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DE1619048C - Verfahren zur Herstellung von mit An laufschutzmitteln fur Silberwaren versehe nen Textilien - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von mit An laufschutzmitteln fur Silberwaren versehe nen Textilien

Info

Publication number
DE1619048C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
textiles
metal salts
production
silver
salts
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert 6411 Kunzell Agster
Original Assignee
Filzfabrik Fulda Gmbh & Co, 6400 Fulda
Publication date

Links

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von mit einem Anlaufschutzmittel für Silberwaren versehenen Textilien durch Imprägnieren mit wäßrigen Lösungen von schwefelwasserstoffbindenden Metallsalzen.
Es ist bekannt, Textilien, die zur Verpackung von Silbergeräten dienen, zum Schutz gegen das Anlaufen des Silbers mit Eisendoppelsalzen oder Zinksalzen zu tränken. Es ist weiterhin bekannt, an Stelle derartig getränkter Textilien die Anlaufschutzmittel, z. B. aus Caduiiumsalzen, als flache Blätter oder Tabletten den Verpackungen als unabhängige, auswechselbare Einlagekörper beizulegen, was die Verpackung aber umständlichmacht. Verwendet man Silbersalze, so werden Silbersalze mit der Zeit unter Lichteinwirkung in metallisches Silber zersetzt und die Textilien werden dabei so verfärbt, daß man z. B. nur dunkelbraune oder dunkelblaue Textilien verwenden kann. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die genannten Nachteile zu vermeiden und beliebig farbige Textilien zu verwenden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zur Herstellung von mit einem Anlaufschutzmittel für Silberwaren versehenen Textilien durch Imprägnieren mit wäßrigen Lösungen von schwefelwasserstoffbindenden Metallsalzen, die ungefärbte bis schwach gefärbte Sulfide ergeben, dadurch gelöst, daß man die schwefelwasserstoffbindenden Metallsalze, die ungefärbte bis schwach gefärbte Sulfide ergeben, in Kombination mit hygroskopisch wirksamen anorganisehen Salzen und/oder organischen hygroskopischen Verbindungen, soweit sie mit den verwendeten Metallsalzen keine Ausfällungen ergeben, auf die Textilien aufbringt.
Als Schwefelwasserstoff bindende Substanzen werden solche Metallsalze verwendet, die ungefärbte bzw. schwach gefärbte Sulfide ergeben, z. B. Zink-, Manganoder Cadmiumsalze. Die im Vergleich zu Silber geringere Reaktionsfähigkeit dieser Metallsalze gegen Schwefelwasserstoff wird erfindungsgemäß weitgehendst dadurch aufgehoben, daß die Schwefelwasserstoff bindenden Substanzen nicht allein, sondern nur in Kombination mit hygroskopischen Substanzen verwendet werden und dadurch auf den auszurüstenden Textilien zumindest zum Teil in leicht angelöster und deshalb in wesentlich reaktionsfähigerer Form vorliegen.
Die ursprünglich geringere Reaktionsfähigkeit wird weiterhin auch dadurch ausgeglichen, daß die erfindungsgemäß zu verwendenden Substanzen in unvergleichbar höherem Maße eingesetzt werden als nach einem früheren Verfahren die Silbersalze.
Untersuchungen haben ergeben, daß die Kombination der genannten Metallsalze mit hygroskopisch wirksamen Substanzen die Schutzwirkung gegen Schwefelwasserstoff in einem nicht vorhersehbaren Maß steigert.
Als hygroskopische Substanzen kommen sowohl hygroskopische anorganische Salze als auch hygroskopische organische Körper in Frage, soweit sie mit den anzuwendenden Metallsalzen keine Ausfällungen ergeben.
Die auf diese Weise ausgerüsteten Textilien dienen in erster Linie zum Ausschlagen von Etuis, in denen Silbergegenstände aufbewahrt werden, z. B. zur Herstellung von Besteckkästen. Andere Anwendungsgebiete sind aber dadurch nicht ausgeschlossen.
Beispiel 1
Anlauf schützend auszurüstende Textilien, z. B. Filze, werden trocken in ein Bad getaucht, das 300 g/1 Zinkacetat und 50 g/l Glyzerin enthält. Abquetscheffekt 100 °/o, Trocknung wie üblich.
Beispiel 2
Anlaufschützend auszurüstende Textilien werden trocken in ein Bad getaucht, das 200 g 1 Mangansulfat und 50 g/l Magnesiumchlorid enthält. Abquetscheffekt 100%, Trocknung wie üblich.
Beispiel 3
Anlaufschützend auszurüstende Textilien werden trocken in ein Bad getaucht, das 200 g/l Cadmiumsulfat und 50 g/l Glyzerin enthält. Abquetscheffekt °/o, Trocknung wie üblich.
Eine Verfärbung durch die Ausrüstung sowie durch eine anschließende Begasung mit Schwefelwasserstoff als Gebrauchstest ist kaum sichtbar.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von mit einem Anlaufschutzmittel für Silberwaren versehenen Textilien durch Imprägnieren mit wäßrigen Lösungen von schwefelwasserstoffbindenden Metallsalzen, die ungefärbte bis schwach gefärbte Sulfide ergeben, dadurch gekennzeichnet, daß man die schwefelwasserstoffbindenden Metallsalze, die ungefärbte bis schwach gefärbte Sulfide ergeben, in Kombination mit hygroskopisch wirksamen anorganischen Salzen und/oder organischen hygroskopischen Verbindungen, soweit sie mit den verwendeten Metallsalzen keine Ausfällungen ergeben, auf die Textilien aufbringt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wäßrige Lösungen verwendet werden, die die schwefelwasserstoffabsorbierenden Metallsalze in Mengen von 50 bis 400 g/l, vorzugsweise von 300 g/l, und die hygroskopischen Substanzen in Mengen von 15 bis 150 g/l, vorzugsweise von 50 g/l, enthalten.

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