DE1608352B - Vorrichtung zur Führung eines Hubbalkensystems als Ausziehvorrichtung für eine Bogenstranggießanlage - Google Patents
Vorrichtung zur Führung eines Hubbalkensystems als Ausziehvorrichtung für eine BogenstranggießanlageInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung Zur Führung eines Mubbalkensystems als Ausziehvorrichtung
für eine Bogenstranggießanlage mit je iwei einander gegenüberliegenden, bogenförmigen
Hubbalkenanordnungen, bei uenen 'lie Hubbalken auf bogenförmigen Führungen über Rollen abgestützt
und durch einen an ihrem unteren Ende angeordneten Antrieb über eine Hebelanordnung in
zwei Dimensionen bewegbar sind.
Aus der französischen Patentschrift 1161 462 ist ein Hubbalkensystem als Ausziehvorrichtung für eine
Stranggießanlage mit je zwei einander gegenüberliegenden Hubbalkenanordnungen bekannt, die an ihrem
oberen und an ihren unteren Enden beispielsweise mittels eines Kurbelwellenantriebes in zwei Dimensionen
bewegbar sind, um die erforderliche Ausziehbewegung unter festem Ergreifen des Stranges
bei der Abwärtsbewegung zu gewährleisten. Die Antriebe sind dabei um die ganze Länge des Hubbalkensysteins
voneinander entfernt, wodurch der Aufbau kompliziert und störungsanfällig ist und bei
Temperaturänderungen einzelner Teile kann die Synchronisierung und die Ausrichtung der Balken in bezug
auf die Kokille nachteilig beeinflußt werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Führung eines Hubbalkensystems
als Ausziehvorrichtung für eine Bogenstranggießanlage mit je zwei einander gegenüberliegenden
bogenförmigen Hubbalkenanordnungen, bei denen die Hubbalken auf bogenförmigen Führungen
über Rollen abgestützt und durch einen an ihrem unteren Ende angeordneten Antrieb über eine Hebelanordnung
in zwei Dimensionen bewegbar sind, anzugeben, die weniger störanfällig und einfacher aufgebaut
ist und bei der Temperaturänderungen während des Betriebes keine relative Verschiebung zwischen
Kokille und Balkenanordnung hervorrufen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Hubbalken an ihren oberen Enden
oberhalb ihrer Angriffsfläche am Strang in Verschiebungsrichtung Vorsprünge mit äußeren Fiihrungsbahnen
aufweisen, die un fest angeordneten Führungsrollen anliegen, die außerhalb und oberhalb des
Berührungspunktes der Angriffsflächen der Hubbalken an dem Strang angeordnet sind.
Vorteilhaft sind die Führungsrollen an dem Rahmen
der Oszillationsvorrichtung der Kokille angeordnet.
Ein wesentlicher Vorteil der erfindung'.gemäßen
ίο Vorrichtung besteht darin, daß es keiner mechanischen
Übertragung von dem Kurbelwellenantrieb am unteren Ende zu der Lagerung am oberen Ende bedarf
und trotzdem die für das Ausziehen erforderliche zweidimensional·.; synchrone Bewegung am obe-
ren und unteren Ende der Hubbalkenanordnung gewährleistet
ist.
Die Erfindung wird nun an Hand eines Ausführungsbeispicls
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert; in den Zeichnungen ist
Fig. 1 eine schematiche Gesamtansicht der Vorrichtung,
Fig. 2 ein Schnitt nach Linie 11-I I der Fig. 1
und
Fig. 3 ein Schnitt nach Linie IH-III der Fig. 1.
Die Ausziehvorrichtung zum Herausziehen des Stranges 1 aus der Kokille 2 enthält die Hubbalken 3.
die den Strang an zwd gegenüberliegenden Flächen
erfassen und zwei Hubbalkenanordnungen bilden sowie den Antrieb dieser Hubbalkenanordnung, der
das Angreifer, am Si/ang untl die Längsbewegung der
Hubbalken gewährleistet. Der Antrieb besitzt Kurbelwellen 4, die gegebenenfalls über Zugstangen 5
mit den Hubbalken 3 verbunden sind. An beiden Enden der Kurbelwellen 4 sitzen FührungsroHen 6. die
auf Führungen 7 aufliegen, die in einer Kreislinie, die konzentrisch zu den Angriffsflächen 8 de: Hubbalken
3 ist angeordnet sind. Ein Vorsprung 3' der oberen Enden der Hubbalken 3 jeder Hubbalkcnanorrlnung
liegt mit einer außerhalb und oberhalb ties Be-
ruh riigspunktes der Angriffsflächen der Hubbalken
am Si rang liegenden Fuhrungsfläche auf Führungsrollen 9 und 10 auf, deren Anzahl verschieden sein
kann, je nach Anzahl der Hubbdiken. Die Achsen 11 und 12 der Führungsrollen 9 und 10 sind, um relati-
ve Radialverschiebungen zwischen Kokille 2 und Hubbalken 3 bei Temperatureinwirkungen unmöglich
zu machen, aro Rahmen 13 der Oszillationseinrichtung
(nicht dargestellt) befestigt. Hierbei ist die Achse 12 der Führungsrolle 10 an Hebeln !4 gelenkig
befestigt und kann durch Schrauben 15 in einer Lage fixiert werden, die der Stärke des zu gießenden
Stranges entspricht.
Die Hubbalken 3 jeder Hubbalkenanordnung werden durch Federn 16 auseinander gedruckt, um die
Hubbalkcn ständig an die Rollen 9 und 10 anzudrükken
und um auch ein eventuelles Spiel zu beseitigen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung arbeitet wie folgt.
Beim Gießvorgang befindet sich der Strang 1 in der Kokille 2 und zwischen den Hubbalken 3. Hierbei
klemmt mit Hilfe der Kurbelwellen 4 die eine Hubbalkenanordnung den Strang 1 ein und wird zusammen
mit ihm vorgefahren, während die andere Hubbalkenanordnung, die vom Strang fortgeführt ist,
mit erhöhter Geschwindigkeit und unabhängig vom Strang 1 zurückgefahren wird. Zum Vor- und Zurückfahren
der Balken dient ein Antrieb, der in der
Zeichnung nicht näher dargestellt ist. Die Bewegung tier oberen Enden der Hubbalken 3 vom und zum
Strang wird mit Hilfe der Rollen 9 und 10 bewirkt.
Wenn die Kurbelwelle 4 die unteren Enden der Jlalken 3 auseinanderschiebt, liegen die Führungsbahnen
der Vorspriinge 3' der oberen Ende der Hubbalken 3 auf den Führungsrollen 9 und 10 auf und
tliese walzen sich auf ihnen wie auf Führungen ab, wobei sie d;e darunterliegenden Angriffsflächen 8 der
J lubbalken 3 von den Flächen des Stranges 1 fortführen,
so daß ein Spalt zwischen den Hubbalken 3 lind dem Strang 1 entsteht.
Die Vorspriinge 3' werden ununterbrochen durch Clie Federn 16 an die Führungsrollen 9 und 10 angedrückt.
Folglich können die Hubbalken 3 bis in die Ausgangsstellung zurückgefahren werden, in dei ml
mit Hilft der Kurbelwelle 4 zum Herausziehen des
Stranges 1 zusammengepreßt werden. Die liuiWJiken
3 der zweiten Hubbalkenanordnung setzen cmc Bewegung entsprechend fort. Die erfindungsgeniaUe
Vorrichtung zur Führung eines Hubbalkensysiems als Ausziehvorrichtung für eine BogenstranggHianlage
zeichnet sich gegenüber den bekannten Anlagen, die am nberen Ende einen mit dem inneren AntneD
synchronisierten Antrieb erfordern, durch sehr viel einfacheren und betriebssicheren Aufbau aus, was
eine hohe Zuverlässigkeit gewährleistet und die Oefahr
von Störungen bei Temperatureinwirkimgen aul
einzelne Teile der Vorrichtung weitgehend ausschließt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Vorrichtung zur Führung eines HubbalkensyMcms
als Ausziehvorrichtung für eine Bogenstrunggießanlage
mit je zwei einander gegenüb· rliegenden,
bogenförmigen Hubbalkenanordnungen, bei denen die Hubbalken auf bogenförmigen Führungen über Rollen abgestützt und durch
einen an ihrem unteren Ende angeordneten Antrieb über eine Hebelanordnung in zwei Dimensionen
bewegbar sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hubbalken (3) an ihren oberen Enden oberhalb ihrer Angriffsfläche am Strang in Verschiebungsrichtung Vorsprünge (3')
mit äußeren Führungsbahnen aufweisen, die an fest angeordneten Führungsrollen (9,10) anliefen,
die außerhalb und oberhalb des Berührungspunktes der Angriffsflächen (8) der Hubbalkeu
(3) an dem Strang (1) angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsrollen (9, 10) an
dem Rahmen der Oszillationsvorrichtung der Kokille (2) angeordnet sind.
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0018350A1 (de) * | 1979-04-20 | 1980-10-29 | Max Burkhard | Stranggiessanlage, insbesondere zum Herstellen von Brammen |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0018350A1 (de) * | 1979-04-20 | 1980-10-29 | Max Burkhard | Stranggiessanlage, insbesondere zum Herstellen von Brammen |
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