DE1605015C - Einrichtung zur Überwachung der Türstellung von Fahrzeugen, insbesondere von Reisezugwagen - Google Patents
Einrichtung zur Überwachung der Türstellung von Fahrzeugen, insbesondere von ReisezugwagenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Überwachung der Türstellung von Fahrzeugen, insbesondere
von Reisezugwagen. Die Überwachung der Türstellung von Reisezugwagen ist im Bahnbetrieb besonders
wichtig, weil mit deren Hilfe die Abfertigung der Züge beschleunigt und die Sicherheit der Fahrgäste
erhöht werden kann.
Es sind Überwachungseinrichtungen bekannt, bei denen bewegliche Kontakte von mechanischen
Stößeln oder Druckstücken in die Ein- oder Austeilung gebracht werden. Diese mechanisch bewegten
Teile sind, insbesondere im rauhen Eisenbahnbetrieb, einem starken Verschleiß unterworfen und bedürfen
daher einer ständigen Wartung.
Die Erfindung bringt dadurch eine Verbesserung, daß an dem Türrahmen ein erster Permanentmagnet
mit einem in seinem Magnetfluß angeordneten magnetfeldabhängigen Widerstandskörper angebracht
ist, der mit einer Schaltungsanordnung verbunden ist, an deren Ausgang eine Anzeigevorrichtung angeschaltet
ist, und daß an der Tür ein zweiter Permanentmagnet derart angeordnet ist, daß in der zu überwachenden
Türstellung der den Widerstandskörper beeinflussende Magnetfluß verändert wird.
Auf diese Weise kann die Türstellung durch kontaktlose Bauelemente überwacht werden. Gegenüber
bekannten kontaktlosen Schaltern, wie z. B. induktiven Brücken, verstimmbaren Oszillatoren u. dgl.,
hat die erfindungsgemäße Anordnung den Vorteil, daß keine hochfrequenten Schwingungen benötigt
werden, sondern nur ein definiertes magnetisches Feld vorliegen muß, um ein Ansprechen auszulösen. Dadurch
werden Fehlauslösungen weitgehend vermieden. Bei den bekannten kontaktlosen Schaltern genügt
nämlich schon ein Metallteil, um eine Brücke unbeabsichtigt zum Ansprechen zu bringen oder
einen Oszillator zu verstimmen. Wird nach einem weiteren Merkmal der Erfindung eine Triggerschaltung
verwendet, so ergeben sich genau definierte Ansprechwerte, und es kann nicht nur die Türstellung,
sondern auch der Zustand einer Türverriegelung überwacht werden, was zur erhöhten Sicherheit des
Zugbetriebes beiträgt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, wobei
F i g. 1 die Einrichtung bei geöffneter, allerdings nicht 'dargestellter Tür und
F i g. 2 am Türrahmen und an der Tür angebrachte Magnete mit dem magnetfeldabhängigen Widerstandskörper
bei geschlossener Tür zeigt.
Wie aus F i g. 1 ersichtlich, ist an dem Türrahmen 1 ein abgewinkeltes Eisenblech 2 angeordnet.
Im Beispielsfalle trägt dieses Eisenblech 2 den ersten Permanentmagneten 3, in dessen Magnetfluß Φ1 ein
magnetfeldabhängiger Widerstandskörper 5 angeordnet ist. Dieser Widerstandskörper 5 ist mit einer in
dem Gerätekasten 7 untergebrachten Schaltungsanordnung verbunden, an deren Ausgangsklemmen 8
und 9 eine Anzeigevorrichtung, beispielsweise Lampe 10, angeschaltet ist.
Aus Fig. 2 ist zu ersehen, daß an der Tür 12 ebenfalls ein abgewinkeltes Eisenblech 11 und ein
Körper 14, beide als magnetische Rückschlußkörper, mit einem zweiten Permanentmagneten 13 derart angebracht
sind, daß in der zu überwachenden Türstellung — im vorliegenden Fall in der geschlossenen
Türstellung — der den magnetfeldabhängigen Widerstandskörper 5 beeinflussende Magnetfluß Φ1 des
ersten Permanentmagneten 3 durch den Magnetfluß Φ 2 des zweiten Permanentmagneten 13 verändert
wird. Die Änderung des Magnetflusses Φ1 bewirkt eine Änderung des Widerstandswertes des magnetfeldabhängigen
Widerstandskörpers 5. Die Schaltungsanordnung spricht auf diese Änderung an und betätigt die an den Ausgangsklemmen 8 und 9 liegende
Anzeigevorrichtung bzw. die Lampe 10 oder einen Steuerkreis des Fahrzeuges.
ίο Vorzugsweise ist der magnetfeldabhängige Widerstandskörper
5 in einem durch magnetische Rückschlußkörper 2, 4 und 6 geschlossenen Magnetpfad
des ersten Permanentmagneten 3 angeordnet, wobei das Eisenblech 2 einen dieser Rückschlußkörper bildet.
Weitere Rückschlußkörper des ersten Permanentmagneten 3 können ein parallel zum Türspalt
verlaufender Eisenschenkel 4 und je ein das Ende des Eisenschenkels 4 und das Eisenblech 2 überbrückender
Polschuh 6 sein, die von den beiden Magnetflüssen Φ1 und Φ 2 durchflossen werden und
zwischen denen der magnetfeldabhängige Widerstandskörper 5 angeordnet ist. In der zu überwachenden
Türstellung ist der zweite Permanentmagnet 13 vorzugsweise über die magnetischen Rückschlußkörper
11 und 14 derart an die magnetischen Rückschlußkörper 2, 4 und 6 angesetzt, daß die Magnetflüsse
Φ1 und Φ2 der Permanentmagnete 3, und
13 den magnetfeldabhängigen Widerstandskörper 5 beeinflussen.
Wird als magnetfeldabhängiger Widerstandskörper 5 ein Halbleiterkörper mit zwei Steuerstromelektroden
5 α und Sb verwendet, so ist es vorteilhaft, den zweiten Permanentmagneten 13 derart anzuordnen,
daß der auf den Halbleiterkörper 5 einwirkende Magnetfluß Φ1 des ersten Permanentmagneten
3 durch den Magnetfluß Φ2 des.zweiten Permanentmagneten
13 zumindest annähernd aufgehoben wird. Auf diese Weise wird bei geöffneter Tür der HalbleiterkörperS von dem Magnetfluß Φ1 des
ersten Permanentmagneten 3 beeinflußt, so daß bei einem Bruch der elektrischen Zuleitungen zu den
Steuerstromelektroden 5 a und Sb oder bei einer
Zerstörung des Halbleiterkörpers 5 in geschlossener Türstellung von der Überwachungseinrichtung ein
Signal »Türstellung offen« gemeldet wird und das Bedienungspersonal auf den Fehler aufmerksam
wird.
Die beiden Permanentmagnete 3 und 13 können mit ihren magnetischen Rückschlußkörpern jeweils in
einem Gummiwulst 20 eingebaut sein. Jeder Gummiwulst20 hat übereinandergreif ende Verschlußlippeh 21
und 22. Um zu erreichen, daß bei geschlossener Tür der Halbleiterkörper 5 von einem definierten magnetischen
Feld durchsetzt wird und Bewegungen der Tür in vertikaler Richtung kein Signal auslösen, ist
es vorteilhaft, die magnetischen Rückschlußkörper 2, 4, 11 und 14 so auszubilden, daß keine Minderung
des nutzbaren Magnetflusses Φ 2 eintritt. Hierzu kann der Eisenschenkel 4 in seiner Länge 15 größer bemessen
sein als der Körper 14, oder umgekehrt. Weiter können die Trennflächen 16 der Rückschlußkörper
2 und 11 im Türspalt so groß bemessen sein, daß bei einer vertikalen Türbewegung der magnetische
Widerstand sich nicht wesentlich ändert. Ferner kann die Querschnittsfläche der Permanentmagnete
3 und 13 größer bemessen sein als die Querschnittsfläche der magnetischen Rückschlußkörper.
Man erreicht auf diese Weise mit einfachen Perma-
nentmagneten geringer Feldstärke eine hohe magnetische Flußdichte in den Polschuhen 6.
Vorzugsweise ist der Halbleiterkörper 5 mit seinen Steuerstromelektroden 5 α und 5 b im Eingang einer
aus kontaktlosen Elementen aufgebauten Schmitt-Triggerschaltung 17 angeordnet, deren Arbeitswiderstand
18 mit seiner Ausgangsklemme 25 über einen Verstärker 19 und gegebenenfalls über eine Umkehrstufe
26 mit der Anzeigevorrichtung 10 und/oder mit einer Verriegelungseinrichtung in einem Steuerstromkreis
des Fahrzeuges verbunden ist. Zum Schutz gegen äußere Einflüsse können die einzelnen Elemente
der Schaltungsanordnung mit Gießharz vergossen sein.
Bei geöffneter Tür ist die Feldstärke im Spalt der beiden Polschuhe 6 und auch der Widerstand des
Halbleiterkörpers 5 hoch. Am Eingang der Triggerschaltung 17 liegt daher ein hohes Signal an, das den
Transistor 23 öffnet. Damit wird der Transistor 24 gesperrt, so daß an der Ausgangsklemme 25 und am
Eingang des Verstärkers 19 ein Potential anliegt, das den Verstärker 19, der beispielsweise ein Transistor
sein kann, sperrt. Dem Verstärker 19 ist eine Umkehrstufe 26 nachgeschaltet, die die Lampe 10 bei
geöffneter Tür 12 zum Aufleuchten bringt.
Beim Schließen der Tür 12 wird durch Überlagerung der Flüsse Φ1 und Φ 2 beider Permanentmagnete
3 und 13 die auf den Halbleiterkörper 5 einwirkende Feldstärke nahezu Null, so daß der Widerstand
des Halbleiterkörpers 5 niederohmig wird und das Potential an der Basis des Transistors 23 herabgesetzt
wird. Damit kehrt sich der Zustand am Ausgang der Umkehrstufe 26 um, und die Lampe 10
erlischt.
Claims (8)
1. Einrichtung zur Überwachung der Türstellung von Fahrzeugen, insbesondere von Reisezugwagen,
dadurchgekennzeichnet, daß an dem Türrahmen ein erster Permanentmagnet (3) mit einem in seinem Magnetfluß (ΦΙ) angeordneten
magnetfeldabhängigen Widerstandskörper (5) angebracht ist, der mit einer Schaltungsanordnung
verbunden ist, an deren Ausgang eine Anzeigevorrichtung (Lampe 10) angeschaltet ist,
und daß an der Tür (12) ein zweiter Permanentmagnet (13) derart angeordnet ist, daß in der zu
überwachenden Türstellung der den Widerstandskörper beeinflussende Magnetfluß verändert wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der magnetfeldabhängige
Widerstandskörper (5) in einem durch magnetische Rückschlußkörper (2, 4 und 6) geschlossenen
Magnetpfad des ersten Permanentmagneten (3) angeordnet ist und daß der zweite Permanentmagnet
(13) in der zu überwachenden Türstellung über weitere magnetische Rückschlußkörper
(11 und 14) derart an die Rückschlußkörper des ersten Permanentmagneten (3) angesetzt
ist, daß die Magnetflüsse (Φ1 und Φ 2) beider
Permanentmagnete den magnetfeldabhängigen Widerstandskörper beeinflussen.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als magnetfeldabhängiger
Widerstandskörper (5) ein Halbleiterkörper mit zwei Steuerstromelektroden (5 α und 5 b) verwendet
ist und der zweite Permanentmagnet (13) derart angeordnet ist, daß der auf den Halbleiterkörper
einwirkende Magnetfluß (ΦΙ) des ersten Permanentmagneten (3) durch den Magnetfluß
(Φ 2) des zweiten Permanentmagneten zumindest annähernd aufgehoben wird.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Permanentmagnete
(3 und 13) mit ihren magnetischen Rückschlußkörpern (2, 4, 6, 11 und 14) in einem Gummiwulst
(20) eingebaut sind.
5. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die im Türspalt einander benachbarten
magnetischen Rückschlußkörper (4 und 14) so ausgebildet sind, daß die Länge (15)
des einen Rückschlußkörpers größer ist als die des anderen, oder umgekehrt, und daß die Trennflächen
(16) der beiden, die Permanentmagnete (3 und 13) tragenden Rückschlußkörper (2 und
11) im Türspalt so groß bemessen sind, daß sich der magnetische Widerstand bei einer Vertikalbewegung
der Tür (12) nicht wesentlich ändert.
6. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der magnetfeldabhängige
Widerstandskörper (5) zwischen zwei an zwei je einen Permanentmagnet (3 bzw. 13) tragenden
Rückschlußkörpern (2 und 4) angeordneten und von beiden Magnetflüssen (Φ1 und Φ 2) durchflossenen
Polschuhen (6) angeordnet ist, deren Querschnitt kleiner bemessen ist als der Querschnitt
der Permanentmagnete.
7. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Halbleiterkörper (5) mit
seinen Steuerstromelektroden (5 a und 5 b) im Eingang einer aus kontaktlosen Elementen aufgebauten
Triggerschaltung (17) angeordnet ist, deren Ausgangsklemme (25) über einen Verstärker
(19) und eine Umkehrstufe (26) mit der Anzeigevorrichtung (Lampe 10) und/oder mit einer
in einem Steuerstromkreis des Fahrzeuges liegenden Verriegelungseinrichtung verbunden ist.
8. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Bauelemente
der Schaltungsanordnung in Gießharz eingegossen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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