DE1609325C3 - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Bauplatten mit balligen Vorsprüngen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Bauplatten mit balligen VorsprüngenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Bauplatten mit balligen Vorsprüngen
auf mindestens einer ihrer Flachseiten durch Auftragen eines aufschäumbaren Stoffes, insbesondere eines Polyurethanschaumstoffes,
auf eine widerstandsfähige Unterlage und Abdecken mit einer widerstandsfähigen, den zu bildenden Vorsprüngen entsprechende Vertiefungen
aufweisenden Deckschicht als Schalung sowie Einlegen eines nach Fertigstellen der Platte auf einer
oder beiden Plattenseiten an dieser verbleibenden Beschichtungsmaterials
in die Schalung und Aufschäumen des aufschäumbaren Stoffes unter Eindringen in die
Vertiefungen der Deckschicht.
Die Grundlagen der kontinuierlichen Herstellung von Schaumstoffplatten auf Polyurethanbasis sind bereits
bekannt (DT-PS^842 267). Danach werdefi"Platten
aus aufschäumba|;e||S^|3ffen der zur Rede stehenden
,Art; Uv^ejnenj fj||f|lf|ii^il.en,.j Verfahren; hergestellt, in
dem die ReaktiöÄ^ör^pbnenten nach ihrer Vereinigung
auf eine sicferöttteiner der Reaktionsgeschwindigkeit
entsprechenden Geschwindigkeit fortbewegende Unterlage aufgegossen oder aufgedüst und dann zum
Aufschäumen gebracht werden. Es können zwei einander gegenüberliegende Transportbänder als Unterlage
bzw. als Form verwendet werden, deren einander zugekehrte, durch gegebenenfalls heiz- und kühlbare Platten
abgestützte Trume den Raum begrenzen, innerhalb desisew: siehi;die Äiifschäumung vollzieht. Zur Herstellung
von Unebenheiten der Plattenoberfläche kann eine Profilierung der Deckschicht oder ein entsprechend
gestaltetes Prägeband verwendet werden, dessen Oberflächengestaltung durch Eindrücken in die
Schaumstoffmasse auf der Plattenoberfläche abgebildet wird. ·■;.;.■
Ferner ist eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung einseitig beschichteter profilierter Platten
aus Hartschaumstoff bekannt, die ebenfalls zwei übereinander angeordnete Förderbänder als Schalung verwendet,
von denen das obere Förderband telierartige oder pyramidenstumpfförmige· Vertiefungen aufweist,
in welche das Schaumstoffmaterial beim Aufschäumen eindringt (DT-Gbm 19 26 444).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein besonders wirtschaftliches Verfahren und eine einfache
Vorrichtung zu schaffen, weiche die Formung balliger Unebenheiten auf einer Plattenoberfläche einwandfrei,
rasch und mit geringem Aufwand bei einer hinsichtlich ihrer Festigkeit besonders günstigen Innenstruktur des
Schaurhstoffkörpers zustandezubringen ermöglicht.
Um dies zu erreichen, wird nach dem Verfahren gemäß der Erfindung auf die Unterlage und/oder die
Deckschicht eine mit durchgehenden Öffnungen entsprechend den Grundrißkonturen der zu bildenden
Vorsprünge versehene Formschicht aufgelegt, auf diese Formschicht eine nachgiebige Zwischenschicht gelegt
und diese durch den Schäumdruck unter Ausbildung balliger Vorsprünge in die öffnungen der Formschicht
gedrückt. Auf diese Weise wird das Erfordernis schwierig herzustellender, und umständlich sauberzuhaltender
Vertiefungen mit im wesentlichen starren Begrenzungswänden in den .Formbändern vermieden und zugleich
eine gewisse Verdichtung der Struktur des Schaumstoffs an denjenigen Stellen, an denen er die
nachgiebige Zwischenschicht aufweitet, erreicht, wodurch die Festigkeit der balligen Vorsprünge an den
Bauplatten verbessert wird.
Besonders vorteilhaft ist es, bei der Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung als nachgiebige
Zwischenschicht ein am Schaumstoff haftendes, als Oberflächenbeschichtung an der Platte verbleibendes
Material zu verwenden. Es kann aber auch, wenn keine Kaschierung gewünscht wird, als nachgiebige Zwischenschicht
ein vom Schaumstoff ablösbares Material z. B. Polyäthylenfolie verwendet werden. In jedem Falle
wird dabei die Gefahr des Festklebens des Schaumstoffes an dem Material, der widerstandsfähigen Unterlage
und der widerstandsfähigen Deckschicht wirksam vermieden.
Auf der Oberfläche einer Platte, die mit einer ablösbaren Polyäthylenfolie als Formfläche hergestellt ist,
bildet sich ein glasurähnlicher Abschluß der Plattenoberfläche mit dichterer Struktur als das poröse Platteninnere.
Sollte diese Haut als feuchtigkeitsdichter
Abschluß nicht ausreichend erscheinen, so kann als am Plattenkörper verbleibende Zwischenschicht, gegebenenfalls
zusätzlich zu einer über ihr angewendeten ablösbaren Zwischenschicht oder auch ohne eine solche,
ein Metallfolienband, z. B. aus Aluminium oder ein sonstiges, fest an der Platte haftenbleibendes Folienband,
verwendet werden. Eine solche Kaschierung z. B. aus Metallfolie kann als besonders sichere Feuchtigkeitssperre, als elektrisch leitende Abschirmung oder auch
bei anderer Verwendung für Dekorationszwecke er- to wünscht sein.
Eine Einrichtung zur kontinuierlichen Durchführung dieses Verfahrens unter Verwendung zweier parallel
beweglicher, endloser Fördergurte als Unterlage und als Deckschicht weist erfindungsgemäß die Besonderheit
auf, daß mindestens der eine Fördergurt zusätzlich eine die Perforationen aufweisende Formschicht trägt.
Die Selbständigkeit der auf den Fördergurt aufgelegten Formsehicht gewährleistet einen störungsfreien Betrieb
der Maschine, da beide Gurtarten verschiedene Aufgaben haben und auf diese Weise ihren jeweiligen Zwekken
besser dienen können.
Es ist besonders vorteilhaft, den oder die Formgurte unabhängig von der bereits genannten Zwischenschicht
mit einer Bespannung von schaumabweisender Folie zu versehen. Dadurch wird verhütet, daß eine den Betrieb
störende Verklebung von Schaumstoff und Form- oder Fördergurt eintreten kann, falls die Zwischenschicht
einmal stellenweise verletzt werden sollte.
Es kann von besonderem Vorteil sein, als Zwischenschicht ein in sich geschlossenes endloses Folienband
oder ein Folienband von endlicher Länge mit schaumabweisenden Eigenschaften, das keine feste Bindung
mit der Formsehicht oder dessen Bespannung besitzt, anzuordnen. Hierdurch läßt es sich erreichen, eine Maschine
von besonders kurzen Abmessungen zu verwenden oder eine Maschine mit gegebenen Abmessungen
besonders schnell laufenzulassen, da die am Austrittsende herauskommende Platte dann zwar schon verfestigt,
aber an der Oberfläche noch nicht klebfrei ist und die die Zwischenschicht bildenden Folie erforderlichenfalls
noch eine gewisse Strecke lang an der Plattenoberfläche haften bleiben kann, bis diese sich von der
Platte lösen läßt.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Bauplatte gemäß der Erfindung mit Draufsicht auf die zusammen mit der Platte beim Vorgang
des Aufschäumens geformten Vorsprünge, die insbesondere die Form flacher Kuppen haben,
F i g. 2 vergrößert dargestellt eine solche Platte als Schnittansicht in der Verwendungslage,
F i g. 3 veranschaulicht schematisch die Anordnung einer zur Herstellung der Bauplatte geeigneten Vorrichtung,
und zwar denjenigen Teil der Vorrichtung, an welchem die fertige Platte aus der Maschine austritt.
Die Platte 1 hat eine Anzahl Vorsprünge 2, die vorzugsweise die Form flacher Kuppen aufweisen, deren
am weitesten vorspringende Stellen bündig in einer Ebene liegen. Bei Verwendung als Dachplatte mit
Feuchtigkeitssperre liegt diese Platte, wie F i g. 2 zeigt, auf einem Dach 3 auf. Es bilden sich dann durchweg
miteinander in Verbindung stehende Hohlräume 4 zwischen der Platte 1 und der Gebäudedecke 3, so daß
Feuchtigkeit und insbesondere Dämpfe nach außen entweichen können.
Die in F i g. 3 gezeigte Vorrichtung zeigt zwei sich gegenüberstehende Fördergurtwalzen 5,6, über weiche
zwei parallel bewegliche endlose Fördergurte 7, 8 als Unterlage und als Deckschicht für die dazu in an sich
bekannter Weise durch Aufschäumen kontinuierlich entstehende Platte 1 geführt sind. Über den endlosen
Fördergurt 7 ist ein endloser Formgurt 9 mit Ausnehmungen in Form von Perforationen 10 gelegt, welche
den Grundrißkonturen der zu formenden Unebenheiten 2 entsprechen. Über den Formgurt 9 wiederum ist
ein Folienband 11 aus schaumabweisendem Kunststoff gespannt.
Auch der Fördergurt 8 ist mit einem Formgurt 12, der bei diesem Ausführungsbeispiel keine Ausnehmungen
besitzt, bedeckt, der seinerseits mit einer Folie 13 bespannt ist.
Zwischen der Folienbespannung 11 des Formgurtes 9 mit den Ausnehmungen 10 und der Platte 1 läuft als
Zwischenschicht ein Folienband 14 aus schaumabweisender Folie, das sich nach vollständiger Verfestigung
der Platte 1 mit den Vorsprüngen 2 von dieser leicht ablösen läßt. Stattdessen kann auch eine Bahn aus
Kreppapier durch die Maschine hindurchlaufen, die sich der Oberflächenform der Platte genau anpaßt, die
Form der Vorsprünge bei deren Herstellung begrenzt und an der fertigen Platte verbleibt. Eine solche Zwischenschicht
aus Folie oder Kreppapier kann auch auf der Unterseite der Platte vorgesehen sein.
Die gemäß der Erfindung hergestellten Bauplatten können auch in senkrechter Lage angeordnet und zur
Schalldämmung, zur Wärmedämmung und für Dekorationszwecke benutzt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung von Bauplatten mit balligen Vorsprüngen auf mindestens einer ihrer
Flachseiten durch Auftragen eines aufschäumbaren Stoffes, insbesondere eines Polyurethanschaumstoffes,
auf eine widerstandsfähige Unterlage und Abdecken mit einer widerstandsfähigen, den zu bildenden
Vorsprüngen entsprechende Vertiefungen aufweisenden Deckschicht als Schalung sowie Einlegen
eines nach«.Fgr.tigste!lenvder-.PJatte auf einer oder
beiden Plaifte^seiterif an !dieser); verbleibepdfen Bev| ■■ j
Schichtungsmaterials in die Schalung und Aufschäumen des aufschäumbareh Stoffes unter Eindringen
in die Vertiefungen der Deckschicht, dadurch ■
gekennzeichnet, daß auf die Unterlage und/oder die Deckschicht eine mit durchgehenden
öffnungen entsprechend den Grundrißkonturen der zu bildenden Vorsprünge versehene Formschicht #>
aufgelegt, auf diese Formschicht eine nachgiebige Zwischenschicht ; gelegt und diese durch· den
Schäumdruck unter Ausbildung balliger Vorsprünge in die Öffnungen der Formschicht gedrückt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als nachgiebige Zwischenschicht ein
am Schaumstoff haftendes, als Oberflächenbeschichtüng verbleibendes Material verwendet wird.
3. Verfahren nach. Anspruch I1. dadurch gekennzeichnet, daß als nachgiebige Zwischenschicht ein
vom Schaumstoff ablösbares Material verwendet wird.
4. Vorrichtung zur. kontinuierlichen Durchführung des Verfahrens'nach'Anspruch i'bis 3 unter Verwendung
zweier parallel beweglicher, endloser Fordergurte, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
der eine Fördergurt (7) zusätzlich- eine die Perforationen aufweisende Formschicht (9) trägt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die.Formschicht.(9) unabhängig von
der Zwischenschicht (11) mit einer Bespannung aus schaumabweisender Folie (14) versehen ist;
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Zwischenschicht (11) ein in
sich geschlossenes Folienband oder eine Folie von endlicher Länge mit schaumabweisenden Eigenschaften,
das keine feste Bindung mit der Formschicht oder deren Bespannung besitzt, angeordnet
ist.
50
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH0058329 | 1966-01-24 | ||
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Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1609325A1 DE1609325A1 (de) | 1971-03-11 |
| DE1609325B2 DE1609325B2 (de) | 1975-11-13 |
| DE1609325C3 true DE1609325C3 (de) | 1976-06-16 |
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