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DE1607560C - Verfahren zum Regeln von Sichtermahlanlagen - Google Patents

Verfahren zum Regeln von Sichtermahlanlagen

Info

Publication number
DE1607560C
DE1607560C DE1607560C DE 1607560 C DE1607560 C DE 1607560C DE 1607560 C DE1607560 C DE 1607560C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
amount
grinding chamber
semolina
mill
grinding
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl.-Ing. Gerhard 4722 Ennigerloh; Recker Helmut 4740 Oelde Schacknies
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ThyssenKrupp Industrial Solutions AG
Original Assignee
Polysius AG

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Regeln von Sichtermahlanlagen, bei denen die von einem Sichter abgeschiedene Grießmenge der mit wenigstens einer Grobmahlkammer und einer Feinmahlkammer versehenen Mahlanlage erneut zugeführt wird und die Frischgutaufgabemenge in Abhängigkeit von zwei den Zustand der Mahlanalge und den Füllungsgrad der Mahlkammern abbildenden Meßgrößen in der Weise gesteuert wird, daß die vom Mühlengeräusch abgeleitete erste Meßgröße den Istwert für die Regelung der' Frischgutaufgäbemenge= bildet, während <fie, von -der Austragsmenge\.3er. Mühle oder von der aus dem Sichter rückgeführten Grießmenge abhängige zweite Meßgröße den Sollwert für die Regelung der Frischgutaufgabemenge beenir flußt. ' ' '" ■. ■
Es ist bekannt, den Füllungsgrad· einer Mühle durch Steuerung der Frisc.hgutaufgabemenge.in Abhängigkeit von der' Aüsträgsmenge der -Mühle' zu regem. Diese Regelung versagt jedoch, wenn sich beispielsweise die Mahlbarkeit des Gutes ändert und dadurch die Grobkammer überlastet wird.
Es sind weiterhin Regelverfahren bekannt, die eine auf das Mühlengeräusch ansprechenden Schwingungsumformer (»elektrisches Ohr«) benutzen. Auch diese Verfahren sind jedoch mit einem wesentlichen Nachteil behaftet. Das Mühlengeräusch hängt nämlich zwar stark von der Menge des in der Mühle befindlichen Frischgutes, dagegen nur in wesentlich geringerem Maß von der Menge des in der Mühle verarbeiteten Grießes ab. Das genannte Verfahren -versagt daher bei stärkeren Schwankungen des •Grießanteils oder des im Erischgut enthaltenen- Feinan-. teils. ■""" '"
Zur Vermeidung dieser Mängel der bekannten Verfahren wurde von dem Erfinder bereits ein weiteres Verfahren zum Regeln von Sichtermahlanlagen entwickelt, bei dem die Frischgutaufgabemenge in Abhängigkeit von zwei Meßgrößen gesteuert wird, wobei die erste Meßgröße vom Mühlengeräusch abgeleitet und die zweite Meßgröße von der aus^dem.. Sichter rückgeführten Grießmenge;äbtiängig ist. ■ ·ν ι·'·
Bei diesem Verfahren erfolgt im normalen Betrieb die Steuerung der Frischgutaufgabemenge grundsätzlich allein in Abhängigkeit vom Mühlengeräusch, das so lange ein zuverlässiger Meßwert für den tatsächlichen Füllungsgrad der Mühle ist, wie der Grießanteil und der im Frischgut enthaltene Feinanteil etwa konstant bleiben, da sie-— wie erwähnt r-^· das Mühlengeräusch nur wenig beeinflussen. Ändert sicti-' nun jedoch die umlaufende Grießmenge, was "beispielsweise auf einer Änderung der Mahlbarkeit des Gutes oder-einer-Änderung der- Kornfraktionen des ausgetragenen Gemisches, beruht, so tritt .zusätzlich die zweite Meßgröße -in Wirkung, 'die'den Sollwert für die Regelung der Frischgutaufgabemenge im Sinn der Aufrecherhaltung eines optimalen Betriebszustandes der Mühle beeinflußt.
Dieses ältere Verfahren stellt somit gegenüber den früheren Lösungen bereits einen wesentlichen technischen Fortschritt dar. Gewisse Schwierigkeiten können sich jedoch auch bei diesem Verfahren noch im folgenden Faljhergeberi:
Es sei angaoOmmenKifaTLIJeiieiiierrZweikammermühle die Feinmahlkammer normal belastet ist, der Mühlenaustrag den Sollwert aufweist, die Grobkammer jedoch stark unterbelastet ist. In diesem Fall wird bei dem zuletzt erläuterten älteren Verfahren , ..die.Frischgutzufuhr sehr stark vergrößert, was im ■ folgenden eine Vergrößerung des "Mühlenaustrages über den Sollwert und eine Überbelastung der Feinmahlkammer bewirkt. Die Frischgutzufuhr wird demgemäß dann wieder verringert, so daß sich unter Umständen starke Pendelerscheinungen und eine größere Unter- und Überbelastung der beiden Kammern einstellen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ίο das obenerwähnte ältere Verfahren dahin weiterzu-. entwickeln,, daß .auch der erläuterte Nachteil· vermie-. den wird. .·-■
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die erste Meßgröße bei Über- und Unterschreitung bestimmter Grenzwerte über einen weiteren unabhängigen Regelkreis die Grießverteilung auf die Grobmahlkammer und die Feinmahlkammer im Sinn einer gleichmäßigen Belastung beider Kammern ändert.
Wird in dem oben angenommenen Fall (Unter-
belastung der Grobmahlkammer und Normalbelastung der Feinmahlkammer) die Grießverteilung erfindungsgemäß in der Weise verändert, daß der Grobmahlkammer mehr Grieße und der Feinmahlkammer weniger Grieße zugeführt werden, so wird damit einerseits die Frischgutzufuhr-nicht so stark-erhöht wie bei dem älteren Verfahren, und es wird andererseits in der Feinmahlkammer Raum geschaffen, um im folgenden die durch die: vergrößerte Frischgutmenge auch vergrößerte Grießmenge aufzunehmen. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird somit unter gleichmäßiger Belastung beider Kammern und Vermeidung von Pendelerscheinungen ein optimaler Betriebszustand gewährleistet.
Ein Ausführungsbeispiel einer Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Regelverfahrens ist in der Zeichnung schematisch veranschaulicht.
Die dargestellte Sichtermahlanlage enthält eine Mühlei mit einer Grobmählkammer2 und einer Feinmahlkammer 3. Ein Becherwerk 4 transportiert das aus der Mühle 1 ausgetragene Mahlgut zu Sich-'■"tern-5 und 6. Während das Fertiggut über 'die Leitung? abgezogen wird, werden die Grieße erneut der Mühle 1 zugeführt. Die gesamten Grieße des Sichters 6 gelangen in die Feinmahkammer 3, während die Grieße des Sichters 5 über eine von einem Motor 8 gesteuerte Verteilerklappe auf die Grobmahlkammer 2 und die Feinmahlkammer 3 aufgeteilt
.Das.Frischgut"wird durch eine Dosiervorrichtung 9 "* aufgegeben, deren Antriebsmotor 10 durch einen Regler 11 gesteuert wird. Den Istwert für die Regelung
- der Frischgutaufgabemenge· bildet die vom Mühlen-. . geräusch mittels eines Schwingungsumformers 12 ab-
•55 -geleitete erste Meßgröße. Der Schwingungsumformer 12 nimmt die,<vori der Grobmählkammer2 der Mühle 1 ausgehenden Geräusche auf.
Den Sollwert des Reglers 11 liefert ein weiterer Regler 13, dem einerseits ein konstanter Sollwert (Leitungl4) und andererseits ein von der Leistungsaufnahme des Becherwerksantriebsmotors 15 abgeleitetes Signal vom Leistungsmesser 16 zugeführt wird. Der Regler 13 besitzt ein stetiges Ausgangssignal und der Regler 11 ein Impulsausgangssignal.
Zur erfindungsgemäßen Anlage gehört weiterhin ein Regler 17, der aus zwei Regelteilen 18 und 19 besteht. Der Regelteil 18 ist an den Ausgang des Schwingungsformers 12 angeschlossen und liefert an
den nachgeschalteten Regelteil 19 nur dann ein Ausgangssignal, wenn das vom Schwingungsformer 13 gelieferte Signal einen unteren oder oberen Grenzwert übersteigt. Der Regelteil 19 ist als Impulsgeber ausgebildet und steuert den Antriebsmotor 8 der Grießverteilerklappe.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Sichtermahlanlage ist folgendermaßen:
Sind im Normalbetrieb beide Kammern der Mühle 1 optimal belastet und weist auch die über das Becherwerk 4 ausgetragene Mahlgutmenge den Sollwert auf, so bleibt der dem Regler 11 vom Regler 13 zugeführte Sollwert konstant. Die Steuerung der Frischgutaufgabemenge erfolgt in diesem Fall allein in Abhängigkeit vom Signal des Schwingungsumformers 12.
Ändert sich aus irgendwelchen Gründen die aus der Mühle ausgetragene Gutmenge (erhöht sie sich beispielsweise infolge einer veränderten Mahlbarkeit des Gutes), so ändert der von der Leistungsaufnahme des Becherwerkantriebsmotors 15 beeinflußte Regler 13 den Sollwert des Reglers 11 (im angenommenen Fall reduziert er diesen Sollwert), so daß sich die Frischgutaufgabemenge 12 entsprechend ändert (im angenommenen Fall verkleinert).
Solange das vom Schwingungsumformer 12 gelieferte Signal einen bestimmten unteren und oberen Grenzwert nicht erreicht, tritt der Regler 17 nicht in Tätigkeit. Die vom Motor 8 gesteuerte Grießverteilerklappe behält infolgedessen eine vorgegebene Stellung bei, in der die aus dem Sichter 5 ausgetragenen Grieße in einem bestimmten Verhältnis der Grobmahlkammer 2 und der Feinmahlkammer 3 zugeführt werden.
Tritt nun jedoch aus irgendwelchen Gründen in der Grobmahlkammer 2 plötzlich eine länger dauernde starke Über- oder Unterbelastung auf, so liefert der Reglerteil 18 des Reglers 17 an den nachgeschalteten Reglerteil 19 ein Signal, so daß der Antriebsmotor 8 der Grießverteilerklappe betätigt und die Klappe verstellt wird: Im Fall einer Überbelastung der Grobmahlkammer 2 wird die Klappe so verstellt, daß der der Feinmahlkammer3 zugeführte Grießanteil vergrößert wird, während bei einer Unterbelastung der Grobmahlkammer die Grießverteilerklappe im umgekehrten Sinne verstell wird.
Neben dieser bei starken Änderungen des Belastungszustandes der Grobmahlkammer 2 auftretenden Änderung in der Grießverteilung auf beide Kammern erfolgt selbstverständlich über den Regler 11 eine entsprechende Steuerung der Frischgutaufgabemenge. Durch die erfindungsgemäß bei starken Schwankungen der Belastung der Grobmahlkammer erfolgende Änderung der Grießverteilung wird jedoch erreicht, daß die hinsichtlich der Frischgutaufgabemenge vorzunehmende Änderung kleiner gehalten werden können, als dies bei den bisher bekannten Verfahren möglich war. Bei einer starken Unterbelastung der Grobmahlkammer wird durch die erfindungsgemäße Änderung der Grießverteilung nicht nur die Belastung der Grobmahlkammer vergrößert, sondern zugleich die Belastung der Feinmahlkammer etwas verringert, so daß sich bei der gleichzeitig erfolgenden Vergrößerung der Frischgutaufgabemenge verhältnismäßig rasch und ohne größere Pendelerscheinung ein optimaler Betriebszustand in beiden Kammern einstellt

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zum Regeln von Sichtermahlanlagen, bei denen die von einem Sichter abgeschiedene Grießmenge der mit wenigstens einer Grobmahlkammer und einer Feinmahlkammer versehenen Mahlanlage erneut zugeführt wird und die Frischgutaufgabemenge in Abhängigkeit von zwei den Zustand der Mahlmenge und den Füllungsgrad der Mahlkammern abbildenden Meßgrößen in der Weise gesteuert wird, daß die vom Mühlengeräusch abgeleitete erste Meßgröße den Istwert für die Regelung der Frischgutaufgabemenge bildet, während die von der Austragsmenge der Mühle oder von der aus dem Sichter rückgeführten Grießmenge abhängige zweite Meßgröße den Sollwert für die Regelung der Frischgutaufgabemenge beeinflußt, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Meßgröße bei Über- und Unterschreitung bestimmter Grenzwerte über einen weiteren unabhängigen Regelkreis die Grießverteilung auf die Grobmahlkammer und die Feinmahlkammer im Sinne einer gleichmäßigen Belastung beider Kammern ändert.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen COPY

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