DE1607475B - Zerkleinerungsmaschine mit tangen tial auf einer umlaufenden Trommel be festigten Messerkorpern - Google Patents
Zerkleinerungsmaschine mit tangen tial auf einer umlaufenden Trommel be festigten MesserkorpernInfo
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft eine Zerkleinerungs- Schneidgut zwischen den Messerkörper und die
maschine mit tangential auf einer umlaufenden Trommel quetscht, weitgehend vermieden. Versuche
Trommel befestigten Messerkörpern, die mit einem haben gezeigt, daß dies nicht nur Theorie ist.
am Maschinengestell befestigten Übermesser zusam- Mit der neuen Ausführung der Messerkörper ist
menarbeiten. 5 zugleich der Vorteil verbunden, daß der Messer-
Es sind Schneidmaschinen, insbesondere zum Zer- körper an jeder Stirnseite zwei Schneidkanten be-
kleinern von Kunststoffabfällen od. dgl., bekannt, bei sitzt, von denen die eine jeweils als Reserve dient,
denen die Messerkörper aus Flachstäben bestehen, Durch einfaches Umdrehen des Messerkörpers kann
deren Längskanten als Schneidkanten dienen und dessen Lebensdauer in an sich bekannter Weise ver-
mit dem fest im Maschinengestell angeordneten io längert werden.
Gegenmesser stumpfe oder spitze Schneidwinkel ein- Um diesen Vorteil noch weiter auszunutzen, wird
schließen. weiter vorgeschlagen, daß der Messerkörper an bei-
Die Mehrzahl der bekannten Messerkörper besitzt den Stirnseiten eine Ausnehmung aufweist und daß
im Querschnitt gesehen eine Trapez- oder Parallelo- die rückwärtige Ausnehmung gegen ein Ausfüttegrammform,
wobei die vorstehende Spitze die 15 rungsglied abgestützt ist, das fest gegen eine An-Schneidkante
bildet. Die rückwärtige Stirnseite der schlagkante der Trommel anliegt. In diesem Fall ist
Messerkörper mitTrapezquerschmtt liegt dabei gegen es zweckmäßig, wenn die Schneidkanten, Brusteine
abgesetzte Schulter der Trommel an und dient flächen und Befestigungsschrauben jedes Messerais
Aufnahmefläche für den Schneiddruck. körpers in der Schneidrichtung symmetrisch ange-
Es ist auch bekannt, die Messerkörper mit je einer 20 ordnet sind. Der Messerkörper kann mit dieser AusSchneidkante an den vorderen und rückwärtigen gestaltung mehrfach umgewendet werden.
Stirnseiten zu versehen. Dabei dient die Schneidkante Weitere Merkmale und Eigenschaften der erfinan der rückwärtigen Stirnseite als Vorratsschneide, dungsgemäßen Zerkleinerungsmaschine ergeben sich um den Messerkörper nach Verschleiß der vorderen aus der nachstehenden Beschreibung von Ausfüh-Schneidkante durch Umdrehen weiter verwenden zu 25 rungsbeispielen an Hand der Zeichnung. Diese können. zeigt in
Stirnseiten zu versehen. Dabei dient die Schneidkante Weitere Merkmale und Eigenschaften der erfinan der rückwärtigen Stirnseite als Vorratsschneide, dungsgemäßen Zerkleinerungsmaschine ergeben sich um den Messerkörper nach Verschleiß der vorderen aus der nachstehenden Beschreibung von Ausfüh-Schneidkante durch Umdrehen weiter verwenden zu 25 rungsbeispielen an Hand der Zeichnung. Diese können. zeigt in
Die Entwicklung der in Frage stehenden Zerklei- F i g. 1 den Werkzeugteil einer Zerkleinerungs-
nerungsmaschinen bzw. Schneidmühlen zielt auf die maschine mit umlaufender Trommel im Querschnitt,
Anwendung von Trommeln mit großer Masse, die F i g. 2 bis 6 verschiedene Messerkörper im Quer-
mit möglichst hohen Drehzahlen angetrieben werden. 30 schnitt,
Durch die tangentiale Anordnung der Messer- F i g. 7 eine teilweise Draufsicht auf einen Messerkörper
werden die etwa radial angebrachten Befesti- körper gemäß Fig. 6.
gungsschrauben, die die Messerkörper mit der Trom- F i g. 1 zeigt die wesentlichen Teile einer Zer-
mel verbinden, einerseits durch die Schneidkräfte, kleinerungsmaschine mit umlaufender Trommel,
die auf den Messerkörper ein nach außen gerichtetes 35 Hierzu gehören die im Maschinengestell 1 gelagerte,
Drehmoment ausüben, andererseits dadurch, daß zwi- mit hoher Drehzahl umlaufende Trommel 2, auf der
sehen die Auflagefläche der Trommel und die untere Trommel befestigte Messerkörper 3, 3' und im Ma-
Seite der Messerkörper zerkleinertes Gut eindringt, schinengestell angebrachte Gegenmesser 4.
außerordentlich stark beansprucht. Dabei kann es In Fig. 1 sind diese Teile während des Betriebes
leicht zum Zerreißen der Befestigungsschrauben 40 dargestellt. Im oberen linken Teil der Zeichnung ist
kommen, weil die Beanspruchungen der Schrauben ein Fülltrichter 5 mit Schneidgut 6 zu erkennen,
nicht kontrollierbar sind. Letzteres kommt am etwa 80° des Trommelumfan-
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Auf- ges überdeckenden Ausgangsende des Fülltrichters in
gäbe zugrunde, die Messerkörper so zu gestalten, daß den Bereich der Messerkörper 3, wird von diesen
die Befestigungsschrauben weitgehend von den ge- 45 und dem Gegenmesser 4 zerschnitten und abgeführt,
nannten Beanspruchungen entlastet werden. Jeder Messerkörper 3, 3' besteht aus einer im
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch Querschnitt im wesentlichen rechteckigen Leiste, die
gelöst, daß der Messerkörper unter Bildung zweier mit ihrer einen, breiteren Fläche 7 auf abgesetzten
Schneidkanten eine axiale Ausnehmung mit geneig- Auflagerflächen 8 der Schneidtrommel 2 befestigt
ten Brustflächen besitzt, die im Schnitt senkrecht zur 50 sind. Die Auflagerflächen 8 smd parallel zu Tangen-
Drehachse der Trommel gesehen, etwa V-förmig aus- tialflächen der Trommel angeordnet, so daß die
gebildet ist. Messerkörper 3, 3' ebenfalls tangential angeordnet
Die V-förmige Ausnehmung kann, im Querschnitt sind. Mit ihrer rückwärtigen Stirnwand 9 stützen sich
gesehen, gleichschenklig oder ungleichschenklig aus- die Messerkörper 3 gegen eine entsprechende senkgebildet
sein. Bei ungleichschenkliger Ausnehmung 55 recht zur Auflagerfläche 8 angeordnete Schulter 10
kann es vorteilhaft sein, wenn die Brustflächen der der Trommel ab. Die Messerkörper sind mittels
Ausnehmung einen unterschiedlichen Winkel zur radialer Senkschrauben 11 an der Trommel beTangentialebene
des Messerkörpers besitzen. festigt.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist Neu ist die Gestaltung der Messerkörper 3, 3', die
vorgesehen, daß die Ausnehmung im Querschnitt ge- 60 aus Vereinfachungsgründen in ein und derselben Masehen,
an ihrem Scheitel abgerundet ist. schine eingezeichnet sind.
Die V-förmige Ausnehmung hat zur Wirkung, daß Die vordere Stirnseite der Messerkörper 3 besitzt
das Schneidgut nach vorn umgelenkt wird und gegen eine axiale, im Querschnitt etwa V-förmige Ausneh-
die der Trommel zugewandte Brustfläche der Aus- mung 12, deren Brustflächen 13, 14 einen beliebigen
nehmung drückt. Das Schneidgut übt damit ein der 65 ZUr Mittelebene des Messerkörpers auch unsymme-
Schneidkraft entgegengesetztes Drehmoment aus, das irischen Öffnungswinkel einschließen können (Fig. 2
die Befestigungsschrauben weitgehend entlastet. bis 6). Die Ausnehmung kann, wie die Fig. 5 und 6
Zugleich wird auch die Möglichkeit, daß sich zeigen, auch ungleichschenklig sein.
Wie Fig. 1 zeigt, bewegt sich die Schneidkante 15
in Richtung des Pfeiles 16 auf den mit 17 bezeichneten Schneidkreis. Auf der Strecke, die vom Ausgangsende
des Fülltrichters 5 überdeckt wird, trennt der Messerkörper nacheinander Brocken 18, 19, 20
vom zugeführten Schneidgut 6 ab, die den konkaven Raum zwischen den Brustflächen 13, 14 des Messerkörpers
füllen. Zugleich werden diese Brocken und das Materialende 21 zwischen der Prallwand 22 und
des Fülltrichters 5 und den beiden Brustflachen 13, 14 des Messerkörpers 3 aufgestaut.
Bei fortschreitender Drehbewegung der Trommel bewirkt diese Stauung eine Steigerung der auf die
Prallwand 22 ausgeübten Stützkraft P, deren Reaktionskraft R in Komponenten K13 und K14 zerlegt
auf die Brustflächen 13 bzw. 14 einwirkt. Wie das eingezeichnete Kräfteschaubild zeigt, ist die auf die
untere Brustfläche 14 wirkende Komponente K14 als
Stützkraft größer als die nach außen gegen die Brustfläche 13 wirkende Komponente K13. Die Brustfläche
14 bewirkt somit, daß das Schneidgut mittels der von ihm ausgeübten Stützkraftkomponente den
Messerkörper fest gegen seine Auflagerfläche 8 drückt, statt, wie bei den bekannten Messerkörpern
den Messerkörper von der Auflagerfläche wegzudrücken. Durch die neue Gestaltung der Messerkörper
wird zugleich die Senkschraube 11 stark entlastet.
Die Ausbildung der Messerkörper bringt noch als weiteren Vorteil die Möglichkeit, die Lebensdauer
des Messerkörpers zu verlängern, indem dieser um sich selbst gewendet, aufgespannt werden kann. Die
Brustfläche 14 bildet mit der Unterseite 7 des Messerkörpers eine Reserveschneidkante 23. Bei ungleichschenkligen
Ausnehmungen 12 kann die Schneidkante 23 beispielsweise für Schneidgut verwendet
werden, das einen anderen Schnittwinkel erfordert.
Vorzugsweise ist die Senkschraube 11 in der Mitte des Messerkörpers angeordnet, wie dies bei Messerkörper
3' gezeigt ist. Dieser besitzt an seiner rückwärtigen Stirnseite eine weitere Ausnehmung 24.
Zwischen dieser und der Schulter 10 der Trommel ist ein Ausfütterungsglied 25 angeordnet, dessen Querschnitt
demjenigen der Ausnehmung 24 entspricht. Durch die symmetrische Anordnung der Senkschrauben
ist es möglich, den Messerkörper weitestgehend auszunutzen, da dieser nunmehr vier
Schneidkanten besitzt.
Vorzugsweise sind die Schneidkanten jeweils symmetrisch zur lotrechten Längsmittelebene der Messerkörper
angeordnet.
Es ist selbstverständlich auch möglich, die Messerkörper 3, 3' mit unterschiedlichen Freigangwinkeln
zu versehen, die im Extremfall 26' wie bei Messerkörper
3' den Wert 0° haben können, d. h. daß die Freigangfläche tangential zum Schneidkreis liegt.
Die Fig. 2 bis 7 zeigen verschiedene Ausführungsbeispiele von Messerkörpern gemäß der Erfindung.
Je nach Art des zu zerkleinernden Materials, seiner Härte, Zähigkeit oder Struktur können die Schenkellängen
der Brustflächen 13, 14 oder ihrer Öffnungswinkel verschieden groß sein.
Claims (6)
1. Zerkleinerungsmaschine mit tangential auf einer umlaufenden Trommel befestigten Messerkörpern,
die mit einem am Maschinengestell befestigten Messer zusammenarbeiten, dadurch
gekennzeichnet, daß die Messerkörper (3, 3') unter Bildung zweier Schneidkanten (15,
23) an wenigstens einer Stirnseite eine axiale Ausnehmung (12) mit geneigten Brustflächen (13,
14) besitzen, die im Schnitt senkrecht zur Drehachse der Trommel (2) gesehen etwa V-förmig
ausgebildet ist.
2. Zerkleinerungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die V-förmige Ausnehmung
im Querschnitt gesehen, ungleichschenklig ausgebildet ist.
3. Zerkleinerungsmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Brustfläche
(13,14) der Ausnehmung (12) einen unterschiedlichen Winkel zur Tangentialebene des
Messerkörpers (3, 3^ besitzen.
4. Zerkleinerungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ausnehmung (12) im Querschnitt gesehen, an ihrem Scheitel abgerundet ist.
5. Zerkleinerungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Freigangwinkel (26) am Messerkörper (3, 3') den Wert 0° zum Schneidkreis aufweist.
6. Zerkleinerungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Messerkörper (3, 3') an beiden Stirnseiten eine Ausnehmung (12,14) aufweist und daß die rückwärtige
Ausnehmung (24) gegen ein Ausfütterungsglied (25) abgestützt ist, das fest gegen eine
Anschlagkante (10) der Trommel (2) anliegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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