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DE1605041B - Plattenbauteil für Wände od.dgl. von Kühlfahrzeugen, insbesondere Eisenbahn-Kühlwagen - Google Patents

Plattenbauteil für Wände od.dgl. von Kühlfahrzeugen, insbesondere Eisenbahn-Kühlwagen

Info

Publication number
DE1605041B
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
skin
inner skin
foam core
refrigerated
vehicles
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Rudolf Dipl.-Ing.; Laurent Günther; Herbst Heinz Dipl.-Ing.; 4950 Minden; Stiefel Christian Dr.-Ing.; Rohe Josef; 5100 Aachen Stahn
Original Assignee
Waggonfabrik Talbot, 5100 Aachen

Links

Description

Die Erfindung betrifft ein tragfähiges und wärmeisolierendes Plattenbauteil in Sandwich-Bauart für ebene oder gewölbte Wände, Böden, Dächer und Türen von Kühlfahrzeugen, insbesondere von Eisenbahn-Kühlwagen, das aus einer metallenen Außenhaut und einer an der Innenfläche mit einer Glasfasermatte versehenen Innenhaut aus Kunststoff besteht, wobei der Zwischenraum zwischen der Außen- und der Innenhaut mit einem Schaumstoffkern ausgeschäumt ist.
Es sind bereits Plattenbauteile bekannt, die aus einer metallenen Außenhaut und einer aus Kunststoff hergestellten Innenhaut- bestehen, wobei der Zwischenraum zwischen der Außen- und der Innenhaut mit einem Schaumstoffkern ausgeschäumt ist. Das Ausschäumen erfolgt mittels eines reaktionsfähigen, flüssigen Rohstoffgemisches, das von unten in den Zwischenraum eingeführt wird und nach einer gewissen Zeit einen Hartschaum bildet, der an den Innenflächen der Außen- und Innenhaut anhaftet und einen Stützkern bildet.
Die Haftung des Schaumstoffkernes an den Innenflächen der Außen- und Innenhaut ist für solche Bauteile ausreichend, die ausschließlich der Isolierung dienen. Sobald die Bauteile jedoch als Leichtbaukonstruktionen einer höheren Beanspruchung ausgesetzt sind, reicht die Haftung des Schaumstoffkernes an den glatten Außen- und Innenhäuten nicht aus, um die bei einer insgesamt tragfähigen Konstruktion auftretenden Schubkräfte zwischen den Deckhäuten und dem Schaumstoffkern abzufangen.
Aus diesem Grund hat man bereits versucht, die Innenflächen der Außen- und Innenhaut zur Erhöhung der Haftung vorzubehandeln. Zu diesem Zweck wurden die Innenflächen durch Sandstrahlen aufgerauht, mit geeigneten Klebstoffen bestrichen oder mit sogenannten Haftvermittlern beleimt. Diese Maßnahmen haben jedoch in der Praxis nicht genügt, um ein Ablösen der Außen- bzw. Innenhaut von dem Schaumstoffkern zu verhindern. Für dieses Ablösen infolge einer ungenügenden Verbindung des Schaumstoffkernes mit der Außen- bzw. Innenhaut gibt es vielerlei Ursachen. Beim Betrieb der aus Plattenbauteilen in Sandwich-Bauart hergestellten Kühlfahrzeuge treten Temperaturdifferenzen zwischen der Außen- und Innenhaut von nahezu 100° C auf. Aus der sich hieraus ergebenden unterschiedlichen Ausdehnung der verschiedenen Werkstoffe (Metall, Kunststoff, Schaumstoff) der Außen- und Innenhaut und des Kernes treten sehr beachtliche Längsverschiebungen in Richtungen parallel zu den Deckhäuten auf, die der harte, wenig elastische Schaumstoffkern nicht auffangen kann. Die hieraus resultierenden Ablöseerscheinungen ergeben derart starke Ausbeulungen der Außen- bzw. Innenhaut, daß die Gesamtfestigkeit und Gesamtsteifigkeit des Plattenbauteiles wesentlich vermindert werden.
Es ist zwar bereits bekannt, die aus Kunststoff be- ■* stehende Innenhaut an der Innenfläche mit einer Glasfasermatte zu versehen, jedoch kann diese Maßnahme allein die voranstehend geschilderten Ablöseerscheinungen beider Deckschichten nicht verhindern. Bei gewissen Faservorlagen kann es im Gegenteil zu Luft- und Gaseinflüssen in den Randzonen des Schaumstoffkernes kommen, die ein Ablösen der Innenhaut vom Schaumstoffkern begünstigen. Das bekannte zusätzliche Einbetten von Skelettsystemen aus metallischen Netzwerken, wie beispielsweise Streckmetall, in die Aufleimvorlage des Schaumstoffkernes trägt lediglich zur Randzonenverstärkung eines inhomogenen Stützkernes bei, ohne daß hierdurch eine Erhöhung der Haftung zwischen dem Schaumstoffkern und der Deckhaut stattfindet, so daß auch hierdurch das nachteilige Ablösen nicht verhindert wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein tragfähiges und wärmeisolierendes Plattenbauteil in Sandwich-Bauart zur Verwendung bei Kühlfahrzeugen zu schaffen, das eine optimale Isolierfähigkeit bei hoher Tragfähigkeit und Steifigkeit gewährleistet, wo- ( f bei die Belastbarkeit rechenmäßig ermittelbar sein soll.
Zur Lösung dieser Aufgabe erstreckt sich bei dem eingangs genannten Plattenbauteil erfindungsgemäß eine in bekannter Weise in der Randzone des Schaumstoffkernes angeordnete Streckmetallmatte über das gesamte Plattenbauteil und ist an der Innenseite der Außenhaut befestigt. Die Fasern der Glasfasermatte werden gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung teilweise in das Kunststoffmaterial der Innenhaut eingebettet. Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Plattenbauteiles, können die Außenhaut und die Innenhaut, wie bekannt, mit untereinander parallelen und zueinander kreuzweise verlaufenden Sicken versehen sein.
Das gemäß der Erfindung ausgebildete Plattenbauteil besitzt den Vorteil, daß der zwischen den überall im Abstand voneinander liegenden Deckschichten, nämlich der Außenhaut aus Metall und der Innenhaut aus Kunststoff, befindliche Schaumstoffkern mit den Deckschichten formschlüssig verbunden ist, da er in die zwischen der Streckmetallmatte und der Außenhaut bzw. zwischen der Glasfasermatte und der Innenhaut gebildeten Hohlräume eindringt, so
daß Schubkräfte zwischen den beiden Deckschichten durch den Schaumstoffkern übertragen werden können und dessen Zugfestigkeit ein Ausbeulen der Deckschichten verhindert.
Beim teilweise Einbetten der Fasern der Glasfasermatte in das Kunststoffmaterial der Innenhaut ergibt sich außerdem eine hoch belastbare Verbindung zwischen Innenhaut und Schaumstoffkern, die allen auftretenden Abforderungen gerecht wird. Die in den Deckschichten vorgesehenen Sicken ergeben nicht nur eine Versteifung der Deckschichten, sondern erhöhen durch die in sie hineinragenden Teile des Schaumstoffkernes auch die übertragbaren Schubkräfte.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Plattenbauteiles dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 einen senkrechten Schnitt durch ein ebenes Wandteil und
F i g. 2 einen waagerechten Schnitt gemäß der Schnittlinie H-II in F i g. 1, jedoch um 90° gedreht.
Das in Sandwich-Bauart hergestellte Plattenbauteil besitzt eine Außenhaut 1, die mit waagerecht verlaufenden Sicken 1 α versehen ist. Zur Vermeidung von Wasserdampfdiffusion besteht die Außenhaut 1 aus Metall, beispielsweise aus Stahlblech. Auf der Innenseite der Außenhaut 1 ist eine Streckmetallmatte 4, beispielsweise durch Punktschweißung, befestigt, die sich über die gesamte Fläche des Plattenbauteiles erstreckt.
Die andere Deckschicht des Plattenbauteiles wird durch eine Innenhaut 2 gebildet, die vorzugsweise aus dampfdichtem, glasfaserverstärktem Polyester besteht. Im Gegensatz zur Außenhaut 1 ist die Innenhaut 2 mit senkrecht verlaufenden Sicken 2 α versehen. Auf der Innenfläche der Innenhaut 2 ist eine Glasfasermatte 5 aufgespritzt, deren Fasern teilweise in das Kunststoffmaterial der Innenhaut eingedrungen und somit eingebettet sind. .
Der sich, zwischen der Außenhaut 1 und Innenhaut 2 ergebende Zwischenraum des Plattenbauteiles wird mit einem Schaumstoffkern 3 ausgeschäumt. Beim Ausschäumen dringt der aufsteigende Schaum sowohl in die Streckmetallmatte 4 als auch in das Netzwerk der Glasfasermatte 5 ein, so daß eine innige Verbindung des Schaumstoffkernes 3 mit der Außenhaut 1 und der Innenhaut 2 erfolgt. In den vorhandenen Sicken 1 α und 2 α bilden sich am Schaumstoffkern 3 Vorsprünge, die kreuzweise, und zwar rechtwinklig zueinander verlaufen, wodurch eine weitere
ίο formschlüssige Verbindung in Längsrichtung der Deckschichten zwischen diesen und dem Schaumstoffkern 3 gebildet wird.
Um den Schaumstoffkern 3 von Zugspannungen zu entlasten, kann die Innenhaut 2 aus einzelnen Formteilen hergestellt werden, die an einer Seite mit einem Verbindungssteg 6 ausgebildet sind und mit ihrer anderen Seite an dem den Verbindungssteg 6 tragenden Ende des benachbarten Fonnteiles durch Kleben, Nieten oder Schrauben befestigt werden. Die Verbindungsstege 6 können über Befestigungslaschen 9 mit der Außenhaut 1, beispielsweise durch Schrauben oder Einzugnieten 10, verbunden werden. Die Befestigungslaschen 9 können einzeln oder als durchgehende Leisten auf der Innenfläche der Außenhaut 1 angeschweißt sein.
Damit beim Ausschäumvorgang des Schaumstoffkernes 3 die Fasern der auf der Innenhaut 2 aufgebrachten Glasfasermatte 5 nicht von dem parallel zur Innenhaut 2 aufsteigenden Gemisch für den Schaumstoffkern 3 flach gegen die Innenhaut 2 geschwemmt werden, wird vorteilhafterweise das Reaktionsgemisch in Richtung der Plattendicke eingeführt, wodurch die Faserenden mitgeschwemmt werden und wie Borsten in den Schaumstoffkern 3 hineinragen.
Hierdurch wird eine besonders zuverlässige Verbindung zwischen dem Schaumstoff kern 3 und der Innenhaut 2 erzielt. Zur Randzonen-Verstärkung des Schaumstoffkernes 3 und zum Abschluß des Plattenbauteiles können die Stirnflächen 7 des Plattenbauteiles mit Netzwerken 8 aus Metall oder Kunststoff verschlossen werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Tragfähiges und wärmeisolierendes Plattenbauteil in Sandwich-Bauart für ebene oder gewölbte Wände, Böden, Dächer und Türen von Kühlfahrzeugen, insbesondere Eisenbahn-Kühlwagen, das aus einer metallenen Außenhaut und einer an der Innenfläche mit einer Glasfasermatte versehenen Innenhaut aus Kunststoff besteht, wobei der Zwischenraum zwischen der Außen- und der Innenhaut mit einem Schaumstoffkern ausgeschäumt ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine in bekannter Weise in der Randzone des Schaumstoffkerns (3) angeordnete Streckmetallmatte (4) sich über das gesamte Plattenbauteil erstreckt und an der Innenseite der Außenhaut (1) befestigt ist.
2. Plattenbauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern der Glasfasermatte (5) teilweise in das Kunststoffmaterial der Innenhaut (2) eingebettet sind.
3. Plattenbauteil nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenhaut (1) und die Innenhaut (2) wie bekannt untereinander parallele und kreuzweise zueinander verlaufende Sicken (la bzw. 2 a) aufweisen.

Family

ID=

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE9013373U1 (de) * 1990-09-21 1991-12-05 Hymer AG, 7967 Bad Waldsee Schraubverbindung an einer Außenwand eines Wohnmobils, Wohnanhängers o.dgl.
DE9114757U1 (de) * 1991-11-27 1992-12-24 Hymer Kg, 7967 Bad Waldsee Schraubverbindung für hochbelastbare Teile in Wohnmobilen, Wohnanhängern u.dgl.
DE19813592A1 (de) * 1998-03-27 1999-09-30 Audi Ag Flächiger Verbundkörper, insbesondere Kraftfahrzeug-Karosserieelement

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