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DE1619244C - - Google Patents

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DE1619244C
DE1619244C DE1619244C DE 1619244 C DE1619244 C DE 1619244C DE 1619244 C DE1619244 C DE 1619244C
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DE
Germany
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layer
paper
resin
film
barrier
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Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
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Description

Die Erfindung betrifft die Verwendung eines Mehr- zulegen. Dieser zusätzliche Film, der auch als Leimschichtenpapiers, dessen obere Schicht ein höheres film bezeichnet wird, hat üblicherweise ein geringes Harzaufnahmevermügen als dessen untere Schicht Papiergewicht, jedoch hohes Beharzungsverhältnis. aufweist, als Trägerbahn zur Herstellung von hart- Es ist einleuchtend, dall ein Verfahren technisch dann bares Kunstharz enthaltenden Barriere- oder Grün- 5 umständlicher wird, wenn für die Oberflächenverdierfilmcn. gütung eine steigende Anzahl von Hilfsfilmen ver-
llei der Oberflächenvergiitung von Holzwerkstoff- wendet werden muß. Versucht man nun die einander platten, insbesondere Spanplatten, werden mit hart- widersprechenden Anforderungen an einen Barrierebarem Kunstharz imprägnierte Dekorfilme auf die film dadurch zu erfüllen, daß man die obere Seite Oberflächen der Holzwerkstoff platten bei erhöhter io einer Trägerbahn schwach und die untere Seite der Temperatur verpreßt. Für diese Dekorfilme werden Trägerbahn stärker beharzt, so kommt man deshalb als liärthare Kunstharze meist Melaminformaklehyd- nicht zu einem Erfolg, weil im Verlauf der Trocknung harze verwendet. Verpreßt man ohne weitere Hilfs- bzw. Vorkondensation und der Verpresoung die maünahmen einen derartigen Dekortilm auf die Ober- beiden Harzschichten in das Papier des Barrierefüms fläche einer Holzwerkstoffplatte, so erhält man durch 15 wandern und sich integrierend ein zu hoher Harz-Jie Oberflächenstruktur der zu vergütenden Platte gehalt einstellt, d. h., sich die beiden in dei Menge eine unruhige und fehlerhafte Oberfläche. Bei einer unterschiedlichen Harzschichten in der Papierschicht Spanplatte markieren sich z. B. die in der Oberfläche ausgleichen.
telindlichen Holzspäne auf der vergüteten Oberfläche. Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß
Da außerdem eine solche Platte oberflächlich nicht 20 man die einander svidersprechenden Anforderungen an
ein gleichmäßiges Eindringvermögen für das Harz einen solchen Barriere- oder Grundierfilm durch die
Aufweist. Mindern Stellen hohen Eindringvermögens Verwendung eines Mehrschichtenpapiers, dessen obere
Hellen Stellen niedrigen Eindringvermögens liegen, Schicht ein höheres Harzaufnahmevermögen als dessen
uändert das Kunstharz bei der Aushärtung ungleich- untere Schicht aufweist, als Trägerbahn zur Herstel-
niäßig in den Untergrund, so daß an Stellen hohen as lung von härtbares Kunstharz enthaltenden Barriere-
I:.indring\ermögens im ausgehärteten Oberflächen film oder Grundierfilmen erfüllen kann.
IVren anstehen. Da eine Holzspanplatte auch ober- Das erfindungsgemäß zu verwendende Mehrsehich-
flächlieh unterschiedliche Kompressibilität entspre- tenpapier kann aus zwei oder mehr, im Gewicht
chend der Orientierung der Späne hat, resultiert ein jeweils gleichen oder ungleichen Schichten bestehen,
der Kompressibilität entsprechender und von Ort zu 30 Ein Zweischichtenpapier ist /. B. als Duplexpapier
Ort unterschiedlicher Preßdruck. Dies führt zu unter- bekannt. Das unterschiedliche Harzaufnahmever-
schiedlichem Glanz der vergüteten Oberfläche. mögen der ein/einen Schichten kann auf an sich
Man begegnet diesen nachteiligen Erscheinungen bekannte Weise erzielt werden.
dadurch, daß man zwischen Dekorfilm und zu ver- Das Harzaufnahmevermögen ist bevorzugt ab-
giitender Oberfläche der Holzwerkstoffplatte einen 35 hängig von folgenden Eigenschaften:
sogenannten Barrierel.lm einlegt. Ein solcher Barriere- Ar, und Sallgfähigkci, dcs Zc||stllffc,,
1,1m !.leicht d,e Unregelmäßigkeiten der zu vergütenden Mahlgrad de, Zellstoffes (sinkt mit steigendem
Oberfläche aus. f:r muß dabei einerseits so viel Harz K, 7.1 n
, , ... ... ., , Mumgrad),
enthalten, daß er in ausgehärtetem Zustand aus- Pjgmcntgehalt des Papiers (sinkt mit steigendem
reichenden Verbund mit der Oberflache der zu ver- 40 Pigmcntgchalt),
gutende,, Platte bewirk , andererseits dar der Harz, Saughöhe und Porosität (steig, mit steigenden
gehiiit eines solchen Barncrehlms jedoch nicht zu yj .
hoch scm da sonst das I lar/. des Barrierelilms beim RaumgcUht des Papiers (sinkt mit steigendem
Verpressen 111 den Dekortilm eindringt und durch Riumeewicht)
diesen hmdurchwandert. Aus Preisgründen wird für 45 (ilät'tc (|cs ,, ie'rs (smk, ,,,„ stcipcnilcr (,Ui(tc).
Bamercliline das billigere nicht farblose Phcnol-
formaldehvdharz verwendet. Wandert dieses gefärbte Diese Eigenschaften sind untereinander wieder
Phenolformaldehydharz in die farblose Melamin- abhängig voneinander. Durch entsprechende Variation
formalduliulhar/schieht ein, so wird der Farbton des dieser Eigenschaften in geeigneter Weise lassen sich
DekoHilms beeinträchtigt, und der Dckorlilm er- 50 unterschiedliche Harzaufnahmcvermogcn cr/ielcn. Aus
scheint fleckig. Es hat sich jedoch als technisch äußerst technischen und wirtschaftlichen Gründen wird man
schwierig erwiesen, den Har/gchalt eines solchen zur Erzielung eines unterschiedlichen Hat/aufnahme-
Barrierelilms so einzustellen, daß er gerade groß Vermögens einen unterschiedlichen Mahlgrad der
genug ist. um eine Verleimung mit dem Untergrund einzelnen Schichten bevorzugen.
herbeizuführen, andererseits aber nicht durch den 55 . ,
Dekorfilm zu schlagen. Bestimmung des Hat/aufnahme* ermogcns
Man ist deshalb dazu übergegangen, einen schwach Ein Papierstreifen wird 15 Sekunden in eine wäßrige
beharzten Barrierefilm zu verwenden und zwischen 64°/oige Phenolformaldchydharzlösung getaucht und
den Barrierefilm und die zu vergütende Oberfläche 15 Sekunden unter einem Preßdruck von 10 g/cm1
der Holzwerkstoffplatte einen zusätzlichen Film ein- 60 zwischen Filterpapier abgepreßt.
, . (Gewicht des getränkten Papiers — Gewicht des ungetränktcn Papiers) · 100
Harzaufnahmevcrmogcn - - ■ - - r. Gewicht des ungetränkten Papiers
Beispielsweise resultieren bei einem ungebleichten Natronkraftzellstoff folgende Werte von unpigmcntiertcn Zweischichtenpapicren, wcibei jedoch nur die mit unterschiedlichem Harzaufnahmevermögen der einzelnen Schichten erflndungsgemäß verwendbar sind:
Tabelle
Mahlgrad
Flttchengewicht Rmmigewichi
ami einzeln
Saughöhc
gesami ein/ein
1. Schicht oben
Schicht unten
2. Schicht oben
Schicht unten
3. Schicht oben
Schicht unten
4. Schicht oben
Schicht unten
5. Schicht oben
Schicht unten
6. Schicht oben
Schicht unten
SR = Schopper Riegler
23'SR 23"SR
23°SR 40"SR
23"SR 40"SR
231SR 601SR
23°SR 60"SR
23 SR 80 SR
75 g/m-75 g/m2
75 g/m2 75 g/m2
1JO g/m'2 60 g/m2
75 g/nr 75 g/m3
90 g/m2 60 g/m-
75 g/m2 75 g/nr 0,64 g/cm3
0.65 g/cm»
0,65 g/cm1
0,66 g/cm11
0,66 g/cm3
0,66 g/cm;1
0,64 g/cm1
0,64 g/cm4
0,64 g/cma 0,66 g/cnr1
0,64 g/cm11 0,66 g/cma
0,64 g/cm3
0,68 g/cm3
0,64 g/cm1 0,68 g/cm;1
0,64 g/cm·1
ü,i)8 g/cm'
42/36 mm
40/32 mm
40/32 mm
37/30 mm
38/32 mm
31.'20 mm
42/36 mm 42/36 mir,
42/36 mm 40/32 mm
42/36 mm 40/32 mm
42/36 mm 31/29 mm
42/36 mm 31/29 mm
42/36 mm 15/13 mm
Tabelle (Fortsetzung)
1. Schicht oben .
Schicht unten
2. Schicht oben .
Schicht unten
3. Schicht oben .
Schicht unten
4. Schicht oben .
Schicht unten
5. Schicht oben .
Schicht unten
6. Schicht oben .
Schicht unten
Porösität gesamt einzeln
OOOccm/Min. 1J(X) can/Min. KKK) ecm Min. 450 ecm;M in. 5(K)CCmZMiIi. IHOOccm/Min. 18(M)ccm/Min.
lSOOecm/Min.
ISOOccni/Min.
12(M) ecm/M in.
45()ccm/Miii.
SOOcem/Min.
ecm/Min.
200ccm/Min.
llar/uiifnahinevermögen
Besann ein/ein
150" „
140",,
Π0" „
105%
150'",,
150%
150"./,,
130%
l50°/„ l30"/„
150°',. H 5 %
150% 85%
150"/n
60'Vn
Das crfindiingsgcmäß /ti verwendende Papier, /.. B. das Muster 5 nach der Tabelle, wird so schnell durch eine sviilirig alkoholische I larzlösung geführt mit einem Festkörperanteil von 65%, dall in der llarz.wanne noch keine vollständige Durchtränkung eintritt. Die Tränk/cit beträgt 3 bis 5 Sekunden. Durch Dosierwal/cn wird der llar/auftrag so dosiert, daß nach dem Trocknen (3 Minuten bei 130 C) in Warmluft ein Filmgcwicht von 24OgZm3 erreicht wird.
In die obere l'iipicrschicht mit dem grölleren Harzaufmihmcvcrmogcn dringt ti ic dosierte, aufstehende lliir/mcnge vollständig ein, ohne für eine Sättigung der Schicht ausreichend zu sein. Die untere l'apicrscliicht mit dem geringeren llarzaufnahmcvcrmögcn nimmt nun einen Teil des dosierten, aufstehenden Märzes in sich auf, bis es gesättigt ist. Der Rest, etwa 15g/ni*, bleibt auf der Oberfläche stehen.
Hs ist zur Erzielung des gewünschten Effektes nicht erforderlich, daß auf der unteren Oberfläche der Filme freies Mar/, .stehenbleibt, um diese selbstklebend zu machen. Es genügt vielmehr, dnü die untere Schicht deutlich harzreicher, also gesättigter ist, als die obere Papierschicht.
Der unter Verwendung des erfindiingsgcmäß zu verwendenden Papiers hergestellte Film ist auch als Ofundierfilm geeignet, der in an sich bekannter Weise auf eine Holzwerkstoffplatte aufgepreßt und sodann mit einer l.uckschicht überzogen wird. Gegenüber den herkömmlichen »Cirundierlilmen«, welche en1.-weiler nicht genug Harz enthalten, um selbstklebend zu sein oder, wenn sie selbstklebend sein sollen, nur durch einen Doppeltränk- bzw. -besthichtungsprozcll, de. naturgemäß aufwendiger ist als eine einmalige
y> Imprägnierung, hergestellt werden können, weist der unter Verwendung des erfiiiduiigsgeinäß zu verwendenden Mehrschichtenpapier hergestellte HIm vor allem zwei entscheidende Vorteile auf:
1. Der mit dem Mehrschichtenpapier durch einmalige Tränkung hergestellte Film gestattet eine sichere Verleimung ohne Zuhilfenahme eine*. Naßleims bzw. zusätzlichen Hilfsleimfilms.
2. Bei Verwendung des mit dem erfindungsgemälkn Mehrschichtenpapier hergestellten Films wird ein Durchschlag von zum Aufkaschieren der Grundierfilme auf die jeweilige Unterlage verwendeten kalt- oder heißhärtenden Leimharzen bzw. des Grundierfilmtränkharzes sicher vermieden, so daß es auch zu den in der Praxis vor kommenden Betriebsstörungen, wie Verunreinigungen oder Verklebungen von Preßblechen, nicht kommen kann.
Das iuidifolgeiule Heispiel dient tier weiteren l'.rlüiilcrung des l:.r(indungsgedankens.
Beispiel
a) Herstellung des imprägnierten Papiers
r.in 150 g/m- schweres Papier, entsprechend dem Papier Nr. 5 der Tabelle wird mit der 45n/nigen Losung eines handelsüblichen Harnstoff-Formaldehyd-Harzes, welches zusätzlich 0,1 "/„ NH4CI (bezogen auf Lösung) als Härter enthält, imprägniert. Das so hergestellte imprägnierte Papier hat nach dem Trocknen ein Gewicht von 250 g/m2 bei einem Gehalt an flüchtigen Bestandteilen von 4,5°/„ (gemessen durch lOminutiges Darren bei 160° C in einem Umlufttrockenschrank).
b) Kaschierung von Spanplatten mit dem nach a) hergestellten imprägnierten Papier
liin nach a) hergestelltes imprägniertes Papier wird auf eine geeignete Grolle zurechtgeschnitten, auf eine handelsübliche 3-ikhitiUen-Spanplalte gelegt und unter Zuhilfenahme von matten Anlageblechen bei einem Druck von 5 kp/cms, einer Temperatur von 120"C 2 Minuten in einer heizbaren Presse verprelM. Es wird hei(.l entnommen, wobei eine veredelte Spanplatte mit optisch einheitlicher, opaker Oberfläche resultiert, die gut schleif- '.ind lackierbar ist. Der Verbund zwischen Film und Spanplatte ist ausgezeichnet (über 90°/0 Holzbruch).

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verwendung eines Mehrschichtenpapiers, dessen obere Schicht ein höheres Harzaufnahmevermögen als dessen untere Schicht aufweist, als Trägerbahn zur Herstellung von härtbares Kunstharz enthaltenden barriere- oder Grundierfilmen.

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