DE1608055B - Vorrichtung zum Übersetzen von Spritzgußstücken - Google Patents
Vorrichtung zum Übersetzen von SpritzgußstückenInfo
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Über- in einer Einrichtung nach F i g. 1 bis 5 verwendet
setzen von Spritzgußstücken aus einer Spritzgießein- werden,
richtung in eine Nachbearbeitungsstation, insbeson- F i g. 9 einen Arbeitsplan, der den Arbeitsablauf in
dere eine Nachbearbeitungspresse, in der die Teile den verschiedenen Hydraulikzylindern veranschau-
weiterbehandelt werden sollen. 5 licht,
In vielen Betrieben ist es üblich, einen solchen F i g. 10 eine vereinfachte Darstellung der allge-
Arbeitsgang im wesentlichen von Hand auszuführen. meinen Anordnung für die Ausführung des erfin-
Es ist auch bekannt, die Spritzgießmaschinen derart dungsgemäßen Verfahrens im Zusammenhang mit
anzuordnen, daß die darin gefertigten Druckguß- den verschiedenen zugehörigen Einrichtungen, die in
stücke unmittelbar auf Förderbänder ausgeworfen ίο einer bevorzugten Ausführungsform dargestellt sind,
werden, die diese Stücke weiterbefördern. Nachfolgend wird mit Bezug auf die Zeichnungen
Die Erfindung bezweckt die Schaffung einer Vor- die erfindungsgemäße Vorrichtung ausführlich er-
richtung, die die Spritzgußstücke selbsttätig zur läutert.
Weiterbehandlung weiterreicht, wobei die Vorrich- Den ersten Arbeitstakt bildet der Entnahmeschritt
tung fortlaufend sich wiederholende Arbeitsgänge 15 für das im Gießverfahren hergestellte Erzeugnis. Zu
ausführt, die einfach zu steuern sind. diesem Zweck ist eine Entnahmevorrichtung vorge-
Ein älterer, nicht zum Stande der Technik gehören- sehen, die in den Fig. 1 bis 5 allgemein mit D beder
Vorschlag betrifft eine kranartige Entnahmevor- zeichnet ist. In dieser Vorrichtung ist ein Maschinenrichtung,
die verschiebbar auf einem Holm einer rahmen 54, der einen oberen und einen unteren Teil
horizontalen Druckgießmaschine vorgesehen ist. 20 54' bzw. 54" aufweist, drehbar auf einem feststehen-Demgegenüber
befaßt sich die Erfindung mit einer den Ständer 53 angeordnet, der seinerseits starr auf
Entnahmevorrichtung, die auch bei vertikalen Druck- dem Boden 98 steht (s. Fig. 1). Auf dem Ma-
oder Spritzgießmaschinen verwendbar sein soll. Die schinenrahmen 54 ist ein länglicher hohler Kasten
Erfindung betrifft deshalb eine Vorrichtung, die als oder Gehäuse α mittels I-Trägern 96, 97 feststehend
horizontal bewegbare Zange außerhalb der Gießvor- 25 angeordnet. In dem Gehäuse α ist ein innerer, längrichtung
auf einem eigenen Podest angeordnet ist. licher, hohler Kasten b angeordnet, der entlang der
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung der eingangs Achse des äußeren Gehäuses α bewegbar ist. Zu
erwähnten Art zeichnet sich zu diesem Zweck da- diesem Zweck sind zwei Gruppen Stützrollen vorgedurc'h
aus, daß eine Greifvorrichtung an einem waage- sehen, die bei 52 und 52' dargestellt sind. Im inneren
recht verschiebbaren Träger angeordnet ist, der in 30 Kasten b ist ein hydraulischer Zylinder 59 mit einem
einem waagerecht liegenden, länglichen Gehäuse ge- darin verschiebbaren Kolben 61 angeordnet, der fest
führt ist, das seinerseits bewegbar auf einem neben mit der Kolbenstange 60 verbunden ist.
der Spritzgießvorrichtung befindlichen Ständer ange- Mit dem freien Ende der Stange 60 ist ein Paar ordnet ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ge- Einspann- oder Klemmbacken 55 betriebsweise verstattet, die im Spritzgußverfahren hergestellten Teile, 35 bunden. Durch Zufuhr von Drucköl in die vordere die nach dem Gießen eine hohe Temperatur von zum Zylinderkammer B werden die Backen 55 geschlos-Beispiel mehreren 100° C haben, auf einfache Weise sen, während durch Zufuhr von Drucköl in die hin- und ohne die Güte des noch warmen Gußstückes zu tere Kammer C die Öffnung der Backen veranlaßt beeinträchtigen, der anschließenden Nachbearbei- wird.
der Spritzgießvorrichtung befindlichen Ständer ange- Mit dem freien Ende der Stange 60 ist ein Paar ordnet ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ge- Einspann- oder Klemmbacken 55 betriebsweise verstattet, die im Spritzgußverfahren hergestellten Teile, 35 bunden. Durch Zufuhr von Drucköl in die vordere die nach dem Gießen eine hohe Temperatur von zum Zylinderkammer B werden die Backen 55 geschlos-Beispiel mehreren 100° C haben, auf einfache Weise sen, während durch Zufuhr von Drucköl in die hin- und ohne die Güte des noch warmen Gußstückes zu tere Kammer C die Öffnung der Backen veranlaßt beeinträchtigen, der anschließenden Nachbearbei- wird.
tungsstation zuzuführen. Die Erfindung ermöglicht 40 Ein weiterer länglicher Zylinder 70 ist im Inneninsbesondere
ein genaues Erfassen des weiterzu- raum des inneren Kastens b angeordnet und mit diereichenden
Gegenstandes und ein genau ausgerich- sem durch ein Befestigungsglied 62 fest verbunden.
tetes Einsetzen in die Nachbehandlungsstation. Mit Der Zylinder 70 weist einen Kolben 50 mit einer KoI-der
Erfindung können die Vorzüge des Spritzgußver- benstange d auf. Diese Stange d ist an ihrem freien
fahrens für die Massenherstellung besser als bisher 45 Ende bei 51 fest mit dem äußeren Gehäuse α verausgenutzt
werden, damit der Vorrichtung die in der bunden. Der Kolben 50 ist stationär angeordnet.
Gußmaschine hergestellten Teile schnell abgenommen Wenn Drucköl in die Zylinderkammer E eingespeist
und weitergereicht werden können. wird, werden der innere Kasten b und die Klemm-
Die Erfindung wird an Hand der nachfolgenden backen 55 veranlaßt, sich vorwärts zu bewegen.
Beschreibung und der Zeichnungen ausführlich er- 50 Wenn andererseits öl in die andere Zylinderkam-
läutert. Es zeigt mer F eingespeist wird, wird der innere Kasten zur
F i g. 1 eine Vorderansicht einer Einrichtung, die Rückbewegung veranlaßt.
teilweise im Schnitt und in einzelnen Teilen aufge- Eine horizontale Zylinderanordnung 57 ist auf
brochen dargestellt ist, einem feststehenden Arm 53' abgestützt, der vom
F i g. 2 eine Draufsicht auf die Einrichtung nach 55 Ständer 53 seitlich vorspringt. Eine senkrechte Achse
Fig. 1, 63 ist zusammen mit den darauf sitzenden Teilen
F i g. 3 eine Seitenansicht der Einrichtung nach der Vorrichtung drehbar im oberen Teil des Stän-
F i g. 1, ders 53 angeordnet und kann sich in einem Winkel-
F i g. 4 eine vergrößerte Ansicht eines Teiles der bereich von etwa 90° dadurch bewegen, daß der
F i g. 3, 60 Drehzylinder 57 betätigt wird. Zu diesem Zweck
F i g. 5 eine vergrößerte Darstellung eines Schnittes steht die Kolbenstange 57' des Zylinders 57 an ihrem
im wesentlichen entlang der Schnittlinie A-A der freien Ende in Verbindung mit der Achse 63. Ein
Fig. 1, weiterer Hydraulikzylinder58, der eine Kolbenstange
F i g. 6 und 7 zusammen den wesentlichen Teil der 58' aufweist (s. F i g. 3 und 4), ist zwischen dem
elektrischen Schaltung einer Einrichtung nach 65 oberen 54' und dem unteren Teil 54" des Rahmens 54
F i g. 1 bis 5, angeordnet. Die Kolbenstange 58' kann betriebs-
F ig. 8 eine erläuternde Darstellung für die Arbeits- weise mit dem Maschinenrahmen 54 verbunden sein,
beziehungen der verschiedenen Hydraulikzylinder, die der mit Bezug auf F i g. 1 vor und zurück bewegbar
ist. Diese Bewegung wird zwangweise dadurch geführt, daß ein Paar paralleler Führungsstangen 56
vorgesehen ist.
Die F i g. 6 bis 8 zeigen die elektrischen Steuerschaltungen, die für die Arbeitsvorgänge des Armes
und der Klemmvorrichtungen der obenerwähnten Abnähme- und Übergabevorrichtung für Gußstücke
vorgesehen ist. In den Zeichnungen sind jedoch die für die Wasserkühlung und die Preßvorrichtung zu
verwendenden Steuermittel fortgelassen worden, um die Darstellung zu vereinfachen.
F i g. 8 zeigt hydraulische und elektrische Schaltmittel für die Steuerung des Längsbewegungszylinders
70, des Klemmzylinders 59, des Zylinders 58 für die seitliche Verschiebung des Arbeitsteiles und des
Drehzylinders 57. Die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung wird nachfolgend mit Bezug auf
die F i g. 6 bis 11 beschrieben.
1. Allgemeines
Durch Betätigung des Hauptdruckknopf schalters PiJ 1-1 wird Strom von einer üblichen, nicht dargestellten
220 V-Stromquelle über einen nicht dargestellten Transformator an die elektrischen Steuerschaltkreise
gelegt, die zusammen in den F i g. 6 und 7 dargestellt sind. Der Speisestrom 'hat vorzugsweise
110 V und geht durch den jetzt geschlossenen Hauptschalter PB1-1 und einen als Notunterbrecher
ausgeführten Druckknopfschalter PB1-2 siehe Schaltungsabschnitt 100. Durch Betätigung von
PB1-1 wird CR1 erregt und damit er 1 geschlossen.
Im Rückstellschaltungsteil 101 ist ein Zeitgeber Di? 1 für die nach Wahl erfolgende Bestimmung der Zeitdauer
eines Arbeitszyklus vorgesehen, der durch die erfindungsgemäße Vorrichtung ausgeführt wird.
Falls die tatsächliche Dauer eines Arbeitszyklus der Maschine den vorher eingestellten Wert überschreitet,
arbeitet der Zeitgeber in der Weise, daß er die Arbeit der Maschine stoppt. Diese Überwachung
einer längeren Betriebsperiode wird als Sicherungsvorrichtung für Notfälle vorgesehen, durch die eine
nicht dargestellte Alarmvorrichtung betätigt wird.
Durch Schließen des Hauptschalters PB1-1 von
Hand wird die hydraulische PumpeP (Fig. 8) betätigt,
so daß unter Druck stehendes öl in alle hier erwähnten Druckölkreise eingespeist wird. Ferner wird
das Relais CR1 erregt und der zugehörige Haltekontakt crl für den Teil 103 geschlossen.
2. Vorbereitende Vorgänge oder erster
Arbeitsschritt
Arbeitsschritt
Es wird auf den Schaltungsteil 103 Bezug genommen. Wenn die Spritzgußvorrichtung oder -maschine,
die im folgenden kurz mit DCM erwähnt wird, den Formöffnungsvorgang ausgeführt hat und für die Abgabe
eines Guß- oder Formteiles, wie z. B. eines Automobiltürhandgriffes, bereit ist, wird ein elektrisches
Signal abgegeben, das kennzeichnend für den Formöffnungsvorgang ist und von irgendeiner
üblichen Vorrichtung erzeugt und dem Schaltungsteil 103 zugeführt wird. Dieser Vorgang ist durch
ein X bzw. durch Schließung des AT-Kontaktes symbolisiert,
siehe Zeichnung. Durch diesen Vorgang zieht ein in der Schaltung liegender Magnet CR 2
an. Dadurch wird die Betriebsbeziehung zwischen Maschine DCM und der vorerwähnten Vorrichtung
hergestellt und die letztere in ihrem Arbeitsgang ausgelöst.
3. Zweiter Arbeitsschritt, Vorbewegung des Armes
Hierzu wird auf den Schaltungsteil 104 Bezug genommen. Bei Betätigung des Relais Ci? 2 wird das
Solenoid SOL-IA über die im Zweig 104 liegenden, gewöhnlich geschlossenen er 3 und er 1-L erregt.
Unter Druck stehendes Öl wird dann in die Arbeitskammer E des Längsbewegungszylinders 70 eingespeist,
so daß der innere Kasten b und die Einspannvorrichtung 55 zur Vorbewegung auf die Vorrichtung
DCM hin veranlaßt werden, bis der Grenzschalter LS-I, Schaltungsteil 116, betätigt wird und den
Stromweg 104, der den Relaiskontakt er 1-L enthält, in einer Richtung unterbricht, da CR 1-L erregt wird.
Dadurch wird die Vorwärtsbewegung des Armes angehalten. Der Zeitpunkt für den Abschluß der Vorbewegung
kann nach Wunsch durch Änderung der Lage des Grenzschalters eingestellt werden.
4. Dritter Arbeitsschritt, Ausstoßen des Spritzgußstückes
Gleichzeitig mit der Abgabe eines Signals, welches kennzeichnend für das Ende des Gießvorganges ist,
siehe erster Schritt, wird eine übliche Ausstoßvorrichtung betätigt, die in der Einrichtung DCM angeordnet
ist, so daß das Stück in üblicher Weise aus der offenen Form ausgestoßen wird.
„0 5. Vierter Arbeitsschritt, Greifvorgang
Hierzu wird auf den Schaltungsteil 105 verwiesen. Sobald in einer nicht näher dargestellten üblichen
Vorrichtung ein Signal erzeugt worden ist, das das Ende des Ausstoßvorganges anzeigt, wird das Signal
an den Schaltungsteil 105 abgegeben, wie durch das Y bzw. die Schließung des F-Kontaktes in vereinfachter
Weise angedeutet wird. Der vorhergehende Sc'haltungsteil, der oben in Zusammenhang mit der
Vorbewegung der Greif- oder Klemmbacken beschrieben worden ist, ist zu dieser Zeit bereits unterbrochen.
Die Erregung von Ci?-1-L führt zur Schließung von er 1-L im Abschnitt 105, wodurch Ci? 3 und CR 4 betätigt
werden; das Solenoid SOL-2, siehe Schaltungsteil 102, wird dann wegen der Öffnung von er 4 unter-
brachen. Dadurdh wird unter Druck stehendes öl der
Arbeitskammer B des Hydraulikzylinders 59 zugeführt, und die Einspannvorrichtung 55 wird zur
Schließung veranlaßt, so daß das betreffende Gußstück erfaßt wird.
6. Fünfter Arbeitsschritt, Rechtsbewegung
Hierzu wird auf Schaltungsteil 106 verwiesen. Nachdem die Einspannvorrichtung 55 gefaßt hat,
wird durch den druckempfindlichen Schalter PR-53 bzw. CR3-P dieser Vorgang festgestellt, die zu dem
Schalter gehörigen Kontakte betätigt und das Solenoid SOL-3 A über den Zeitgeber DR 2 bzw. den
von diesem abhängigen Kontakt erregt, durch den die Klemmvorgangsperiode eingestellt wird. Das Relais
CR 5 und der Relaiskontakt er S-L werden betätigt, wodurch der Zylinder 58 öl zugeführt erhält und
der Maschinenrahmen 54 veranlaßt wird, sich als Ganzes in Richtung nach rechts zu bewegen. Der
Umfang dieser Bewegung kann durch geeignete Wahl der Lage des Grenzschalters LS-5 eingestellt werden,
von dem CR S-L abhängt.
Sobald die Einspannvorrichtung bis zum Endpunkt ihrer nach rechts gerichteten Bewegung gelangt ist,
wird der Grenzschalter LS-5, siehe Schaltungsteil 120, betäaigt, und der Relaiskontakt er 5-L in 106 wird
unterbrochen. Dadurch wird die Erregung des SoIenoides SOL-3 A abgeschaltet und die nach rechts gerichtete
Bewegung beendet.
7. Sechster Arbeitsschritt, Längsrückbewegung
Im Schaltungsteil 107 wird der Relaiskontakt er 5-L
geschlossen und das SolenoidSOL-IB erregt. Dabei
wird Öldruck zur hinteren Arbeitskammer F des Hydraulikzylinders 70 zugeführt und die Rückbewegung
des inneren Kastens B veranlaßt. Am Ende der Rückwärtsbewegung des Kastens oder Armes
wird der Grenzschalter LS-2, der im Schaltungsteil 117 liegt, betätigt und dadurch der Kontakt er 2-L
geöffnet, so daß die Erregung des Solenoids SOL-IB abgeschaltet wird. Damit wird die Rückwärtsbewegung
des inneren Kastens b beendet.
Bei der dargestellten Ausführungsform werden die Vor- und Rückbewegungen des inneren Kastens
zweimal ausgeführt. Um eine mögliche Störung zu verhindern, wird das im Schaltungsteil 108 liegende
Relais CR 5 durch die Schließung der Relais-Kontakte er 3 und cr2-L erregt. In diesem Zustand bleibt
es durch seinen Haltekontakt er 5, so daß die Ausführung weiterer folgender Arbeitsschritte ermöglicht
wird. Dadurch ist auch ein tatsächlicher Unterschied zwischen dem ersten und dem zweiten Zyklus der
Hin- und Herbewegung des Teiles b gegeben.
8. Siebter Arbeitsschritt, Linksbewegung
Es wird auf Schaltungsteil 109 verwiesen. Durch Schließung der Relaiskontakte er5, crl und cr6-L
wird das im Schaltungsteil 109 liegende Solenoid SOL-3 b erregt. Dadurch wird Öldruck dem Hydraulikzylinder
58 in die Arbeitskammer zugeführt, die für die Linksbewegung vorgesehen ist. Der Maschinenrahmen
54 wird auf Grund dessen um eine vorher festgelegte Strecke zurückbewegt, so daß die
im vorhergehenden Zustand (5.) ausgeführte Verschiebung wieder rückgängig gemacht wird.
Dieser Arbeitsschritt kann fortgelassen werden, wenn eine Anzahl gleicher Erzeugnisse hergestellt
wird.
9. Achter Arbeitsschritt, Vorwärtsdrehung
Hierzu siehe Schaltungsteil 110. Der Maschinenrahmen 54 wird so gedreht, daß er zur Presse gekehrt
liegt, die durch »Press« in Fig. 10 angedeutet ist.
In diesem Fall wird das Solenoid SOL-AA über die Relais CR 5, CR 6-L bzw. durch die von diesen
abhängige Kontakte im Zweig 110 erregt, wobei CR6-L vom GrenzschalterLS-6 abhängt, der am
Ende der Linksbewegung ausgelöst wird. In dem Zweig liegen ferner die bei Nichterregung der zugehörigen
Relais geschlossenen Kontakte er7 und cr8-L. Danach wird Drucköl der vorderen Arbeitskammer
des Drehzylinders 57 zugeführt, so daß der Rahmen 54 in der Vorwärtsdrehrichtung schwenkt.
Am Ende dieser Vorwärtsdrehrichtung wird der Grenzschalter LS-8, Schaltungsteil 122, betätigt und
das zugehörige Relais CR 5-L erregt, wodurch der zugehörige
Kontakt im Zweig 110 geöffnet wird.
10. Neunter Arbeitsschritt, Zweite Längsbewegung
Durch die zweite Vorbewegung des inneren Kastens b, siehe Schaltungsteile 112 und 116, wird das
von der Vorrichtung mitgeführte Stück zur Presse übergeben. Nach Beendigung der Vorwärtsbewegung
wird das im Schaltungsteil 122 liegende Relais CR8-L betätigt. Das Solenoid SOL-IA wird im Schaltungsteil 104 über die Kontakte erregt, die von den Relais
CR5, CRl und CRl-L abhängen. Daher wird der
innere Kasten b teleskopartig wie bei der ersten Vorwärtsbewegung zum zweiten Mal vorbewegt. Am
Ende der zweiten Vorbewegung in Längsrichtung wird der Grenzschalter LS-I im Schaltungsteil 116
ίο betätigt, so daß das Relais CR1-L erregt wird. Damit
wird auch das Relais CR 7 im Schaltungsteil 112 erregt. Der von diesem Relais abhängige Kontakt er 7
im Schaltungsteil 111 wird geöffnet und die Erregung vom Solenoid SOL-IA abgeschaltet. Damit ist die
zweite Vorbewegung beendet. Das Relais CR 7 bleibt weiter angezogen.
11. Zehnter Arbeitsschritt, Freigabe der geschlossenen Greifvorrichtung
Hierzu wird auf Schaltungsteil 113 verwiesen. Durch das Relais Ci? 7 bzw. durch den davon abhängigen
Kontakt wird die Erregung des Relais CR 4 im Schaltungsteil 105 abgeschaltet, während das g
Solenoid SOL-2 im Schaltungsteil 113 erregt wird.
Damit wird Drucköl der Arbeitskammer C des Klemm- oder Greifvorrichtungszylinders 59 zugeführt,
wodurch die geschlossene Einspannvorrichtung 55 freigegeben wird. Das nicht dargestellte, freigegebene
Stück fällt in die Presse.
12. Elfter Arbeitsschritt, zweite Längs-Rückbewegung
Hierzu wird auf Schaltungsteile 114 und 117 verwiesen. Nach Auslösung der geschlossenen Einspannvorrichtung
55 wird der Druckschalter PR-S4 betätigt und damit das zugehörige Relais CR 4-P erregt.
Dies führt zur Schließung des abhängigen Kontaktes im Teil 114, so daß das Solenoid SOL-I b über diesen
Kontakt und über die von den Relais CR 3, CR 7 und CRI-L abhängigen Kontakte erregt wird. Damit
wird Öldruck der Arbeitskammer F des Hydraulikzylinders 70 zugeführt, wodurch der innere Kasten b
zurückbewegt wird.
Am Ende dieser Rückbewegung des inneren Kastens b wird die Erregung des Solenoides SOL-IB
abgeschaltet, da der Grenzschalter LS-2 im Teil 117 betätigt und das zugehörige Relais CR 2-L erregt
wird, welches zur öffnung des gewöhnlich geschlossenen Kontaktes er 2-L im Kreis 114 führt.
13. Zwölfter Arbeitsschritt, Rückdrehung
Hierzu siehe Schaltungsteile 115 und 123. Durch Erregung des Relais CR 2-L im Schaltungsteil 117
wird das Solenoid SOL-4 A im Schaltungsteil 115 erregt. Dieser Vorgang hängt außerdem von dem Kontakt
er 7 ab, der durch die Erregung von CR 7 geschlossen ist. Ferner ist in diesem Teil ein gewöhnlich
geschlossener Kontakt er 9-L. Durch Betätigung des Solenoides SOL-4 A wird Öldruck in die Rückführkammer
des Drehungszylinders 57 zugeführt. Dadurch führt der Maschinenrahmen 54 eine Rückdrehungsbewegung
aus, um seine Ausgangsstellung wieder zu erlangen, die in F i g. 10 in voll ausgezogener Linie dargestellt ist und derjenigen der F i g. 1
bis 5 entspricht. Am Ende dieser Rückschwenkbewegung des Maschinenrahmens wird der Grenzschalter
LS-9 im Schaltungsteil 123 geschlossen und das Relais CR 9-L erregt. Damit ist die Beendigung der
Schwenkbewegung festgestellt. Der vorher eingestellte Zeitschalter DR1 wird dadurch geöffnet.
Die vorstehenden Ausführungen zeigen, daß eine Folge bestimmter schrittweiser Bewegungen in selbsttätiger
Weise ausgeführt worden ist. Die Übersetzvorrichtung ist damit bereit, eine nächstfolgende
Reihe von bestimmten schrittweisen Bewegungen auszuführen, um ein weiteres Spritzgußstück aus der
DCM-Maschine zu entnehmen und in der Fertigungspresse z. B. abzusetzen.
Das Hauptmerkmal der Arbeitsweise der dargestellten Einrichtung besteht in der rechtwinkligen Bewegung
der Greifvorrichtung bei Betrachtung der Maschine von oben. Eine Ausgestaltung der übrigen
Vorgänge zur Anpassung an die jeweiligen Erfordernisse
ist möglich. In F i g. 9 sind die vier Hauptarbeitsgänge der Maschine in vier Spalten dargestellt,
um die Reihenfolge und Zusammenhänge deutlicher 'hervorzuheben. Die Zahlen I, II, ... XII entsprechen
den hier erläuterten zwölf Arbeitsschritten. Die erste Spalte betrifft die Seitenbewegung. Die linke Seite
der Spalte betrifft die hintere und die rechte Seite die vordere Stellung. Die zweite Spalte betrifft den
Klemmvorgang, wobei die linke Seite den geöffneten und die rechte Seite den geschlossenen Zustand angibt.
In der dritten Spalte wird die Längsbewegung dargestellt, wobei die linke Kante links und die rechte
Kante rechts bedeutet. Die letzte Spalte betrifft die Drehbewegung, wobei die linke Seite die Vor- und
die rechte Seite die Rück-Drehung bedeutet.
Fig. 10 zeigt eine Draufsicht auf eine allgemeine
Anordnung für eine Spritzgußanlage mit Nachbearbeitungspresse und der Übersetzvorrichtung nach
der Erfindung dazwischen. Auch hier bedeuten die Zahlen 1, 2 ... 12 die vorstehend im einzelnen geschilderten
zwölf Schritte.
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Übersetzen von Spritzgußstücken aus einer Spritzgießeinrichtung in eine
Nachbearbeitungsstation, insbesondere eine Nachbearbeitungspresse, da durchgekennzeichnet, daß eine Greifvorrichtung (55) an einem
waagerecht verschiebbaren Träger (£>) angeordnet ist, der in einem waagerecht liegenden, länglichen
Gehäuse (a) geführt ist, das seinerseits bewegbar
auf einem eigenen, neben der Spritzgießvorrichtung befindlichen Ständer (53) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (α) auf dem Ständer (53) um eine Achse (63) schwenkbar angeordnet
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Ständer
(53) und dem Gehäuse (α) ein zweiteiliger Rahmen (54) vorgesehen ist, dessen oberer Teil (54')
gegenüber dem unteren (54") verschiebbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebungsridhtung der
Teile (54', 54") des Rahmens (54) rechtwinklig zu der des Trägers (b) in waagerechter Ebene liegt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (b) ein Hohlkörper
ist, in dem ein parallel zur Verschiebungsrichtung des Trägers liegender Antriebszylinder (70)
befestigt ist, dessen Kolbenstange (d) an ihrem freien Ende fest mit dem Gehäuse (α) verbunden
ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (b) mit Rollensätzen
(52, 52') am Gehäuse (a) geführt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (b) an dem
der Kolbenstangenverbindung (51) abgekehrten Ende einen Hydraulikzylinder (59) enthält, der in
der Achse des Trägers ausgerichtet ist und die an diesem Ende angeordnete Greifvorrichtung (55)
betätigt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (b) und das Gehäuse
(d) kastenförmigen Querschnitt haben und teles'kopartig ineinander angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verschiebung
zwischen dem oberen und dem unteren Teil (54', 54") des Rahmens (54) ein Hydraulikzylinder (58)
und eine Parallelführung (56) vorgesehen sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verschwenkung
der Achse (63) mit dieser eine aus Kolben und Zylinder (57', 57) bestehende Anordnung gelenkig
verbunden ist, die an einem seitlich vorspringenden Arm (53') des Ständers (53) abgestützt ist.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen 109 547/86
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