DE1618799C2 - Verfahren zur Herstellung von Dicarbonsäuredialkylestern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von DicarbonsäuredialkylesternInfo
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Description
3 4
säure (1,1 Gewichtsprozent) auf 2000C und führt dann thyläther liegt nicht über 120 g je kg gebildetem Dikontinuierlich
unter Druck eine Suspension von Tere- methylterephthalat.
phthalsäure in Methanol ein, wobei die Zufuhrmenge . . .
3,2 kg Terephthalsäure je Stunde und 12,8 kg Methanol Beispiel ι
je' Stunde entspricht. 5 Die katalytische Aktivität der m-Benzoldisulfon-
phthalsäure in Methanol ein, wobei die Zufuhrmenge . . .
3,2 kg Terephthalsäure je Stunde und 12,8 kg Methanol Beispiel ι
je' Stunde entspricht. 5 Die katalytische Aktivität der m-Benzoldisulfon-
Der Druck in dem Reaktionsgefäß wird bei einem säure wurde auf folgende Weise geprüft:
absoluten Wert von 2 bar durch Regulierung des Ent- In einem 1,5 Liter fassenden Reaktionsgefäß aus
spannungsventils gehalten. Glas, das mit einem Turbinenmischer, einem Heiz-
Das gebildete Dimethylterephthalat wird in Dampf- mantel, einem Eintauchrohr für die Zuführung von
phase durch das nicht umgesetzte Methanol abgetrennt io Methanol und einer Leitung für den Austritt der
und nach Kondensation der Dämpfe und Kristallisa- Dämpfe von Methanol und den Reaktionsprodukten
tion isoliert. Nach 2stündigem Arbeitsgang erreicht ausgestattet ist, erhitzt man 500 g Dimethylterephtha-
man einen stabilen Betrieb: Die ständig in dem Reak- lat, 150 g Terephthalsäure und 20 g m-Benzoldisulfon-
tionsgefäß vorhandene Terephthalsäure beträgt dann säure auf 18O0C, führt dann 200 g Methanol je Stunde
2 Gewichtsprozent und die Produktion an Dimethyl- 15 zu und gibt von Zeit zu Zeit Terephthalsäure zu, um
terephthalat 3,7 kg/h, was einer Ausbeute von 99%, deren Menge in dem Reaktionsgemisch praktisch auf
bezogen auf umgesetzte Terephthalsäure, entspricht. ihrem Anfangswert zu halten. Die Veresterungsge-
Der Verlust an m-Benzoldisulfonsäiire beträgt nur schwindigkeit wird durch Bestimmung der verschwun-
0,5 g je kg eingesetzte Terephthalsäure. denen Terephthalsäuremenge als Funktion der Zeit ver-
Die Menge an als Nebenprodukt gebildetem Me- 20 folgt. Man erhält die folgenden Ergebnisse:
Zeit (Stunden)
2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24
Menge an verbrauchter Terephthal- 45 40 40 35 35 33 30 30 30 30 30 30
säure in g/Stunde
säure in g/Stunde
Zu Vergleichszwecken wurde dieser Versuch mit Naphthalindisulfonsäure-(2,5) wiederholt. Es wurden die
folgenden Ergebnisse erhalten:
Katalysator: Naphthalindisulfonsäure-(2,5)
Temperatur: 195° C
Katalysatormenge: 80 g
Zeit (Stunden)
2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24
Temperatur: 195° C
Katalysatormenge: 80 g
Zeit (Stunden)
2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24
Menge an verbrauchter Terephthal- 35 35 30 30 30 30 25 25 25 25 25 25
säure in g/Stunde
säure in g/Stunde
Wenn man den Versuch unter Ersatz der m-Benzoldisulfonsäure durch 40 g p-Hydroxycarbonylphenylphosphonsäure
wiederholt, stellt man fest, daß nach 2 Stunden bei 1800C kein Dimethylterephthalat gebildet
ist.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Dicarbon- mäßige Veresterungswirkung, d. h., die Reaktionssäuredialkylestern,
insbesondere aromatischen Di- 5 geschwindigkeit ist wenig erhöht. Demzufolge sind
carbonsäuredialkylestern, durch Veresterung der lange Kontaktzeiten der Reaktionskomponenten, die
Dicarbonsäure mit einem niedrigmolekularen Alka- Verwendung beträchtlicher Mengen dieser Phosphonnol
in Gegenwart eines sauren Katalysators bei säuren, deren Herstellung schwieriger als diejenige der
erhöhter Temperatur unter kontinuierlicher Ab- üblicherweise verwendeten Sulfonsäuren ist, und die
trennung von Dämpfen des Alkanols, des Diesters io Anwendung von Temperaturen von 240 bis 260°C erunddes
Wassers, dadurch ge ken η ze ich- forderlich, was zur Bildung von Nebenprodukten
net, daß man die Veresterung in Gegenwart führt.
einer aromatischen Disulfonsaure als Katalysator , Es wurde nun gefunden, daß die Herstellung von
durchführt. Dicarbonsäuredialkylestern, insbesondere aromati-
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- 15 sehen Dicarbonsäuredialkylestern, durch Veresterung
zeichnet, daß man als aromatische Disulfonsaure der Dicarbonsäure mit einem niedrigmolekularen AI-m-Benzoldisulfonsäure
verwendet. kohol in Gegenwart eines sauren Katalysators bei erhöhter
Temperatur unter kontinuierlicher Abtrennung von Dämpfen des Alkanols, des Diesters und des
20 Wassers wesentlich verbessert wird, wenn man die Veresterung in Gegenwart einer aromatischen Disulfonsaure
als Katalysator durchführt.
Mit den aromatischen Disulfonsäuren gelingt eine
Die neutralen Ester von organischen Dicarbonsäuren rasche Veresterung bei verhältnismäßig wenig erhöhten
haben zahlreiche technische Anwendungen gefunden. 25 Temperaturen und Drücken; zudem verändert sich der
Es ist beispielsweise bekannt, daß die Benzoldicarbon- Katalysatorgehalt in dem Reaktionsgemisch praktisch
säuredialkylester niedrigmolekularer Alkohole zur nicht, wodurch eine kontinuierliche Zugabe des Kata-Herstellung
von Polyestern verwendet werden können, lysators entfällt und dadurch die Gewinnung der Carwobei
zunächst eine Umesterung mit Diolen, wie bei- bonsäuredialkylester außerordentlich vereinfacht wird,
spielsweise Äthylenglykol und anschließend eine Poly- 30 Als aromatische Disulfonsäuren sind z. B. die Benzolkondensation
durchgeführt wird. Aus Dimethyltere- disulfonsäuren, die Naphthalindisulfonsäuren-(2,7),
phthalat gelangt man so zu Polyäthylenglykoltere- -(2,6) oder -(2,5), die ToIuoldisulfonsäuren-(2,4) oder
phthalat. -(2,5) oder die o-Xyloldisulfonsäure-(3,5), geeignet.
Es sind zahlreiche Verfahren zur Herstellung von Die Veresterungstemperatur in Gegenwart von
neutralen Benzoldicarbonsäuredialkylestern durch Um- 35 aromatischen Disulfonsäuren kann zwischen 150 und
Setzung von Benzoldicarbonsäuren mit einwertigen Al- 230°C und vorzugsweise zwischen 170 und 210°C
koholen, insbesondere mit Methanol und Äthanol, be- liegen, der Druck zwischen 1 und 10 bar, je nach den
kannt. Im allgemeinen erhitzt man ein Gemisch der eingesetzten Reaktionskomponenten.
Säure und des Alkohols unter Druck in Gegenwart Die Katalysatormenge kann je nach Art der einge-
oder Abwesenheit eines Katalysators. Außerdem trennt 4° setzten Säuren und Alkohole variieren. Man verman
zur Verschiebung des Gleichgewichts in Richtung wendet vorzugsweise 1 bis 15 Gewichtsprozent aroma-Esterbildung
im allgemeinen den Diester und das tische Disulfonsaure, bezogen auf das Gewicht des
Wasser in Form von Dampf gleichzeitig mit einem Teil Reaktionsgemisches. Es können aber auch größere
des Alkohols, den man insgesamt in ejnem Überschuß, Mengen verwendet werden.
bezogen auf die eingesetzte Disäure, verwendet, ab. 45 Die Veresterungsreaktion in Gegenwart von aroma-Diese
Verfahren weisen jedoch noch Nachteile auf. tischen Disulfonsäuren kann in üblicher Weise durch-In
Abwesenheit von Katalysatoren ist man zur Er- geführt werden: Man kann beispielsweise den Alkohol
zielung der erforderlichen Veresterungsgeschwindig- in eine Charge der Säure oder der Säure und des
keiten gezwungen, bei hohen Temperaturen zu arbeiten, Esters, die den Katalysator enthält und auf die gewobei
sich dann zahlreiche Nebenprodukte bilden. Mit 5o wünschte Temperatur gebracht ist, einführen, wobei
üblichen Katalysatoren, wie Schwefelsäure oder Mono- die Reaktionsprodukte, wie oben angegeben, abgesulfonsäuren,
kann man zwar bei niedrigeren Tempera- trennt werden; man kann auch kontinuierlich arbeiten,
türen und vorteilhaften Veresterungsgeschwindigkeiten wobei der Alkohol und die Säure in das Reaktionsarbeiten und auf diese Weise die Bildung von Neben- gefäß im Maße der Abtrennung des gebildeten Carbonprodukten
vermeiden. Man hat jedoch festgestellt, daß 55 säureesters eingeführt werden,
es auf Grund einer geringen Wärmebeständigkeit oder Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung,
der Flüchtigkeit des Katalysators oder des Esters erforderlich ist, kontinuierlich frischen Katalysator zuzugeben,
um die erforderliche Veresterungsgeschwindig- B e i s ρ i e 1 1 keit der Dicarbonsäuren aufrechtzuerhalten. Außer- 6o
dem ist der gebildete Diester verunreinigt, beispiels- In einem Reaktionsgefäß aus rostfreiem Stahl mit
weise mit Schwefelsäureestern, deren Abtrennung einem Fassungsvermögen von 25 1, das zum Arbeiten
schwierig und kompliziert ist. unter Druck eingerichtet und mit einer Vorrichtung
Diesen durch die Verwendung von Schwefelsäure zum Bewegen, einem Heizmantel, Zuleitungen für die
oder Monosulfonsäure bedingten Nachteilen hat man 65 Reaktionskomponenten und einer mit einem Entspandurch
Einsatz von aromatischen Phosphonsäuren, nungsventil versehenen Abführungsleitung für die Rederen
aromatischer Teil eine funktioneile Gruppe, z. B. aktionsprodukte ausgestattet ist, erhitzt man 20 kg
eine Sülfonylgruppe, eine Phosphonylgruppe H2PO3-, Dimethylterephthalat und 0,220 kg m-Benzoldisulfon-
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR44787 | 1966-01-04 | ||
| DER0044981 | 1967-01-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1618799C2 true DE1618799C2 (de) | 1976-07-22 |
Family
ID=
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