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DE1604732C - Mehrteilige Spritzgießform zum Herstel len von Gegenstanden aus zwei verschiedenen Kunststoffen - Google Patents

Mehrteilige Spritzgießform zum Herstel len von Gegenstanden aus zwei verschiedenen Kunststoffen

Info

Publication number
DE1604732C
DE1604732C DE1604732C DE 1604732 C DE1604732 C DE 1604732C DE 1604732 C DE1604732 C DE 1604732C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mold
injection
molded
molded parts
molded part
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Pierre Gaston Pont Samte Marie Aube Camut (Frankreich)
Original Assignee
SETIC SA, Montreuil, Seine Saint Denis (Frankreich)
Publication date

Links

Description

60
Die Erfindung bezieht sieh auf eine mehrteilige Spritzgießform zum Herstellen von Gegenständen aus zwei verschiedenen Kunststoffen, mit mehreren Formteilen und zwei voneinander getrennten l-'insprilzölfnungen, wobei mindestens einer der Formteile ausvu-divelhar ist, um nach dem Einspritzen des ersten Kunststoffs zusätzlich Formhohlraum für den anderen Kunststoff freizugeben.
Es ist eine dreiteilige Formanordnung bekannt, bei der in einem als Drehplatte ausgebildeten Formmittelteil in kreisförmiger Anordnung mehrere Formmatrizen vorgesehen sind, die beiderseits durch die die jeweiligen Gegenformen enthaltenden Deckplatten geschlossen werden. Nach dem Einspritzen des ersten Kunststoffes werden die Deckplatten abgehoben, und das Spritzteil dreht sich, in der Formmatrize der Drehplatte sitzend, zur nächsten Station weiter, wo sich die Form wieder schließt und der nächste Kunststoff in den durch die neue Gegenform neu eröffneten Formhohlraum erfolgt. Für die Gestalt des Formteils maßgebend ist die Gestalt der Gegenformen in den Deckplatten. Da die Deckplatten mehrere Stationen mit verschiedenen Gegenformen aufweisen, liegen im Grunde mehrere Formen vor. Sobald spritztechnisch kompliziertere Teile hergestellt werden sollen, ergeben sich bei diesem Verfahren erhebliche Formkosten, da alle Formen in Gestalt der Ausprägungen an den verschiedenen Stationen der Deckplatten mehrfach vorhanden sein müßten. Auch werfen höhere Schließdrücke bei geringen Toleranzen erhebliche Probleme auf.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, Spritzgußteile aus zwei Kunststoffen mit großer Formgenauigkeit und geringem technischem Aufwand herzustellen.
Die Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch erzielt, daß ein während des Spritzvorganges feststehendes Formteil eine Seite des Formhohlraums begrenzt und daß ein zweites feststehendes Formteil den Bereich des Formhohlraums begrenzt, der mit dem ersten Kunststoff ausfüllbar ist, und daß der restliche Bereich des Formhohlraums durch zwei untereinander auswechselbare Formteile begrenzt ist, von denen das eine Formteil während des Einspritzens des ersten Kunststoffes ohne Zwischenraum auf dem ersten Formteil aufliegt.
Hierdurch ist es möglich, mit nur einer Formstation zu arbeiten. Da nur ein Formteil bewegt wird, ist die erreichbare Präzision höher. Durch die Maßnahme, Teile der Form auszuwechseln, ist nur eine Grundform erforderlich, was einen geringen Aufwand bedeutet.
Zweckmäßig mündet die erste Einspritzöffnung im Bereich der Berührungsfläche der beiden feststehenden Formteile, wodurch sich keine Behinderung beim Auswechseln der Formteile ergibt. .
. Die zweite Einspritzöffnung mündet vorteilhaft im Bereich der auswechselbaren Formteile und wird von dem ohne Zwischenraum auf dem ersten Formteil aufliegenden Formteil verschlossen. Auf diese Weise ist das Problem des Verschließens der zweiten Einspritzöffnung während des ersten Schusses einfach gelöst.
Eine zweckmäßige Ausbildung der Bewegungsvorrichtung für die Formteile besteht darin, daß die Formteile an einem neben der Form angeordneten, in einer senkrecht zur Trennebene der Formteile bewegbaren Schlitten angeordnet sind und durch eine außenseitig des Schlittens vorgesehene, hydraulische Betätigungsvorrichtung in die Form einschiebbar bzw. aus der Form zurückziehbar sind.
Es empfiehlt sich dabei, daß der Schlitten durch eine hydraulische Vonichtung bewegt wird, um die Formteile in die Einschieb- bzw. Rück/.iigstelliing zu
bringen. Zur sicheren und präzisen Festlegung der Formteile während der einzelnen Arbeitsgänge in der Form kann ein mit dem einen feststehenden Formteil verbundener Keil vorgesehen sein, der sich beim Schließen der Form gegen Schrägflächen der Formteile legt und entweder das eine oder das andere Formteil gegen das andere feststehende Formteil preßt.
Das Festlegen von Formteilen gegeneinander unter Ausnutzung der Keilwirkung ist an sich aus der schweizerischen Patentschrift 397 225 bekannt, "aus der ein Keilring mit konischer Innenfläche ersichtlich ist, mittels deren im Innern des Rings befindliche Formteile durch axiale Bewegung des Rings arretiert werden.
Nach einem weiteren zweckmäßigen Merkmal können die Auswerfer auf einer verschiebbaren Platte befestigt sein, die beim Schließen der Form von der gegenüberliegenden Formhälfte durch Stifte zurückdrückbar ist.
Die Erfindung ist im folgenden an Hand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch die erfindungsgemäße Form;
Fig. 2 zeigt die Anordnung der Formhohlräume und der Einspritzkanäle;
F i g. 3 zeigt einen Schnitt nach der Linie D-D der Fig.2;
F i g. 4 zeigt eine Ansicht in Richtung des Pfeiles F in F i g. 2.
Die Form ist bestimmt für die Herstellung von spritzgegossenen Gegenständen, insbesondere aus Kunststoffen, die entweder aus verschiedenen Kunststoffen oder aus Kunststoffen unterschiedlicher Färbungen zusammengesetzt sind.
Die Form arbeitet selbsttätig, so daß der Gegenstand aus verschiedenen Kunststoffen und/oder aus Kunststoffen verschiedener Färbungen ohne irgendeinen Handeingriff hergestellt wird.
Die Form besteht (F i g. 1) aus zwei feststehenden Formteilen 1 und 2, wobei das Formteil 1 auf einem Träger 3 befestigt ist, der seitlich einer vertikalen Einspritzöffnung 31 angeordnet ist.
Das Fonnteil 2 wird durch den Träger 4 getragen, der eine Auswerfvorrichtung 5 und einen Keil 6 trägt, dessen Arbeitsweise später im einzelnen erläutert wird.
Das Formteil I grenzt an ein auswechselbares Formteil 7, das durch ein Formteil 8 ersetzt werden kann. Dieses Formteil 8 ist so ausgebildet, daß es sich an das Formteil 2 ohne einen freien Spalt anlegt, so daß, wenn dieses Formteil 8 an die Stelle des Formteils 7 gebracht worden ist, der Kunststoff, der vertikal durch die Einspritzöffnung 31 eingespritzt worden ist, allein die Zone 9 der Form ausfüllt.
Wenn der zweite Kunststoff eingespritzt werden soll, wird das Formteil 8 durch das Formteil 7 ersetzt. Der Kunststoff wird dann durch eine weitere horizontale mit Heizkanälen umgebene Einspritzöffnung 30 in die Zone IO eingespritzt.
Auf dem Träger 3 sind seitlich zwei Führungsplatten 14 und 15 mit Hilfe von Schrauben befestigt. Die Führungsplatten 14 und 15 enthalten Ausnehmungen 14, und 15,, tue zur Führung eines mit zwei seitlichen Ansätzen 16, und 16., versehenen Schlittens 16 dienen.
Die beiden schlichen Ansätze 16, und 16.,, welche die Ausnehmungen 14, und 15, durchsetzen, stellen mit den Kolbenstangen 17, zweier Hubzylinder 17 in Verbindung.
Der Schlitten 16 besteht aus drei Platten 18,, IS2 und 18.,, die durch Schrauben 19 verbunden sind und durch Äbstandsstücke 20 in einem gewissen Abstand voneinander gehalten werden.
Die Platten 18P 18., und 18^ und die Abstandsstücke 20 begrenzen zwischen sich Hohlräume 21 und 22, die den auswechselbaren Formteilen 7 und 8
ίο entsprechen. Bei Betätigung des Hubzylinders 17 in der einen oder der anderen Richtung wird der Schlitten 16 nach links oder nach rechts verschoben (Fig. 1), um entweder das auswechselbare Formteil 7 oder das Formteil 8 vertikal in den Formhohlraum der Matrize 1 zu bringen.
Vertikal unter diesem Formhohlraum der Matrize 1 und unter dem Schlitten ist ebenfalls ein Hubzylinder 23 angeordnet, dessen Kolbenstange 23, an den Formteilen 7 oder 8 angreift, um sie in ihre Lage in der Matrize 1 zu bringen.
Der Hubzylinder 23 ist an einer Trägerplatte 24 befestigt, welche die beiden an dem Träger 3 befestigten Führungsplatten 14 und 15 verbindet.
Durch eine geeignete und an sich bekannte pneuinatische oder hydraulische.Schaltung wird die Bewegung der Hubzylinder 17 und 23, die Speisung det Einspritzöffnungen 30 "und 31, die Bewegung der Auswerfvorrichtung 5 und die der Träger 3 und 4 in Abhängigkeit voneinander gesteuert. Es wird ferner selbsttätig die Einführung des Formteils 8, die Einspritzung in die Zone 9, der Rückzug des Formteils 8, die Einführung des auswechselbaren Formteils 7, die Einspritzung eines zweiten Kunststoffes in die Zone 10 der Form und die Auswerfung des geformten
35-Gegenstandes durch die Auswerfvorrichtung 5 erreicht.
Während des Schließens der Form legt sich der Keil 6 auf die geneigten Ebenen 7, und 8, der Formteile 7 und 8, um diese Teile mit dem feststehenden Formteil 1 zu verriegeln.
In den Fig. 2 und 3 ist dargestellt, daß die Spritzgießform drei Formhohlräuine enthält, so daß drei Gegenstände gleichzeitig herstellbar sind. Die Anzahl der Formausnehmungen liegt jedoch nicht fest, sondem verändert sich entsprechend der Form des herzustellenden Gegenstandes der Oberfläche der zur Verfügung stehenden Spritzgießform und der Leistung der verwendeten Presse.
In dem Formteil 2 sind Kanäle 2, vorgesehen, die den Kunststoff in die drei Formhohlräume 32,, 32., und 32., führen.
In dem festen Träger 3 und dem beweglichen Träger 4 sind ferner Kanäle 33 vorgesehen (in den F i g. 2 und 3 mit gestrichelten Linien dargestellt),
die den Durchfluß eines Heizmhtels oder eines Kühlmittels ermöglichen, um die Form auf einer bestimmten Temperatur zu halten oder sie auf eine bestimmte Temperatur zu bringen.
Auf der Platte 18, des Schlittens 16 sind ein An-
schlag 35 und ein Federfinger 36 angeordnet, um die Bewegung der Formteile 7 und 8 nach unten zu begrenzen und eine unzeitige Bewegung der I1OnHtCiIe 7
. und 8 nach oben zu verhindern.
Die Bewegung der auswechselbaren Formteile kann selbstverständlich auch auf nicht geradlinigen Bahnen erfolgen und durch irgendeine clcktiisdie, mechanische, pneumatische, hydraulische oder andeie Vorrichtung durchgefühlt weiden.
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Claims (7)

Patentansprüche:
1. Mehrteilige Spritzgießform zum Herstellen von Gegenständen aus zwei verschiedenen Kunststoffen, mit mehreren Formteilen und zwei voneinander getrennten Einspritzöffnungen, wobei mindestens einer der Formteile auswechselbar ist, um nach dem Einspritzen des ersten Kunststoffs zusätzlich Formhohlraum für den anderen Kunststoff freizugeben, dadurch gekennzeichnet, daß ein während des Spritzvorganges feststehendes Formteil (2) eine Seite des Formhohlraumes begrenzt und daß ein zweites feststehendes Formteil (1) den Bereich des Formhohlraumes begrenzt, der mit dem ersten Kunststoff ausfüllbar ist und daß der restliche Bereich des Formhohlraumes durch zwei untereinander auswechselbare Formteile (7, 8) begrenzt ist, von denen das eine Formteil (8) während des Einspritzens des ersten Kunststoffes ohne Zwischenraum auf dem ersten Formteil (2) aufliegt.
2. Spritzgußform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Einspritzöffnung (31) im Bereich der Berührungsfläche der beiden feststehenden Formteile (1, 2) mündet.
3. Spritzgußform nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Einspritzöffnung · (30) im Bereich der auswechselbaren Formteile (7, 8) mündet und von dem ohne Zwischenraum auf dem ersten Formteil aufliegenden Formteil (8) verschlossen wird.
4. Spritzgußform nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Formteile (7, 8) an einem neben der Form angeordneten, in einer senkrecht zurTrennebene der Formteile (1,2, 7, 8) bewegbaren Schlitten (16) angeordnet sind und durch eine außenseitig des Schlittens (16) vorgesehene, hydraulische Betätigungsvorrichtung (23) in die Form einschiebbar bzw. aus der Form zurückziehbar sind.
5. Spritzgußform nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten (16) durch eine hydraulische Vorrichtung (17) bewegt wird, um die Formteile (7, 8) in die Einschieb- bzw. Riiekzugstellung zu bringen.
6. Spritzgußform nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit dem Formteil (2) verbundener Keil (6) vorgesehen ist, der sich beim Schließen der Form gegen Schrägllächen (7,, 8,) der Formteile (7, 8)"legt und entweder das eine oder das andere Teil gegen das feststehende Formteil (1) preßt.
7. Spritzgußform nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswerfer (13) auf einer verschiebbaren Platte (5) befestigt sind, die beim Schließen der Form von der gegenüberliegenden Formhälfte durch Stifte (26) zurückdrückbar ist.

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