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DE1619010B - Schlichte- bzw. Appreturmittel für Textilfasern - Google Patents

Schlichte- bzw. Appreturmittel für Textilfasern

Info

Publication number
DE1619010B
DE1619010B DE1619010B DE 1619010 B DE1619010 B DE 1619010B DE 1619010 B DE1619010 B DE 1619010B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sizing
acrylamide
finishing
vinyl acetate
acetate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Shiro; Konishi Kozo; Suzui Masaki; Sakamoto Tetsuyuki Nishi; Kubiki Niigata Masuda (Japan)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Denka Co Ltd
Original Assignee
Denki Kagaku Kogyo KK

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Description

1 2
Die Erfindung bezieht sich auf ein Schlichte- bzw. Appretieren nur mit teilweise verseiftem Polyvinyl-Appreturmittel für alle Arten von Textilfasern, ein- '. acetat nur unbefriedigend erfolgen,
schließlich der hydrophilen und insbesondere der Andererseits hat die Acrylesterschlichte beziehungshydrophoben Fasern, wie Polyester- und Polyamid- weise -appretur ein größeres Haftvermögen als teilfasern. Die daraus bestehenden Kettgarne müssen im 5 weise verseiftes Polyvinylacetat. Daneben weist sie allgemeinen vor dem Weben geschlichtet bzw. appre- jedoch den Nachteil einer starken Feuchtigkeitstiert werden, worauf sie die Schußfäden kreuzweise absorption auf. Daher ist gegenwärtig die Verwendung durchlaufen müssen. von teilweise verseiftem Polyvinylacetat und Acryl-
Bisher mußte die Kettschlichte je nach der Art säureester in Kombination als Schlichte beziehungs-
der zu schlichtenden Fäden bzw. Garne gewählt io weise Appretur verbreitet,
werden. - Als Ergebnis von Untersuchungen an Schlichten für
Bei hydrophoben Fasern, wie Polyester- und Poly- Kettgarne wurde festgestellt, daß das erfindungs-
amidfasern, kann mit der einmaligen Verwendung von gemäße Schlichte- bzw. Appreturmittel für Textil-
teilweise verseiftem Γ Polyvinylacetat oder teilweise fasern nicht nur für hydrophile Fasern, sondern auch
verseiftem Polyvinylalkohol das Haftvermögen durch 15 für die genannten hydrophoben Fasern ohne Zusätze
das Schlichten nicht ausreichend verbessert werden. verwendet werden kann, da sein ausgezeichnetes
Andererseits haben zwar Acrylschlichten ein viel Haftvermögen, seine Weichheit und Feuchtigkeitsstärkeres Haftvermögen als teilweise verseifte Poly- absorption je nach der Art der zu schlichtenden vinylacetat-oder-alkoholschlichten und eine überlegene Faser richtig eingestellt werden können.
Elastizitätseigenschaft, doch zeigen sie eine stärkere 20 Überdies hat die erfindungsgemäße Schlichte oder Feuchtigkeitsabsorption. Apretur eine bessere Kohäsionskraft als die zur Zeit
Daher ist gegenwärtig die kombinierte Verwendung gängigen Kombinationen von teilweise verseiftem
der- beiden Schlichtemittel weit verbreitet. Polyvinylacetat bzw. Polyvinylalkohol und Acryl-
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kettschlichte schlichten, und das Webverfahren kann daher bei
bzw. -appretur für Fasern der eingangs beschriebenen 25 Verwendung dieser Schlichte bzw. Appretur reibungs-
Art. Für diese Fasern verwendete man als Schlichten los durchgeführt werden.
bzw. Appreturen im allgemeinen teilweise verseiftes Durch zahlreiche Versuche wurde festgestellt, daß
Polyvinylacetat und Acrylsäureester in Kombination. das erfindungsgemäße Schlichte- bzw. Appreturmittel
Diese Schlichte hat jedoch den Nachteil einer zu für Textilfasern die Qualität von Geweben verbessert,
starken Feuchtigkeitsabsorption, die zu Schwierig- 30 Überdies kann das erfindungsgemäße Schlichte-
keiten beim Weben Anlaß gibt. bzw. Appreturmittel als Pulver erhalten werden. Es
Es sind außerdem Schlichten für synthetische Fasern hat eine sehr hohe Reinheit und ist leicht zu handhaben,
bekannt, die durch vollständige oder teilweise Ver- zu transportieren und zu wägen,
seifung der Vinylacetateinheiten in Copolymeren aus Das erfindungsgemäße Schlichte- bzw. Appretur-
Vinylacetat und Dialkylestern von ungesättigten 35 mittel ist in Wasser leicht löslich, wodurch die zusätz-
Dicarbonsäuren, Alkylestern von Acrylsäuren und liehe Verwendung eines anderen chemischen Mittels
Vinylalkyläthern erhalten werden. Diese bekannten überflüssig wird.
Schlichtemittel zeigen ebenfalls den Nachteil einer Es ist daher als Schlichte- oder Appreturflüssigkeit außerordentlich hohen Feuchtigkeitsabsorption, die von überlegener Qualität verwendbar,
besonders beim Verarbeiten hydrophober Fasern in 40 Das erfindungsgemäße Schlichte- bzw. Appretur-Erscheinung tritt. Beim Verweben solcher Fasern, mittel kann durch Copolymerisation von Vinylacetat beispielsweise Polyesterfasern, erfolgt das Weben in und Acrylamid und darauffolgendes teilweises Vereiner Atmosphäre mit sehr hoher relativer Feuchtigkeit, seifen dieses Copolymeren erhalten werden. Dabei ist beispielsweise 75 bis 85 % relativer Feuchtigkeit. wichtig, daß das Schlichte- bzw. Appreturmittel einen Unter diesen Bedingungen erzeugen die bekannten 45 geeigneten Acrylamidgehalt und Verseifungsgrad hat, Schlichtemittel, die vollständig oder teilweise verseifte weil dadurch das Haftvermögen, die Klebefähigkeit, Reste der Ester ungesättigter aliphatischer Dicarbon- Elastizität, Feuchtigkeitsabsorption und überlegene säuren enthalten, eine so starke Klebrigkeit der Kette, Kohäsionskraft im pulverförmigen Zustand eingestellt daß der Webvorgang empfindlich gestört wird. . werden können.
Die erfindungsgemäße Kettschlichte bzw. -appretur 50 Durch Erhöhung des Acrylamidgehalts und des hat gegenüber den bekannten Schlichten den Vorteil, , teilweise verseiften Anteils des Acrylamidcopolymers daß sie ohne Zusatz eines anderen chemischen Mittels wird die Feuchtigkeitsabsorption stärker, und die verwendet werden kann und daß eine einmalige .geschlichteten bzw. appretierten Kettgarne enthalten Anwendung genügt. Außerdem zeigt sie eine wesent- zu viel Feuchtigkeit. Dies ist natürlich für das Weblich geringere · Feuchtigkeitsabsorption als bisher "55 verfahren nachteilig, da sich die unerwünschte Klebrigbekannte Schlichtemittel auf Basis von Polymeren mit keit des Garnes erhöht. Im Gegensatz dazu wird bei teilweise verseiften Estergruppen, so daß sie besonders geringem Acrylamidgehalt das Schlichte- bzw. Apprefür das Verweben von Fasern in feuchter Atmosphäre tierverfahren schwieriger durchführbar, und gleichgeeignet ist. zeitig werden die Abriebfestigkeit und Scheuerfestig-
Gegenstand der Erfindung ist demnach ein Schlichte- 60 keit und Weichheit der mit dem Schlichte- bzw.
bzw. Appreturmittel für Textilfasern, enthaltend ein Appretiermittel behandelten und verarbeiteten Kett-
Copolymeres aus Vinylacetat und einen Acrylmono- garne vermindert.
meren, das teilweise verseifte Acetatreste aufweist und Der bevorzugte Acrylamidgehalt im verseiften
dadurch gekennzeichnet ist, daß es ein Copolymeres Copolymer beträgt daher 0,2 bis 17 Molprozent,
aus Vinylacetat und Acrylamid enthält, dessen Acetat- 65 Es zeigte sich außerdem, daß durch Überführung
reste zum Teil verseift sind. von 75 bis 95 Molprozent der Acetatreste in Hydroxy-
Beispielsweise kann bei hydrophoben Fasern, wie gruppen die Schlichte bzw. Appretur leicht pulver-
Polyester- oder Polyamidfasern, das Schlichten bzw. förmig erhalten werden kann.
Wenn jedoch der verseifte Anteil unter 75 Molprozent verringert wird, läßt sich das Schlichte- bzw. Appreturmittel zunehmend schwieriger in pulverförmigem Zustand erhalten.
Werden mehr als 95 Molprozent der Acetatreste in Hydroxyreste überführt, wird das Entschlichten fast unmöglich
Bei der Copolymerisation von Vinylacetat (M1) und Acrylamid (M2) betragen die Polymerisationsparameter T1: —0,07 bzw. r2: —7,5. Zur Erzielung eines gleichmäßigen Copolymers wird daher bevorzugt, im Einklang damit durch allmähliche Zugabe von Acrylamid mit schnellerer Reaktionsgeschwindigkeit in Abstimmung auf den Polymerisationsgrad von Vinylacetat zu copolymerisieren.
Die Erfindung wird an Hand der folgenden Beispiele näher erläutert. Dabei bedeuten Teile Gewichtsteile und Prozente Gewichtsprozente, soweit nichts anderes vermerkt ist.
Beispiel 1
Es werden insgesamt 0,10 Teile Acrylamid zu einem flüssigen Gemisch, bestehend aus 0,0053 Teilen Azo-bis-(isobutyronitril) in 1 Teil Vinylacetat und 1,13 Teilen Methanol kontinuierlich gegeben. Die Polymerisation wird etwa 12 Stunden lang bei 65° C durchgeführt. Es wird ein Vinylacetat-Acrylamid-Copolymer in einer Ausbeute von mehr als 99% erzeugt.
Danach wird eine Lösung aus 30 Teilen des Copolymers und 70 Teilen Methanol mit V75 Mol Natriummethylat pro Mol Vinylacetat versetzt. Die Verseifungsreaktion wird bei 400C durchgeführt. Es ist teilweise verseiftes Vinylacetat-Acrylamid-Copolymer mit einem Polymerisationsgrad von 500 und einem Verseifungsgrad von 85 Molprozent der Essigsäurereste erhalten worden (das Produkt ist in der Tabelle I als Probe Nr. 1 nach der Erfindung angegeben). Das oben geschilderte Verfahren wird mit 0,024 Teilen bzw. 0,002 Teilen Acrylamid (Proben Nr. 2 und Nr. 3 nach der Erfindung) an Stelle der 0,10 Teile Acrylamid wiederholt.
Nach dem Lösen der drei Copolymeren werden Polyesterkettgarne auf einer zweistufigen Walzenappretiermaschine, geschlichtet.
Die Appretierbedingungen und die Versuchsergebnisse sind in der Tabelle I zusammengestellt. Zum Vergleich werden auch Garne in der angegebenen Weise mit Schlichtemitteln behandelt, die durch alleinige Verwendung von teilweise verseiftem Polyvinylacetat mit einem Verseifungsgrad von 88 Molprozent (Vergleichsversuch Nr. 1 in der Tabelle T) und unter Verwendung von 4,2 Teilen des obenerwähnten, teilweise verseiften Polyvinylacetats und 1,8 Teilen Acrylkettschlichte, eine wäßrige Lösung eines teilweise verseiften Acrylsäuremethylester-Mischpolymers (Vergleichsversuch Nr. 2 in der Tabelle I) erhalten worden sind. Die Eigenschaftsprüfung der Garne ist in gleicher Weise durchgeführt worden. Die Ergebnisse sind in der Tabelle I zusammengestellt. Wie ersichtlich, ist die Probe Nr. 2 nach der Erfindung hinsichtlich der Biegsamkeit und Kohäsionskraft der Vergleichsversuchsprobe Nr. 2 überlegen.
Selbst wenn die Schlichteaufnahme niedriger gehalten wird als bei dem Vergleichsversuch Nr. 2, zeigt die Probe Nr. 2 nach der Erfindung noch eine höhere Kohäsionskraft. Außerdem ist zu erkennen, daß die Feuchtigkeitsabsorption der Probe Nr. 1 nach der Erfindung durch den Grad der Erhöhung des Acrylamidgehaltes begrenzt ist, während ferner bei der Probe Nr. 3 nach der Erfindung deren Reibungswiderstand durch die Verminderung des Acrylamidgehaltes begrenzt ist.
Tabelle I
Proben nach der Erfindung Nr. 2 Nr. 3 ■ Vergleichs-
versuch
Vergleichs
versuch
Nr.l I 2 0,3 Nr.l Nr. 2
11 5,1 5,0
5,5 28 23 4,9 5,7
32 138 165 · 15 19
108 ■ 180 175
Acrylamidgehalt (in Molprozent) ... Schlichtemittelaufnahme (in Prozent)
Kohäsionskraft (in Zeiten)
Biegsamkeit
Die Werte der Tabelle I sind unter den folgenden Bedingungen erhalten:
Schlichtebedingungen:
Walzenumdrehungszahl 4,5/Minute
Walzenberührungslänge 1-Stufen-Walze
1,4 bis 1,6 cm 2-Stufen-Walze 1,2 bis 1,4 cm
Schlichtegeschwindigkeit 118 m/Minute
Temperatur der Schlichteflüssig- .
keit 20±l°C
Relative Feuchte 58 ± 1 %
Kettfaden, Polyester 50 Denier, ..
24 F-Zwirnung -.300mal/m
Eigenschaftsprüfung (Temperatur 2O0C relative Feuchtigkeit 65 %).
55
60 Zusammensetzung'des Schlichtebades:
Proben nach der Erfindung oder Vergleichsversuchsproben · 6 %
35%ige wäßrige Wachslösung 0,4%
30- bis 40%ige wäßrige Lösung von
Polyoxyäthylen 0,5%
Kohäsionskraft:
Durch Verwendung einer Reibungsprüfvorrichtung des TM-Typs geprüft.
Nach dem Festlegen der geschlichteten Garne in einem Biegewinkel von 130° durch Verwendung von drei Stahldornen ist ein Ende der Garne festgehalten und das andere Ende mit 10 g/Stück belastet worden.
Nach dem Ausüben von Reibung auf die geschlichteten Garne durch Bewegen der drei Dornen parallel zu den Fäden sind die Zeiten, die zum Bewegen der Dorne bis zur Trennung der Fäden notwendig waren, gemessen worden.
Biegsamkeit:
Mit einer Steilheitsprüfvorrichtung des Drehungstyps geprüft.
Ein Ende der geschlichteten Fäden mit einer Länge von 3 m ist an eine bewegliche Rolle befestigt worden, während ein Magnet in solcher Weise an das andere Ende angebracht worden ist, daß die Substanz in einem weniger starken magnetischen Feld vertikal herunterhängen und zur Ruhe kommen konnte.
Wenn sich die Rolle mit einer Geschwindigkeit von 1 Umdrehung pro Minute dreht und der Drehwinkel der Rolle, der erforderlich ist, bis der Magnet sich um einen bestimmten Winkel (φ) dreht, als Θ festgesetzt wird, ergibt sich die Biegsamkeit wie folgt:
Biegsamkeit = -^--100.
Θ
Je geringer dieser Wert ist, um so größer ist die-Weichheit.
Der Acrylamidgehalt ist durch StickstofFanalyse ermittelt worden.
Wie der Tabelle I zu entnehmen ist, ist die Probe Nr. 2 nach der Erfindung hinsichtlich der Biegsamkeit der Vergleichsversuchsprobe Nr. 2 überlegen.
Außerdem ist zu erkennen, daß die Feuchtigkeitsabsorptionseigenschaft der Probe Nr. 1 nach der Erfindung durch das Ausmaß der Erhöhung des Acrylamidgehaltes begrenzt ist, während ferner bei der Probe Nr. 3 nach der Erfindung deren Elastizität durch das Ausmaß der Verminderung des Acrylamidgehaltes begrenzt ist.
Beispiel 2
Es ist folgender Vergleich durchgeführt worden: Zwischen der Verwendung der Probe Nr. 2 nach der Erfindung als Kettschlichte und der Verwendung einer bekannten Schlichte aus teilweise verseiftem Polyvinylacetat und Acrylsäureester (Vergleichsversuch Nr. 2 in der Tabelle I).
Unter Verwendung von insgesamt 4600 geschlichteten bzw. appretierten Kettgarnen in einem automatischen Webstuhl, auf dessen rechte und linke Seite je 2300 mit der Probe Nr. 2 nach der Erfindung geschlichtete Ketten gebracht werden, wird der Webversuch durchgeführt.
Der Versuch führt zu dem Ergebnis, daß die Zahl der mit der Probe nach der Erfindung geschlichteten Ketten, welche während des Webens getrennt bzw. geschnitten wurden, durchschnittlich 1 pro 32,9 m Gewebe beträgt, während bei den mit der Vergleichsversuchsprobe geschlichteten Kettseiten die Zahl der getrennten bzw. geschnittenen Garne 1 Garn pro 7,0 m Textilbahn ist. Das bedeutet, daß das Verhältnis von abgeschnittenen Garnen während des Webens zwischen den beiden Fällen 1:5 beträgt.
. Die Schlichtebedingungen sind mit denen von Beispiel 1 identisch.
Die Webbedingungen sind wie folgt:
Temperatur 24bis28°C
relative Feuchte 74 bis 82 %
Webstuhlumdrehungszahl ... 150 Umdrehungen
pro Minute
Kettgarnspannung 50 bis 55 g
Beispiel 3
Es wird eine Lösung von 0,1 Teil Acrylamid und 0,009 Teil Methanol zu einer Copolymerisations-5 flüssigkeit, bestehend aus 1 Teil Vinylacetat, 0,155 Teil Methanol, 0,0005 Teil Azo-bis-(isobutyronitril) und 0,0006 Teil Essigsäure kontinuierlich zugetropft. Die Polymerisation wird etwa 5 Stunden lang bei 62 bis 64° C durchgeführt.
ίο Es wird ein Copolymer von Vinylacetat und Acrylamid in einer Ausbeute von etwa 70 % erhalten. Dann wird nichtpolymerisiertes Vinylacetatmonomeres in bekannter Weise abgetrennt und danach aus dem Copolymer eine Lösung, bestehend aus 3 Teilen Copolymer und 7 Teilen Methanol, hergestellt.
Nach Zugabe von V200M0I Natriummethylat pro Mol Vinylacetat im genannten Copolymer wird die Verseifungsreaktion bei 3O0C durchgeführt. So wird ein Vinylacetat-Acrylamid-Copolymer mit einem Verseifungsgrad von 88 Molprozent und einem Polymerisationsgrad von 1800 erhalten (Probe Nr. 4 nach der Erfindung).
Dann werden nach Überführen dieser Produkte in eine wäßrige Lösung der nachfolgend angegebenen Zusammensetzung und darauffolgendes Schlichten von Polyester-Baumwoll-Mischgarn unter Verwendung einer Schlitzappretiermaschine die Eigenschaftsprüfung an den Garnen und der Webversuch durchgeführt.
Dann wird zum Vergleich unter Verwendung der Vergleichsversuchsprobe Nr. 3, welche 4,5 Teile teilweise verseiftes Polyvinylacetat mit einem Polymerisationsgrad von 1800 und einem Verseifungsgrad von 88 % sowie 0,24 Teile einer 40°/0igen wäßrigen Lösung eines teilweise verseiften Polyacrylsäuremethylesters enthält, das Schlichten in derselben Weise, wie oben angegeben, durchgeführt.
Die Ergebnisse sind in der Tabelle II zusammengestellt.
Tabelle II
Acrylamidgehalt
(in Molprozent)
Schlichtemittelaufnahme
Festigkeit (in g)
Streckgrad (in %)
Reibungswiderstand
(in Zeiten)
Zahl der beim Weben getrennten bzw. geschnittenen Garne pro Stunde
Probe Nr. 4 nach der Erfindung
1,1
10,7 186 10,1
2219 0,2 bis 0
Vergleichsversuchs probe Nr. 3
11,5 187 9,0
1870 0,5
Schlichtebedingungen:
Zusammensetzung des Schlichtebades:
Bei Probe Nr. 4 nach der Erfindung 4,45 %
Bei der Vergleichsversuchsprobe Nr. 3 ... 4,78 %
Celluloseglykolat (CMC) 0,42%
Maisstärke .... 1,82%
Feste Mischung von verseifbaren Ölen, Mineralölen und nichtionischem Aktivator vom Schmp. 45 bis 50° C 0,42%
7 8
Zum Schlichten bzw. Appretieren wird eint Appre- Schlichtebedingungen:
tiermaschine des Typs Kawamoto 15 D verwendet. Probe Nr. 4 nach der Erfindung oder VerTemperatur des Schlichtebades.... 800C gleichsversuchsprobe Nr. 4 nach der Er-
• Quetschdruck 0,75kg/cm2 findung 3,80°/0
Schlichtegeschwindigkeit 25 m/Minute "5 Kolloidales Siliciumdioxyd 0,38 %
Trocknungstemperatur 90 bis 95°C Maisstärke 4,86%
Carbomethylcellulose 0,15 °/0
Webbedingungen: '·" ; Mischung aus gereinigtem Wachs, geGarn: Mischgarn aus Polytster 65 härtetem Öl und nichtionischem Aktiva- '
und BaumwoUe .. Λ" .... 35 45/S *° tor vom Schmp. 45 bis 500C 0,23 °/0
Gesamtzahl der Kettgarne 5054 Silikonemulsion 0,04%
Gewebedichte ..'. ·.... 126 · 72/2,54 cm
Umdrehungszahl des'.auto- ; Appretiermaschine: Heißluftmaschine vom Suzuki-
matischen Webstuhles:....: 185/Minute Typ.
Temperatur 15 ' Temperatur des Schlichte-
beim Webarbeitsgang· 6 bis 11°C . bades 94°C
relative Feuchte . -·.;"■ " "".*"'",*".* oril_. ,- /ΛΛ·. .
beim Webarbeitsgang·...., 55 bis 73% Schhchtegeschwindigkeit .... 30bis32m/Minute
Festigkeit: .',. Trocknungstemperatur 90 bis 950C
Mit Hilfe von· Shimazu Autograph Model 20 Zum Nachwachsen wird eine Lösung verwendet,
P-110 geprüft.-, .·. die gereinigtes Wachs, gehärtetes Öl und einen
nichtionischen Aktivator enthält.
Abriebfestigkeit: ." Das Nachwachsen wird bei 85° C durchgeführt.
Durph die-Zeit, nac^deren Ablauf alle 10 ge- ^ des verwendeten Garnes ... Polyesterschlichteten Faden bei Verwendung der Rei- 25 Baumwollbungsprüfvorrichtung des TM-Typs weggeschnit- ' Mischgarn
ten waren, sind die Reibungszeiten erhalten 65/35 34/S worden. Es ist eine Spannung von 400 g/10 geschlichtete Garne bei einem Biegungswinkel von Webbedingungen:
115° verwendet worden. 30 Webmaschine Automatischer
Webstuhl
Der Acrylamidgehalt wird durch Stickstoffanalyse nach
ermittelt. T ο y ο d a
Nach dem Versuchsergebnis (1) sind die mit der Gesamtzahl der Kettgarne 3874 33/S
Probe nach der Erfindung geschlichteten Garne den 35 Gewebedichte 85-60 Garne/
mit der Vergleichsversuchsprobe geschlichteten Garnen 2 54 Cm
hinsichtlich der Abriebfestigkeit überlegen, da die Zahl TT , , ,, , „r , . ,. -«„,,.,. .
der beim Webarbeitsgang Weggeschnittenen Kettgarne Umdrehungszahl des Webstuhls 170/Minute
geringer ist als die bei den mit der Vergleichsversuchs- Temperatur beim Weben 21° C
probe geschlichteten Garnen und sie eine bessere Ver- 40 relative Feuchte beim Weben ... 78 %
arbeitbarkeit beim Weben zeigen.
Beispiel 4 Beispiel 5
Nach dem Vermischen von Stärke und Zusatzmittel 45 Nach der Herstellung einer wäßrigen Lösung der mit einer wäßrigen Lösung der im Beispiel 3 an- folgenden Zusammensetzung aus der im Beispiel 3 ergegebenen Probe Nr. 4 nach der Erfindung gemäß der haltenen Probe Nr. 4 nach der Erfindung und dem folgenden Zusammensetzung und darauffolgendes darauffolgenden Schlichten von Wollgarn unter Ver-Schlichten von Polyester-Baumwoll-Mischgarn wird Wendung der genannten Schlichtefiüssigkeit und einer der Webversuch durchgeführt. 5° Walzenappretiermaschine wird der Entschlichtungs-
Zum Vergleich wird, wie oben angegeben, nach dem versuch des geschlichteten Garns wie folgt durch-
Vermischen von Stärke und Zusatzmiltel mit einer geführt: Zu Vergleichszwecken wird durch Verwen-
wäßrigen Lösung, bestehend aus 3,47 Teilen teilweise dung von 5,5 Teilen teilweise verseiftem Polyvinyl-
verseiftem Polyvinylacetat (Polymerisationsgrad: 1800, acetat (Polymerisationsgrad: 1800, Verseifungsgrad: Verseifungsgrad: 88 Molprozent) und 0,35 Teile einer 55 88 Molprozent) und 0,5 Teil Vinylacetat-Maleinsäure-
25%igeci wäßrigen Lösung von teilweise verseiftem anhydrid-Copolymer (Vergleichsversuchsprobe Nr. 5)
Polyacrylatcopolymer (Vergleichsversuchsprobe Nr. 4), eine wäßrige Lösung der folgenden Zusammensetzung
der Webversuch unter Verwendung von geschlich- hergestellt und nach dem Schlichten von Wollgarn
tetem Garn durchgeführt. ein Entschlichtungsversuch mit den Garnen durch-
Die Versuchsergebnisse zeigen, daß bei mit der er- 60 geführt.
findungsgemäßen Probe Nr. 4 geschlichteten bzw. Die Zusammensetzung der Schlichtemittel ist wie
appretierten Garnen die Zahl der beim Webverfahren folgt:
weggeschnittenen Garne etwas unter 0,2 Garn pro
Stunde liegt und die Betriebsleistung bzw. der Be- Probe Nr. 4 nach der Erfindung bzw. Vertriebswirkungsgrad nahezu 100 % ist und im Falle der 65 gleichsversuchsprobe Nr. 5 6,0 %
Vergleichsversuchsprobe Nr. 4 0,6 Garn pro Stunde Maisstärke 3,0 %
weggeschnitten wird und die Betriebsleistung bzw. der Acetyüerte weiße Kartoffelstärke l>0%
Betriebswirkungsgrad 95 % beträgt. Carboxymethylcellulose 0,2 %

Claims (1)

  1. 9 10
    Die Schlichtebedingungen sind wie folgt: ständig entschlichtet,' während mit der Vergleichs-
    Appretiermaschine 2stufige Walze des versuchsprobe Nr. 5 geschlichtete Garne selbst nach
    Kakimoto Tvds Durchführung des. ähnlichen Entschhchtungsverfah-
    Lösungstemperatur " ns noch einen etwa 3%igen Schlichtegehalt zeigen,
    der Schlichte 60 bis 700C '"5 demnach ist das Entschlichtungsverfahren im letzteren
    Schlichtegeschwindigkeit';;!". 107m/Minute Falle nicht vollständig.
    Walzenumdrehungen Patentansprüche: ■
    pro Minute. :■ Nr. 4:1;Nr. 5:2,2
    Berührungswinkel in mm .... Nr. 4:15 L Schlichte- bzw. Appreturmittel für Textil-
    Nr 5* 14 lo fasern, enthaltend ein Copolymeres aus Vinyl
    acetat und einem Acrylmonomeren, das teilweise
    Entschlichtungsbedingungen: verseifte Acetatreste aufweist, dadurch ge-
    Ester der Caroschen Säure mit einem kennzeichnet, daß es ein Copolymeres aus
    höheren Alkohol 2 0 °/ Vinylacetat und Acrylamid mit zum Teil verseiften
    30%ige wäßrige Lösung "eines Polyoxy- ' ° is Acetatresten enthält.
    äthylenalkylesters 0,5% 2· Schlichte- bzw. Appreturmittel nach An
    spruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Co-
    Nach dem Tauchen der zu entschlichtenden Garne polymere von Vinylacetat und Acrylamid 0,2 bis
    in das genannte Entschlichtungsbad bei einer Tempe- 17 Molprozent Acrylamid enthält und seine Acetat-
    ratur von 60 bis 80° C und für etwa 24 Stunden werden 20 reste zu 75 bis 95 Molprozent verseift sind,
    sie mit lauwarmem Wasser gespült und darauffolgend 3. Schlichte- bzw. Appreturmittel nach Anspruch
    mit Wasser gewaschen. 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Co-
    Wie dieser Versuch zeigt, werden die mit der Probe polymer von Vinylacetat und Acrylamid ein
    Nr. 4 nach der Erfindung geschlichteten Garne durch solches ist, welches in einer wasserfreien Methanol-
    die obige Verfahrensweise leicht fast 100%ig voll- 25 lösung teilweise verseift worden ist.

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