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DE1618447C3 - Verfahren zur Trennung von Acrylnitril und Acetonitril - Google Patents

Verfahren zur Trennung von Acrylnitril und Acetonitril

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Publication number
DE1618447C3
DE1618447C3 DE19671618447 DE1618447A DE1618447C3 DE 1618447 C3 DE1618447 C3 DE 1618447C3 DE 19671618447 DE19671618447 DE 19671618447 DE 1618447 A DE1618447 A DE 1618447A DE 1618447 C3 DE1618447 C3 DE 1618447C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acetonitrile
column
acrylonitrile
water
separating
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19671618447
Other languages
English (en)
Other versions
DE1618447A1 (de
DE1618447B2 (de
Inventor
Feliks Dipl.-Ing. 5090 Leverkusen Bitners
Hans-Walther Dr. 5000 Koeln Brandt
Arnold Dr. 4047 Dormagen Hausweiler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Publication of DE1618447A1 publication Critical patent/DE1618447A1/de
Publication of DE1618447B2 publication Critical patent/DE1618447B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1618447C3 publication Critical patent/DE1618447C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C253/00Preparation of carboxylic acid nitriles
    • C07C253/32Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C253/34Separation; Purification

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

der wäßrige Ablauf aus dem Unterteil der Extraktionsdestillationskolorine (B) einer Abtreiberkolonne (C) zur Abtrennung des. darin enthaltenen Acetonitrils zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Extraktionsdestillationskolonne (B) verwendet, die im Bereich unterhalb der Zuführung des Ablaufes aus der Waschkolonne (A) 7 bis 12 Trennböden mehr enthält als zur Trennung von Acrylnitril und Acetoni-
den Nitrile aus einem Gasgemisch in einer Waschkolonne A und Extraktionsdestillation des wäßrigen Ablaufs aus der Waschkolonne A in einer Extraktionsdestillationskolonne B, wobei das Acrylnitril gasförmig über Kopf der Kolonne abgetrieben und der wäßrige Ablauf aus dem Unterteil der Extraktionsdestillationskolonne B einer Abtreiberkolonne C zur Abtrennung des darin enthaltenen Acetonitrils zugeführt wird, gefunden, das dadurch gekennzeichnet ist, daß
tril notwendig wären, im Unterteil dieser Kolonne 20 man eine Extraktionsdestillationskolonne verwendet,
(B) im Bereich des 6. bis 11. Bodens als Seiten- die im Bereich unterhalb der Zuführung des Ablaufes
strom eine Teilmenge des Wassers mit dem über- aus der Waschkolonne A 7 bis 12 Trennböden mehr
wiegendenden Teil des Acetonitrils abzieht sowie enthält als zur Trennung von Acrylnitril und Acetoni-
diesen Strom zur Gewinnung des Acetonitrils zu tril notwendig wären, im Unterteil dieser Kolonne B
der Abtreiberkolonne (C) und den Sumpfablauf 25 im Bereich des 6. bis 11. Bodens als Seitenstrom eine
auf
aus der Extraktionsdestillationskolonne
Kopf der Waschkolonne (A) führt.
Teilmenge des Wassers mit dem überwiegenden Teil des Acetonitrils abzieht sowie diesen Seitenstrom zur Gewinnung des Acetonitrils zu der Abtreiberkolonne C und den Sumpfablauf aus der Extraktionsdestillationskolonne auf den Kopf der Waschkolonne A führt.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren bildet man also den Abtriebsteil der Kolonne so aus, daß er 7 bis 12 Trennböden mehr enthält als zur Trennung von Acrylnitril und Acetonitril und zum Abzug einer wäß-
Bei den bekannten Verfahren zur Herstellung von
Acrylnitril durch katalytische Oxydation von Propylen
in Gegenwart von Ammoniak entstehen als Neben- 35 rigen Acetonitrillösung aus dem Sumpf notwendig
produkte stets beträchtliche Mengen an Acetonitril und Blausäure.
Die destillative Abtrennung der Blausäure von Acrylnitril bietet keine technischen Schwierigkeiten,
wäre. Dadurch erreicht man, daß die die Kolonne durchlaufende Flüssigkeit nicht erst am untersten Boden, sondern bereits 7 bis 12 Böden darüber frei wird von Acrilnitril. Diese 7 bis 12 Böden im Kolon
dagegen ist die Trennung von Acrylnitril und Acetoni- 40 nenunterteil nutzt man aus, um Acetonitril aus dem tril durch Destillation praktisch nicht möglich; sie Sumpf auszutreiben; es reichert sich im Bereich des wird bei den bekannten Verfahren mit Hilfe von Extraktionen oder extraktiven Destillationen durchge
führt. Die größte praktische Bedeutung haben bisher
6. bis 11. Bodens an und kann dort mit einem Teil des die Kolonne durchlaufenden Wassers als Seitenstrom abgezogen werden, während der Rest des Was-Verfahren, die sich der extraktiven Destillation bedie- 45 sers mit Spuren Acetonitril am Sumpf der Kolonne nen. Beispielsweise wird entsprechend der britischen abläuft und auf den Kopf des Wäschers A zurückge-Patentschrift 981 662 das den Reaktionsteil verlassen- führt wird. In dem Seitenstrom der Extraktionsde und von überschüssigem Ammoniak befreite Re- destillationskolonne B ist Acetonitril angereichert, aktionsgas in einer Absorptionskolonne mit Wasser es wird zu dem Abtreiber C geführt, wo Acetonitril gewaschen. Dabei werden aus dem Gas das gesamte 50 über Kopf abdestilliert und gewonnen wird. Das we-Acetonitril sowie teilweise Acrylnitril und Blausäure sentliche des erfindungsgemäßen Verfahrens ist also, oder aber sämtliche Nitrile vollständig ausgewaschen. daß man nicht — entsprechend dem Stand der Tech-Die nitrilfreien Reaktionsgase enthalten noch restli- nik — am Sumpf der Kolonne B das gesamte Wasser ches Propylen sowie Propan und Kohlenoxide. Zur mit dem gesamten Acetonitril abzieht und zur Abtren-Beseitigung dieser Stoffe weiden die Gase im Gemisch 55 nung von Acetonitril über einen Abtreiber C führt, mit Luft in Fackeln und oder Öfen verbrannt. sondern durch zusätzliche Anbringung eines »Aceto-
Die wäßrige Lösung der Nitrile gelangt dann in eine nitrilabtreibers« im Unterteil der Kolonne B erreicht, Extraktionsdestillationskolonne, die am Sumpf be- daß man fast das gesamte Acetonitril zusammen mit heizt ist und am Kopf Zulauf von nitrilfreiem Wasser z. B. der Hälfte des gesamten Wassers im Seitenstrom hat. Durch extraktive Destillation trennt man Acryl- 60 abzieht und zur Abtrennung von Acetonitril in einen iiitril und Blausäure, die gasförmig über Kopf gehen, Abtreiber C führt, in dem nun nur noch etwa die von Acetonitril, das als wäßrige Lösung am Sumpf ab- Hälfte des Dampfes verbraucht wird wie bei den vom gezogen und in einer Abtreiberkolonne aus der wäß- Stand der Technik bekannten Verfahren,
rigen Lösung abdestilliert wird. Der Sumpfablauf aus Es war überraschend und nicht vorauszusehen, daß
der dritten Kolonne besteht aus Wasser, das abge- 65 man mit dem geringen Aufwand von nur 7 bis 12
kühlt und der Extraktionsdestillations- und der Abtreiberkolonne wieder zugeführt wird. Ein Nachteil dieser Verfahren ist, daß dem Acetonitrilabtreiber eine
Böden im Unterteil der Extraktionsdestillationskolonne B das Acetonitril so stark in einem Seitenstrom anreichern kann, daß man beim Abtreiben in der Ko-
lonne C etwa 95% des gesamten Acetonitrils isoliert und nur etwa die halbe Dampfmenge wie bei den bisher bekannten Verfahren verbraucht, und daß die Anreicherung von Acetonitril im Bereich des 6. bis II. Bodens gelingt, ohne daß die im Oberteil der Kolonne stattfindende extraktive Destillation beeinträchtigt wird, d. h. ohne daß am Kopf der Kolonne ein Durchbruch von Acetonitril erfolgt.
Das erfindungsgemäße Verfahren hat sehr große technische Bedeutung, weil es bei den Verfahren zur Herstellung und Gewinnung von Acrylnitril aus Propylen und Ammoniak den Dampfverbrauch um etwa 2000 bis 2600 kg pro JOOO kg erzeugtes Acrylnitril senken kann.
Beispiel
54 800 Nm3/h eines Reaktionsgases aus einem Verfahren zur Herstellung von Acrylnitril durch Oxydation von Propylen in Gegenwart von Ammoniak werden durch die Leitung I in den Sumpf einer Waschkolonne A mit 45 Trennböden eingefahren. Das Gas enthält 3 125 kg Acrylnitril, 320 kg Acetonitril und 1415 kg Blausäure; die Temperatur beträgt 250C. Aus dem Sumpf der Waschkolonne A werden 92 859 kg/h einer wäßrigen Lösung mit 3 100 kg Acrylnitril, 320 kg Acetonitril und 1415 kg Blausäure durch die Leitung 2 abgezogen und nach Vorwärmung auf 80"C auf den 42. Boden einer insgesamt 72 Böden enthaltenden Extraktionsdestiliationskolonne B geführt. Auf den obersten Boden der Kolonne B laufen durch Leitung 3 30 000 kg/h Wasser mit KfC. Der Sumpf der Kolonne B wird über Leitung 4 mit 12,7 t/h Dampf beheizt. Über Kopf werden durch Leitung 5 3 100 kg/h Acrylnitril, I 390 kg/h Blausäure, 2 500 kg/h Wasser
ίο und 0,5 kg/h Acetonitril gasförmig abgezogen und kondensiert. Am 7. Boden der Kolonne B werden durch Leitung 6 53 368 kg/h Wasser, 309,5 kg/h' Acetonitril und 7 kg/h Blausäure flüssig abgezogen und auf den Abtreiber C geführt, in dem daraus unter Anwendung von 6,2 t/h Dampf durch Leitung 7 309,5 kg/h Acetonitril, 77,1 kg/h Wasser und 7 kg/h Blausäure über Leitung 8 abgetrieben werden.
Von dem Sumpfablauf aus Kolonne C werden durch Leitung 9 33 000 kg/h Wasser auf 70 C abgekühlt und auf den obersten Boden der Kolonne B über Leitung 3 zurückgeführt.
Aus dem Sumpf der Kolonne B werden 70 000 kg/h Wasser und 10 kg/h Acetonitril auf 70 bis 100 C abgekühlt und über Leitung 10 auf den obersten Boden des Wäschers A geführt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Trennung von Acrylnitril und Acetonitril durch Auswaschen der beiden Nitrile aus einem Gasgemisch in einer Wasch kolonne (A) und Extraktionsdestillation des wäßrigen Ablaufs aus der Waschkolonne (A) in einer Extraktionsdeslillationskolonne (B), wobei das Acrylnitril
    sehr große Menge an Wasser mit relativ wenig Acetonitril zuläuft (weniger als I Gewichtsprozent) und daß der Dampf verbrauch in dieser Kolonne zum Austreiben von Acetonitril entsprechend hoch ist. Dieser Aufwand ist sehr unwirtschaftlich, zumal bei den bisher bekannten Verfahren das ausgetriebene Acetonitril anschließend durch Verbrennung teilweise oder vollständig vernichtet wird.
    Es wurde nun ein Verfahren zur Trennung von
    gasförmig über Kopf der Kolonne abgetrieben und io Acrylnitril und Acetonitril durch Auswachen der bei
DE19671618447 1967-06-24 1967-06-24 Verfahren zur Trennung von Acrylnitril und Acetonitril Expired DE1618447C3 (de)

Applications Claiming Priority (1)

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DEF0052796 1967-06-24

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1618447A1 DE1618447A1 (de) 1970-12-17
DE1618447B2 DE1618447B2 (de) 1973-07-12
DE1618447C3 true DE1618447C3 (de) 1975-09-11

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DE19671618447 Expired DE1618447C3 (de) 1967-06-24 1967-06-24 Verfahren zur Trennung von Acrylnitril und Acetonitril

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DE (1) DE1618447C3 (de)
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GB (1) GB1218405A (de)
IT (1) IT836750A (de)
NL (1) NL6808563A (de)

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Publication number Publication date
BE717042A (de) 1968-12-24
NL6808563A (de) 1968-12-27
FR1571726A (de) 1969-06-20
GB1218405A (en) 1971-01-06
IT836750A (de)
DE1618447A1 (de) 1970-12-17
DE1618447B2 (de) 1973-07-12

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