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Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Herstellen von Tragetaschen
mit innenseitig befestigten Traghenkeln Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum
kontinuierlichen Herstellen von Tragetaschen mit innenseitig befestigten Traghenkeln,
bei dem eine"fortlaufend bewegte Gutbahn nach entsprechender Vorbereitung mit Traghenkeln
bestückt, danach in Abschnitte zerlegt und abschnittsweise in die Tragetaschenform
gefaltet wird, sowie eine Vorrichtung zum Durchführen dieses Verfahrens, die aus
einer Bearbeitungs-. maschine und einer nachgeschalteten Falzmaschine besteht, wobei
die Bearbeitungsmaschine Einrichtungen zur Bestückung einer kontinuierlich bewegten
Gutbahn mit Traghenkeln und die Falzmaschine Schneid4 Leim- und Falzeinrichtungen
um aus der Gutbahn Taschen zu bilden.
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Tragetaschen sind ein Massenverbrauchsartikel. Mit der zum Teil noch
angewendeten Handanfertigung kann der große Bedarf an Tragetaschen auf wirtschaftliche
Weihe' nicht gedeckt werden.
Tragetaschen werden aber auch
bereits maschinell hergestellt. Dabei wird eine kontinuierlich von einem Rollenvorrat
abgezeogene Gutbahn, beispielsweise aus Papier, nach entsprechender Vorbereitung
mit Traghenkeln bestückt, danach in eine Schlauchform überführt, in Abschnitte zerlegt
und schließlich in die Form der Tragetaschen überführt, indem an die in die Schlauchform
gebrachten Bahnabschnitte Taschenböden gefaltet werden. Auch die maschinelle Herstellung
von Tragetaschen mit Traghenkeln läßt sich häufig nicht wirtschaftlich durchführen,
weil der Bau- und Betriebsaufwand im Vergleich zur Anzahl und Qualität der hergestellten
Tragetaschen, d.h. geleisteten Arbeit zu groß ist.
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Ba ist nämlich meist sehr schwierig, Traghenkel aus einem Gierkatoff-geeigneter
Festigkeit mit der erforderlichen Geschwindigkeit zu bilden, und danach nicht nur
genau plaeiert auf diese zur Tragetaschenbildung verwendete Gutbahn aufzubringer@
sondern auch fest genug mit dieser zu verbinden.
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Es werden beispielsweise Kunststoffbänder oder Kordeln, die einem
Rollenvorrat entnommen werden, zu Schlaufen ausgezogen, vom Rollenvorrat getrennt
und mit der Gutbahn durch Klebung sowie gegebenenfalls durch zusätzliche Verstärkungeatreifen
verbunden. Es wurde auch schon vorgeschlagen, Traghenkel mit Verstärkungsstreifen
als selbständige Einheiten getrennt vor-'
zufertigen und auf die
Gutbahn während deren Förderung aufzulegen. Nach-einem anderen Vorschlag bilden
mit Verstärkungsstreifen ausgerüstete Traghenkel, in dem sie mit den Ver.# stärkungsstreifen
zusammenhängen, ein Band,-das getrennt vorgefertigt werden kann. Durch Bildung eines
Rollenvorrates beispielsweise und Abziehen dieses Bandes von dem Rollenvorrat, können
danach einzelne Traghenkel durch Zerschneiden des Verstärkungsstreifens gebildet
und als Einheit auf die bewegte. Guthahn aufgelegt werden.
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Bei Anwendung der geschilderten bekannten Verfahren und VorrichtunLen
zur.; Herstellen von Tragetaschen mit innenseitig befestigten hragiienkeln, treten
außer den geschilderten Herstellungsschwierigkeiten. aber auch noch Nachteile bei
der Lagerhaltung, beire Transport und der weiteren Handhabung ein. Diese werden
dadurch hervorgerufen, duwß die nach der. bekannten Verfahren und @it den bekannten
Vorrichtungen hergestellter, Trageta:;chen übfr deren oberen Rand nach außen ragende
Traghenkel auf;--eisen.-Bei Bildung banderolisierter Bündel aus gefertigten Tragetaschen,
nehmen die nach außen weisenden Traghenkel Lager-'und Transportraum ein und verhindern
außerdem auch eine vorteilhafte Stapelung. Diese nach außen weisenden Traggriffe
sind aber auch durch äußere Einflüsse beim Transport und bei der Lagerhaltung gefährdet
und können leicht beschädigt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe
zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so auszubilden,
ddB Tragetauchen mit innenseitig befestigter:, jedoch auf der Innenseite der Tasche
in Richtung auf den Taschenboden zurückgeklappten Traghenkeln als Massenartikel
wirtschaftlich hergestellt werden können.
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Eine maschinelle Herstellung von Tragetaschen mit zum Taschenboden
geklappten, innenseitig befestigten Traghenkeln ist bisher nicht möglich.
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, Die Erfindung löst die vorgenannte Aufgab,- jedoch dadurch, daß
bei dem einleiter:d genannten Verfahren vorbereitete Abschnitte eines bahnförmigen
Traghenkelwerkstoffes in die Gestalt U-förmiger Traghenkel gefaltet und entweder
mit den freien Schenkeln oder dem Bügelteil voran weiter gefördert werden, wobei
die mit den Schenkeln vorangeförderten Traghenkel geschwindigkeitsgleich auf die
belein:te Gutbahn auflegt und nach dem Aufkleben eines beide ichenkelenden bedeckenden
Verstärkungsstreifens mit dem Hügelteil von der Gutbahn abEehober sowie in Förderrichtung
auf den Verst:irkungsstreifen geklappt werden, während bei den mit dem Bügelteil
voran weitergeförderten Traghenkeln auf die Schenkel unmittelbar hinter dem Bügelteil
zunächst ein Verstärkungsstreifen aufgelegt und durch Hochklappen und Andrücken
der zuvor beleiniten Schenkelenden befestigt und der Traghenkel alsdann in dieser
Klapplage
geschwindigkeitsgleich auf die Gutbahn aufgelegt wird.
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Beim neuen Verfahren wird die Bildung der Traghenkel und Auflage derselben
auf die Gutbann erstmals durch Verfahrenshandlungen ausgeführt, bei denen keine
Unterbrechung des kontinuierlichen Bewegungsflusses der Gutbahn oder der in den
einzelnen Fertigungsstadien befindlichen Traghenkel erforderlich ist. Das bedeutet,
daß die Traghenkelbildung einfach, schnell und fließend durchgeführt und somit die
Herstellung von Tragetaschen mit Traghenkeln einfach-und in besonderem Maße rationell
möglich ist. Außerdem können nun durch das neue Verfahren erstmalig Tragetaschen
mit innenseitig befestigten und zum Taschenboden zurückgeklappten Traghenkeln maschinell
gefertigt werden.
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Durch die in einem vollautomatischen fließenden Ablauf mögliche Herstellung
von Tragetaschen mit zurückgeklappten Traghenkeln werden aber außerdem aich fertigungstechnische
Vorteile erzielt. Durch die zurückgeklappten Traghenkel wird die Länge des von den
Taschen auf der Förderstrecke eingenommenen Streckenabschnittes gegenüber den bisherigen
Verfahren je .Tasche um die Länge der im Normalzustand über den Taschenrand nach
außen ragenden Traghenkel verkürzt. Je kleiner die -Abmessungen der Tragetaschen
sind, die hergestellt werden, um
so größer ist der prozentuale Anteil
der Förderstrecke, den die Traghenkel bei Anwendung bekannter Verfahren einnehmen.
Bei Durchführung des neuen Verfahrens tritt daher ein erheblicher Gewinn an verfügbarer
Förderstrecke ein, der um so größer ist, je kleiner die Abmessungen der hergestellten
Tragetaschen sind. So werden selbst dann, wenn mit der gleichen Geschwindigkeit
wie bei den bekannten Verfahren gearbeitet wird, dadurch daß bei dem neuen Verfahren
wesentlich mehr in Herstellung befindliche Tragetaschen auf einer gegebenen Förderstrecke
untergebracht werden können, auch entsprechend mehr Tragetascren.als bisher in der
gleichen Zeiteinheit hergestellt.
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Beim Stapeln und Bilden von Bündeln von Tragetaschen mit nach außen
ragenden Traghenkeln werden die Stapel und Bündel durch die im Vergleich zur Tasche
selbst wesentlich dickeren Taschenböden einseitig schief und lassen sich nur umständlich
handhaben. Durch die zurückgeklappten Traghenkel sind die Tragtaschen nunmehr aber
nicrt nur am Boden bondern auch am anderen Ende durch die aufeinanderliegenden und
zurückgeklappten Traghenkel dicker als in den Zwischenbereichen.
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Bei geeigneter Materialwahl fUr die Traghenkel kann nun
er-
reicht werden, daß die Tragetaschen beim Stapeln am oberen Eride
genau so dick sind wie am Boden, so daß erstmals gleich-
mäßige,
gerade Stapel oder Bündel gebildet werden können. Wenn die Abschnitte des Traghenkelwerkstoffes
in die U-Form gefaltet werden, entsteht £in zwischen den Schenkeln liegender Mittelteil,
der den Bügelteil des Traghenkels darstellt. Dieser Hügelteil ist durch den Faltvorgang
an einer seiner beiden Längskanten nur-so lang, wie der egenseitige Abstand der
Innenkanten der Schenkel, an der anderen-Kante aber ist er um das Doppelte der Breite
der Schenkel länger. La ist vorteilhaft, wenn' die längere Kante des Bügelteiles
bei in Gebrauchszustand befindlichem Traghenkel nach außen weist. Traghenkel, die
nach dem Falten der U-Form mit dem Bügelteil voran weitergefördert werden, würden
diese Lage nicht einnehmen können, deshalb kennzeichnet sich eine weitere Ausgestaltung
des neuen Verfahrens dadurch, daß die mit dem Bügelteil voran weitergeförderten
Traghenkel vor dem ßeleinen und Auflegen der Verstärkungsstreifen gewendet werdet:.
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ßei einer Weiterbildung des neuen Verfahrens werden die Traghenkel
vor der. Hochklappen vier Schenkelenden oder des Büge1-te@les auf der Länge der
Schenkel vorgefalzt. Dadurch wird nicht nur der folgende Faltvorgang erleichtert,
sondern auch erreicht, daß die Hügelteile der Traghenkel von sich aus jereits bestrebt
sind, die durch den nachfolgenden Faltvorgang herbeigeführte Lage beizubehalten.
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Traghenkel, deren Bügelteile auf die Verstärkungsstreifen geklappt
sind, und die zusammen mit der Gutbahn weitergefördert werden, können bei
hoher
Fördergefichwindigkeit durch den luftwiderstand,bei Verwendung steiferer Traghenkelwerkstoffe
durch den Traghenkeln innewohnende Rückf ormkräf te wieder mit den Bügelteilen von
den Verstärkungsstreifen abheben. Dadurch würden sich schwere Betriebestörungen
einstellen, weil sich die hochstehenden Tragrrnkel bzw. Bügelteile derselben in
den zur Tragtaschenbildung zu passierenden Schneideinrichtungen Leim und Faltwerken
verfnngen. Um derartige Störungen mit Sicherheit zu vermeiden, ist es zweckmäßig,
das neue Verfahren derart weiterzubilden, daß zum lösbaren Festlegen der Traghenkel
in ihrer Klapplage entweder vor dem Hochklappen der Bügelteile oder vor dem Auflegen
der Verstärkungsstreifen auf die Verstärkungsstreifen oder auf die Schenkel punktförmig
Leim aufgetragen wird.
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Bei den bekannten Verfahren werden für die Traghenkel überwiegend
vergleichsweise teure, zum Teil aber auch nicht faltbp re Werkstoffe verwendet.
Bei teuren Tragrenkelwerkstoffen wird die Tragetaschenherstellung durch den Werkstoffpreis,
bei nicht faltbaren Werkstoffen durch einen gesteigerten Vorrichtungsaufw;nd beeinträchtigt.
Bei nicht faltbaren.Traghenkelwerkstoflen liegen nämlich die Traghenkel mit ihren
Bügelteilen nicht in der Ebene der Gutbahn und es müssen entsprechende Maßnahmen
ergriffen werden, um zu verhindern, dRß die von der Gutbahn hochstehenden Traghenkelteile
während ihrer Bewegung durch die einzelnen Vorrichtungsteile hängen bleiben. Alle
diese Nachteile werden vermieden, wenn dps neue Verfahren derart weitergebildet
wird, daß
der Werkstoff für die Traghenkel vor der Bildung der
Abschnitte von einem Rollenvorrat, vorzugsweise als abgetrennter Randstreifen der
Gutbahn zur Taschenbildung, abgezogen und durch Längsfaltung in die Form eines mehrlagigen
Bandes überführt wird': Bei Verwendung eines derartigen Werkstoffbandes, das im
Endzustand als Traghenkelwerkstoff mehrfach in Längsrichtung gefaltet, d. h. mehrschichtig-ausgebildet
ist, läßt sich auch mit Papier und ähnlichen Werkstoffen die erforderliche Festigkeit
erzielen.
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Zur Durchführung des neuen Verfahrens kennzeichnet sich die einleitend
bezeichnete Vorrichtung erfindungsgemäß dadurch, daß eine Beschickungsvorrichtung
zum Zuführen von quer zur Förderrichtung eines geschwindigkeitsgleich auf die Gutbahn
abgebenden Zubringerförderers liegenden Abschnitten des Traghenkelwerkstoffes, eine
die weitergeförderten Abschnitte in eine U-Form überführende Falteinrichtung, eine
Verstärkungsstreifen auf die Schenkel der Traghenkel auflegende Aufgabevorrichtung
sowie ein Überholfaltwerk zum Auf einanderlegen von Bügelteilen und Verstärkungsstreifen
vorgesehen sind, wobei die Aufgabevorrichtung und das Überholfaltwerk für Traghenkel,
die beim Falten der U-Form mit den Schenkeln in Förderrichtung weisen und in dieser
Lage auf die Gutbahn aufgebracht sind, längs der Förderstrecke der Gutbahn, für
Traghenkel, die beim Falten der U-Form mit dem Bügelteil in Förderrichtung weisen,
längs der Förderstrecke des Zubringerförderers angeordnet sind.
Um
die auf die Verstärkungsstreifen geklappten Bügelteile
| sicher in dieser Klapp- halten zu können, kennzeichnet sich |
| pp e |
die neue Vorrichtung gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung dadurch, daß der zum
Aufeinanderklappen von Bügelteil und Verstärkungsstreifen dienenden Falteinrichtung
ein Leimwerk zum Aufbringen von Leimpunkten, und zwar zum lösbaren Anheften der
Bügelteile vorgeschaltet ist.
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Bei einer anderen vorteilhaften weiteren Ausgestaltung der neuen Vorrichtung
ist der zur Bildung der U -Form diei_enden Falteinrichtung für die mit den Bügelteilen
voran be*egten Traghenkel unmittelbar eine Wendevorrichtung nachgeschaltet, um den
nach dem Faltvorgang unterhalb der Schenkel liegenden Bügelteil in eine Lage oberhalb
der Schenkel zu überführen.
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Bei einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung ist der Beschickungsvorrichtung
des Zubringerförderers eine von einem ROllenNG rrat arbeitende Mehrfach-Längsfalteinrichtung
zur Bildung eines mehrschichtigen fraghenkelwerkstoffbandes sowie eine Schneidvortichtung
zum Abtrennen von Abschnitten vorgeordnet.
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Ein xusführungsbeispiel der neuen Vorrichtung ist in den Zeichnungen
dargestellt.
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Fig.
1 zeigt den zur Traghenkelbildung und -auflage auf die'
Gutbahn dienenden Teil einer Vorrichtung zur Barstallung von Tragetaschen mit Traghenkeln
in stark vse-.nfachter Darrt ellung:
| Fig. 2 zeigt die zur Traghenkelbildung und -auflage dienenden |
| Teile einer Vorrichtung zur Herstellung von Tragetaschen |
| mit Traghenkeln bei Anordnung und Ausbildung in |
| Form einer Anbauvorrichtung. |
| Fig. 3 zeigt die Formen des Traghenkelwerkstoffes vom Abschnitt |
| bis-zum Endzustand in den einzelnen Verfahrensschritten |
| bei Herstellung des Traghenkels in der Vorrichtung gem. |
| Fig. 2. |
| Fig. 4 zeigt eine der Fit. 3 entsprechende Darstellung
der |
| einzelnen Formen der, Traglieiilcelvrcrkstoffes vom Ab- |
| schnitt bis zum Endzustand bei Herstellung özw. Durch- |
| laufen einer Vorrichtung E_em. Fi#. 1. |
| In de-,: Fit_. 1 und 2 ist jeweils leäi@lich der zur iragiienkel- |
| bildunL so;:ie -e:ufl-:te auf die Gutbahn die::et:de =il der |
| Vorriciitune. zur tiersteliu;ig von irG@e@a;:clier@ #ezeit:-t.
Zur |
| Durchführunj_ der einzelner. Verfi:hrEr.s--:aLna::-er bei vier
rag- |
| henkelbildu:L un:i j.üfia _ e _a-rin vei tGeiier.ä auf
in sic_:. :@e.ut.::te |
| Einric:aui:, ei: wer den. li: den Fit. 1 unü 2 sind |
| daher diese Vorriciltur:gei_ übervriegend sinr.bilälic:- surcestellt. |
| Bei d er in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung zur iiersteilui:y |
| TragetaLchen mit innenseitig beiestieten und zum 1'a@c:@e.@o@cel_ |
| zurück eklappter Tri:ghelikeln ist. in einer in EiiizelheitL:=
z:icüt |
gezeigten Bearbeitunrsmascr ine eine Förderstrecke.1 für eine
Gutbahn 2 vorgesehen. Beim Durchlaufen dieser Fcr darstrecke 1 wir die Gutbahn 2
zunächst an einer Beleimeinrichtung 3 entlanggeführt, Dabei wird auf die Gutbahn
ein Leimauftrag zum Befestigen von Traghenkeln 4 aufgetragen.
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Die Traghenkel 4 werden aus einem relativ breiten, bahnförmigen Werkstoffband
5.durch mehrfaches Längsfalten desFielben, Bilden von Abschnitten 6 des mehrfach
gefalteten Traghenkelwerkstoffee und Falten dieser Abschnitte 6 gebildet. Beim Falten
werden die Traghenkelwerkstoff-Abschnitte 6 in eine U-Form überführt. Der Rollenvorrat
für den relativ breiten Bandwerkstoff 5 ist nicht gezeigt, ebenso auch nicht die
längsfalteinriehtung und' ein Schneidwerk, welches zur Bildung der Abschnitte 6
dient. Eine in der Fig. 1 ebenfalls nicht gezeigte Beschickungsvorrichtung überführt
die vorbereiteten Abschnitte 6 auf einem Zubringerförderer 7, der mit seinem Abgabeende
an der Förderstrecke 1 endet und die Trpghenkel 4 geschwindigkeitsgleich auf die
Gutbahn 2 abgibt. Dem Zubringerförderer 7 ist im Bereich der Beschickungsstation
eine Falteinrichtung 8 zugeordnet, um aua den Abschnitten 6 in die U-Form gefaltete
Traghenkel 4 mit in Förderrichtung weisenden Schenkeln 9 zu bilden. Im Beispiel
der Fig. 1
besteht die Falteinrichtung 8 aus einem Greifer 10, der aus zwei scherenartig verbundenen,
Schenkeln besteht, die gmeinsam eine Y-Form bilden, sowie aus .
einem
Überholfaltwerk 11, bei welchem Faltstäbe 12 mittels geeigneter Endlosantriebseinrichtungen
13 mit einer die Fördergeschwindigkeit des Zubringerförderers 7 übersteigenden Geschwindigkeit
längs des Zubringerförderers 7 bewegt werden.. Die durch die Greifer 10 hochgefalteten
Schenkel 9 der Abschnitte 6 werden durch die Fältstibe 12 erfaßt und in Förderrichtung
niedergelegt. In dieser Form werden die Traghenkel 4 auf die Gutbahn 2 geschwindigkeitsgleich
aufgelegt, und zwar placiertauf die beleimten Bereiche. längs der Förderstrecke
1 schließt sich an eine Andruckwalze 14 zum Andrücken der Trag-, henkel 4 ein nicht
gezeigtes Leimwerk an, welches Leimpunkte 15 auf die Schenkel 9 der Traghenkel aufträgt.
In Förderrichtung danach werden vorbeleimte Verstärkungsstreifen 16 auf d'ie Enden
der Schenkel 9 der Traghenkel 4 auf-elegt, und auf die Gutbahn 2 aufgeklebt. Die
Aufgabevorrichtung zum Auflegen der Verstärkungsstreifen 16 ist ebenso wie das Leimwerk
zum Aufbringen der Leimpunkte 15 in Fig. 1 nicht gezeigt, weil es-sich dabei um
an sich bekannte Vorrichtungen handelt. Längs der Förderstecke 1 für die Gutbahn
2 folgt der Aufgabevorrichtung für die Verstärkungsstreifen 16 ein Überholfaltwerk
17, mittels welchem die Bügelteile 18 der Traghenkel 4 auf die Verstärkungsstreifen
16 geklappt und dort durch-die Leimpunkte 15 sicher festgelegt werden. Im Endzustand
sind .auf der Gutbahn 2 in Abständen Traghfenkel 4 befestigt, welche
mit
den Enden der Schenkel 9 und zusätzlich mittels der Verstärkungsstreifen 16 festgehalten
sind, wobei jedoch die Bügelteile bezogen auf die Förderrichtung der Gutbahn 2 nach
vorn geklappt und entweder selbst oder mit den ihnen ,benachbarten Teilen der Schenkel
auf dem Verstärkungsstreifen 16 lösbar befestigt sind.
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Das Überholfaltwerk 17 besteht wie das Überholfaltwerk 11 aus längs
der Förderstrecke 1 verlaufenden Endlosantriebeeinrichtungen 19, welche mit einer
die Fördergeschwindigkeit der Gutbahn 2 übersteigenden Geschwindigkeit laufen und
Faltstäbe 20 bewegen. Das Überholfaltwerk 17 befindet sich im Bereich einer Umlenkrolle
21 der Förderstrecke 1. An der Umlenkrolle 21 werden die Bügelteile 18 der Traghenkel
4 von der Gutbahn 2 abeehoben. Dadurch können die Faltstäbe 20 unter die Bügelteile
18 bzw.
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die Schenkel 9 greifen.
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In Fig. 4 sind die einzelnen Stadien des Verfahrensablaufes soweit
er die Traghenkelbildung und Auflage auf die Gutbahn b etrifft, hintereinander dargestellt.
Ein Pfeil 22 gibt dabei die Richtung der aufeinanderfolgenden Schritte an. Zunächst
liegt der bereits erwähnte Abschnitt 6 eines Traghenkelwerkstoffes vor, welcher
durch mehrfache Längsfaltung eines Ausgangsbandes 5 gebildet wurde. Dieser und die
folgenden Zustände bei d er Traghenkelbildung werden der Reihenfolge nach ruät Buchstaben
bezeichnet,
welche in Fig. 1 wieder auftreten. Der Verstärkungsstreifen 6 nimmt zunächst den
Zustand a) ein. Danach folgt ein Faltvorgang, der gem. Fig. 1 durch die Greif er
10 herbeigeführt wird und b ei welchem der Streifen 6 einen Zustand b) annimmt.
In diesem Zustand sind bereits der Bügelteil 18 und die Schenkel 9 definiert.
Diese erheben sich -über die Ebene des Hügelteiles 1(.3 nach oben und weisen außerdem-mit
ihrer freien Ende in Förderrichtung, d.h. - auch in Richtung
Les 22. Durc.; die Wirkung des Überhol,faltwerkes.11 wird der Zustand c) herbeigeführt,
bei welchem die .Schenkel 9 in die*Ebene des Bügelteiles 1E3 gefaltet sind, parallel
zueinander verlaufen und ein Traghenkel 4 vorliegt, der eine U-Form aufweist. Der
sich anschließende Zustand d) ist dadurch gekennzeichnet, daß der im Zustand c)
befindliche Traghenkel 4 auf vorbereitete Leimaufträge der Gutbahn 2 aufgelegt
ist. Im Zustand e) wird auf die Enden der Schenkel 9 ein Verstärkungsstreifen 16
aufgelegt und zugleich auch auf die Gutbahn. 2 aufgeklebt. Der nachfolgende Zustand
f) ist durch das xuftrager von lein.;unkten 15 auf die Schenkel 9 der Tragheikel
4 -gekennzeichnet. Die Zustände e) und f) können der Reihenfol,e nach gegeneinander
vertauscht vrerden. Danach folgt der Zustand g), bei welchem der Bügelteil
18 von der Gutbahn 2 abgehoben wird. Schließlich folgt der Zustand h), der
durch das i)berholfaltwerk 17 herbeigeführt wird.
Bei der Vorrichtung,
die in Fig. 1 beschrieben ist bzw. bei dem Verfahren, zu dessen Durchführung diese
Vorrichtung dient und dessen einzelne Schritte in fig. 4 gezeigt sind, wird ein
Teil der Maßnahmen zur Traghenkelbildung längs der Förderstrecke l für die Gutbahn
2 ausgeführt.
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Hei dem in Fig. 2 und 3 dargestellten Ausführungsbeispiel werden fertige,
in der Klapplage befindliche Traghenkel 4 auf die Gutbahn 2 aufgelegt. In Fig. 2
sind diejenigen Vorrichtungsteile, die denen der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung
entspreche mit den gleichen Bezugszeichen versehen, während zur Unterscheidung bei
zwar gleichen Vorrichtungateilen, jedoch anderer Ausbildung derselben. in Fig. 2
hinter die Bezugszeichen der Index a) gesetzt wurde. Die einzelnen Verfahrensschritte
.
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t
sind in Fig. 3 mit großen Buchstaben der Reihenfolge nach
bezeichnet. Die Reihenfolge, in welcher die einzelnen Verfahrensschritte nacheinander
ablaufen., kennzeichnet in Fig. 3 ebenfalls ein Pfeil 22.
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Der ßandwerkstoff 5 wird auf geeignete Weise in die form von Abschnitten
6 überführt, die bei där Vorrichtung gem. Fig. 2 einec1 Faltwerk 8 übergeben werden,
das Teil eines Zubringerförderers 7a ist, Das Faltwerk 8 besteht aus einer
Falttromrr,el 42, auf welcher die Traghenkelwerkstoffabschnitte 6 quer zu sich selbst_mitgenom:.en
werden. Sie passieren zunächst eine, auf die Falttrommel 42 arbeitende Falzwalze
23, mittels welcher .
Knicklinien eingebracht werden, durch die
der Bügelteil 18 und die Schenkel 9 definiert werden. Die Schenkel 9 werden jedoch
dabei von der Trommel 42 abgehoben. Sie gelangen in den Einilußbereich nachgeschalteter
Faltbleche 24 und einer Andrückwalze 25. Danach liegen U-förmige Traghenkel 4 vor,
die mit dem Bügelteil voran gefördert werden. In diesem Zustand werden die Traghenkel
4 an einen Ändlosförderer 26 übegeben, dem ein. Leimwerk 27 zugeordnet ist, das
auf die Enden der Schenkel 9 der Traghenkel 4 heim aufträgt. In Förderrichtung schließt
sich an ,den Endlosförderer 26 eine Aufgabevorrichtung 30 an, welche Verstärkungsstreifen
16.auf die Traghenkel 4 auflegt. Das Auflegen der Verstärkungsstreifen erfolgt jedoch
nicht auf die beleimten Flächen am Ende der Schenkel 9, sondern in der Nähe der
Bügelteile 1$. An die
30 schließt sich im gezeigten Beispiel eine Falzwalze 28 an, welche die Schenkel
9 der Traghenkel 4 im Bereich zwischen dem Leimauftrag und dem Verstärkungsstreifen
16 mit einem Querfalz versieht, so @ daß die Schenkel geringfügig von dem Endlosförderer
26 abheben. In Förderrichtung folgt der Falzwalze 2d ein Überholfaltwerk 17a, das
identisch mit dem $berholfaltwerk
ausgebildet ist und sich lediglich der Kurvenform des Endlosförderers 26 anpaßt.
Das Überholfaltwerk 17a erfaßt mit seinem .
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. Faltstäben 20a die hochstehenden beleimten .finden der Schenkel
9 und legt sie auf die Verstärkungsstreifen 16. Danach liegen Traghenkel vor, die
mit dem Bügelteilen voran gefördert werden, 'bei denen jedoch auf die Bügelteile
oder einen sich unmittelbar an diese
anschließenden Bereich
der Traguheikel, die mit den Verstärkungastreifen 16 versehenen Schenkelenden
9 geklappt
sind. Die in diesem fertigen Zustand befindlichen Traghen-
kel
4 werden durch eine Übergabevorrichtung 29 auf beleimte Stellen der
Gutbahn aufgelegt. .
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Es ist zu erwähnen, daß das Leimwerk 27 nicht nur den Leim- auftrag
auf die freien Enden der Schenkel 9, sondern auch
den punktförmigen
Leimauftrag 15 bewirkt, der zur lösbaren
Befestigung der Schenkel bzw.
Bügelteile an den Vetstärkungsstreifen 16 dient. Die in Pig.
2 gezeigten, zur Traghenkel-
bildungdienenden Teile können zu einer einzigen
Anbauvor-
richtung zusammengefaßt sein. Durch die Übergabe
der in die
U-Form gefalteten Abschnitte 6 von der Falttrommel
42 zum
Endlosförderer 26 findet ohne Änderung der Lage zur Förde-.._
richtung eine Wendung statt, durch welche die infolge des
Faltvorganges
zunächst obenliegendeiSchenkel 9 unter den
Bügelteil gelegt werden.
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Wie die Fig. 3 deutlich erkennen läßt, liegt im Zustand
A
der Abschnitt 6 eines mehrfach in Längsrichtung gefalteten ,
bzw. mehrschichtigen Traghenkelwerkstoffea-vor. Im Zus tand.B
sind ein Bügelteil 18 und Zwei Schenkel 9 gebildet, wobei-die
Schenkel
leicht nach oben stehen und bezogen auf die Förderrichtung nach hinten weisen.
Im Zustand C liegt bereits der
Träghenkel 4 in seiner U-Form
vor. Im Zustand D weist der Trag-
henkel 4 die gleiche Gestalt auf wie
beim Zustand C, er ist
jedoch gewendet worden, so daß der im Zustand C
untenliegende Bügelteil nunmehr oberhalb der Schenkel 9 liegt. Der Zustand
E kennzeichnet sich dadurch, dEP die Leimpunkte 15 und ein Leim-
auftrag
31 zur Befestigung von Verstärkungsstreifen aufgetragen
sind. Im Zustand
F werden die Verstärkungsstreifen 16 aufge-
legt, wobei sie auf die Leimpunkte
15 gelegt werden und dort
lösbar befestigt sind. Im Zustand G werden die Schenkel
9 im Bereich zwischen den Verstärkungsstreifen 16 und dem Leimauf-
trag
31 durch eine Falzlinie 32 vorgeknickt und mit den bejeimten
Enden angehoben. Durch diesen Zustand können sie von dem
überholfaltwerk
17a erfaßt werden. Nach Verlassen des überholfaltwerkes 17a liegt der-Zustand
H vor, der dem Zustand h
gemäß Fig. 4 entspricht.
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E Besondere Vorteile ergeben sich, wenn die Traghenkel 4
aus dem gleichen Werkstoff wie die Tragetaschen hergestellt
werden, und
wenn dazu vor der Bearbeitung der Gutbahn 2 in der Bearbeitungs-maschine
während oder nach dem Abziehen von einem Rollenvorrat
(nicht gezeigt)
Randstreifen entsprechender Breite abgetrennt und zur Traghenkelbildung
als Werkstoffband 5 der Längsfal teinrichtung usw, zugeführt
werden.