoton und dergleichen, und. G toils oh· davon.
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Me organischen Diieocyanate sind z„B. aliphatisch^, cycloaliphatische und aromatische Diisocyanate, wie Hexamethylen-, Cyclohexylen», 2,4~5olylen-, 2,6-!£olylett-, Xylylen-, Dipheny!methan-, Phenylen-, Naphthalin- und Bitolylendiisocyanate und Gemische davon, wie ein 8Oi20-Gemiech von 2,4- und 2,6~!Fölylendiisoeyan&t.
Sie Kettenverlangerer sind diejenigen Verbindungen mit zwei funktionell en Gruppen, welche aktiven 'Vasserstoff aufweisen, wie Wasser, Hydrazin, Diamine, wie Äthylendiamin, Piperazin, Phenylendiamin und dergleichen, Alkanolamine, wie Monoäthanolamin, Monopropenolamin, Diele, wie Äthylenglykol, Butylenglykol, Bisphenol-Ä, ein Reaktioneprodukt von Hydroehinon oder iPerephthalgitis© asit Ithyl^noxyden und dergleichen, Aminosäurenf Hydroxysäuren und Gemische davon·
Die Lösungsmittel für das TTretäanpolymere, wie sie in der Erfindung verwendet werden, sind z.B. Methyläthylketon, Tetrahydrofuran, N,N'-Dimethylformamid, UjN'-Dimethylacetamid, Dime thy Isulfoxyd, und Gemische davon· Sie werden vorzugsweise im Verfahren zur Herstellung des ürethanpolymeren zugefügt, doch ist es auch möglich, ein getrennt hergestelltes Polymeres im Lösungsmittel zu lösen·
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Die fasrigen Unterlagen sind z.B. gewobene, ungewobene oder gewirkte Ware und Filze, die aus Polyamiden, Polyestern, Viskosekunstseide oder -Zellwolle, Wolle, Baumwolle, Glas und Gemischen davon hergestellt sind.
Die inerten Flüssigkeiten,* die zur Extraktion des oban erwähnten Lösungsmittels in der Erfindung verwendet werden, sind z.B. Wasser, Glykolmonoäthyläther, Hydroxyäthylacetat, Äthylenglykol, Glycerin und Gemische davon« Wasser ist am meisten bevorzugt.
Die niederen Aldehyde, die zur Vernetzung des TJrethanpolymeren in der Erfindung verwendet werden, sind z.B. Form- " aldehyd, Acetaldehyd, Glyoxal und Gemische davon. Die Formaldehydderivate mit wenigstens zwei Resten der allgemeinen Formel N(CH2OR)n, worin H und η die oben angegebenen Bedeutungen besitzen, sind z.B. Methylolharnstoff, Methylolmelamin, Harnstoff harz, Melaminharz, Dicyandiamid-Formaldehydharz, Dimethyloladipineäurediamid, Dimethylolbutandiolurethan, Dimethyloläthylenharnstoff, Dimethylolhydroxyäthylenharnstoff, Tetramethylolacetylenharnstoff, Dimethyloltriazon, HexamethyIo!melamin und Methyläther davon.
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Der Katalysator wird in der Erfindung in katalytischer Menge zur Beschleunigung der Umsetzung des Yernetzungemittels mit den Urethangruppen oder Harnstoffgruppen im Urethanpolymeren eingesetzt· Beispiele des Katalysators sind anorganische Säuren, wie Chlorwasserstoffsäure, ihosphorsäure, organische Säuren» wie Essigsäure, Oxalsäure, Aminsalze, wie Hydrochloride von Mono- und Dialkylaminen, anorganische Salze, wie Magnesiumchlorid, Zinknitrat, Natriumhydrogensulfat, Natriumäthyleulfat, Bariumäthylsul=· fat» Ammoniumsalze, wie Ammoniumchlorid und Gemische davon. Zinknitrat wird bevorzugt.
Brfindungsgemäss kann das Vernetzungsmittel auf das Urethan-= polymere bei irgendeiner Stufe der Herstellung des Kunstleders angewandt werden. Die Anwendung wird in der Praxis durchgeführt, indem beispielsweise das Mittel zur UrethanpolymerlBsung vor deren Aufbringen auf die Unterlage zugefügt wird, indem das Mittel auf die Unterlage aufgebracht wird, bevor sie mit der Urethanpolymerlösung beschichtet wird, indem das Mittel zur inerten Flüssigkeit für die Extraktion zugesetzt wird, so dass sich das Mittel auf dem Ur«thanpolytt«rUberzug niederschlägt oder in den Urethanpolymerübersug auf der Unterlage eindringt, indem eine Lb*- cisng des Mittels auf die mit dem Urethanpolymeren besohioh»
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töte Unterlage aufgesprüht wird oder indem die Unterlage, welche mit dem TJrethanpolymeren beschichtet ist, in ein getrennt hergestelltes Bad getaucht wird, worin das Vernetzungsmittel enthalten ist.
Bevorzugt ist die Methode der Zugabe des Mittels zur inerten Flüssigkeit für die Extraktion unter Bildung einer 1- bis 50#igea Lösung, sowie die Methode der getrennten Bereitstellung eines Bades der Lösung von Vernetzungsmittel in einer Konzentration von 1 Ms 50 $>, wobei Wasser als Lösungsmittel besonders bevorzugt ist, worin dann die beschichtete Unterlage getaucht wird»
Der Katalysator wird ebenfalls in der gleichen Weise angewandt, wird jedoch gewöhnlich zusammen mit dem Vernetzungs mittel eingesetzt.
Wenn das Urethanpolymere lediglich mit dem Vernetzungsmittel in Kontakt gebracht oder damit gemischt wird, erfolgt nur geringe Vernetzung, Daher erfordert das erflndungsgemässe Verfahren eine Erhitzungsstufe während oder nach der Bxtraktionsetufe, um das Vernetzungsmittel mit dem Urethanpolymeren umzusetzen. Di« Vernetzungsreaktion wird im allgemein« nach dtr Extraktionsatufβ duroh Erhitzen der besohiohteten Unter«
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lage auf 80 bis 25O0O, vorzugsweise 100 bis 1600C, mit heisser Luft, Strahlungswärme oder Hochfrequenzheizung, durchgeführt. Sie Vemetzungsreaktion kann auch erfolgen, indem die inerte Flüsigkeit für die Extraktion erhitzt wird, wenn das Vernetzungsmittel und der Katalysator vor oder während der Rxtraktionsstufe angewandt werden·
Der Grad der Vernetzung des Urethanpolymeren kann in weitem Umfang variiert v/erden, doch hat eine übermässige Vernetzung eher einen schlechten Einfluss auf das Kunstleder. Die bevorzugte Menge an Vernetzungsmittel, wie es auf das Polymere angewandt wird, beträgt 0t5 bis 5 Gew.#, bezogen auf das Urethanpolymere.
Das erfindungsgemässe Verfahren kesm zweimal oder öfter wiederholt werden, um ein mehrschichtiges Kunstleder von irgendeiner gewünschten Dicke zu erhalten.
Mit Ausnahme des Aufbringene des Vernetzungemittels ( und des Katalysators) unä der anschliessenden Wärmebehandlung kann das erfindungsgemässe Verfahren in der gleichen Weise wie herkömmliche Arbeitsweisen durchgeführt werden. Diese sind z.B* ausführlich in den USA-Patentschriften 3 000 und 3 967 482 beschrieben«.
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So wird z.B. die Unterlage mit der oben erwähnten Urethanpolymerlösung beschichtet· Die Beschichtung kann durch Aufspritzen, Rakelauftrag, Walzenauftrag, Gieösen, Bürsten, Tauchen und dergleichen erfolgen» Das Wort "Beschichtung1*, wie es-hier angewandt wird, soll alle diese Arbeitsweisen bedeuten, durch welche das Polymere auf die Unterlage aufgebracht wird. Die beschichtete Unterlage kann manchmal einer wasserdampf haltigen Atmosphäre ausgesetzt werden. Dann wird die beschichtete Unterlage mit der oben erwähnten inerten Flüssigkeit, wie Wasser, gewaschen, um das Lösungsmittel für das Urethanpolymere zu entfernen, und getrocknet. Diese Arbeitsgänge können zweimal oder öfter wiederholt werden« Auf diese Weise erhaltene Kunstleder werden vorzugsweise gefärbt oder poliert und mit einer Oberflächenveredelung versehen, um ihren Griff und ihr Aussehen zu verbessern.
Das nach dem erflndungsgemässen Verfahren erhaltene Kunstleder hat gute Durchlässigkeit, Lösungsmittelbeständigkeit und mechanische physikalische Eigenschaften.
Die Effekte der vorliegenden Erfindung verglichen bezüglich der physikalischen Eigenschaften von mikroporösen Urethanfolien vor und nach Behandlung mit einem Vernetzungsmittel sind in Tabelle I gezeigt« -Diese Folien wurden durch Ausbreiten
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jeder TJrethanlösung auf einer Glasplatte, so dass sich eine einheitliche Sicke (0,3 mm) ergab, Zusammenbringen mit Dampf und Wasser zur Extraktion des Lösungsmittels,' und Trocknen hergestellt. Weiter wurde eine der Folien in ein Bad getaucht, das durch Zugabe einer katalytischen Menge von Zinknitrat zu einer 10bigen wäßrigen Lösung des in Tabelle I gezeigten Vernetzungsmittels hergestellt war, nachdem die Lösungsmittelextraktion erfolgt war, und 5 Minuten auf 1500C erhitzt« In der Tabelle ist das Urethanpolymere A eine 30#ige Lösung von Urethan-Harnstoffpolymerem in Dimethylformamid, das durch Timsetzung von Polyoxypropylenglykol mit einem Molekulargewicht von 950, Diisocyanat und Phenylendiamin erhalten war, und das Urethanpolymere B ist eine 25$ige Lösung von Urethanpolymerem, das aus Polyester (hergestellt aus Adipinsäure und Butyl englykol), Mphenylmethandiisooyanat und Butylenglykol erhalten war.
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, . "'.... BAD OBIGIHAL
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Tabelle I TJrethanpolymeres A Urethanpolymeres B
unbehan- behandelt delt mit Dimethylol- äthylenharnstoff unbehan.'- behandelt delt nit Dimethyloläthylenharnstoff
Zugfestigkeit 20,2 (kg/cm2)
23,0 26,3
28,0
Dehnung
250
100 5$ Modul 9,6 (kg/cm2)
220
11 380 6,5
330 6,6
Zerreißsfestig- 9,5
keit
(kg/cm)
9,6 10,0
10,2
Flächenabnutzung (mal)
7500
11000 9050
13500
Knickabnutzung
öewiohtsver- ^ *
minderung
(mg)
2,6 3,0
2,5
Diokevermindtrung
0,50
Mikroporoeität gut
0,44
löiliohkeit vollatän- gequollen in Dimethyl- dig ISs- und unlöeforaasid lioh Xioh
gut
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■-. 14 0,6
0,3
volletSn- gequollen* dig IQs- und unlöslich lioh
gut
gut
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Wie sich aus der obigen Tabelle ergibt, haben die nach dem erfindungsgemässen Verfahren vernetzten Folien eine höhere Reissfestigkeit und Abriebfestigkeit als die unbehandelten Folien und sind in Dimethylformamid vollständig unlöslich. Ausserdem wird ihre mikroporöse Struktur während der Vernetzung nicht geschädigt.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, ohne sie zu beschränken.
Beispiel 1
Ein Urethanpolymeres, das aus Polyoxypropylenglykol vom durchschnittlicher. Molekulargewicht 970, Dipheny!methandiisocyanat und Phenylendiamin hergestellt war, wurde in Dimethjrlformamid zu einer 30$igen Lösung mit einer Viskosität von 9000 cP bei 20°C gelöste Die lösung wurde auf ewei Glasplatten so ausgebreitet, dass sich eine Dicke von 2 mm ergab, und in flieseendem Wasser zur Extraktion des Lösungsmittels stehengelassen. Eine der so erhaltenen Folien wurde in ein Bad getaucht, das durch Zugabe einer kleinen Menge von Ammoniumchlorid zu einer wäßrigen !Oxigen Formaldehydlösung hergestellt war, abgezogen und 15 Hinuten auf 14O0C erhitzt· Die unbehandelte Folie löste sich schnell in
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Dimethylformamid, während die vernetzte Folie unlöslich und mikroporös war.
Beispiel 2
Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei jedoch ein Bad verwendet wurde, das 4 fi Dimethyioläthylenhamstoff und 0,6 # 2inknitrat enthielt. Die Folie war vollständig unlöslich«
Beispiel 3
Eine Lösung, die 25 $> Urethanpolymeres mit «iner Viskosität von 13000 cP bei 200C aufwies, wurde durch Umsetzung eines Polyesters vom durchschnittlichen Molekulargewicht 1000 (gebildet aus Adipinsäure und 1,4-Butylenglykol) mit Diphenylmethandiisooyanat und 1,4-Butylenglykol in Dimethylformamid hergestellt. Die Folien wurden in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 hergestellt. Die vernetzte Folie war vollständig unlöslich in Dimethylformamid, Dimethyleulfoxyd und Tetrahydrofuran, ohne dass die Mikroporosität geschädigt wurde. Die unbehandelte Folie löste sich dagegen in diesen lösungsmitteln.
Beispiel 4
Eine Lösung, die 25 # Urethanpolymeres mit einer Viskosität von 25000 cP bei 200G enthielt, wurde durch Oaeetrung eines
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Polyester» vom durchschnittlichen Molekulargewicht 1000 (gebildet durch Polymerisation von £~>Caprolacton unter Verwendung von Äthylenglykol als Ausgangsmaterial) mit Biphenylmethandiisocyanat und 1,4-Butylenglykol in Dimethylformamid hergestellt» Es wurden zwei Folien in der gleichen Weise wie in Beisipiel T hergestellt. Eine davon wurde in eine wäßrige lösung getaucht, die 6 i> Dimethyloläthylenharnstoff und 0,6 ^ Zinknitrat enthielt, mit Filterpapier abgewischt und 5 Hinnten auf 1500G erhitzt. Sie Folie war in Dimethylformamid, Dimethylsulfoxyd und Diäthylformamid unlöslich.
Bei den Prüfungen auf Abriebfestigkeit dieser Folien mit einem üblichen Normprüfgerät betrug der Wert für die unbehan^elte Folie 213400 mal und derjenige für die behandelte folie-,50500 mal. ^
-&ms · - ■ ■ ■ . "
B ft 1 spie 1 5 ..- - - - " ■ ■■- ■-- "■ - " ■
Eine gut genadelte Honwoven-Ware, die aue Nylon und Polyester bestand, wurde mit einer 20^igen lösung dee Urethan« polymeren imprägniert, die durch Verdünnen der lösung von Beispiel 4 mit Dimethylformamid hergestellt war, und mit fliteeende» Wasser mtir Extraktion des Lösungsmittels behan-
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delt. Die Folie wurde in zwei Teile geschnitten. Einer davon wurde in eine wäßrige lösung getaucht, die 5 Tetramethylolacetylendiharnstoff und 0,5 ia Zinknitrat enthielt, mit einer Mangel ausgequetscht und 10 Minuten auf 1400C erhitzt» Auf die so. behandelte Unterlage wurde die Lösung des Urethanpolymeren von Beispiel 3 aufgebracht, mit fllessendem Wasser behandelt, in das obige Bad getaucht und in der gleichen Weise wie oben erhitzt.
Auf das andere Stück wurde die Lösung des Urethanpolymeren von Beispiel 3 aufgebracht, und dann wurde mit messendem Wasser behandelt und zum Trocknen erhitzt.
Die vernetzte Folie wurde mit der nicht vernetzten Folie hinsichtlich der physikalischen Eigenschaften verglichen. Die vernetzte Folie war in Dimethylformamid vollständig unlöslich und hatte grössere Elastizität und mechanische Festigkeit als die unvemetzte Folie· Ausserdem wurde die mikroporöse Struktur bei der unvernetzten Folie teilweise zerstört, während sie bei der vernetzten Folie vollkommen war»
Der Kniokabrieb naoh 500maligem Reiben unter einer Last von 454 g wurde mit den üblichen NormprUfer gemessen. Die
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Ergebnisse sind in !Tabelle ZI zusammengefasst.
Tabelle II Knickabrieb nicht vernetzt vernetzt
Gewichtsverminderung (mg) 4,0 3»0
Dickenverminderung (mg) 0,16 0,14
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Claims (1)

  1. J6J9289
    Patentansprüche
    „ Verfahren zur Herstellung von dampfdurchlässigem Kunstleder durch Beschichten einer fasrigen Unterlage mit einer lösung eines praktisch linearen Urethanpolymeren in einem organischen Lösungsmittel, das einUicht™ lösungsmittel für die Unterlage ist, und Extraktion des organischen Lösungsmittels aus der beschichteten Unterlage durch Behandlung derselben, mit einer inerten Flüssigkeit, welche ein Hichtlösungsmittel für das Urethanpolymere und die Unterlage, jedoch mischbar mit dem organischen Lösungsmittel für das Urethanpolymere ist, dadurch gekennzeichnet, dass man bei irgendeiner Stufe auf das Urethanpolymere wenigstens einen niederen Aide» hyd und/oder ein Formaldehydderivat mit wenigstens zwei Resten der allgemeinen Formel!
    N(OH2OR)n
    worin R Wasserstoff oder Methyl bedeutet und η die Zahl 1 oder 2 darstellt, und einen Katalysator anwendet, und die erhitzte Unterlage nach oder während der Extrakt! ons stufe erhitzt«
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    2„ Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das Vernetzungsmittel und den Katalysator auf die Urethanpolymerbeschichtung auf der Unterlage anwendet, die sich aus der Lösungsmittelextraktion ergibt, und auf 80 bis 2500O erhitzt.
    3« Kunstleder, enthaltend eine fasrige Unterlage und in haftendem Kontakt damit eine dampfdurchlässige mikroporöse Urethanpolymerbeschichtung, die gegen organische Lösungsmittel beständig ist, wobei das Urethanpolymere im Überzug mit einem Vernetzungsmittel vernetzt ist» das mindestens ein niederer Aldehyd und/oder ein Formaldehydderivat mit wenigstens zwei Resten der allgemeinen formel:
    K(CH2OR)n,
    worin R Wasserstoff oder Methyl bedeutet und η die Zahl 1 oder 2 darstellt, ist.
    - 21 -■ ÜÄÜ 009884/2134
DE19671619289 1966-05-07 1967-05-08 Dampfdurchlaessiges Folienmaterial Pending DE1619289A1 (de)

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EP4019479A1 (de) 2020-12-23 2022-06-29 Prefere Resins Holding GmbH Wasserverdünnbare bindemittel

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