DE1603793C - Schraubenzieher mit einem Schrauben halter - Google Patents
Schraubenzieher mit einem Schrauben halterInfo
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Description
ziehers herbeizuführen und aufrechtzuerhalten, sowie
die Schneide der Klinge mit dem Schlitz des Schraubenkopfes in Eingriff zu bringen. Auch ist die
Verwendungsmöglichkeit des Schraubenziehers beschränkt, da keine Möglichkeil gegeben ist, im Bedarfsfälle
den Schraubenhalter gegen einen anderen für andere Schraubenformen und -größen auszutauschen,
so daß man immer auf ein bestimmtes Sortiment
solcher Schraubenzieher angewiesen ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schraubenzieher der eingangs beschriebenen Art so
zn gestalten, daß der Schraubenkopf eine kippsichere
Abstützung auf der Auflagefläche des Schraubenhallers erfährt und sein Durchschieben zwischen den
Stegen in der Einsetzrichlnng verhindert wird, wobei
der Schraubenhalter unter Ausschluß "von Schwenkbewegungen gegenüber dem Rohr leicht auswechselbar
gegen 'einen solchen für die Verwendung von
Schrauben anderer Schaftduicnmesser und -größen
sein soll. Ferner soll der Schraubenzieher ein wesentlich leichteres Hantieren mit nur einer Hand beim
Einsetzen und Entnehmen der tief gelegenen Schraube erlauben, soweit es nach einigen Drehungen
derselben in der Anzugs- und in der Löserichtung darauf ankommt, die U-förmige Auflagefläche
hinter dem Schraubenkopf nach seitwärts zu entfernen bzw. von seitwärts her in Stellung zu bringen,
wobei der Daumengriff am Ende des Rohres durch seine Ausgestaltung und Anordnung im Verhältnis
zur Symmetrieachse der U-förmigen Auflagefläche die erforderliche Bewegungsrichtung des Schraubenziehers
bei diesen beiden Verschwenkungsvorgängen mit Sicherheit erkennen lassen soll. Auch soll zur
Erleichterung der Verschiebung des Rohres durch Betätigung des Daumengriffes das hintere Ende des
Rohres eine gute Führung am Griff erfahren und die elektrische Isolierung sich vom Griff ohne Unterbrechung
bis in den Schneidenbereich der Klinge erstrecken. Schließlich soll die Ausführung baulich
einfach, billig und nicht störungsanfällig sein.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Stege schraubenseitig in eine einstückige
U-förmige Auflagefläche und rohrseitig in nach innen abgewinkelten Kupplungsklauen enden, wobei diese
Kupplungsklauen in je eine Aussparung des Rohres eingreifen und durch eine sie umgreifende, längsverschiebbare
Hülse auswechselbar gehalten und gegen Verschwenken gesichert sind, und daß ferner der
Daumengriff ein länglicher, achsenparalleler, breitflächiger Vorsprung ist, dessen Längsmittellinie mit
der Symmetrieachse der U-förmigen Auflagefläche zusammenfällt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist das griffseitige Ende des Rohres in einer Bohrung des
Griffes mit einem Bund geführt, dessen Bundschulter als Widerlager für eine das Rohr umgebende Schraubenfeder
dient, deren zweites Widerlager eine am Bohrungseingang befestigte Buchse bildet, in der der
Schaft des Rohres längsverschiebbar gelagert ist.te
Es ist ferner vorteilhaft, wenn die Auflagefläche auf ihrer den Stegen entgegengesetzten Unterseite
am äußeren Rande ihrer Rundung einen längeren oder mehrere kurze Vorsprünge aufweist, die als
Zentrieranschläge für den Schraubenkopf dienen, wenn die Schneide der Schraubenzieherklinge zur
Beendigung des Anziehvorganges erneut gegen die freigegebene Schraube angesetzt oder umgekehrt
beim Lösen einer Schraube zunächst auf deren Kopf aufgesetzt werden soll, um die ersten Lösungsdrehungen
durchzuführen.
Es ist zwar bekannt (USA. - Patentschrift 2 288584), die Stege eines Schraubenhalters in eine
einstückige U-förmige Auflagefläche enden zu lassen,
aber bei dieser Ausführung sind die beiden Stege an ihren freien Enden um diametral angeordnete
Bolzen auf der Außenseite einer Büchse schwenkbar befestigt, die mit einem innengewinde auf einer in
id -der Mitte der Klingenlänge gebadeten Verdickung
mit Außengewinde yerschraubbar ist, um den Eingriff der Klingenschneide im den Sehlitz der Schraube
herbeizuführen und aufrechtzuerhalten. Abgesehen davon, daß die Herstellung der Klinge dadurch wesentlich
verteuert wird, handelt es sich Jim einen Schraubenzieher einer völlig anderen Gattung, weil
ihm ein auf der Klinge verschiebbares Rohr als Trager
des Schraubenhalters fehlt. Wenn hier kurz vor Erreichen der Endstellung der einzusetzenden
Schraube die Auflagefläche hinter dem Schraubenkopf entfernt werden muß, so kann dies nur durch
eine Lösung der Verschraubung des Sehraubenhaliters an der festzuhaltenden Gewindebuchse und durch
eine mit den Fingern der Hand herbeizuführende Seitwärtsschwenkung der Schraubenhalterstege erfolgen,
die also tief innerhalb des beengten Raumes erfolgen muß. Hierfür ist in der Regel innerhalb
eines Gerätes nicht genügend Abstand von anderen Bauteilen vorhanden und, wenn diese bei elektrischen
Geräten stromführend sind, kann es zu Gefahren kommen. Das gleiche gilt umgekehrt für das Instellungbringen
der Auflagefläche hinter dem Kopf der Schraube beim Lösungsvorgang.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung an einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 den Schraubenzieher in der Vorderansicht, F i g. 2 die zugehörige Seitenansicht, teilweise im Schnitt (bei eingesetzter Schraube mit Unterlegscheibe),
F i g. 1 den Schraubenzieher in der Vorderansicht, F i g. 2 die zugehörige Seitenansicht, teilweise im Schnitt (bei eingesetzter Schraube mit Unterlegscheibe),
F i g. 3 in vergrößertem Maßstab die Draufsicht zu F i g. 1 (bei eingesetzter Schraube) und
F i g. 4 die perspektivische Darstellung des Schraubenhalters.
Der Schraubenziehergriff 1 nimmt in seiner mittleren
Bohrung 1° die Schraubenzieherklinge 2 auf. Die Bohrung 1° geht in eine Bohrung lö größeren
Durchmessers über, die durch eine am Bohrungseingang befestigte Buchse lc abgeschlossen ist. Diese
Buchse lc kann ein mit Gewinde oder Klebstoff befestigter
Kunststoffring sein. Auf der in der Schneide 2" endenden Schraubenzieherklinge 2 befindet sich
ein vorzugsweise aus Kunststoff gebildetes, verschiebbares Rohr 3, welches an seinem in der Bohrung lb
des Griffes 1 liegenden Ende einen Bund 3" als Führung aufweist. Eine dort eingesetzte, das Rohr 3 umgebende
Schraubenfeder 4 stützt sich einerseits an der Schulter des Bundes 3", andererseits an der
Buchse lc ab, in der der Schaft des Rohres 3 längsverschiebbar
gelagert ist. Die Ruhestellung des Rohres 3 ergibt sich aus Fig. 1. Das Rohr 3 weist ferner
unmittelbar vor dem unteren Griffende an seinem Umfang einen länglichen, achsenparallelen, breitflächigen unmittelbar angebildeten Vorsprung als
Daumengriff 3& auf. Das Rohr 3 kann daher mit dem Daumen in der Pfeilrichtung χ verschoben werden.
Der Schraubenhalter besteht aus zwei einander
diametral gegenüberliegenden federnden, zur Klinge 2 annähernd parallellaufenden Stegen 5, die an ihrem
schraubenseitigen, der Klingenschneide 2a zugewendeten
Ende in eine einstückige U-förmige Auflagefläche 5" enden. Die einstückige Auflagefläche 5fl
trägt daher kippsicher den Kopf 7 der Schraube bzw. die auf ihren Schaft 76 aufgeschobene Unterlegscheibe
7", die von der Öffnung 5& her eingeführt
wird. Die beiden Federstege 5 enden rohrseitig in nach innen abgewinkelten Kupplungsklauen 5C, die
in je eine Aussparung 3C des Rohres 3 eingreifen und
durch eine sie umgreifende, in Pfeilrichtung y längsverschiebbare
Hülse 6 auswechselbar gehalten und zugleich gegen Verschwenken gesichert sind. Infolgedessen
kann dieser Schraubenhalter bei Bedarf leicht gegen einen anderen für kleinere oder größere
Schrauben ausgewechselt werden.
Fig. 3 zeigt, daß der Daumengriff 36 so angebildet
ist, daß dessen Längsmittellinie mit der Symmetrieachse der U-förmigen Auflagefläche 5° zusammenfällt.
Der Benutzer kann also immer an der Lage des Daumengriffes 3b bei der Benutzung erkennen,
in welcher Richtung er nach einigen Umdrehungen beim Anziehen der Schraube 7, 7& den Schraubenzieher
bewegen muß, um die U-förmige Auflagefläche 5° aus ihrer Lage hinter der Unterlegscheibe la
oder dem Kopf 7 der Schraube ungehindert zu entfernen bzw. beim Lösen einer Schraube nach einigen
Drehungen den Schraubenzieher von seitwärts her heranführen muß, um die Auflagefläche 5 hinter den
Kopf der Schraube einzuführen, um sie sicher erfassen und ohne die Gefahr des Herabfallens entnehmen
zu können. Der Daumengriff 3& könnte auch um 180° versetzt angebracht sein.
ίο Gemäß F i g. 4 ist auf der den federnden Stegen 5
abgewendeten Seite der Auflagefläche 5a am äußeren Rand ihres gebogenen Teiles ein längerer umgebördelter
Anschlagvorsprung 5d vorgesehen, der auch in mehrere kürzere Vorsprünge aufgeteilt sein könnte.
Dieser Vorsprung 5^ erlaubt ein bequemes zentrisches
Aufsetzen der Auflagefläche 5° auf den Kopf 7 einer schwer zugänglichen, sehr tief sitzenden
Schraube, da es beim Festziehen bzw. beim Lösen derselben darauf ankommt, die Schneide 2" mit dem
Schlitz des Schraubenkopfes zentrisch in Eingriff zu bringen. Auch für diese Hantierung ist die Anzeige
der Bewegungsrichtung durch die besondere Anordnung des Daumengriffes von Bedeutung.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Schraubenzieher mit einem Schraubenhalter, gänge durchführen, da man mit der anderen Hand
bei welchem Schraubenzieher auf der Schrauben- . nicht in den Bereich des Gewindeloches gelangen und
zieherklinge ein am Umfang in Griffnähe mit 5 unterstützend tätig werden kann. Nach dem Eineinem
Daumengriff versehenes Rohr entgegen der setzen der Schraube in den Raum zwischen Auflage-Kraft
einer Schraubenfeder zur Schraube hin ver- fläche des ScfSraubenhalters und in den Schlitz einschiebbar
angeordnet ist und dieses Rohr an sei- greifender Schneide wird die Schraube in das schwer
nem der Schraube zugewandten Ende zwei dia- zugängliche Gewindeloch mehrere Gänge tief eingemetral
gegenüberliegende, zur Klinge annähernd io dreht, die Verdrehung abgebrochen, das Rohr mit der
parallel verlaufende Stege mit einwärts gerichte- Auflagefläche zur Lösung des Schneideneingriffes
ten Auflageflächen für die Unterseite des Schrau- . durch vorübergehende Betätigung des Daumengriffes
benkopfes aufweist, wobei die Schraubenzieher- entgegen der Schraubenfederkraft vorwärts geschoklinge
in ihrer Ruhestellung aus den Stegen her- ben und der untere Teil des Schraubenziehers nach
ausragt, dadurch gekennzeichnet, daß 15 seitwärts bewegt, worauf das Rohr durch die Federdie
Stege (5) schraubenseitig in eine einstückige kraft in die Ruhelage zurückgeführt wird, so daß die
U-förmige Auflagefläche (5") und rohrseitig in Klingenschneide durch erneutes Aufsetzen unmittelnach
innen abgewinkelten Kupplungsklauen (5f) bar in den Kopfschlitz eingeführt und der Anzugsenden, wobei diese Kupplungsklauen (5C) in je Vorgang beendet werden kann. Umgekehrt wird beim
eine Aussparung (3C) des Rohres (3) eingreifen 20 Lösen einer angezogenen Schraube zunächst die
und durch eine sie umgreifende,. längsverschieb- Schneide in deren Kopfschlitz eingeführt und die Löb'are
Hülse (6) auswechselbar gehalten und gegen sung nach einigen Umdrehungen unterbrochen, so
Verschwenken gesichert sind, und daß ferner der daß die Unterseite des Kopfes bzw. der Unterleg-Daumengriff
(3&) ein länglicher, achsenparalleler, scheibe freien Abstand vom Gewindeloch hält. Nun
breitflächiger Vorsprung ist, dessen Längsmittel- 25 wird der abgenommene Schraubenzieher nach Vorlinie
mit der Symmetrieachse der U-förmigen wärtsdrücken des Rphres mit der vor der Klingen-Aufglagefläche
(5a) zusammenfällt. schneide liegenden Auflagefläche von seitwärts her
2. Schraubenzieher nach Anspruch.1, dadurch hinter· den Schraubenkopf eingeschwenkt,; worauf
gekennzeichnet, daß das griffseitige Ende des nach Loslassen des Daumengriffes das Rohr durch
Rohres (3) in einer Bohrung (I6) des Griffes (1) 30 die Schraubfederkraft zurückgeführt wird und der
mit einem Bund (3a) geführt ist, dessen Bund- Schraubenkopf zwischen der darunterliegenden Aüfschulter
als Widerlager für eine das Rohr (3) um- lagefläche — genau wie in der Ausgangsstellung beim
gebende Schraubenfeder (4) dient,, deren zweites Einsetzen — verspannt wird, so daß die Schraube
Widerlager eine am Bohrungseingang befestigte nach Fortsetzung der Drehung der Klinge in der
Buchse (I1') bildet, in der der Schaft des Rohres 35 Löserichtung mit Sicherheit entnommen werden
(3) längsverschiebbar gelagert ist. kann.
3. Schraubenzieher nach Anspruch 1 oder 2, Bei dem obigen bekannten Schraubenzieher mit
dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagefläche Schraubenhalter ist das freie vordere Ende des auf
(5") auf ihrer den Stegen (5) entgegengesetzten der Klinge verschiebbaren Rohres auf eine bestimmte
Unterseite am äußeren Rande ■ ihrer Rundung 40 Länge hin so diametral geschlitzt und konisch erweieinen
längeren oder mehrere kurze Vorsprünge tert, daß zwei federnde Stege entstehen, deren beide
(5'O als Zentrieranschläge für den Kopf der freie Enden zur Bildung einer insgesamt U-förmigen
Schraube aufweist. Auflagefläche nach einwärts umgebogen sind. Die
4. Schraubenzieher nach Anspruch 1, 2 oder 3, Herstellung dieses vorderen Rohrteiles mit der geteildadurch
gekennzeichnet, daß das Rohr (3) aus 45 ten Auflagefläche ist werkzeugmäßig schwierig und
Kunststoff besteht. verhältnis mäßig teuer. Auch ist der Sitz, der dort eingelegten
Schraube infolge der geteilten Auflagefläche
nicht kippsicher; denn wenn der Schraubenzieher bei
■■■-... der Verdrehung der Schraube in der einen oder an-50
deren Richtung (Anziehen oder Lösen) nicht genau
Die Erfindung betrifft einen Schraubenzieher mit senkrecht gehalten wird, so kann die Schneide der
Schraubenhalter, um Schrauben an schlecht zu- Klinge aus dem meist nur geringe Tiefe besitzenden
gänglichen Stellen, insbesondere in Geräten irgend- Schlitz des Schraubenkopfes und auch die Schraube
welcher Art, in ein Gewindeloch einzuführen und an- durch den Spalt der spreizbaren Auflagefläche entzuziehen
bzw. zu lösen, zu erfassen und dann mit 55 gleiten. Eine wesentliche Verteuerung erfolgt auch
Sicherheit zu entnehmen. Sie geht von einem bekann- dadurch, daß an der Unterseite des abgesetzten Griften
Schraubenzieher mit Schraubenhalter (deutsches fes eine mit einem Längsschlitz für den Däumengriff
Gebrauchsmuster 1 731 498) aus, bei dem auf, der versehene Führungshülse aufgesetzt ist, in der die
Schraubenzieherklinge ein am Umfang in Griffnähe Schraubenfeder und der Daumengriff untergebracht
mit einem Daumengriff versehenes Rohr entgegen der 60 sind. Daher bedarf es besondere Befestigungsmittel
Kraft einer Schraubenfeder zur Schraube hin ver- für diese Hülse am Griff, da der Schlitz zwecks Einschiebbar
angeordnet ist und dieses Rohr an seinem führung des Daumengriffes nach dem Griff hin offen
der Schraube zugewandten Ende zwei diametral sein muß. Da der Daumengriff radial im Schlitz diegenüberliegende,
zur Klinge annähernd parallel ver- ser Hülse liegt, ist auch eine Verdrehung des Rohres
laufende Stege mit einwärts gerichteten Auflage- 65 gegenüber der Schraubenzieherklinge ausgeschlosflächen
für die Unterseite des Schraubenkopfes auf- sen, die gerade vorteilhaft für die Bedienung beim
weist, wobei die Schraubenzieherklinge in ihrer Ruhe- Anziehen und Lösen der Schraube ist, um mit der
stellung aus den Stegen herausragt. einen Hand die senkrechte Lage des Schrauben-
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