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DE1609325C3 - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Bauplatten mit balligen Vorsprüngen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Bauplatten mit balligen Vorsprüngen

Info

Publication number
DE1609325C3
DE1609325C3 DE19661609325 DE1609325A DE1609325C3 DE 1609325 C3 DE1609325 C3 DE 1609325C3 DE 19661609325 DE19661609325 DE 19661609325 DE 1609325 A DE1609325 A DE 1609325A DE 1609325 C3 DE1609325 C3 DE 1609325C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
layer
foam
projections
intermediate layer
covering
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19661609325
Other languages
English (en)
Other versions
DE1609325B2 (de
DE1609325A1 (de
Inventor
Herbert 2000 Hamburg Prignitz
Original Assignee
Hapri-Leichtbauplattenwerk Herbert Prignitz, 2000 Hamburg
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hapri-Leichtbauplattenwerk Herbert Prignitz, 2000 Hamburg filed Critical Hapri-Leichtbauplattenwerk Herbert Prignitz, 2000 Hamburg
Publication of DE1609325A1 publication Critical patent/DE1609325A1/de
Publication of DE1609325B2 publication Critical patent/DE1609325B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1609325C3 publication Critical patent/DE1609325C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Bauplatten mit balligen Vorsprüngen auf mindestens einer ihrer Flachseiten durch Auftragen eines aufschäumbaren Stoffes, insbesondere eines Polyurethanschaumstoffes, auf eine widerstandsfähige Unterlage und Abdecken mit einer widerstandsfähigen, den zu bildenden Vorsprüngen entsprechende Vertiefungen aufweisenden Deckschicht als Schalung sowie Einlegen eines nach Fertigstellen der Platte auf einer oder beiden Plattenseiten an dieser verbleibenden Beschichtungsmaterials in die Schalung und Aufschäumen des aufschäumbaren Stoffes unter Eindringen in die Vertiefungen der Deckschicht.
Die Grundlagen der kontinuierlichen Herstellung von Schaumstoffplatten auf Polyurethanbasis sind bereits bekannt (DT-PS^842 267). Danach werdefi"Platten aus aufschäumba|;e||S^|3ffen der zur Rede stehenden ,Art; Uv^ejnenj fj||f|lf|ii^il.en,.j Verfahren; hergestellt, in dem die ReaktiöÄ^ör^pbnenten nach ihrer Vereinigung auf eine sicferöttteiner der Reaktionsgeschwindigkeit entsprechenden Geschwindigkeit fortbewegende Unterlage aufgegossen oder aufgedüst und dann zum Aufschäumen gebracht werden. Es können zwei einander gegenüberliegende Transportbänder als Unterlage bzw. als Form verwendet werden, deren einander zugekehrte, durch gegebenenfalls heiz- und kühlbare Platten abgestützte Trume den Raum begrenzen, innerhalb desisew: siehi;die Äiifschäumung vollzieht. Zur Herstellung von Unebenheiten der Plattenoberfläche kann eine Profilierung der Deckschicht oder ein entsprechend gestaltetes Prägeband verwendet werden, dessen Oberflächengestaltung durch Eindrücken in die Schaumstoffmasse auf der Plattenoberfläche abgebildet wird. ·■;.;.■
Ferner ist eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung einseitig beschichteter profilierter Platten aus Hartschaumstoff bekannt, die ebenfalls zwei übereinander angeordnete Förderbänder als Schalung verwendet, von denen das obere Förderband telierartige oder pyramidenstumpfförmige· Vertiefungen aufweist, in welche das Schaumstoffmaterial beim Aufschäumen eindringt (DT-Gbm 19 26 444).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein besonders wirtschaftliches Verfahren und eine einfache Vorrichtung zu schaffen, weiche die Formung balliger Unebenheiten auf einer Plattenoberfläche einwandfrei, rasch und mit geringem Aufwand bei einer hinsichtlich ihrer Festigkeit besonders günstigen Innenstruktur des Schaurhstoffkörpers zustandezubringen ermöglicht.
Um dies zu erreichen, wird nach dem Verfahren gemäß der Erfindung auf die Unterlage und/oder die Deckschicht eine mit durchgehenden Öffnungen entsprechend den Grundrißkonturen der zu bildenden Vorsprünge versehene Formschicht aufgelegt, auf diese Formschicht eine nachgiebige Zwischenschicht gelegt und diese durch den Schäumdruck unter Ausbildung balliger Vorsprünge in die öffnungen der Formschicht gedrückt. Auf diese Weise wird das Erfordernis schwierig herzustellender, und umständlich sauberzuhaltender Vertiefungen mit im wesentlichen starren Begrenzungswänden in den .Formbändern vermieden und zugleich eine gewisse Verdichtung der Struktur des Schaumstoffs an denjenigen Stellen, an denen er die nachgiebige Zwischenschicht aufweitet, erreicht, wodurch die Festigkeit der balligen Vorsprünge an den Bauplatten verbessert wird.
Besonders vorteilhaft ist es, bei der Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung als nachgiebige Zwischenschicht ein am Schaumstoff haftendes, als Oberflächenbeschichtung an der Platte verbleibendes Material zu verwenden. Es kann aber auch, wenn keine Kaschierung gewünscht wird, als nachgiebige Zwischenschicht ein vom Schaumstoff ablösbares Material z. B. Polyäthylenfolie verwendet werden. In jedem Falle wird dabei die Gefahr des Festklebens des Schaumstoffes an dem Material, der widerstandsfähigen Unterlage und der widerstandsfähigen Deckschicht wirksam vermieden.
Auf der Oberfläche einer Platte, die mit einer ablösbaren Polyäthylenfolie als Formfläche hergestellt ist, bildet sich ein glasurähnlicher Abschluß der Plattenoberfläche mit dichterer Struktur als das poröse Platteninnere. Sollte diese Haut als feuchtigkeitsdichter
Abschluß nicht ausreichend erscheinen, so kann als am Plattenkörper verbleibende Zwischenschicht, gegebenenfalls zusätzlich zu einer über ihr angewendeten ablösbaren Zwischenschicht oder auch ohne eine solche, ein Metallfolienband, z. B. aus Aluminium oder ein sonstiges, fest an der Platte haftenbleibendes Folienband, verwendet werden. Eine solche Kaschierung z. B. aus Metallfolie kann als besonders sichere Feuchtigkeitssperre, als elektrisch leitende Abschirmung oder auch bei anderer Verwendung für Dekorationszwecke er- to wünscht sein.
Eine Einrichtung zur kontinuierlichen Durchführung dieses Verfahrens unter Verwendung zweier parallel beweglicher, endloser Fördergurte als Unterlage und als Deckschicht weist erfindungsgemäß die Besonderheit auf, daß mindestens der eine Fördergurt zusätzlich eine die Perforationen aufweisende Formschicht trägt. Die Selbständigkeit der auf den Fördergurt aufgelegten Formsehicht gewährleistet einen störungsfreien Betrieb der Maschine, da beide Gurtarten verschiedene Aufgaben haben und auf diese Weise ihren jeweiligen Zwekken besser dienen können.
Es ist besonders vorteilhaft, den oder die Formgurte unabhängig von der bereits genannten Zwischenschicht mit einer Bespannung von schaumabweisender Folie zu versehen. Dadurch wird verhütet, daß eine den Betrieb störende Verklebung von Schaumstoff und Form- oder Fördergurt eintreten kann, falls die Zwischenschicht einmal stellenweise verletzt werden sollte.
Es kann von besonderem Vorteil sein, als Zwischenschicht ein in sich geschlossenes endloses Folienband oder ein Folienband von endlicher Länge mit schaumabweisenden Eigenschaften, das keine feste Bindung mit der Formsehicht oder dessen Bespannung besitzt, anzuordnen. Hierdurch läßt es sich erreichen, eine Maschine von besonders kurzen Abmessungen zu verwenden oder eine Maschine mit gegebenen Abmessungen besonders schnell laufenzulassen, da die am Austrittsende herauskommende Platte dann zwar schon verfestigt, aber an der Oberfläche noch nicht klebfrei ist und die die Zwischenschicht bildenden Folie erforderlichenfalls noch eine gewisse Strecke lang an der Plattenoberfläche haften bleiben kann, bis diese sich von der Platte lösen läßt.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Bauplatte gemäß der Erfindung mit Draufsicht auf die zusammen mit der Platte beim Vorgang des Aufschäumens geformten Vorsprünge, die insbesondere die Form flacher Kuppen haben,
F i g. 2 vergrößert dargestellt eine solche Platte als Schnittansicht in der Verwendungslage,
F i g. 3 veranschaulicht schematisch die Anordnung einer zur Herstellung der Bauplatte geeigneten Vorrichtung, und zwar denjenigen Teil der Vorrichtung, an welchem die fertige Platte aus der Maschine austritt.
Die Platte 1 hat eine Anzahl Vorsprünge 2, die vorzugsweise die Form flacher Kuppen aufweisen, deren am weitesten vorspringende Stellen bündig in einer Ebene liegen. Bei Verwendung als Dachplatte mit Feuchtigkeitssperre liegt diese Platte, wie F i g. 2 zeigt, auf einem Dach 3 auf. Es bilden sich dann durchweg miteinander in Verbindung stehende Hohlräume 4 zwischen der Platte 1 und der Gebäudedecke 3, so daß Feuchtigkeit und insbesondere Dämpfe nach außen entweichen können.
Die in F i g. 3 gezeigte Vorrichtung zeigt zwei sich gegenüberstehende Fördergurtwalzen 5,6, über weiche zwei parallel bewegliche endlose Fördergurte 7, 8 als Unterlage und als Deckschicht für die dazu in an sich bekannter Weise durch Aufschäumen kontinuierlich entstehende Platte 1 geführt sind. Über den endlosen Fördergurt 7 ist ein endloser Formgurt 9 mit Ausnehmungen in Form von Perforationen 10 gelegt, welche den Grundrißkonturen der zu formenden Unebenheiten 2 entsprechen. Über den Formgurt 9 wiederum ist ein Folienband 11 aus schaumabweisendem Kunststoff gespannt.
Auch der Fördergurt 8 ist mit einem Formgurt 12, der bei diesem Ausführungsbeispiel keine Ausnehmungen besitzt, bedeckt, der seinerseits mit einer Folie 13 bespannt ist.
Zwischen der Folienbespannung 11 des Formgurtes 9 mit den Ausnehmungen 10 und der Platte 1 läuft als Zwischenschicht ein Folienband 14 aus schaumabweisender Folie, das sich nach vollständiger Verfestigung der Platte 1 mit den Vorsprüngen 2 von dieser leicht ablösen läßt. Stattdessen kann auch eine Bahn aus Kreppapier durch die Maschine hindurchlaufen, die sich der Oberflächenform der Platte genau anpaßt, die Form der Vorsprünge bei deren Herstellung begrenzt und an der fertigen Platte verbleibt. Eine solche Zwischenschicht aus Folie oder Kreppapier kann auch auf der Unterseite der Platte vorgesehen sein.
Die gemäß der Erfindung hergestellten Bauplatten können auch in senkrechter Lage angeordnet und zur Schalldämmung, zur Wärmedämmung und für Dekorationszwecke benutzt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Bauplatten mit balligen Vorsprüngen auf mindestens einer ihrer Flachseiten durch Auftragen eines aufschäumbaren Stoffes, insbesondere eines Polyurethanschaumstoffes, auf eine widerstandsfähige Unterlage und Abdecken mit einer widerstandsfähigen, den zu bildenden Vorsprüngen entsprechende Vertiefungen aufweisenden Deckschicht als Schalung sowie Einlegen eines nach«.Fgr.tigste!lenvder-.PJatte auf einer oder beiden Plaifte^seiterif an !dieser); verbleibepdfen Bev| ■■ j Schichtungsmaterials in die Schalung und Aufschäumen des aufschäumbareh Stoffes unter Eindringen in die Vertiefungen der Deckschicht, dadurch ■ gekennzeichnet, daß auf die Unterlage und/oder die Deckschicht eine mit durchgehenden öffnungen entsprechend den Grundrißkonturen der zu bildenden Vorsprünge versehene Formschicht #> aufgelegt, auf diese Formschicht eine nachgiebige Zwischenschicht ; gelegt und diese durch· den Schäumdruck unter Ausbildung balliger Vorsprünge in die Öffnungen der Formschicht gedrückt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als nachgiebige Zwischenschicht ein am Schaumstoff haftendes, als Oberflächenbeschichtüng verbleibendes Material verwendet wird.
3. Verfahren nach. Anspruch I1. dadurch gekennzeichnet, daß als nachgiebige Zwischenschicht ein vom Schaumstoff ablösbares Material verwendet wird.
4. Vorrichtung zur. kontinuierlichen Durchführung des Verfahrens'nach'Anspruch i'bis 3 unter Verwendung zweier parallel beweglicher, endloser Fordergurte, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens der eine Fördergurt (7) zusätzlich- eine die Perforationen aufweisende Formschicht (9) trägt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die.Formschicht.(9) unabhängig von der Zwischenschicht (11) mit einer Bespannung aus schaumabweisender Folie (14) versehen ist;
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Zwischenschicht (11) ein in sich geschlossenes Folienband oder eine Folie von endlicher Länge mit schaumabweisenden Eigenschaften, das keine feste Bindung mit der Formschicht oder deren Bespannung besitzt, angeordnet ist.
50
DE19661609325 1966-01-24 1966-01-24 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Bauplatten mit balligen Vorsprüngen Expired DE1609325C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH0058329 1966-01-24
DEH0058329 1966-01-24

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1609325A1 DE1609325A1 (de) 1971-03-11
DE1609325B2 DE1609325B2 (de) 1975-11-13
DE1609325C3 true DE1609325C3 (de) 1976-06-16

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