DE1605640A1 - Luftreifen,insbesondere fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents
Luftreifen,insbesondere fuer KraftfahrzeugeInfo
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Description
1605040
Die Erfindung betrifft einen Luftreifen, insbesondere für
Kraftfahrzeuge, mit einem aus Cordgewebe bestehenden Faltgürtel, dessen Faltkante(n) in Reifenurnfangerichtung und
dessen Fäden oder Drähte unter einem spitzen Winkel zur Reifenumfangerichtung verlaufen, wobei der Faltgürtel einen
umgefalteten, auf dem nicht umgefalteten Seil außen aufliegenden Rand aufweist, dessen Breite im wesentlichen der
halben Breite des umgefalteten Teiles entspricht.
Bei den bekannten Luftreifen dieser Art sind beide Bänder
des Faltgürtels in der Weise umgefaltet, daß sie die am
äußeren Umfang gelegene Fläche des nicht umgefalteten Teiles I bedecken. Dabei haben die umgefalteten Ränder eine Breite,
die in etwa der halben Breite des nicht umgefalteten Seiles des Faltgürtels entspricht. Durch diese Faltung wird somit
eine Lagendoppelung erreicht} am äußeren Umfang des FaItgürtols
verlaufen die hler befindlichen Cordfäden alle in einer öohrUgrichtung.
— P -*
Dieser Verlauf der Cordfäden am äußeren Umfang des Reifen»
gürtels, also an der dem Reifenlaufstreifen unmittelbar zugekehrten
fläche hat einen Einfluß auf die Entstehung von sich,
bei der Abrollbewegung des Reifens bildenden Seitenkräften·
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Luftreifen mit
" Faltgürteln der eingangs erwähnten Art so auszubilden, daß
nachteilige Seitenkräfte bei der Abrollbewegung des Reifens ausgeschaltet werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß die Außenfläche
des neben dem umgefalteten Rand befindlichen Abschnittes des nioht umgefalteten Seiles dem Laufstrelfen unmittelbar zugekehrt.
) ua der Faltgtirtel aus einem schräg geschnittenen Cordgewebeetreifen,
also aus einem Streifen hergestellt wird, dessen
fäden schräg zur Streifenlängsrichtung bzw, zur Reifenumfangarichtung
verlaufen, sind an der Außenfläche des umgefalteten Randea die Cordfäden links- bzw. rechtseteigend angeordnet«
während an der Außenfläche des Übrigen Teiles des faltgUrtols
die Cordfäden in der entgegengesetzten Schrägriohtung ansteigen. Obwohl bei der Herstellung des JfaltgUrtels von einem
- 3 ~ 1098U/0381 bad OK-'---■ = ■
schräg geschnittenen Cordgewebe mit gestreckt oder gerade
verlaufenden Cordfäden ausgegangen wird, entsteht somit am äußeren Umfang des Paltgurteis eine v-förmige Anordnung der
den Gürtel bildenden Cordfäden» Dieses hat zur Folge, daß
die durch Messung feststellbaren, bei der Abrollbewegung des Reifens entstehenden Seltenkräfte sich gegenseitig auf»
heben.
Es ist zwar bekannt, Reifengürtel aus Gordgewebe so auszubilden, daß die am äußeren Umfang des Gürtels befindliche
Fläche von v-fö'rmlg verlaufenden Cordfäden gebildet wird,
jedoch bestehen diese Gürtel am äußeren Umfang aus mehreren nebeneinanderliegenden, in einer Ebene angeordneten Cordgewebestreifen
und nicht aus einem einstückigen Cordgewebestreifen, bei dem lediglich durch Faltung der v-förmige
Verlauf der Cordfäden erreicht wird.
Vorzugsweise wird die Erfindung bei solchen Faltgürteln verwendet,
die zwei umgefaltete Ränder in der Weise aufweisen, daß die Breite der beiden Ränder etwa der halben Breite des
nicht umgefalteten leiles entspricht. In diesem Falle liegt
der eine Hand am äußeren Umfang und der andere Rand am inneren
Umfang des nicht gefalteten Teiles des Faltgürtels, so daß
1088U/03H
am äußeren und inneren Umfang des Faltgürtels ein etwa
v-förmiger Verlauf der Cordfäden entsteht, der Faltgürtel jedoch Über seine gesamte Breite hinweg zweilagig auegebildet
ist.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der Zeich-P
nung erläutert, in der ein Ausführungsbeispiel dargestellt ist» Es zeigern
Fig. 1 einen radialen Teilschnitt duroh einen
Fahrzeugluftreifen,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Verstärkungseinlagen des Reifens gemäß Figur 1 und
t Fig. 3 einen abgewandelten Faltgürtel in sehau-
bildlicher Darstellung.
Der im wesentlichen aus Gummi oder gummiähnlichen Stoffen bestehende Reifenkörper 1 weist eine Karkasse 2 auf, die in
den Reifenwülsten 3 an den Wulstkernen 4 verankert ist*· Zwischen dem Laufstreifen 5 und der Karkasse 2 ist in der
Reifenkrone ein sich im wesentlichen über die Breite des
' · - 5 109814/0381
Lauf streif ens 5 erstreckender ringförmiger, in Reif enumfangerichtung
zugfester Gürtel 6 angeordnet, der aus einer Lage einea gummierten Gordgewebes mit zugfesten Cordfäden 7
besteht, die mit der Keifenumfangsriohtung Winkel von etwa
8 bis 25° bilden.
Der FaItgurtel 6 wird von einem Über die Breite des Gürtels g
durchgehenden, nicht gefalteten Teil θ gebildet und seitlich durch Jfaltkanten .9 begrenzt, die durch Einsohlagen der Bänder
10 und 11 entstehen. Diese Ränder haben eine Breite, die
etwa der halben Breite des nioht gefalteten Teiles β entspricht und sind gegensinnig eingeschlagen· Der Rand 11
bildet die eine Hälfte der Außenfläche dee Faltgürtels 6,
während der andere Rand 10 die eine Hälfte der inneren Umfangsfläohe des Gürtels 6 bildet« Duron diese Faltung baw.
die sich hierdurch ergebende etwa a-förmige Querechnittsform
des Gürtels 6 verlaufen die Oordfäden 7 dee Randes 11
reohtesteigend, während die Cordfädenabeohnitte des nioht
gefalteten Teiles 8 linkssteigend angeordnet Bind. Hierdurch
ergibt πich eine in beaug auf die Reifenmittellinie 12
symmetrische v-förmige Anordnung der Oordfäden 7 sowohl an der Außenfläche als auch an der Innenfläche dee Keifengürtel»
6. Dieses hat einen besondere ruhigen Lauf deo ReI-fenu
unter Ausschaltung von Seitenkräften zur folge.
. - 6 -1098 14/038 1 BAD
Bai dem Reifengürtel gemäß Figur 3 hat jeder nicht gefaltete
ϊβϋ 8 lediglich einen umgefalteten Rand 10* bzw« 11' und
somit nur eine Faltkante 9 und demgemäß einen frei auslaufenden
Rand 13. Die beiden Faltkanten 9 bzw. Ränder 13 liegen an gegenüberliegenden Rändern des Faltgürtels 6 und
die beiden nicht gefalteten Teile 8 unmittelbar einander benaohbart, und zwar mit Vorteil in der Weise, daß sich die
Fäden 7 oder dergl. der beiden übereinanderliegenden» nicht
gefalteten Teile 8 einander kreuzen.
Aufgrund der Ausführungsform gemäß Figur 3 ergibt sich die Möglichkeit der Bildung eines lediglich aus drei übereinanderliegenden
Oordgevrebestreifen bestehenden Gürtels in der
Weise» daß eich alle übereinanderliegenden Fäden kreuzen
und somit die übereinanderliegenden Lagenabsohnitte Kreuzverbände
bilden· Dieser praktisch dreilagiyar Gürtel besteht
indessen nur aus zwei Oordgewtbelaßen, die im Sinne der
Figur 3 gefaltet sind«
Bei allen Aue flihrungif armen sind die Cord gewebestreifen einlagiß
ausgeführt» jedoch iet gegebenenfalls auch eine Doppelung Jodes ütmlgewebestt'dlfens möglich, üo daß auoh
hlerbai am äußeren Umfang de« Gürtuls der v-förmige Verlauf
der üordfädan 7 otitßtoht.
- 7 .-109814/0381
Die Erfindung schließt nicht aus, daß sswischen dem
Gürtel 6 und der Karkasse 2 «eitere Cordgewebelagen angeordnet
sind«, Vorzugsweise werden aber auch für zusätzliche
Gordgewebelagen die Gebilde gemäß Figuren 2 und 3 verwendet, die nämlich nicht nur an Ihrem äußeren Umfang,
sondern auch an ihrem inneren Umfang einen v-förmigen Verlauf der zugfesten Cordfäden 7 oder dergl· zeigeno
109814/0361
BAD
Claims (1)
160564Ö""
Ansprüche:
1, Luftreifen, insbesondere für Kraftfahrzeuge» mit einem
aus Cordgewebe bestehenden Faltgürtel, dessen Faltkante(n) in Reifenumfangsrichtung und dessen Fäden oder Drähte
unter einem spitzen Winkel zur Eeifenumfangsrichtung verlaufen, wobei der Faltgürtel einen umgcfalteten, auf dem
nicht umgefalteten Seil außen aufliegenden Band aufweist, dessen Breite im wesentlichen der halben Breite des nicht
gefalteten Teiles entspricht, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenfläche des neben dem umgefalteten Hand (11) befindlichen Abschnittes des nicht umgefalteten Teiles (8)
des Faltgürtels (6) dem Laufstreifen (5) unmittelbar zugekehrt ist.
2, Luftreifen mit einem Faltgürtel, der zwei umgefaltete
Ränder aufweist, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Rand (11) aa äußeren Umfang und der andere
, Rand (10) am inneren Umfang des Gürtels (6) angeordnet
ist.
3· Luftreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Gürtel aus zwei übereinanderliegenden, nicht umgef al-
1098U/0381
teten Seilen (8) besteht» die je lediglich einen umge~
falteten Rand (10·,11·) aufweisen (Figur 5JO
4· Luftreifen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich die ffäden (7) oder dergl. der beiden nioht uinge- ,
falteten» einander unmittelbar benachbart liegenden
Teile (8) kreuzen.
5· Luftreifen nach Anspruch 3* dadurch gekennzeichnet, daß
der eine Sand (111) des außen gelegenen, nicht umgefalte ten feiles (θ) dieeen umaohließt, nährend der ujagefBltete Band (10·) des Innere, nioht uogefalteten Seilee
(8) am inneren Uafang dieaee feiles angeordnet ist·
Hannover, den 1. Dezember 196?
6T-9* F /107 Q D/Gl
10I8U/0381
Leerseite
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