DE1607505C - Rotormuhle, insbesondere als Zer kleinerungseinnchtung fur verbrauchtes Verpackungsmaterial - Google Patents
Rotormuhle, insbesondere als Zer kleinerungseinnchtung fur verbrauchtes VerpackungsmaterialInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft eine Zerkleinerungseinrich- . tung, insbesondere für verbrauchtes Verpackungsmaterial,
wie es vor allem in Kaufhäusern und Industriebetrieben in großen Mengen anfällt. '
•Bisher mußte dieses Material in großen Bunkerräumen gesammelt und unter erheblichem Aufwand
an Zeit und Arbeit an Zerkleinerungsplätze oder in entsprechende Anlagen transportiert werden; denn
große Räume zur vorübergehenden Lagerung von Abfallgut stehen im Zentrum der Städte kaum zur Verfugung;
außerdem ist eine Lagerung dieser meist feuergefährlichen Materialien aus Sicherheitsgründen nicht
erwünscht oder gar behördlich verboten.
Zweck der Erfindung ist es, eine möglichst wenig Raum beanspruchende und auch von ungeschultem
Personal zu bedienende Einrichtung zu schaffen, die es ermöglicht, das anfallende, meist sehr sperrige und
dabei elastische Verpackungsmaterial zu zerkleinern, auf. ein kleines Volumen zusammenzupressen und in
feuersichere Behälter zu befördern, die in verkehrsgünstigen Zeiten abgefahren werden können.
Zur Zerkleinerung des Materials wird eine an sich bekannte Mühle als Hammerrotor verwendet, bei der
gemäß der Erfindung beide Schächte etwa waagerecht und übereinanderliegend angeordnet sind, wobei der
den Aufgabeschacht unten begrenzende Boden etwa in der Höhe des Rotors, vorzugsweise seiner Drehachse,
liegt. Dabei ist es besonders zweckmäßig und erweist sich für einen raumsparenden Aufbau der Zerkleinerungseinrichtung
als besonders günstig, wenn der Boden des etwa horizontal liegenden Aufgabeschachtes
zugleich die Deckplatte des Abführschachtes bildet. Der Aufgabeschacht weist an seinem Boden
eine Vibrationsrinne auf, welche das Gut den aufsteigenden Hämmern des Rotors zuführt, während der
Abführschacht als abnehmbarer Aufnahmebehälter ausgeführt ist, in welchen der Rotor das zerkleinerte
Gut hineinschleudert. Ein weiteres Kennzeichen der Erfindung besteht darin, daß unmittelbar unter dem
Rotor ein kontinuierlich arbeitender Stopfkolben angeordnet ist, der das in den abnehmbaren Behälter geschleuderte
Gut komprimiert. Zur Erhöhung der Zerkleinerungswirkung können die Hammer in an sich
bekannter Weise durch einen Kamm schlagen, der erfindungsgemäß aus einer Anzahl von auf einer Achse
aufgefädelten drehbaren Scheiben besteht.
In weiterer Ausbildung der Erfindung sind Einrichtungen vorgesehen, die abgesehen von der Einführung
des Materials in den oberen waagerechten Kanal einen automatischen Betrieb der Anlage ermöglichen.
Der Betrieb des Hammerrotors wird zweckmäßig in Abhängigkeit vom Preßdruck des Stopfkolbens gesteuert,
so daß bei übermäßig ansteigendem Druck als Folge des vollgestopften Behälters der Rotor bzw. die
Materialzufuhr automatisch abgestellt wird. Gleichzeitig ist eine an sich bekannte Verriegelung des unteren
abnehmbaren Behälterkanals nur dann möglich, wenn zuvor der Rotor stillgesetzt ist.
Durch die Einrichtung gemäß der Erfindung wird die störende und feuergefährliche Anhäufung von Abfall
und Verpackungsmaterial in Warenhäusern beseitigt. Durch die besondere Anordnung der Einzelteile
ist diese Einrichtung auf denkbar kleinstem Raum zusammengebaut und ist infolge ihrer Ausführung und
automatischen Einrichtung durch ungeschultes Personal gefahrlos zu bedienen.
Pie Erfindung ist nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Die Zeichnung stellt
einen Querschnitt durch die Anlage dar.
In einem Mühlengehäusel ist ein mit Hämmern
bestückter Rotor 2 angeordnet. Das Mühlengehäuse weist über dem Rotor einen ausreichenden .Raum zur
Aufnahme von großvolumigem Abfallmaterial auf. Die Hammer des sich in Pfeilrichtung drehenden Rotors
schlagen im unteren Teil des Gehäuses durch einen Kamm 3, der aus drehbaren, scharfkantigen
Scheiben 4 gebildet ist. Diese Scheiben 4 sind um eine Achse 5 drehbar, so daß bei fortlaufendem Verschleiß
sich immer eine neue Arbeitsfläche darbietet. Oberhalb der Achsebene des Hammerrotors schließt sich
an das Gehäuse ein waagerechter Aufgabeschacht 6 an, dessen Boden eine Vibrations- oder Schüttelrinne
7 bildet, die in bekannter Weise durch einen Unwuchterreger 8 angetrieben wird. Die Drehrichtung
des Rotors ist so gewählt, daß das von der Vibrationsrinne dem Rotor zugeführte Material von diesem er-
faßt und im gleichen Sinn in den Mahlraum hineingezogen
wird. Die Verpackungsteile, wie Kartons und Kisten werden von den Hämmern des Rotors erfaßt
und zerschlagen. Dabei werden sie durch den aus den Scheiben 4 gebildeten Kamm getrieben und hier weiter
zerkleinert. Unmittelbar unter der Vibrationsrinne bzw. unter dem Schacht 6 liegt parallel ein weiterer
Schacht 9, der als lösbarer Aufnahmebehälter durch eine Flanschverbindung mit dem unteren Teil des
Mühlengehäuses verbunden ist und auf Rädern ruht.
Von besonderem Vorteil ist die gewählte Anordnung der beiden seitlichen Schächte für die Betriebsweise
der Zerkleinerungsanlage, denn der Hammerrotor wirkt als Ventilator, wenn die Trennwand der beiden
an den Mühlenraum seitlich angeschlossenen Schächte etwa auf den Rotormittelpunkt zeigt Diese
Wirkung tritt auch dann ein, wenn wie im vorliegenden Fall die Trennwand durch die Vibrationsrinne
und die Decke des Schachtes 9 gebildet wird. Diese zusätzliche Wirkung hat zur Folge, daß einmal das
durch die Vibrationsrinne dem Rotor zugeführte Gut durch die angesaugte Luft zusätzlich beschleunigt
wird und daß zum andern das zerkleinerte Material neben der Wurfwirkung der Hammer durch den in
den unteren Schacht 9 geblasenen Luftstrom herausgeblasen wird. Um diesen Luftstrom voll zur Auswirkung
kommen zu lassen, wird zweckmäßig der abnehmbare Schacht 9 an einem Entlüftungsschacht 12
angeschlossen, wodurch gleichzeitig ein Staubaustritt an jeder anderen Stelle, insbesondere an der Einfüllöffnung
verhindert wird. Außerdem wird durch die besondere Art der Schachtanordnung an Bauhöhe gespart,
und das wiederum ist von großer Bedeutung für die raumsparende Unterbringung der Anlage.
Um das Fassungsvermögen des unteren Schachtes 9 zu vergrößern wird erfindungsgemäß unmittelbar
unter dem Rotor ein kastenartiger Stopfkolben 10 angebracht, der durch einen Hydraulikzylinder 11 oder
eine entsprechende andere Antriebsvorrichtung hin und her bewegt wird und damit das von dem Hammerrotor
2 in den fahrbaren Schacht 9 geblasene Gut verdichtet. Dieser Stopf kolben kann auch gleichzeitig der
Boden des Mühlengehäuses sein. Der Hydraulikzylinder 11 ist mit einem nicht gezeichneten Druckanzeiger
verbunden, der bei einem Maximaldruckanstieg einen Schalter betätigt, der die Vibrationsrinne stillsetzt und
damit eine Verstopfung der Anlage automatisch verhindert. Ebenso wird zweckmäßig eine Verriegelung
an der Verbindung des Schachtes 9 mit dem Mühlengehäuse angebracht, die nur ein Lösen des Schachtes 9
ermöglicht, wenn der Rotor der Hammermühle stillsteht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
- , Patentansprüche:L Rotormühle, insbesondere als" Zerkleinerungsvorrichtung für verbrauchtes Verpackungsgut mit auf der gleichen Seite des Rotorgehäuses angeordnetem Aufgabeschacht und Abführschacht, dadurch gekennzeichnet, daß beide Schächte (6,9) etwa waagerecht und übereinanderliegend angeordnet sind, wobei der den Aufgabeschacht (6) unten begrenzende Boden (7) >. etwa in der Höhe des Rotors (2), vorzugsweise seiner Drehachse, liegt.
- 2. Rotormühle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der als Schüttelrinne (7) ausgebildete Boden des Aufgabeschachtes (6) zugleich die Deckplatte des Abführschachtes (9) bildet.
- 3. Rotormühle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß über dem Boden des Aufgabeschachtes (6) eine Schüttelrinne (7) als Gutförderer angeordnet ist.
- 4. Rotormühle nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abführschacht (9) als von.der Rotormühle lösbarer und verfahrbarer, mit Rädern versehener Aufnahmebehälter für das zerkleinerte Gut ausgebildet ist.
- 5. Rotormühle nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des Rotors (2) in dem Mühlengehäuse eine in den■ Aufnahmebehälter des Abführschachtes (9) ausmündende und das zerkleinerte Abfallgut in diesem Behälter zusammenpressende, z.B. hydraulisch betriebene Stopfvorrichtung (10, 11) angeordnet ist.
- 6. Rotormühle nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine Kontaktvorrichtung, die beim Lösen der den Behälter (9) mit dem Mühlengehäuse (1) verbindenden Verriegelung oder bei auftretendem Überdruck an der Stopfvorrichtung den Rotor (2) stillsetzt.
- 7. Rotormühle nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Begrenzungswand des Aufnahmebehälters (9) einen Teil des den Aufgabeschacht (6) abschließenden Bodens bildet. '
- 8.' Rotormühle nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmebehälter (9) mit einem Entlüftungsschacht (12) versehen ist.
- 9.. Rotormühle nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß auf der dem Guteinlauf (6) gegenüberliegenden Seite des Rotors (2) ein .aus einer Anzahl drehbar auf einer Achse (S) angeordneter Scheiben (4) gebildeter Zerkleinerungskamm (3) angeordnet ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH0063459 | 1967-07-29 | ||
| DEH0063459 | 1967-07-29 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1607505A1 DE1607505A1 (de) | 1969-09-18 |
| DE1607505C true DE1607505C (de) | 1973-05-24 |
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