DE1618689C - - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur
Herstellung von Diäthylbenzol duich Disproportionierung,
von Äthylbenzol bei erhöhter Temperatur und in Gegenwart von AlCI3 als Katalysator.
Es sind verschiedene Verfahren zur Herstellung von Diäthylbenzol bekannt. Von diesen Verfahren seien die
Alkylierung von Benzol mit Äthylen in Gegenwart von Aluminiumchlorid oder die Alkylierung von Äthylbenzol
mit Äthylen erwähnt. Das zuerst erwähnte Verfahren besitzt den Nachteil, daß geringe Ausbeuten an
Diäthylbenzol erhalten werden, da letzteres als Nebenprodukt bei dem Verfahren zur Herstellung von Äthylbenzol
neben anderen Polyäthylbenzolen anfällt.
Das zweite erwähnte Verfahren überwindet die Nachteile jdes zuerst genannten Verfahrens insofern,
als man als Hauptprodukt der Umsetzung das Diäthylbenzol in einer erhöhten Ausbeute erhält. Diese Verfahren
haben den Nachteil, daß ein erheblicher technischer Aufwand erforderlich ist, um einerseits Äthylen
durch Dehydration von Äthylalkohol oder durch Pyrolyse von Raffineriegas herzustellen und andererseits
die Alkylierung in Gegenwart von Aluminiumchlorid durchzuführen; außerdem sind Anlagen erforderlich,
in welchen Diäthylbenzol in der Nachbarschaft von Äthylenquellen hergestellt wird.
Weiterhin ist es bekannt, Diäthylbenzol durch Disproportionieren von Äthylbenzol herzustellen. Nach
Liebigs »Annalen der Chemie«, Bd. 270, 1892, S. 155 bis 159, wird hierzu als Katalysator AlCl3 verwendet.
Nähere Angaben über die geeigneten Katalysatormengen fehlen. Es wird bei Temperaturen von 1000C
und 136°C gearbeitet. Bei 100°C wurde 10 Stunden lang gearbeitet, bei 136°C der Versuch nach 2 Stunden
unterbrochen. In der USA.-Patentschrift 2 528 893, Spalte 2, Absatz 1 wird im Zusammenhang mit der
Anwendung von AlCl3 als Katalysator für das Disproportionieren
von Äthylbenzol zu Diäthylbenzol darauf hingewiesen, daß bei einer Behandlung eines Gemisches
aus 3 Mol Benzol und 1,5 Mol Diäthylbenzol während 3 Stunden mit AlCl3 das Diäthylbenzol zu über 50% in
Äthylbenzol zurückverwandelt wurde. Ein Anreiz für den Fachmann, AlCl3 als Katalysator für das Disproportionieren
von Äthylbenzol zu verwenden, war danach, abgesehen von der langen Arbeitszeit, nicht
gegeben.
Bei den Verfahren der USA.-Patentschriften 2 528 893. und 2 683 759 werden zwar durch Anwendung
anderer Katalysatoren (HF + BF3, bzw. HF + TiF4) höhere Ausbeuten an Diäthylbenzol erzielt,
jedoch sind die Arbeitsbedingungen in verschiedener Hinsicht weniger günstig. Der verwendete Fluorwasserstoff
ist sehr giftig, höchst aggressiv und bedingt besondere "Schützmäßriahrnen im Betrieb, weiterhin sind
die Vorgeschlagenen Katalysatormengen relativ hoch. So, werden -beim Verfahren der USA.-Patentschrift
ίο 2 683 759 200 Volumprozent HF und 1 Mol TiF4 für
1. Mol Äthylbenzol verbraucht.
Das erfindungsgemäße Verfahren beseitigt alle diese Nachteile. Es ist in sehr kurzer Arbeitszeit mit relativ
niedrigen und ungiftigen Katalysatormengen ohne besondere Schutzmaßnahmen im Betrieb durchführbar.
Die erforderliche Vorrichtung ist wesentlich einfacher als bei den bekannten Verfahren.
Es ermöglicht die Herstellung von Diäthylbenzol in einer Endausbeute von 70% bei einem Umsatz von
so 33% Äthylbenzol zu Diäthylbenzol, welches hauptsächlich
aus einem Gemisch aus m- und p-Isomeren mit nur geringen Anteilen an o-Isomeren besteht. Im
Vergleich zu den USA.-Patentschriften 2 582 893 und 2 683 759 ist die Leistung des Reaktors viel höher.
Gleichzeitig sind die Einrichtungen für die Herstellung von Diäthylbenzol einfacher.
Das Verfahren der Erfindung zur Herstellung von Diäthylbenzol durch Disproportionierung von Äthylbenzol
bei erhöhter Temperatur und in Gegenwart von AlCl3 als Katalysator ist dadurch gekennzeichnet, daß
man Äthylbenzol.aus der katalytischen Reformierung von Erdöl in Gegenwart von 3 bis 10, vorzugsweise von
5 Gewichtsprozent AlCl3, bezogen auf das Äthylbenzol,
bei einer Temperatur von 80 bis 1000C während ungefährt 5 Minuten disproportioniert.
Das nachfolgende Beispiel erläutert die Erfindung.
In ein mit einem Kunststoff aus Phenol-Formaldehyd-Kondensationsprodukten
verkleidetes Gefäß aus Stahl werden 100 g Äthylbenzol einer Reinheit von 98 %, wie es bei der katalytischen Reformierung von
Erdölen anfällt, und 5 g AlCl3 eingeführt. Dann wird auf 1000C erhitzt, wobei der innige Kontakt zwischen
dem Äthylbenzol und dem Katalysator durch kräftiges Rühren gewährleistet wird.
Nach ungefähr 5 Minuten wird eine optimale Diäthylbenzol-Konzentration
in der Reaktionsmasse erreicht; diese setzt sich aus 22 Gewichtsprozent Benzol,
41 Gewichtsprozent Äthylbenzol, 33 % m- und p-Diäthylbenzol,
1,5% o-Diäthylbenzol und 2,5 Gewichtsprozent Polyäthylbenzolen zusammen. Durch
Waschen, Neutralisation, Trocknen und Fraktionierung des Reaktionsproduktes erhält man m- und p-Diäthylbenzol
mit einer Reinheit von oberhalb 99 % mit einer Endausbeute von 70% bei einem Umsatz von
33 Gewichtsprozent des eingesetzten Äthylbenzols. Zur Erhöhung der Diäthylbenzol-Ausbeute werden anschließend
die Polyäthylbenzole zusammen mit dem
noch nicht umgesetzten Äthylbenzol in die Disproportionierungsstufe
zurückgeführt. Infolge des großen Siedepunktunterschieds kann das entstandene Benzol
durch eine einfache Rektifikation rein erhalten und anderen Verwendungszwecken zugeführt werden.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von Diäthylbenzol durch Disproportionierung von Äthylbenzol bei erhöhter Temperatur und in Gegenwart von AlCl3 als Katalysator, dadurch gekennzeichnet, daß man Äthylbenzol aus der katalytischen Reformierung von Erdöl in Gegenwart von 3 bis 10, vorzugsweise von 5 Gewichtsprozent AlCl3, bezogen auf das Äthylbenzol, bei einer Temperatur von .80 bis 1000C während ungefähr 5 Minuten disproportioniert.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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|---|---|---|---|
| DE19671618689 Granted DE1618689A1 (de) | 1967-04-28 | 1967-04-28 | Verfahren zur Herstellung von Diaethylbenzol |
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1967
- 1967-04-28 DE DE19671618689 patent/DE1618689A1/de active Granted
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