DE1602580C3 - Form für die Hochenergieumformung mittels eines hydraulischen Druckstoffes - Google Patents
Form für die Hochenergieumformung mittels eines hydraulischen DruckstoffesInfo
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Description
35
Die Erfindung betrifft eine Preßform zum Hochenergieumformen
mittels hydraulischer Druckstöße für rohrförmige oder ähnliche Werkstücke, die mindestens
aus einer den Forminnenraum bildenden mehrteiligen Innenform und einer die Innenform während des
Verformens umschließenden Außenform besteht und zwischen der Innenform und der Außenform Kammern
aufweist, in denen die Innenform zur Verringerung ihrer radialen Aufweitung während des Verformens mit
Druckflüssigkeit beaufschlagt wird.
Beim Verformen mit hydraulischem Druckstoß wird das Vorwerkstück durch den von der Werkstückinnenseite
wirksamen Druckstoß nach außen expandiert und verformt, so daß es die Form der Innenkontur des
Formraumes annimmt Sobald das Werkstück in Berührung mit der Form kommt, wirkt der Druck auch
auf die Form und sucht die Form nach außen zu öffnen. Die Form wird meistens zweiteilig je nach der Kontur
des Werkstückes ausgebildet, um ein leichtes Einlegen und Herausnehmen des Werkstückes zu gewährleisten.
Demzufolge besteht die Gefahr, daß die Form durch den Druckstoß nach außen aufgeweitet wird und Fehler
auftreten, d.h. das Werkstück zu groß oder nicht formengetreu wird. Eine herkömmliche Form muß
daher eine große Wandstärke besitzen und mittels einer stabilen Konstruktion abgestützt sein, um eine Bewegung
der Form zu verhindern.
Aus der deutschen Patentschrift 1 22 972 ist zwar eine Preßform bekannt, die aus mehreren, warm aufeinander
gezogenen Zylindern besteht, zwischen denen sich wahlweise ein mit dem Forminnenraum kommunizierender
Hohlraum befindet, dessen beim Pressen in radialer Richtung mit Druck beaufschlagte Fläche
kleiner als die in radialer Richtung mit Druck beaufschlagte Fläche des Forminnenraums ist. Dadurch
wird aber lediglich die durch das Warmaufziehen auf den den Forminnenraum umschließenden Zylinder
aufgebrachte Vorspannung während des Pressens durch den in dem Hohlraum auftretenden Druck verstärkt und
die Bruchgrenze des den Forminnenraum umschließenden Zylinders erhöht. . .·
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Dehnen des den Forminnenraum umschließenden
Formteiles zu verhindern, um allen Formstücken ein vorbestimmtes, gleiches Maß zu geben.
Um dies zu erreichen, werden erfindungsgemäß die Maßnahmen nach dem Kennzeichen des Anspruchs 1
vorgeschlagen.
Dadurch wird die Innenform von außen stets mit Druck beaufschlagt, daß sie sich nicht aufweitet und
demzufolge maßhaltige und formgerechte Werkstücke entstehen, obgleich die Wandstärken der Innen- und
Außenform wesentlich kleiner als bei herkömmlichen Formen sein können. Die Abstützung der Innenform
erfolgt dabei selbsttätig geregelt.
Fertigungstechnisch besonders günstig ist eine Ausbildung der Preßform nach Anspruch 2.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels des näheren
erläutert. In der Zeichnung zeigt
Fi g. 1 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Form zum Verformen von rohrförmigen Vorwerkstücken
mittels eines hydraulischen Druckstoßes,
F i g. 2 eine Seitenansicht der in F i g. 1 dargestellten Form,
Fig.3 und 4 zwei Darstellungen der hydraulischen.
Abstützung der Innenform in dem Stadium, in dem die äußere Form noch nicht abgehoben ist (Fi g. 3), und
nach dem Abheben der äußeren Form (Fig. 4).
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den F i g. 1 bis 4 besteht die erfindungsgemäße Form aus einer inneren
Form 1, einer äußeren Form 2, Kammern 3, einem Formraum 4, dem zu verformenden Vorwerkstück 5,
einem Werkstückhalter 6, wobei auf der Innenseite der inneren Form 1 der Formraum 4 und das Vorwerkstück
5 gegenüberliegen, während der Werkstückhalter 6 mittels einer Dichtung 8 in eine Seite des Vorwerkstükkes
5 eingesetzt ist. Eine Rohrleitung 7, die mit einer hydraulischen Druckquelle (nicht dargestellt) in Verbindung
steht, ragt in die andere Seite des Vorwerkstückes 5 hinein und ist mittels einer Packung 9 abgedichtet,
während an der Außenseite der Innenform eine Leitung 13 mündet, die ebenfalls mit der (nicht dargestellten)
hydraulischen Druckquelle in Verbindung steht, wobei die Packungen 10,11 den zwischen der Innenform 1 und
der Außenform 2 liegenden Ringraum 3, in den die Leitung 13 mündet, abdichten. Eine durch die Außenform
2, den Werkstückhalter 6 und die Innenform 1 führende Belüftungsbohrung 14 mündet im Formraum 4,
wo a denjenigen Teil der Außenseite der Innenform 1 kennzeichnet, der der Kammer 3 gegenüberliegt.
Erfindungsgemäß können nun eine Innenform 1 und eine Außenform 2 mit verhältnismäßig geringer
Wandstärke verwendet werden. Um zu verhindern, daß die Innenform 1 nach außen aufgeweitet wird, ist es
erforderlich, daß der Gesamtdruck Ia · R, mit dem die Innenform von ihrer Außenseite her nach innen
gedrückt wird, größer ist als der Druck 2 π RLP, der die Innenform als Druckstoß nach außen drückt. In der
vorstehenden Formel bezeichnet R den Innenradius des Vorwerkstückes 5 und L die Länge des frei liegenden
Teils des Vorwerkstückes 5, auf dem der Druckstoß von der Innenseite her zur Wirkung kommt, P den
hydraulischen Druckstoß, wobei, insbesondere wenn die Außenform 2 abgehoben wird, Ia gemäß der Darstellung
in Fig.4 größer wird. Wenn die Außenform 2 nicht bewegt wird, ist nämlich
2a = a\ + ai + ai + ... (vgl. F i g. 3).
Beim Abheben der Außenform dagegen ist
Ia'= a\ + b\ + ai + bi + az + fa...(vgl. Fig.4).
Ia'= a\ + b\ + ai + bi + az + fa...(vgl. Fig.4).
Demzufolge wird die Innenform 1 beim Ansteigen des Druckmitteldruckes durch die Vergrößerung der auf die
Innenform stützend wirkenden druckbeaufschlagten Flächen mehr und mehr nach innen gedrückt, was einer
automatischen Regelung gleichkommt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Preßform zum Hochenergieumformen mittels hydraulischer Druckstöße für rohrförmige oder
ähnliche Werkstücke, wobei die Preßform mindestens aus einer den Forminnenraum bildenden
mehrteiligen Innenform und einer die Innenform während des Verformungsvorganges umschließenden
Außenform besteht und sich zwischen der Innenform und der Außenform Kammern befinden,
in denen die Innenform zur Verringerung ihrer radialen Aufweitung während des Verformungsganges
mit Durckflüssigkeit beaufschlagbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammern
(3) über die Leitung (13) und die die Druckstöße in das Werkstück (5) lenkende Leitung (7) an eine
gemeinsame Druckquelle angeschlossen sind und sich die Außenform (2) unter der Einwirkung der
Druckflüssigkeit von der Innenform (1) unter Vergrößerung der druckbeaufschlagten Außenflächen
der Innenform abheben kann.
2. Preßform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammern (3) aus Ausnehmungen
an der Innenfläche der die Innenform (1) umschließenden Außenform (2) bestehen und die Außenform
(2) zwischen den Ausnehmungen an der Außenfläche der Innenform (1) anliegt, bis der zunehmende
Druckmitteldruck die Außenform (2) von der Innenform (1) abhebt.
Applications Claiming Priority (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP3543466 | 1966-06-03 | ||
| JP3543466 | 1966-06-03 | ||
| JP5580866 | 1966-08-26 | ||
| JP5580866 | 1966-08-26 | ||
| DET0034013 | 1967-06-02 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1602580A1 DE1602580A1 (de) | 1970-04-23 |
| DE1602580B2 DE1602580B2 (de) | 1975-11-27 |
| DE1602580C3 true DE1602580C3 (de) | 1976-07-01 |
Family
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