DE1607560C - Verfahren zum Regeln von Sichtermahlanlagen - Google Patents
Verfahren zum Regeln von SichtermahlanlagenInfo
- Publication number
- DE1607560C DE1607560C DE1607560C DE 1607560 C DE1607560 C DE 1607560C DE 1607560 C DE1607560 C DE 1607560C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- amount
- grinding chamber
- semolina
- mill
- grinding
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000000227 grinding Methods 0.000 title claims description 42
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 17
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 title claims description 8
- 235000013305 food Nutrition 0.000 claims description 7
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 claims description 3
- 239000000463 material Substances 0.000 description 12
- 235000012054 meals Nutrition 0.000 description 5
- 238000003801 milling Methods 0.000 description 2
- 230000001276 controlling effect Effects 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 230000032258 transport Effects 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Regeln von Sichtermahlanlagen, bei denen die von
einem Sichter abgeschiedene Grießmenge der mit wenigstens einer Grobmahlkammer und einer Feinmahlkammer
versehenen Mahlanlage erneut zugeführt wird und die Frischgutaufgabemenge in Abhängigkeit
von zwei den Zustand der Mahlanalge und den Füllungsgrad der Mahlkammern abbildenden Meßgrößen
in der Weise gesteuert wird, daß die vom Mühlengeräusch abgeleitete erste Meßgröße den Istwert
für die Regelung der' Frischgutaufgäbemenge= bildet, während <fie, von -der Austragsmenge\.3er.
Mühle oder von der aus dem Sichter rückgeführten Grießmenge abhängige zweite Meßgröße den Sollwert
für die Regelung der Frischgutaufgabemenge beenir flußt. ' ' '" ■. ■
Es ist bekannt, den Füllungsgrad· einer Mühle
durch Steuerung der Frisc.hgutaufgabemenge.in Abhängigkeit von der' Aüsträgsmenge der -Mühle' zu
regem. Diese Regelung versagt jedoch, wenn sich beispielsweise die Mahlbarkeit des Gutes ändert und
dadurch die Grobkammer überlastet wird.
Es sind weiterhin Regelverfahren bekannt, die eine auf das Mühlengeräusch ansprechenden Schwingungsumformer
(»elektrisches Ohr«) benutzen. Auch diese Verfahren sind jedoch mit einem wesentlichen
Nachteil behaftet. Das Mühlengeräusch hängt nämlich zwar stark von der Menge des in der Mühle
befindlichen Frischgutes, dagegen nur in wesentlich geringerem Maß von der Menge des in der Mühle
verarbeiteten Grießes ab. Das genannte Verfahren -versagt daher bei stärkeren Schwankungen des •Grießanteils
oder des im Erischgut enthaltenen- Feinan-. teils. ■""" '"
Zur Vermeidung dieser Mängel der bekannten Verfahren wurde von dem Erfinder bereits ein weiteres
Verfahren zum Regeln von Sichtermahlanlagen entwickelt, bei dem die Frischgutaufgabemenge in
Abhängigkeit von zwei Meßgrößen gesteuert wird, wobei die erste Meßgröße vom Mühlengeräusch abgeleitet
und die zweite Meßgröße von der aus^dem..
Sichter rückgeführten Grießmenge;äbtiängig ist. ■ ·ν ι·'·
Bei diesem Verfahren erfolgt im normalen Betrieb die Steuerung der Frischgutaufgabemenge grundsätzlich
allein in Abhängigkeit vom Mühlengeräusch, das so lange ein zuverlässiger Meßwert für den tatsächlichen
Füllungsgrad der Mühle ist, wie der Grießanteil und der im Frischgut enthaltene Feinanteil etwa
konstant bleiben, da sie-— wie erwähnt r-^· das
Mühlengeräusch nur wenig beeinflussen. Ändert sicti-'
nun jedoch die umlaufende Grießmenge, was "beispielsweise auf einer Änderung der Mahlbarkeit des
Gutes oder-einer-Änderung der- Kornfraktionen des
ausgetragenen Gemisches, beruht, so tritt .zusätzlich
die zweite Meßgröße -in Wirkung, 'die'den Sollwert für die Regelung der Frischgutaufgabemenge im
Sinn der Aufrecherhaltung eines optimalen Betriebszustandes der Mühle beeinflußt.
Dieses ältere Verfahren stellt somit gegenüber den früheren Lösungen bereits einen wesentlichen technischen
Fortschritt dar. Gewisse Schwierigkeiten können sich jedoch auch bei diesem Verfahren noch im
folgenden Faljhergeberi:
Es sei angaoOmmenKifaTLIJeiieiiierrZweikammermühle
die Feinmahlkammer normal belastet ist, der
Mühlenaustrag den Sollwert aufweist, die Grobkammer jedoch stark unterbelastet ist. In diesem Fall
wird bei dem zuletzt erläuterten älteren Verfahren , ..die.Frischgutzufuhr sehr stark vergrößert, was im
■ folgenden eine Vergrößerung des "Mühlenaustrages über den Sollwert und eine Überbelastung der Feinmahlkammer
bewirkt. Die Frischgutzufuhr wird demgemäß dann wieder verringert, so daß sich unter
Umständen starke Pendelerscheinungen und eine größere Unter- und Überbelastung der beiden Kammern
einstellen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ίο das obenerwähnte ältere Verfahren dahin weiterzu-.
entwickeln,, daß .auch der erläuterte Nachteil· vermie-.
den wird. .·-■
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die erste Meßgröße bei Über- und Unterschreitung
bestimmter Grenzwerte über einen weiteren unabhängigen Regelkreis die Grießverteilung auf
die Grobmahlkammer und die Feinmahlkammer im Sinn einer gleichmäßigen Belastung beider Kammern
ändert.
Wird in dem oben angenommenen Fall (Unter-
belastung der Grobmahlkammer und Normalbelastung der Feinmahlkammer) die Grießverteilung erfindungsgemäß
in der Weise verändert, daß der Grobmahlkammer mehr Grieße und der Feinmahlkammer
weniger Grieße zugeführt werden, so wird damit einerseits die Frischgutzufuhr-nicht so stark-erhöht
wie bei dem älteren Verfahren, und es wird andererseits in der Feinmahlkammer Raum geschaffen, um
im folgenden die durch die: vergrößerte Frischgutmenge auch vergrößerte Grießmenge aufzunehmen.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird somit unter gleichmäßiger Belastung beider Kammern und
Vermeidung von Pendelerscheinungen ein optimaler Betriebszustand gewährleistet.
Ein Ausführungsbeispiel einer Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Regelverfahrens ist
in der Zeichnung schematisch veranschaulicht.
Die dargestellte Sichtermahlanlage enthält eine Mühlei mit einer Grobmählkammer2 und einer
Feinmahlkammer 3. Ein Becherwerk 4 transportiert das aus der Mühle 1 ausgetragene Mahlgut zu Sich-'■"tern-5
und 6. Während das Fertiggut über 'die Leitung? abgezogen wird, werden die Grieße erneut
der Mühle 1 zugeführt. Die gesamten Grieße des Sichters 6 gelangen in die Feinmahkammer 3, während
die Grieße des Sichters 5 über eine von einem Motor 8 gesteuerte Verteilerklappe auf die Grobmahlkammer
2 und die Feinmahlkammer 3 aufgeteilt
.Das.Frischgut"wird durch eine Dosiervorrichtung 9
"* aufgegeben, deren Antriebsmotor 10 durch einen Regler
11 gesteuert wird. Den Istwert für die Regelung
- der Frischgutaufgabemenge· bildet die vom Mühlen-. . geräusch mittels eines Schwingungsumformers 12 ab-
•55 -geleitete erste Meßgröße. Der Schwingungsumformer
12 nimmt die,<vori der Grobmählkammer2 der
Mühle 1 ausgehenden Geräusche auf.
Den Sollwert des Reglers 11 liefert ein weiterer Regler 13, dem einerseits ein konstanter Sollwert (Leitungl4)
und andererseits ein von der Leistungsaufnahme des Becherwerksantriebsmotors 15 abgeleitetes
Signal vom Leistungsmesser 16 zugeführt wird. Der Regler 13 besitzt ein stetiges Ausgangssignal
und der Regler 11 ein Impulsausgangssignal.
Zur erfindungsgemäßen Anlage gehört weiterhin ein Regler 17, der aus zwei Regelteilen 18 und 19 besteht.
Der Regelteil 18 ist an den Ausgang des Schwingungsformers 12 angeschlossen und liefert an
den nachgeschalteten Regelteil 19 nur dann ein Ausgangssignal, wenn das vom Schwingungsformer 13 gelieferte
Signal einen unteren oder oberen Grenzwert übersteigt. Der Regelteil 19 ist als Impulsgeber ausgebildet
und steuert den Antriebsmotor 8 der Grießverteilerklappe.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Sichtermahlanlage ist folgendermaßen:
Sind im Normalbetrieb beide Kammern der Mühle 1 optimal belastet und weist auch die über das
Becherwerk 4 ausgetragene Mahlgutmenge den Sollwert auf, so bleibt der dem Regler 11 vom Regler 13
zugeführte Sollwert konstant. Die Steuerung der Frischgutaufgabemenge erfolgt in diesem Fall allein
in Abhängigkeit vom Signal des Schwingungsumformers 12.
Ändert sich aus irgendwelchen Gründen die aus der Mühle ausgetragene Gutmenge (erhöht sie sich beispielsweise
infolge einer veränderten Mahlbarkeit des Gutes), so ändert der von der Leistungsaufnahme des
Becherwerkantriebsmotors 15 beeinflußte Regler 13 den Sollwert des Reglers 11 (im angenommenen Fall
reduziert er diesen Sollwert), so daß sich die Frischgutaufgabemenge 12 entsprechend ändert (im angenommenen
Fall verkleinert).
Solange das vom Schwingungsumformer 12 gelieferte Signal einen bestimmten unteren und oberen
Grenzwert nicht erreicht, tritt der Regler 17 nicht in Tätigkeit. Die vom Motor 8 gesteuerte Grießverteilerklappe
behält infolgedessen eine vorgegebene Stellung bei, in der die aus dem Sichter 5 ausgetragenen Grieße
in einem bestimmten Verhältnis der Grobmahlkammer 2 und der Feinmahlkammer 3 zugeführt werden.
Tritt nun jedoch aus irgendwelchen Gründen in der Grobmahlkammer 2 plötzlich eine länger
dauernde starke Über- oder Unterbelastung auf, so liefert der Reglerteil 18 des Reglers 17 an den nachgeschalteten
Reglerteil 19 ein Signal, so daß der Antriebsmotor 8 der Grießverteilerklappe betätigt und
die Klappe verstellt wird: Im Fall einer Überbelastung der Grobmahlkammer 2 wird die Klappe so verstellt,
daß der der Feinmahlkammer3 zugeführte Grießanteil vergrößert wird, während bei einer Unterbelastung
der Grobmahlkammer die Grießverteilerklappe im umgekehrten Sinne verstell wird.
Neben dieser bei starken Änderungen des Belastungszustandes der Grobmahlkammer 2 auftretenden
Änderung in der Grießverteilung auf beide Kammern erfolgt selbstverständlich über den Regler 11
eine entsprechende Steuerung der Frischgutaufgabemenge. Durch die erfindungsgemäß bei starken
Schwankungen der Belastung der Grobmahlkammer erfolgende Änderung der Grießverteilung wird jedoch
erreicht, daß die hinsichtlich der Frischgutaufgabemenge vorzunehmende Änderung kleiner gehalten
werden können, als dies bei den bisher bekannten Verfahren möglich war. Bei einer starken Unterbelastung
der Grobmahlkammer wird durch die erfindungsgemäße Änderung der Grießverteilung nicht nur
die Belastung der Grobmahlkammer vergrößert, sondern zugleich die Belastung der Feinmahlkammer
etwas verringert, so daß sich bei der gleichzeitig erfolgenden Vergrößerung der Frischgutaufgabemenge
verhältnismäßig rasch und ohne größere Pendelerscheinung ein optimaler Betriebszustand in beiden
Kammern einstellt
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zum Regeln von Sichtermahlanlagen, bei denen die von einem Sichter abgeschiedene Grießmenge der mit wenigstens einer Grobmahlkammer und einer Feinmahlkammer versehenen Mahlanlage erneut zugeführt wird und die Frischgutaufgabemenge in Abhängigkeit von zwei den Zustand der Mahlmenge und den Füllungsgrad der Mahlkammern abbildenden Meßgrößen in der Weise gesteuert wird, daß die vom Mühlengeräusch abgeleitete erste Meßgröße den Istwert für die Regelung der Frischgutaufgabemenge bildet, während die von der Austragsmenge der Mühle oder von der aus dem Sichter rückgeführten Grießmenge abhängige zweite Meßgröße den Sollwert für die Regelung der Frischgutaufgabemenge beeinflußt, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Meßgröße bei Über- und Unterschreitung bestimmter Grenzwerte über einen weiteren unabhängigen Regelkreis die Grießverteilung auf die Grobmahlkammer und die Feinmahlkammer im Sinne einer gleichmäßigen Belastung beider Kammern ändert.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen COPY
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3721186C2 (de) | ||
| DE3219647A1 (de) | Verfahren zur steuerung einer muehle | |
| EP0447669B1 (de) | Verfahren und Mahlanlage zur zweistufigen Zerkleinerung von sprödem Mahlgut | |
| DE2839264A1 (de) | Verfahren zum mahlen und zerkleinern und mahlanlage zur durchfuehrung dieses verfahrens | |
| DE69404025T2 (de) | Regelungsverfahren für eine nach trockenmethode und in geschlossener regelschleife arbeitende zerkleinerungsanlage | |
| EP0042927B1 (de) | Verfahren zur Regelung einer Mahlanlage | |
| DE3520069A1 (de) | Verfahren und anlage zur zweistufigen zerkleinerung | |
| EP0272485A2 (de) | Verfahren und Anlage zur zweistufigen Zerkleinerung von sprödem Mahlgut | |
| EP0273198A2 (de) | Verfahren und Anlage zur zweistufigen Zerkleinerung von sprödem Mahlgut | |
| DE2807691B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Regelung der Feinheit von Fertiggut aus einer Mahlanlage | |
| DE1607560C (de) | Verfahren zum Regeln von Sichtermahlanlagen | |
| AT1073U1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum mahlen von teilchenförmigem aufgabegut | |
| DE1607560B1 (de) | Verfahren zum Regeln von Sichtermahlanlagen | |
| DE2741510A1 (de) | Verfahren und regelanordnung zur durchsatzregelung einer sichterumlaufmahlanlage | |
| AT218836B (de) | Verfahren zum Steuern der Beschickung einer Rohrmühle | |
| DE19922449B4 (de) | Verfahren zur Durchsatzregelung einer Mahlanlage | |
| DE4137199A1 (de) | Verfahren zur regelung einer umlauf-mahlanlage | |
| DE1131974B (de) | Verfahren zum Regeln des Fuellungsgrades von Behaeltermuehlen | |
| EP0492080B1 (de) | Verfahren und Einrichtung zur Regelung des Betriebs einer Gutbettwalzenmühle | |
| DE1194231B (de) | Verfahren zum Regeln von Sichtermahlanlagen | |
| DE1298395B (de) | Verfahren zum Regeln einer Mahlanlage | |
| DE1104800B (de) | Regelungsverfahren und Regeleinrichtung zum Konstanthalten des Feinheitsgrades der aus einem Sichtgutgemenge durch Windsichtung abgetrennten Feingutfraktion | |
| AT260666B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Regeln von Sichtermahlanlagen | |
| DE3407185C2 (de) | ||
| DE4414367A1 (de) | Verfahren zur Regelung der einem Bunker zuzuführenden Gutmenge |