DE1610893A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Impraegnieren von Warenbahnen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Impraegnieren von WarenbahnenInfo
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Description
:frap
Tefsfon 24 83 21
Tefsfon 24 83 21
Verfahren land Vorrichtung
zum Imprägnieren von Warenbahnen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Imprägnieren
von laufenden Warenbahnen, bevorzugt von schweren Geweben,
Fliesen, Teppichen und dergleichen sowie eine Vorrichtung
zur Durchführung des Verfahrens,
Es ist bekannt, für das Imprägnieren,vorzugsweise für das
Färben schwerer Gewebe und dergleichen, insbesondere auch von Teppichen, Haspelkufen zu verwenden.
Um die !leistung dieser Maschinen bezüglich ¥ar©nausfall
"und Produktionsmenge zu, steigern und damit den Modernen
Erfordernissen anzupassen, wurden schon* zahlreich© V<srbesseru4gsmaSnahmen
vorgeschlagen und auch mit Erfolg vorgenoiimen«
Die BraXis hat aber gaseigt, daB sieh di® heut©, ©rforderlichen
hohen Leistungen nur mit Somti.üue-Jaii.gQn verlassen.«■ - ■ \ . ; ' . . '■
-2-
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Es wurden schon deshalb Anlagen entwickelt, bei denen das
Imprägniermittel - zum Beispiel also die Farbe - durch Aufrakeln, Aufjflatschen oder Aufgießen in Kontinue-Verfahren
auf die laufende Warenbahn aufgebracht wurde.. Bei diesen Anlagen ergeben sich aber schwierige Dosierungsprobleme für
das Imprägniermittel und keine, gleichmäßigen Durchtränkungen der warenbahnen, insbesondere bei schwereren Waren. Außerdem
führt der Druck der Eakel oder Walzen beim Rakeln oder klatschen
häufig zu Beschädigungen der Ware, vornehmlich wenn diese einenhohen
Flor besitzt. Aus den letzteren Gründen läßt sich auch das Imprägnieren auf dem "Foulard bei schwereren Waren nur in
begrenzter em Umfange durchführen.
Eine schonendere Behandlung der Ware beim Imprägniervorgang
brachte ein Verfahren, bei dem die Warenbahn durch einen Trog mit iEränkungsflüssigkeit gezogen wird, der lediglich eine
Umlenkwalze enthält. Dieses Verfahren brachte neben der schonenden Behandlung vor allem auch eine gute Durchtränkung der
Ware. Beim Ausziehen aus dem frog läuft dabei die Flotte lediglich unter der Biawirkung der Schwerkraft an der Bahn
entlang in den !Trog zurück. Damit ergeben sich häufig Strexfenbildungen
auf der Ware, die minderwertigen Warenausfall zur Folge haben.
Ein weiterer Saehteil bei diesem Verfahren besteht darin,
daß die Vorrichtungen zur Durchführung des Verfahrens eine
große Bauhöhe aufweisen müssen, um einen ausreichenden Ablauf
der Flotte zu gewährleisten und daß die Produktionsgeschwindigkeiten
aus den gleichen Gründen stark eingeschränkt sind.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum
Imprägnieren von laufenden Warenbahnen, bevorzugt von schweren Geweben, fliesen, Teppichen und dergleichen zu schaffen,
bei dem die Nachteile der bekannten Verfahren nicht auftreten, bei dem also kein nachteiliger Druck mit eventueller Bescha- ■
digung der Ware erfolgt, bei dem eine bestmögliche gleichmäßige und di€>
Ware schonende Durchtränkung der Ware gewährleistet ist uxi&'.bei dem außerdem eine gut© Dosierung des
Feucht ©gehalt es der Ware möglich ist. rra>*
009851/166 5
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß ein Verfahren zum Imprägnieren von laufenden Warenbahnen ,bevorzugt
von schweren Geweben, Fliesen, Teppichen und dergleichen
,vorgeschlagen, bei dem die Warenbahnen· zunächst 'in einem Tauchbad, vorzugsweise mit kleinem Flottenvolumen,
aber längerer Tauchstreckey mit der Behandlungsflotte durchtränkt
und anschließend unmittelbar nach dem Verlassen des Tauchbades durch Anblasen der Warenbahnen mit Luft oder
Dampf von überschüssiger Behandlungsflotte befreit werden.
Dadurch/ daß kein mechanisches Abstreifen der Flüssigkeit erfolgt, wird die Ware außerordentlich geschont. Durch das
Anblasen wird aber auch noch zusätzlich das Eindringen der
Flüssigkeit in die Ware unterstützt, so daß auch Höch-^.
Tief-Strukturen ganz besonders gleichmäßig durchimprägniert
werden. Im allgemeinen wird ein Anblasen der Warenbahn durch
Luft mittels sich vorzugsweise über die-ganze Breite der
Warenbahn erstreckender geschlossener Blasstrahl en erfolgen, wobei dann also die Strahlen sozusagen Luftrakel bilden.
Statt Luft kann natürlich auch ein Gas oder auch Dampf zur
Anwendung kommen, wobei dann eventuell noch zusätzliche Behandlungswirkungen erzielt werden können. Ein besonders
wirkungsvolles Abrakeln der überschüssigen Flüssigkeit von den Warenbahnen wird erreicht, wenn die Blasstrahl en der
Laufrichtung der Bahnen schräg entgegengerichtet sind.
Sie Dicke, das heißt Stärke und Geschwindigkeit der Blasstrahl
en, soll einstellbar bzw. regelbar sein, damit-eine Anpassung an veränderliche Betriebsverhältnisse und unterschiedliche
Wünsche bezüglich des Entwässerungsgrades der
Ware möglich sind.
Es läßt sich also dann beispielsweise durch eine solche
Regelung oder Einstellung der Feuchtegehalt gut auf Werte «wischen 15O56und 250% dosieren.
Wie die Erfahrung gezeigt hat, ist es zweckmäßig, mit
Geschwindigkeiten der Blasstrahlen zwischen 25 m und 75 m/sec.
zu arbeiten, da dabei noch eine sehr schonende Behandlung der Ware erfolgt und doch schon eine sehr wirksame Befreiung
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von überschüssiger Behandlungsflotte eintritt.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann aus einem Tauchtrog für die Behandlungsflotte
bestehen, dem eine Einrichtung zur Zuführung luft- oder dampfförmiger Blasstrahlen zur Warenbahn unmittelbar
nachgeschaltet ist.
Im Tauchtrog sollen Verdrängungskörper vorgesehen werden,
damit das Flottenvolumen trotz langer Tauchstrecken klein gehalten werden kann.
Die Einrichtung zur Zuführung der Blasstrahlen zur warenbahn
wird vorteilhaft als geschlossene Kammer ausgeführt, die mit Düsenkörpern, in denen sich Blasdüsen befinden,
versehen ist sowie zweckmäßig eine Absaugevorrichtung für
die Blasluft zur Abführung dieser Luft, nachdem sie die Flüssigkeit von der Warenbahn heruntergeblasen hat und auch
zur Abführung der abgerakelten Flüssigkeit.
In der Kammer sollten noch Abschirmflächen vorgesehen sein,
die die Warenbahn bis unmittelbar vor die Abrakelstellen
gegen Spritzer abdecken.
Die Düsenkörper können über die Warenbahnbreite gesehen
konisch ausgeführt werden, wodurch eine bessere Anpassung
der Querschnitte an die zuzuführenden Luftmengen möglich ist
und damit über die Bahnbreite gleichmäßige Blasstrahlen gewährleistet
sind, wobei dann die Querschnitte an der Seite, von der die Luft zugeführt wird, größer sind als die an der
gegenüberliegenden Seite. Die Querschnitte der Düsenkörper können rechteckig, vorzugsweise quadratisch, vorteilhaft
aber auch rund sein.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel für eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
schematisch dargestellt.
Wie die Figur erkennen läßt, wird die Warenbahn 10 - etwa ein Teppich - über eine Zuführungswalze 11 einem Tauchtrog
zugeführt $ in dem sie mit der Behandlungsflüssigkeit voll durchtränkt wird.
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IBa bei möglichst langer Tauchstrecke das Bauvolumen gering
halten zu können, befindet sich im Tauchtrog 12 ein Verdrängungskörper
14*
Unmittelbar hinter dem Täuchtrog - und im dargestellten Beispiel
mit diesem verbunden - befindetsich eine Kammer 15
zur Zuführung eines gas- oder dampfförmigen Mediums zur Warenbahn,
durch welches überschüssige Behandlungsflotte gleichsam
von der Warenbahn abgerakelt werden soll. Zu diesem Zweck
sind am oberen Teil der Kammer 15 Düsenkörper 16 angebracht, durch die mittels Düsen 19 Gas-, Luft- oder Dampfstrahlen
schräg auf die Warenbahn 10 über ihre ganze Breite aufgeblasen
werden, um überschüssige Plot te von der Bahn zu entfernen. Durch !Pfeile ist die Strömung der Luft und des Luft-Flötte-Gemisches
in der Kammer angedeutet»
Im unteren Teil der Kammer 15 kann zur Verbesserung der Abführung
der Luft bzw. des Luft-Flotte-Gemisches eine Absaugung
vorgesehen werden.
Damit die abgerakelte Flüssigkeit nicht wieder auf die Warenbahn
gelangen kann, hat es-Sich als zweckmäßig erwiesen, die
Bahn in der Kammer vor den Aufblas stell en zwischen Abschirmflächen zu führen. Nach der Entfernung der überschüssigen
Flotte wird die Warenbahn damn über eine Abführungswalze 20
etwa einer Ablegevorrichtung zugeführt oder vorzugsweise
einem Dämpfer zur weiteren Behandlung.
1/tees
Claims (11)
- Fat e η t a η s ρ r ü c h e.j) Verf ahren zum Imprägnieren von laufenden Warenbahnen bevorzugt von schweren Geweben, Fliesen, Teppichen und dergleichen, dadurch gekennzeichnet, daß die Warenbahnen zunächst in einem Tauchbad, vorzugsweise mit kleinerem Flottenvolumen- aber längerer Tauchstrecke, mit der Behandlungsflotte durchtränkt und anschließend unmittelbar nach dem Verlassen des Tauchbades durch Anblasen der Warenbahnen mit Luft oder Dampf von überschüssiger Behandlungsflotte befreit werden·
- 2. Verfahren nach Anspruch 1) dadurch gekennzeichnet, daß das Anblasen der Warenbahnen durch sich über die ganze Breite der Bahnen erstreckende geschlossene Blasstrahlen erfolgt ·- -
- 3. Verfahren nach Anspruch 2) dadurch gekennzeichnet, daß die Blasstrahlen der Laufrichtung der Warenbahnen schräg entgegengerichtet sind. .
- 4. Verf ahren nach Anspruch 1) - 3) dadurch gekennzeichnet, daß die Stärke und die Geschwindigkeit der Blasstrahlen einstellbar ist·
- 5· Verfahren nach Anspruch 4) dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit der Blasstrahlen zwischen 25 m und 75 m/sec liegt.
- 6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1)~--'5) dadurch gekennzeichnet, daß einem Tauchtrog (12) für die Behandlungsflotte eine Einrichtung zur Zuführung luft- oder dampfförmiger Blaestrahlen zur Warenbahn (10) unmittelbar naohgeechaltetiflte 009851/166 5-7-
- 7. Vorrichtung nach. Anspruch 6) dadurch gekennzeichnet , daß im Eauchtrog (12) Verdrängungskörper (14) fur die Behandlungsflotte angeordnet sind*
- 8. Torrichtung nach Anspruch 6) und 7) dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Zuführung der Blas strahl en zur Warenbahn (10) als eine geschlossene Kammer (15) mit Düsenkörpern (16), in denen sich Blasdüsen (19) "befinden, sowie einer Absaugvorrichtung (17), ausgeführt ist.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 8) dadurch gekennzeichnet, ' daß in der Kammer (15) Abschirmwände (18) vorgesehen sind·
- 10. Vorrichtung nach Anspruch 8) und 9) dadurch gekennzeichnet, daß die Busenkörper (16) über die Warenbahnbreite konisch mit von der Zuführungsseite der Luft oder des Dampfes herabnehmenden Querschnitten ausgeführt sind.
- 11. Vorrichtung nach Anspruch 10) dadurch gekennzeichnet,daß die Querschnitte der Düsenkörper (16) rechteckig oder . im wesentlichen rund sind.9851/1666Le e rs e i te
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE2623315A1 (de) * | 1976-05-25 | 1977-12-01 | Brueckner Apparatebau Gmbh | Verfahren und vorrichtung zur diskontinuierlichen nassbehandlung von textilgut |
Families Citing this family (1)
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| DE2623315A1 (de) * | 1976-05-25 | 1977-12-01 | Brueckner Apparatebau Gmbh | Verfahren und vorrichtung zur diskontinuierlichen nassbehandlung von textilgut |
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