DE1604560C2 - Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkörpern für Verpackungszwecke, insbesondere Flaschen, aus thermoplastischem Kunststoff - Google Patents
Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkörpern für Verpackungszwecke, insbesondere Flaschen, aus thermoplastischem KunststoffInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
- B29C49/00—Blow-moulding, i.e. blowing a preform or parison to a desired shape within a mould; Apparatus therefor
- B29C49/28—Blow-moulding apparatus
- B29C49/30—Blow-moulding apparatus having movable moulds or mould parts
- B29C49/36—Blow-moulding apparatus having movable moulds or mould parts rotatable about one axis
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkörpern für Verpackungszwecke, insbesondere
Flaschen, aus thermoplastischem Kunststoff, bestehend aus einem Extruder mit nach unten gerichtetem
Spritzkopf zum Herstellen eines Schlauches und einem unter dem Spritzkopf angeordneten, kontinuierlich
umlaufenden Revolver mit Schlauchabschnitte aufnehmenden, teilbaren Blasformen, die sich beim Einführen
der Schlauchabschnitte vertikal unter dem Spritzkopf befinden, wobei zum Blasen der Hohlkörper bzw.
zum Betätigen der Schließzylinder jeder Blasform jeweils ein sich mit dem Revolver mitdrehendes Steuerventil
zugeordnet ist, das mittels einer Steuernase über feststehende Steuernocken bei der Drehung des Revolvers
entsprechend den erforderlichen Steuerstellungen steuerbar ist.
Es ist eine derartige Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkörpern für Verpackungszwecke, insbesondere
Flaschen, aus thermoplastischem Kunststoff, bekannt (vgl. DT-AS 1 180 508), bei welcher für das Steuern der
Blasluft zum Blasen der Hohlkörper einerseits und der Druckluft zum Betätigen der Schließzylinder andererseits
getrennte Steuerventile vorgesehen sind. Daraus resultiert ein verhältnismäßig aufwendiges Steuersystem,
insbesondere unter Berücksichtigung der Tatsache, daß die Steuerventile auf dem umlaufenden Revolver
installiert werden müssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkörpern für Verpakkungszwecke,
insbesondere Flaschen, aus thermoplastischem Kunststoff, zu schaffen, bei welcher sich das
Steuersystem für das Steuern der Blasluft zum Blasen der Hohlkörper und der Druckluft zum Betätigen der
Schließzylinder durch besonders einfache und kompakte Bauweise auszeichnet.
Diese Aufgabe löst die Erfindung bei einer gattungsgemäßen Vorrichtung dadurch, daß zum Steuern der
Blasluft zum Blasen der Hohlkörper und der Druckluft zum Betätigen der Schließzylinder jeweils ein gemeinsames
Steuerventil vorgesehen ist, das ein Verteilerstück aufweist, welches auf einem die Zuführung des
Steuermediums vermittelnden Achsstumpf angeordnet ist und mittels der Steuernase bzw. Laufrollen über die
Steuernocken verschwenkbar ist. — Diese Maßnahmen der Erfindung haben zur Folge, daß die Steuerventile
ίο bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung Doppelfunktion
erfüllen, folglich die Anzahl der Steuerventile im Gegensatz zu bekannten Steuersystemen praktisch auf
die Hälfte reduziert werden kann. Diese Reduzierung ermöglicht eine besonders einfache und kompakte Bauweise,
die gerade unter Berücksichtigung der Tatsache von Bedeutung ist, daß die Installation der Steuerventile
auf dem umlaufenden Revolver erfolgen kann und muß. Darüber hinaus bedeuten weniger Steuerventile
geringere Störanfälligkeit. — Darin sind die wesentlichen durch die Erfindung erreichten Vorteile zu sehen.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles im
einzelnen erläutert; es zeigt
F i g. 1 in schematischer Darstellung einen Schnitt senkrecht zur Revolverachse durch die Vorrichtung, '
F i g. 2 einen Schnitt durch die Vorrichtung nach F i g. 1 in Richtung der Revolverachse,
Fig.3 einen Schnitt durch ein in der Vorrichtung
nach den F i g. 1 und 2 verwendetes Steuerventil, Fig.4 einen Schnitt in Richtung IV-IV durch den
Gegenstand nach F i g. 3.
Die in den Figuren dargestellte Vorrichtung dient zur Herstellung von Hohlkörpern 1, insbesondere Flaschen,
aus Kunststoff für Verpackungen. Sie besteht aus einem in der F i g. 1 und 2 lediglich teilweise dargestellten
Extruder 2 mit nach unten gerichtetem Spritzkopf 3 zur Herstellung eines Schlauches und einem unter dem
Spritzkopf 3 angeordneten Revolver 4 mit den Schlauch aufnehmenden teilbaren Blasformen 5, von
der in F i g. 2 lediglich eine dargestellt ist. Im Ausführungsbeispiel ist der Spritzkopf 3 des Extruders 2 als
Doppelkopf und sind die insgesamt vier Blasformen 5 entsprechend als Doppelformen ausgeführt. Der Revolver
4 läuft kontinuierlich um eine Achse 6 in Richtung des Pfeiles 7. Zum Antrieb dient ein stufenlos regelbarer
Getriebemotor 8. Zum Abtrennen des Schlauches vom Spritzkopf 3 ist eine Trennvorrichtung 9 vorgesehen,
die im Ausführungsbeispiel aus einem durch einen Antriebszylinder 10 bewegbaren Glühdraht 11 besteht.
Weiter ist eine zwischen dem Spritzkopf 3 und dem Revolver 4 bewegbare Förderzange 12 zum Einführen
des abgetrennten Schlauchstückes in eine der Blasformen 5 vorgesehen, wobei im Ausführungsbeispiel die
Anordnung so getroffen ist, daß, wie in Fig. 1, beim Einführen des Schlauchstückes in die jeweilige Blasform
5 sich diese vertikal unter dem Spritzkopf 3 befindet und im übrigen vom Spritzkopf 3 einen Abstand
aufweist, der mindestens gleich der Länge des einzuführenden Schlauchstückes ist. Die Förderzange 12 wird in
Abhängigkeit von der Rotation des Revolvers 4 auf und nieder bewegt, so daß eine übliche mechanische Steuerung
möglich ist. Dadurch läßt sich eine stufenlos regelbare Bewegung der Förderzange 12 in Abhängigkeil
von dem Revolver 4 ermöglichen. Zugleich kann mit fliegend angeordneter Zange 12 zum Transport von
auch mehr als zwei Schlauchstücken gleichzeitig gearbeitet werden. Dabei ist die Förderzange 12 unter Vorspannung
über Kniehebel angeordnet. Beim Schließen
der Blasformen 5 wird das eingeführte Schlauchstück an beiden Enden zusammengequetscht und anschließend
aufgeblasen, wozu die Blasformen 5 mit Blasköpfen 13 versehen sind, die in das Innere des Schlauches
eindringende Einstechnadeln 14 zum Einblasen der Luft aufweisen. Derartige Aufblasköpfe sind an sich bekannt,
so daß sie in der Figur lediglich schematisch angedeutet sind. Die Blasformen 5 besitzen nebeneinanderliegende
und je an einer Formhälfte 18 bei 15a schwenkbar gelagerte Bodenteile 15, die zum Abreißen
des dazwischen eingeklemmten Schlauchendes vor dem Entformen des geblasenen Hohlkörpers 1 über
feststehende Steuernocken 16 verschwenkbar sind, wie dies im einzelnen in Fig. 1 bei 17 angedeutet ist. Die
Formhälften 18 der einzelnen Blasformen 5 sind mittels Schließzylinder 19 gegeneinander bewegbar und besitzen
im übrigen ebenfalls durch Zylinderkolbenanordnungen 20 betätigte Verriegelungskupplungen 21, welche
nach dem Zusammenführen der Formhälften 18 die Schließkraft aufbringen und ihre Verriegelung bewirken.
Zum Blasen der Hohlkörper 1 und Betätigen der Schließzylinder 19 und der Zylinderkolbenanordnung
20 ist jeder Blasform 5 ein sich mit dem Revolver 4 mitdrehendes Steuerventil 22 zugeordnet. Dieses besteht
nach den F i g. 3 und 4 aus einem bei 23 zum Anschluß von Steuerleitungen an die Schließzylinder 19
bzw. an die Zylinderkolbenanordnung 20 eingerichteten Verteilerstück 24, das auf einem die Zuführung der
Steuerluft durch Bohrungen 26 vermittelnden Achsstumpf 25 sitzt und mittels einer Steuernase 27 mit
Laufrolle 28 über feststehende Steuernocken 29 bei der Drehung des Revolvers 4 entsprechend den erforderlichen
Steuerstellungen gegen die Kraft einer Feder 30 verschwenkbar ist. Im Ausführungsbeispiel ist überdies
eine Sperrklinke 31 vorgesehen, die zur Verriegelung des Verteilerstückes 24 in der Lage ist. Die Zuführung
der Steuerluft zu den Steuerventilen 22 selbst erfolgt durch die hohlgebohrte Achse 6 des Revolvers 4. Der
Einfachheit halber sind in den Figuren die Schläuche von der Achse 6 zu den Steuerventilen 22 und von den
Steuerventilen 22 zu den einzelnen Steuer- und Betätigungszylindern nicht dargestellt. Die Steuernocken 29
zur Steuerung der Steuerventile 22 sind auf einer feststehenden Trommel 32 angeordnet. Zum Entformen
der geblasenen Hohlkörper 1 ist ein Schwenkarm 33 vorgesehen, der längs des Pfeiles 34 mittels eines Antriebszylinders
35 gegen die Kraft einer Feder 36 in die in der F i g. 1 gestrichelt dargestellte Lage verschwenkbar
ist. Der Schwenkarm 33 ist mit einer Greifzange 37
ίο zum Fassen des Hohlkörpers 1 versehen und besitzt
eine Beschneideeinrichtung 38, um das am Kopf des Hohlkörpers 1 noch anhaftende Schlauchende und gegebenenfalls
die am Kopf des Hohlkörpers 1 vorgesehene Einfüllöffnung zu beschneiden. Der Schwenkarm
33 gibt die entformten Hohlkörper 1 auf ein Transportband 39, von wo sie den weiteren Arbeitsstationen zugeführt
werden. Ein in der F i g. 1 dargestelltes Leitblech 40 ist in Richtung des Pfeiles 41 schwenkbar gelagert
und zusammen mit dem Antrieb des Schwenkar-
ao mes 33 betätigt, um die Schwenkbewegung des Schwenkarmes 33 nicht zu behindern. Der Schwenkarm
33 mit Greifzange 37 und Beschneideeinrichtung, die Trennvorrichtung 9 am Spritzkopf 3 und die zwischen
dem Spritzkopf 3 und dem Revolver 4 bewegbare Förderzange 12 sind sämtlich pneumatisch oder hydraulisch
betätigbar. Dazu werden sie über in den Figuren im einzelnen nicht dargestellte Steuerventile entsprechend
einem Aufbau nach den F i g. 3 und 4 gesteuert, die jedoch nun nicht wie die Steuerventile 22
für die Blasformen 5 am Revolver 4, sondern feststehend angeordnet sind und von einer mit Nocken 42
versehenen Steuertrommel 43 gesteuert werden, die zwar synchron mit dem Revolver 4, jedoch um sovielmal
schneller als der Revolver 4 umläuft, wie der Revolver 4 Blasformen 5 aufweist. Denn die von dieser
Steuertrommel 43 gesteuerten Vorgänge wiederholen sich während eines Umlaufes des Revolvers 4 entsprechend
der Anzahl der auf dem Revolverumfang angeordneten Blasformen 5.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkörpern für Verpackungszwecke, insbesondere Flaschen, aus thermoplastischem Kunststoff, bestehend aus einem Extruder mit nach unten gerichtetem Spritzkopf zum Herstellen eines Schlauches und einem unter dem Spritzkopf angeordneten, kontinuierlich umlaufenden Revolver mit Schlauchabschnitte aufnehmenden, teilbaren Blasformen, die sich beim Einführen der Schlauchabschnitte vertikal unter dem Spritzkopf befinden, wobei zum Blasen der Hohlkörper bzw. zum Betätigen der Schließzylinder jeder Blasform jeweils ein sich mit dem Revolver mitdrehendes Steuerventil zugeordnet ist, das mittels einer Steuernäse über feststehende Steuernocken bei der Drehung des Revolvers entsprechend den erforderlichen Steuerstellungen steuerbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß zum Steuern der Blasluft zum Blasen der Hohlkörper und der Druckluft zum Betätigen der Schließzylinder jeweils ein gemeinsames Steuerventil (22) vorgesehen ist, das ein Verteilerstück (24) aufweist, welches auf einem die Zuführung des Steuermediums vermittelnden Achsstumpf (25) angeordnet ist und mittels der Steuernase (27) bzw. Laufrollen (28) über die Steuernocken (29) verschwenkbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19661604560 DE1604560C2 (de) | 1966-07-20 | 1966-07-20 | Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkörpern für Verpackungszwecke, insbesondere Flaschen, aus thermoplastischem Kunststoff |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19661604560 DE1604560C2 (de) | 1966-07-20 | 1966-07-20 | Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkörpern für Verpackungszwecke, insbesondere Flaschen, aus thermoplastischem Kunststoff |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1604560B1 DE1604560B1 (de) | 1974-09-12 |
| DE1604560C2 true DE1604560C2 (de) | 1975-04-24 |
Family
ID=5681194
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19661604560 Expired DE1604560C2 (de) | 1966-07-20 | 1966-07-20 | Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkörpern für Verpackungszwecke, insbesondere Flaschen, aus thermoplastischem Kunststoff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1604560C2 (de) |
Family Cites Families (12)
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-
1966
- 1966-07-20 DE DE19661604560 patent/DE1604560C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1604560B1 (de) | 1974-09-12 |
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