DE1602464A1 - Verfahren zur Herstellung feingelochter Siebbleche - Google Patents
Verfahren zur Herstellung feingelochter SiebblecheInfo
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Description
6. Oktober I969
35 S <S ^Si S 2 S — SSwS S S ^IS ^SS S SS Sw SS S3 ^S S£ S SSS S 3? ΐΐ S S
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur mechanisch-maschinellen Herstellung feingelochter Siebbleche zum Trennen von
Schüttgut und Feststoff-Flüssigkeitsgemischen, wie sie bedspielsweise
Anwendung finden in der Sieb-, Filter-, Entwässerungs-, Trocknung»- and Zentrifugentechnik.
Es sind Verfahren bekannt, mit denen durch Veiterbehandlung
von Siebblechen mit doppelter (beiderseitiger) Konizität versucht wird, die Arbeitsseite dieser Siebbleche so zu gestalten,
daß die Siebbleche den oftmals gestellten Anforderungen bezüglich Sieböffnung, Oberflächenrauhigkeit und Verstopfungsfreiheit
gerecht werden. Diese Veiterbehandlung geschieht durch Valzen oder Pressen, wobei einmal der Querschnitt
der Sieböffnung verändert, zum anderen die Oberfläche der Siebbleche geglättet werden soll. Bei diesen
Verfahren bleiben aber abgerundete Kanten an den Sieböffnungen bestehen, wodurch sich Teile des Siebgutes an den
Sieböffnungen festsetzen und Verstopfungen des Siebes verursachen.
Solchermaßen hergestellte Siebbleche entsprechen auch nicht den gestellten Forderungen nach geringstmöglichem
Reibungswiderstand (z.B. in der Zentrifugentechnik)· Veiterhin ist ein Verfahren zur Herstellung von Siebblechen
bekannt, bei dem in ein Blech Mittels entsprechend der ge—
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1602A64 I
wünschten Lochfora ausgebildeter Stempel Vertiefungen gepreßt
werden. Die durch das Eindrücken der Stempel auf der gegenüberliegenden Blechoberfläche entstehenden Buckel
werden anschließend durch Schleifen entfernt, wodurch Sieböffnungen entstehen. Nachteilig wirkt sich bei dieses Verfahren
aus, daß erst durch Abschleifen von verhältnismäßig viel Material ein Siebblech entsteht. Weiterhin ist es nicht
möglich, mit diesen Verfahren Siebbleche alt eines Lochdurchnesser
bis herab zu 0,06 mm herzustellen. Darüber hinaus ist festzustellen, daß sich die vorgenannten Buckel auf der
gegenüberliegenden Blechoberfläche nicht in der notwendigen Form ausbilden können, da für den Preßvorgang das Blech in
Preßwerkzeug aufliegen muß, wodurch die Buckel in die Mate·*
rialmitte zurückgepreßt werden und dieser Vorgang zu Verwerfungen des Bleches führt*
Ebenfalls bekannt ist ein auf elektrolytisches Vege erzeugtes Rein-Nickel-Sieb, dessen Sieböffnungen sich in Durchtrittsrichtung
konisch erweitern. Dieses Sieb erfüllt zwar die Anforderungen bezüglich scharfkantiger Sieböffnung, Verstopfungsfreiheit
und Oberflächenrauhigkeit, ist aber gekennzeichnet durch einen hohen Preis und geringe Standzeit. Bei
einem gleichfalls bekannten Verfahren zur Herstellung eines Spaltsiebes werden Profildrähte oder -stäbe derart auf einem
Kern aufgebracht, daß die einzelnen Drähte oder Stäbe einander berühren; durch Schweißen werden die Drähte oder
Stäbe miteinander verbunden. Nach Entfernen des Kernes
bilden die Drähte oder Stäbe eine geschlossene Oberfläche, die anschließend einer spanabhebenden Bearbeitung unterzogen
wird, wodurch ein Spaltsieb entsteht. Das Verschweißen der
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Drähte oder Stäbe wirkt sich insofern nachteilig aus, als
dadurch Spannungen und Verwerfungen auftreten; dies bedingt das nachfolgende Spannungsfreiglühen und Richten. Diese Nachbehandlung
birgt aber die Gefahr der Oberflächenaufrauhung
in sich, wodurch die Forderung nach geringetauglichem Reibungswiderstand
dann nur durch nochmalige spanabhebende Bearbeitung erfüllt werden kann. Wird die spanabhebende Bearbeitung
de* Spannungsfreiglühen und Richten nachgeschaltet, so werden zwar die vorbeschriebenen Nachteile vermieden, es
bleibt aber der hohe Fertigungsaufwand (Kosten) bestehen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur mechanisch-maschinellen Herstellung feingelochter
Siebbleche zu entwickeln, durch das die hergestellten Produkte den Anforderungen nach scharfkantiger Sieböffnung,
Verstopfungefreiheit, geringsmöglichem Reibungewiderstand,
hoher Verschleißbeat&ndigkeit und geringen Kosten
entsprechen, wobei die einwandfreie und wirtschaftliche Herstellung von Siebblechen mit Lochdurchmeeaern bis herab zu
0,06 ma möglich ist.
Ausgehend von einest an sich bekannten Verfahren, bei dem
die Sieböffnungen unter Verwendung von Schnitt- und Preßwerkseugen
dadurch gebildet werden, daß das Biechnaterlal
an den Stellen der Sieblöcher aufgeschnitten und aus der
Blechebene heraus unter Bildung des Siebloches so weit verdrängt
wird, daß der verdrängte Teil des Bleches mit seiner Stirnfläche einen schräg zur Blechebene liegenden wulstartigen
Lochrand bildet, wobei dieser Vorgang gleichzeitig
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BAD ORIGINAL " k
I b UI h Ό
an beiden Oberflächen dee Bleches durchgeführt wird» wodurch
sich Sieböffnungen beiderseitiger Konizität Bit doppelter
stumpfkegeliger Form bilden, wird erfindung«ge«äß die direkte
kombinierte Anwendung eines weiteren Verfahrens vorgeschlagen,
mit dessen Hilfe die spätere siebwirksame Oberfläche bis zur
engsten Stelle der Sieböffnungen abgetragen wird, wobei die
so gebildete siebwirksaae Arbeitsseite eine Oberflächenrauhigkeit
von weniger als 2,5 pm aufweist, und die beiden Verfahren
vorzugsweise in direktem räumlichen Zusammenhang stehen und so eine Verfahrenseinheit bilden, wobei als
mögliche Kombination das an sich bekannte Verfahren des maschinellen Schleifens herangezogen wird.
Es muß nicht besonders ausgeführt werden, daß auch andere
Verfahren zur Abtragung der wulstartigen Lochränder herangezogen
werden können; welches Abtrags-Verfahren angewandt
wird hängt ab von wirtschaftlichen Fragen und dem Jeweiligen
Einsatzgebiet des Siebes«
Ein erfindungsgeeäß hergestellte* Siebblech 1st in den
Figuren 1 bis 2 dargestellt, wobei Fig«i+3 da« gerade gelochte
und Fig. 2 das fertig bearbeitete Siebblech in stark
vergrößerte» Maßstab zeigen· Hierbei ist 1 das Siebblech
als solches, 2 die Siebbffnungen, 3 die siebwirksame Arbeitsseite
des Siebbleches nach der Fertigstellung und h
die engste Stelle der Siebäffnungen.
Claims (3)
1) Verfahren zur mechanisch-maschinellen Herstellung feingelochter
Siebbleche, bei dem die Sieböffnungen unter Verwendung von Schnitt- und Preßwerkzeugen dadurch gebildet werden, daß das Blechmaterial an den Stellen der ^
Sieblöcher aufgeschnitten und aus der Blecheben· heraus unter Bildung des Siebloches so weit verdrängt wird, daß
der verdrängte Teil des Bleches mit seiner Stirnfläche einen schräg zur Blechebene liegenden wulstartigen Lochrand
bildet, wobei dieser Vorgang gleichzeitig an beiden Oberflächen des Bleches durchgeführt wird, wodurch sich
Sieböffnungen beiderseitiger Konizität mit doppelter stumpfkegeliger Form bilden, gekennz ei chnet
d u r ch die direkte kombinierte Anwendung eines weiteren
geeigneten Verfahrens, mit dessen Hilf· die wulst- f
artigen Lochränder auf einer Seite der Blechoberfläche bis
zur engsten Stelle (4) der Sieböffnungen (.2) abgetragen werden, wobei die beiden kombinierten Verfahren vorzugsweise
in direktem räumlichen Zusammenhang stehen und so
eine Verfahrenseinheit bilden.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als geeignetes weiteres Verfahren
das an sich bekannte Verfahren des maschinellen Schleifens
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(Art. 7 S 1 Abs. 2 Nr. 1 Satz 3 des Änderungsgo3. V. 4. 9.19GI
herangezogen wird·
3) Feingelochtes Siebblech, hergestellt nach den Merkmalen
der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeich net, daß die gebildete siebwirksaae Arbeitsfläche (3)
eine Oberflächen-Rauhigkeit von weniger als 2,5p" aufweist.
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