DE1619084C3 - Wasch- und chemischreinigungsbeständige, antistatische Ausrüstung von Textilmaterial - Google Patents
Wasch- und chemischreinigungsbeständige, antistatische Ausrüstung von TextilmaterialInfo
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Description
zur wasch- und chemischreinigungsbeständigen antistatischen Ausrüstung von Textilmaterial gemäß
Hauptpatent 1619 082, dadurch gekennzeichnet, daß Kondensationsprodukte
verwendet werden, bei denen die lipophilen Reste ganz oder teilweise von Polysiloxanresten gebildet
werden.
2. Verwendung von Kondensationsprodukten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
Kondensationsprodukte verwendet werden, bei denen wenigstens 10, vorzugsweise wenigstens 50,
und bis 100 Molprozent der lipophilen Reste von Polysiloxanresten gebildet werden.
3. Verwendung von Kondensationsprodukten nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß Kondensationsprodukte verwendet werden, in denen die Gesamtmenge an lipophilen
Kohlenwasserstoffresten und Polysiloxanresten 2 bis 65, vorzugsweise 6 bis 30 Gewichtsprozent,
des Kondensationsproduktes beträgt.
4. Verwendung von Kondensationsprodukten nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet,
daß in den verwendeten Kondensationsprodukten die lipophilen Polysiloxanreste 5 bis
10 oder mehr Siliciumatome enthalten.
5. Verwendung von Kondensationsprodukten nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß in den verwendeten Kondensationsprodukten die in den Ausgangskomponenten vorhandenen
umsetzungsfähigen Amino- oder HaIogenhydringruppen zu 50 bis 80% reagiert haben.
6. Verwendung von Kondensationsprodukten nach den Ansprüchen 1 bis 5 zur antistatischen
Ausrüstung von synthetischen Fasermaterialien in wäßriger Flotte unter Mitverwendung von
Säureakzeptoren.
Die Erfindung betrifft die Verwendung von wasserlöslichen oder in Wasser dispergierbaren härtbaren
Kondensationsprodukten, die an Aminostickstoffatome gebundene Wasserstoffatome und Halogenhydrinäthergruppen
sowie lipophile Reste enthalten, zur wasch- und chemischreinigungsbeständigen antistatischen
Ausrüstung von Textilmaterial, insbesondere solchem aus synthetischen Fasermaterialien oder mit
einem Anteil an synthetischen Fasermaterialien.
Gegenstand des Hauptpatentes 1619 082 ist die Verwendung von wasserlöslichen oder in Wasser
dispergierbaren, härtbaren Kondensationsprodukten, ίο die an Aminostickstoffatome gebundene Wasserstoffatome
und Halogenhydrinäthergruppen im Verhältnis 1: 0,6 bis 1:1,5 sowie lipophile Reste mit wenigstens
8 Kohlenstoffatomen enthalten und die hergestellt sind durch Kondensation von
a) Ammoniak und/oder primären Monoaminen und/oder wenigstens zwei Aminowasserstoffatome
enthaltenden Polyaminen und
b) Di- und/oder Polyhalogenhydrinäthern von Di- und Polyalkoholen mit 2 bis 6 Kohlenstoff-
atomen und/oder den Anlagerungsprodukten von 1 bis 2 Mol Alkylenoxid, vorzugsweise
Äthylenoxid an diese Alkohole,
wobei wenigstens eine der reagierenden Komponenten ganz oder teilweise durch die lipophilen
wobei wenigstens eine der reagierenden Komponenten ganz oder teilweise durch die lipophilen
Reste substituiert ist und wobei die Amino- bzw. Halogenhydrinäthergruppen der Ausgangsverbindungen
zu 20 bis 90%, vorzugsweise 50 bis 70%, reagiert haben,
zur wasch- und chemischreinigungsbeständigen antistatischen Ausrüstung von Textilmaterial.
Die Erfindung hat eine weitere Ausgestaltung des Gegenstandes des Hauptpatentes, insbesondere aber
eine Verbesserung der Waschbeständigkeit und des Griffes, sowie eine weitere Verringerung der Vergrauungstendenz
in Chemischreinigungsflotten zum Ziel.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht' in einer Abänderung
der Verwendung von wasserlöslichen oder in Wasser dispergierbaren härtbaren Kondensationsprodukten, die an Aminostickstoffatome gebundene
Wasserstoffatome und Halogenhydrinäthergruppen im Verhältnis 1: 0,6 bis 1:1,5 sowie lipophile Reste
mit wenigstens 8 Kohlenstoffatomen enthalten, zur wasch- und chemischreinigungsbeständigen antistatischen
Ausrüstung von Textilmaterial gemäß Patent 16 19 082, welche dadurch gekennzeichnet ist,
daß Kondensationsprodukte verwendet werden, bei denen die lipophilen Reste ganz oder teilweise von
Polysiloxanresten gebildet werden.
Die Kondensationsprodukte des Hauptpatentes werden hergestellt durch Umsetzung (Kondensation)
von
a) Ammoniak und/oder primären Monoaminen und/oder wenigstens zwei Aminowasserstoffatome
enthaltenden Polyaminen und
b) Di- und/oder Polyhalogenhydrinäthern von Di- und Polyalkoholen mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen
und/oder den Anlagerungsprodukten von 1 bis 2 Mol Alkylenoxid, vorzugsweise Äthylenoxid,
an diese Alkohole,
wobei wenigstens eine der reagierenden Komponenten ganz oder teilweise durch die lipophilen
Reste mit wenigstens 8 Kohlenstoffatomen substituiert ist,
bei erhöhten Temperaturen, gegebenenfalls in Gegenwart von Wasser, organischen Lösungsmitteln und
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säurebindenden Mitteln, wobei die Amino- bzw. Lösung in üblicher Weise im Klotz-, Tauch- oder
Halogenhydrinäthergruppen der Ausgangsverbin- Sprühverfahren angewendet, wobei etwa 0,3 bis
düngen zu 20 bis 90 %, vorzugsweise 50 bis 70 %, 5 Gewichtsprozent des Kondensationsproduktes — bereagieren,
zogen auf das Fasergewicht — auf das Textilmaterial
Die erfindungsgemäß verwendeten, Polysiloxanreste 5 aufgebracht werden.
enthaltenden Kondensationsprodukte werden in ana- Besonders vorteilhaft lassen sich die Produkte in-
loger Weise hergestellt durch Umsetzung von Ammo- folge ihrer guten Affinität zu Textilfasern aus langer
niak und/oder Aminoverbindungen mit Halogen- Flotte im Ausziehverfahren aufbringen. Sie ziehen
hydrinätherverbindungen, jedoch mit dem Unter- bereits bei verhältnismäßig niedrigen Temperaturen
schied, daß Reaktionskomponenten verwendet werden, io (20 bis 1000C, vorzugsweise 40 bis 700C) auch ohne
die anstelle der lipophilen Kohlenwasserstoffreste Zusatz von Ziehhilfsmitteln auf die Textilfasern auf.
Polysiloxanreste enthalten. Es sind wenigstens 10, Das Flottenverhältnis kann 1: 8 bis 1:100 betragen,
vorzugsweise 50 bis 100 Molprozent der lipophilen Gegebenenfalls kann das Ziehverhalten durch an-
Kohlenwasserstoffreste enthaltenden Verbindungen ionische oder nichtionogene Netzmittel reguliert wer-
des Hauptpatentes durch die Polysiloxanreste ent- 15 den. Sowohl beim Klotz-bzw. Tauchschleuderverfahren
haltenden Verbindungen ersetzt. wie auch beim Ausziehverfahren muß das Behandlungs-
Die weiteren an der Umsetzung beteiligten Amino- bad die zur Restvernetzung notwendige Menge eines
bzw. Halogenhydrinätherverbindungen entsprechen Säureakzeptors in Form eines Alkalihydroxids, eines
den im Hauptpatent unter a) bzw. b) genannten Ver- Alkalicarbonate oder -bicarbonats oder eines Salzes
bindungen. 20 aus anorganischer Base und organischer Säure, bei-
Zur Einführung der Polysiloxanreste während der spielsweise Natriumacetat, enthalten. Der pH-Wert
Kondensation eignen sich insbesondere Dimethyl- der den Säureakzeptor enthaltenenden Flotte soll
polysiloxanderivate mit 5 bis 10 oder mehr Silicium- zwischen 6 und 11 liegen. Beim Ausziehverfahren ist
atomen, die weiterhin reaktionsfähige Gruppen ent- es gleichgültig, ob der Säureakzeptor dem Behandhalten.
Solche Gruppen sind vorzugsweise über 25 lungsbad vor der Behandlung oder während bzw.
Alkylen- oder Arylenreste an Siliciumatome gebundene nach dem Aufziehen des Kondensationsproduktes zu-1,2-Halogenhydrin-
und 1,2-Halogenhydrinäther- gesetzt wird.
gruppen sowie reaktionsfähige Aminowasserstoffatome Die Kondensationsprodukte dienen insbesondere
enthaltende Amino- oder Polyaminogruppen. Die zum Behandeln synthetischer oder halbsynthetischer
Polysiloxanderivate können eine oder mehrere der 30 Textilmaterialien, z. B. aus Polyamiden, Polyestern,
reaktionsfähigen Gruppen enthalten. Polyacrylnitril, Polyvinylchlorid, Acetyizellulose und
Polysiloxanderivate, die derartige Gruppen ent- dergleichen, gegebenenfalls im Gemisch mit natür-
halten, sind grundsätzlich bekannt und zum Teil im liehen Faserstoffen, wie Wolle, Seide oder Zellulose.
Handel erhältlich. Sie können z. B. durch Umsetzung Durch Trocknen der behandelten Textilmaterialien
von Ammoniak, Aminen oder Polyaminen mit be- 35 gehen die Polykondensate in einen hochmolekularen,
kannten Halogen-, Epoxy- oder Carboxyorgano- unlöslichen Zustand über. Das Trocknen kann bei
polysiloxanen, oder durch Umsetzung von Epi- Raumtemperatur oder unter den in der Textilindustrie
halogenhydrinen, Dihalogenhydrinen oder Dihalogen- üblichen Bedingungen bis zu 2000C durchgeführt
hydrinäthern mit Hydroxy- oder Aminoorganopoly- werden, wobei die Aushärtungszeit mit steigender
siloxanen nach bekannten Methoden hergestellt 40 Temperatur sinkt,
werden (vgl. Noil, Chemie und Technologie der . . .
Silikone [1960], S. 170/171). Die Herstellung der- Beispiel 1
artiger Verbindungen wird nicht beansprucht. Ein Gewirke aus texturierten! Polyesterendlosgarn
Die Kondensationsreaktion zur Herstellung der wurde auf einer Haspelkufe bei einem Flottenver-
beanspruchten Kondensationsprodukte wird in der 45 hältnis von 1:30 mit einer Flotte behandelt, die im
im Hauptpatent beschriebenen Weise durchgeführt, Liter 1,5 g des nachfolgend beschriebenen Konden-
wobei der Umsetzungsgrad durch Bestimmung der sationsproduktes, 1,5 g Natriumacetat und 0,2 g
bei der Reaktion entstehenden Halogenionen oder Natriumcarbonat enthielt. Die Behandlung wurde bei
durch den Viskositätsanstieg kontrolliert wird. Im 6O0C 20 Minuten lang durchgeführt. Anschließend
Endprodukt sollen 20 bis 90%, vorzugsweise 50 50 wurde das Material entwässert und bei 80 bis 1000C
bia 80 %, der in den Ausgangsverbindungen vorhan- getrocknet.
denen reaktionsfähigen Amino- bzw. Halogenhydrin- Die so behandelte Probe wurde zusammen mit
äthergruppen miteinander reagiert haben. Die Re- einer unbehandelten Probe einer chemischen Reinigung
aktion kommt bei Unterschreiten von pH 7 von selbst mit Perchloräthylen und einem handelsüblichen Reinizum
Stillstand oder wird bei Erreichen des gewünschten 55 gungsverstärker zusammen mit Herrenanzügen in
Umsetzungsgrades durch Ansäuern abgebrochen. Die einer betrieblichen Chemischreinigungsanlage unter-Reaktionspartner
werden in einem solchen Mengen- worfen. Nach der Reinigung wies die behandelte verhältnis zur Reaktion gebracht, daß das Verhältnis Probe einen Weißgrad von 98,5 %, verglichen mit der
der Aminowasserstoffatome zu den Halogenhydrin- unbehandelten Probe, auf. Sowohl die chemisch
äthergruppen im Kondensationsprodukt 1:0,6 bis 60 gereinigte Probe wie auch eine entsprechend aus-1:1,5
beträgt. Die Gesamtmenge an lipophilen gerüstete, 20mal mit einem handelsüblichen Haus-Kohlenwasserstoff
resten und Polysiloxanresten be- haltswaschmittel bei 400C gewaschene Probe besaßen
trägt etwa 2 bis 65, vorzugsweise 6 bis 30 Gewichts- sehr gute antistatische Eigenschaften,
prozent vom Gesamtgewicht des Kondensations- Das zur Ausrüstung verwendete Kondensationsproduktes. Hinsichtlich der Aushärtbarkeit der Kon- 65 produkt wurde folgendermaßen hergestellt:
densationsprodukte müssen die im Hauptpatent an- In einem mit Rührer, Rückfiußkühler, Thermogegebenen Bedingungen eingehalten werden. meter und Tropftrichter versehenen Kolben wurden
prozent vom Gesamtgewicht des Kondensations- Das zur Ausrüstung verwendete Kondensationsproduktes. Hinsichtlich der Aushärtbarkeit der Kon- 65 produkt wurde folgendermaßen hergestellt:
densationsprodukte müssen die im Hauptpatent an- In einem mit Rührer, Rückfiußkühler, Thermogegebenen Bedingungen eingehalten werden. meter und Tropftrichter versehenen Kolben wurden
Die Kondensationsprodukte werden aus wäßriger 318 g Diäthylenglykol vorgelegt, 9 g Bortrifluorid-
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Essigsäure (36 % BF3) zugerührt, auf 70° C erwärmt Anschließend wurde das Gewebe auf eine Flotten-
und 558 g Epichlorhydrin so zugetropft, daß die aufnahme von 40 Gewichtsprozent abgequetscht und
Reaktionstemperatur mittels mäßiger Außenkühlung auf einem Spannrahmen bei 100 bis 1200C getrocknet,
zwischen 68 bis 72° C gehalten werden konnte und Die Probe wurde zusammen mit einer unbehandelten
anschließend 30 Minuten bei etwa 7O0C nachgerührt. 5 Probe einer chemischen Reinigung mit Perchlor-Danach
wurden 32 g Talgamin, 192 g eines linear äthylen und einem handelsüblichen Reinigungsvergebauten
Dimethylpolysiloxanderivates mit end- stärker zusammen mit Herrenanzügen in einer
ständiger primärer Aminopropylgruppe (Molgewicht technischen Chemisch-Reinigungsanlage unterworfen,
ca. 1000), 91 g 50 %ige Natronlauge und 50 g Iso- Nach der Reinigung wies die behandelte Probe einen
propanol zugefügt, auf 95°C erwärmt und bei dieser io Weißgrad von 102 %, verglichen mit der unbehandelten
Temperatur 60 Minuten nachgerührt. Nach Ab- Probe, auf. Die antistatischen Eigenschaften der bekühlen
auf 8O0C wurden weiterhin 132g Dipropylen- handelten Probe waren sowohl nach mehrfacher
triamin, 1000 g 50%iges Isopropanol und 150 g chemischer Reinigung wie auch nach 20facher Wäsche
50%ige Natronlauge zugegeben. Das Reaktions- mit einem handelsüblichen Haushaltswaschmittel bei
gemisch wurde bei 80 bis 83°C so lange nachgerührt, 15 400C sehr gut.
bis 62% des organisch gebundenen Chlors ionogen Das zur Ausrüstung verwendete Kondensationsgeworden
waren. Durch Zugabe von 450 g 30%iger produkt wurde folgendermaßen hergestellt:
Ameisensäure wurde ein pH-Wert von unter 5 ein- In der beschriebenen Apparatur wurden bei 700C
Ameisensäure wurde ein pH-Wert von unter 5 ein- In der beschriebenen Apparatur wurden bei 700C
gestellt und kaltgerührt. Es wurde ein viskoses in 88,5 g Diäthylenglykol-bischlorhydrinäther mit 25,5 g
Wasser gut lösliches Kondensationsprodukt erhalten. 20 des im Beispiel 1 verwendeten Aminopropyl-dimethyl-
polysiloxanderivates, 9,1 g 50%iger Natronlauge und
Beispiel 2 5g 50%igem Isopropanol verrührt. Das Gemisch
wurde 75 Minuten lang bei 900C umgesetzt. An-..
Texturiertes Polyesterendlosgarn, das mit einem schließend wurde bei 85° C 13,2 g Dipropylentriamin,
Dispersionsfarbstoff in einem rosa Farbton angefärbt 25 120 g 50%iges Isopropanol und 15 g 50%ige Natronwar,
wurde auf Kreuzspulen im Färbeapparat mit lauge zugefügt und bei 85° C so lange nachgerührt,
einer Flotte behandelt, die im Liter 1,5 g des nach- bis 63 % des organisch gebundenen Chlors ionogen
folgend beschriebenen Kondensationsproduktes, 1,5 g geworden waren. Abschließend wurde mit Essigsäure
Natriumacetat und 0,2 g Natriumcarbonat enthielt. auf einen pH-Wert von 4,5 eingestellt. Es wurde
Das Flottenverhältnis betrug 1: 20. Nach einer Be- 30 eine klare viskose Lösung erhalten,
handlungsdauer von 20 Minuten wurde bei 6O0C . .
handlungsdauer von 20 Minuten wurde bei 6O0C . .
entwässert und wie üblich getrocknet. Beispiel 4
Aus der ausgerüsteten Partie wurde das Vorderteil Ein Gewebe aus einer in Gegenwart von Alkali
eines Pullovers gestrickt, während das Rückenteil leicht vergilbenden Polyacrylnitrilfaser wurde auf dem
aus einer gleichartig gefärbten nicht ausgerüsteten 35 Foulard mit einer Flotte, die im Liter 120 g des nachPartie
hergestellt wurde. Nach Zusammennähen folgend beschriebenen Kondensationsproduktes und
des Vorder-und Rückenteils, wurde der Pullover einer 13,5 g Natriumacetat enthielt und die mit 30%iger
chemischen Reinigung zusammen mit einer Partie Essigsäure auf pH 6 eingestellt worden war, ausnormal
verschmutzter Strickwaren unterworfen. Nach gerüstet. Anschließend wurde auf etwa 50% Flottender
Reinigung zeigte das ausgerüstete Vorderteil 40 aufnahme abgequetscht und auf den Spannrahmen
keine Beeinträchtigung des Farbtones und unter- bei 1200C getrocknet.
schied sich im Aussehen praktisch nicht vom nicht Beim Chemisch-Reinigen in Gegenwart von üb-
ausgerüsteten Rückenteil. lichem Reinigungsgut trat keine Vergrauung auf.
Das Kondensationsprodukt wurde folgendermaßen Der antistatische Effekt erwies sich als chemischhergestellt:
45 reinigungs- und waschbeständig.
In der beschriebenen Apparatur wurden 408 g Das Kondensationsprodukt wurde folgendermaßen
technisch reiner Triäthylenglykol-bischlorhydrinäther hergestellt:
vorgelegt, bei 700C nacheinander 32 g Kokosamin, In der beschriebenen Apparatur wurden bei 750C
20,4 g des im Beispiel 1 verwendeten Aminopropyl- 177 g Diäthylenglykol-bischlorhydrinäther, 102 g des
dimethylpolysiloxanderivates, 36,5 g 50%ige Natron- 50 im Beispiel 1 verwendeten Aminopropyl-dimethylpolylauge
und 20 g Isopropanol zugefügt, auf 95° C er- siloxanderivates, 34,5 g 50%ige Natronlauge und
wärmt, 45 Minuten bei dieser Temperatur nach- 20 g 50 %iges Isopropanol vermischt und 120 Minuten
gerührt und auf 80° C abgekühlt. Anschließend wurden bei 97° C nachgerührt. Anschließend wurden bei
53 g Dipropylentriamin, 500 g 50%iges Isopropanol 700C 21,2 g Dipropylentriamin, 400 g 50%iges Iso-
und 60 g 50 %ige Natronlauge zugegeben. Das Ge- 55 propanol und 20 g 50 %ige Natronlauge zugefügt
misch wurde auf 85°C erwärmt und so lange gerührt, und bei 85° C so lange umgesetzt, bis 70% des orgabis
57% des organisch gebundenen Chlors ionogen nisch gebundenen Chlors in die ionogene Form übergeworden
waren. Abschließend wurde mit 10%iger gegangen waren. Anschließend wurde das Reaktions-Salzsäure
auf einen pH-Wert unter 5 eingestellt. gemisch mit verdünnter Ameisensäure auf pH 5,2
60 eingestellt.
Beispiel 3 Beispiel 5
Beispiel 3 Beispiel 5
Ein ungefärbtes Gewebe aus Polyacrylnitrilfasern Polyacrylnitril-Hochbauschgarn wurde auf einem
wurde auf dem Foulard mit einer Flotte behandelt, Garnfärbeapparat (Hängesystem) gebauscht, ge-
die im Liter 100 g des nachstehend beschriebenen 65 bleicht und dann bei einem Flottenverhältnis von
Kondensationsproduktes, 20 g Natriumbicarbonat und 1 : 60 mit einer wäßrigen Lösung behandelt, die im
1 g eines nichtionogenen Netzmittels, beispielsweise auf Liter 0,7 g des im Beispiel 1 beschriebenen Konden-
der Basis eines Fettalkoholpolyglykoläthers enthielt. sationsproduktes und 0,3 g Natriumcarbonat ent-
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hielt. Die Behandlung wurde bei 600C 20 Minuten und Rückenteils wurde der Pullover zusammen mit
lang durchgeführt. Danach wurde das Garn ohne einer Partie besonders stark verschmutzter Herren-Zwischenspülen
geschleudert und bei 100 bis 1200C anzüge chemisch gereinigt. Nach der Reinigung wies
im Hängetrockner getrocknet. die ausgerüstete Probe einen Weißgrad von 107 %,
Aus der ausgerüsteten Partie wurde das Vorderteil 5 bezogen auf den Weißgrad der nicht ausgerüsteten
eines Pullovers gestrickt, während das Rückenteil Probe auf. Die ausgerüsteten Pulloverteile zeigten
aus einer gleichartigen nicht ausgerüsteten Partie nach der Reinigung noch sehr gute antistatische
hergestellt wurde. Nach Zusammennähen des Vorder- Eigenschaften.
und Rückenteiles wurde der Pullover zusammen mit Weitere Kondensationsprodukte, die in der be-
einer Partie Herrenanzüge einer chemischen Reini- io schriebenen Weise zur Ausrüstung von Textilmaterial
gung unterworfen. Nach der Reinigung zeigte das verwendet werden können, kann man wie folgt
ausgerüstete Vorderteil keinerlei Vergrauung und herstellen:
unterschied sich im Aussehen praktisch nicht vom A) In der beschriebenen Apparatur werden 115 g
nicht ausgerüsteten Rückenteil. eines Amidopolyamin-organopolysiloxanderivates mit
... is 50 g rohem Diäthylenglykol-bischlorhydrinäther ver-
B ei spiel 6 ■ mischt, auf 8O0C erwärmt und nach Zufügen von
Polyamid-Teppichflocke wurde mit einer Flotte, 14 g 50%iger Natronlauge und 350 g 50%igem Iso-
die im Liter 100 g des nachstehend beschriebenen propanol bei 85° C so lange nachgerührt, bis 60%
Kondensationsproduktes sowie 10 g Natriumbicar- des organisch gebundenen Chlors ionogen geworden
bonat enthielt, nach dem Tauch-Schleuderverfahren 20 sind. Anschließend wird das Reaktionsgemisch mit
ausgerüstet, auf 30% Flottenaufnahme abgeschleu- Eisessig auf einen pH-Wert von unter 5 eingestellt,
dert und in der üblichen Weise getrocknet. Das Amidopolyamin - Organopolysiloxanderivat
Die Probe wurde zusammen mit einer nicht be- wurde hergestellt durch Umsetzung molarer Mengen
handelten Probe nach Einnähen im Gazebeutel ge- eines linear gebauten, eine endständige Carboxy—
meinsam mit einer Partie normal verschmutzter 25 alkylgruppe aufweisenden Dimethylpolysiloxans (Mol-Herrenanzüge
chemisch gereinigt. Die ausgerüstete gewicht etwa 1000) mit Dipropylentriamin.
Probe zeigte gegenüber der nicht ausgerüsteten Probe B) In der beschriebenen Apparatur werden 65 g lediglich eine kaum feststellbare minimale Vergrauung, eines β - Hydroxypropylpolyamin - dimethylpolysiwährend der antistatische Effekt nach der Chemisch- loxanderivates mit 105 g des Bischlorhydrinäthers reinigung, wie auch nach mehreren Naßwäschen mit 30 eines Anlagerungsproduktes von 3 Mol Äthylenoxid einem üblichen Haushaltswaschmittel, gut war. an Glycerin in Gegenwart von 24 g 50 %iger Natron-
Probe zeigte gegenüber der nicht ausgerüsteten Probe B) In der beschriebenen Apparatur werden 65 g lediglich eine kaum feststellbare minimale Vergrauung, eines β - Hydroxypropylpolyamin - dimethylpolysiwährend der antistatische Effekt nach der Chemisch- loxanderivates mit 105 g des Bischlorhydrinäthers reinigung, wie auch nach mehreren Naßwäschen mit 30 eines Anlagerungsproduktes von 3 Mol Äthylenoxid einem üblichen Haushaltswaschmittel, gut war. an Glycerin in Gegenwart von 24 g 50 %iger Natron-
Das Kondensationsprodukt wurde wie folgt her- lauge und 375 g 50%igem Isopropanol bei 95° C
gestellt: so lange umgesetzt, bis 55% des organisch gebundenen
In der beschriebenen Apparatur wurden 235 g Chlors ionogen geworden sind. Anschließend wird
eines Bis-chlorhydrinäther-polysiloxanderivates vor- 35 mit 10 %iger Salzsäure auf pH 3,5 eingestellt,
gelegt, bei 85°C mit 9,6 g Di-hexamethylentriamin, Das β - Hydroxypropylpolyamin - dimethylpolysil-
600 g 50%igem Isopropanol und 10 g 50%iger oxanderivat wurde hergestellt durch Umsetzung mo-
Natronlauge bei 900C so lange umgesetzt, bis 55% larer Mengen eines 1,2-Epoxypropyl-dimethylpoly-
des organisch gebundenen Chlors in die ionogene siloxans (Molgewicht etwa 500) mit Triäthylentetramin.
Form übergegangen waren. Anschließend wurde mit 40 C) In einem Rührautoklav werden an 500 g
60 %iger Essigsäure auf pH 4,5 eingestellt. . eines linearen, phenolische Gruppen enthaltenden
Das vorgenannte Bis-chlorhydrinäther-polysiloxan- Dimethylpolysiloxanderivates (Molgewicht etwa 500)
derivat wurde durch Anlagerung von 3 Mol Äthylen- 88 g Äthylenoxid angelagert und das erhaltende
oxyd an 1 Mol einer wenig verzweigten Dimethyl- Addukt durch nachfolgende Umsetzung mit 93 g
polysiloxan-Verbindung mit 3 bis 4 endständigen 45 Epichlorhydrin in das entsprechende y-Chlor-jS-hy-
primären Hydroxypropylgruppen (Molgewicht etwa droxypropylätherderivat umgewandelt. 136,5 g dieses
2000) und nachfolgender Umsetzung mit 2 Mol Epi- Produktes werden anschließend mit 26,4 g Dipro-
chlorhydrin erhalten. pylentriamin und 17 g 50 %iger Natronlauge und
. ·17 weiterhin 100 g Äthylenglykol-bischlorhydrinäther in
ü e 1 s ρ 1 e 1 7 g0 Gegenwart von 400 g 50 %igem Isopropanol und 40 g
Ein cremefarbiges, bereits gebauschtes Polyacryl- 50%iger Natronlauge soweit umgesetzt, bis 67%
nitril-Hochbauschgarn wurde auf einem Garnfärbe- des organisch gebundenen Chlors ionogen geworden
apparat im Flottenverhältnis von 1: 60 mit einer sind. Anschließend wird auf einen pH-Wert von unter
wäßrigen Flotte behandelt, die im Liter 0,7 g des im 4,7 eingestellt.
Beispiel 4 beschriebenen Kondensationsproduktes so- 55 D) In einem verschlossenen Rührautoklav werden
wie 0,3 g Natriumcarbonat enthielt. Die Ausrüstung 170 g Triäthylenglykolbischlorhydrinäther zusammen
wurde bei 6O0C 20 Minuten lang durchgeführt. An- mit 25,5 g des im Beispiel 1 verwendeten Aminoschließend
wurde das Garn ohne Zwischenspülung propyl-dimethylpolysiloxanderivates, 20 g 25%igem
geschleudert und bei 100 bis 1200C im Hängetrockner Ammoniak und 50 g 50%iger Natronlauge in Gegengetrocknet.
60 wart von 150 g 50 %igem Isopropanol so lange bei etwa
Aus der ausgerüsteten Partie wurde das Vorderteil 1000C umgesetzt, bis 55% des organisch gebundenen
eines Pullovers gestrickt, während das Rückenteil Chlors ionogen geworden sind. Danach wird mit
aus einer gleichartigen nicht ausgerüsteten Partie 10%iger Essigsäure verdünnt, wobei eine schwach
hergestellt wurde. Nach Zusammennähen des Vorder- saure, stark viskose Lösung erhalten wird.
Claims (1)
1. Verwendung von wasserlöslichen oder in . Wasser dispergierbaren härtbaren Kondensationsprodukten, die an Aminostickstoffatome gebundene
Wasserstoffatome und Halogenhydrinäthergruppen im Verhältnis 1: 0,6 bis 1:1,5 sowie
lipophile Reste mit wenigstens 8 Kohlenstoffatomen enthalten und die hergestellt sind durch
Kondensation von
a) Ammoniak und/oder primären Monoaminen und/oder wenigstens zwei Aminowasserstoffatome
enthaltenden Polyaminen und
b) Di- und/oder Polyhalogenhydrinäthern von Di- und Polyalkoholen mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen
und/oder den Anlagerungsprodukten von 1 bis 2 Mol Alkylenoxid, vorzugsweise Äthylenoxid an diese Alkohole,
wobei wenigstens eine der reagierenden Komponenten ganz oder teilweise durch die lipophilen
Reste substituiert ist und wobei die Amino- bzw. Halogenhydrinäthergruppen der Ausgangsverbindungen zu 20 bis 90%, vorzugsweise
50 bis 70 %, reagiert haben,
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH0062126 | 1967-03-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1619084C3 true DE1619084C3 (de) | 1977-11-24 |
Family
ID=
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