DE1601105C - Kondensationsanlage fur Dampfturbinen Abdampf - Google Patents
Kondensationsanlage fur Dampfturbinen AbdampfInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kondensationsanlage für Dampfturbinen-Abdampf, der an
kühlwasserdurchflossenen, in Teilbündeln und hintereinanderliegenden Reihen oberhalb eines Kondensatorbodens
angeordneten und je einen Hohlraum bildenden Kondensatorrohren niedergeschlagen wird,
wobei die in jedem Hohlraum sich ansammelnden, mit Dampf vermischten, nichtkondensierbaren Gase
durch einen Luftkühler hindurch abgesaugt werden und die Teilbündel in der Anlage derart angeordnet
sind, daß zwischen ihnen sich in der allgemeinen Strömungs richtung des Dampfes verengende Strömungskanäle
für den Dampf entstehen.
Bei den bekannten Kondensationsanlagen dieser Art bilden die in hintereinanderfolgenden Rohrreihen
angeordneten Kondensatorrohre jedes Teilbündels eine in sich geschlossene Wand von größenordnungsmäßig
gleicher Dicke und umschließen mantelartig und allseitig einen Hohlraum, in welchem der Luf,tkühler
untergebracht ist. Der Dampf kann dann zu den außenliegenden Rohren der Teilbündel frei zuströmen
und jedes Rohrbündel in Querrichtung durchströmen. Bei jedem Teilbündel steht der abrieselnde Kondensatregen bis nach unten mit nahezu
ungekühltem Dampf in Berührung, so daß sich das Kondensat praktisch nicht unter die Temperatur des
einströmenden Dampfes abkühlt. Die nichtkondensierbaren Gase, insbesondere Luft, sammeln sich
samt noch nicht kondensiertem Dampf im Hohlraum jedes Teilbündels an und werden mittels eines Saugers
durch den Luftkühler durchgesogen, wobei noch ein Teil des Dampfes auskondensiert.
Bei dieser bekannten Kondensationsanlage benötigt jedes Teilbündel in nachteiliger Weise beträchtlichen
Raum, der durch die große Bauhöhe sowie den vom Luftkühler im Hohlraum des Teilbündels
beanspruchten Platz vorgegeben ist. Zudem muß die Wand jedes Teilbündels eine Aussparung
von Rohren aufweisen, um die nichtkondensierbaren Gase aus dem Luftkühler herausführen zu können.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist, die angeführten Nachteile zu vermeiden. Erfindungsgemäß
ist die Kondensationsanlage dadurch gekennzeichnet, daß jeder Hohlraum mindestens teilweise durch den
zugehörigen Luftkühler abgeschlossen at.
Die Erfindung wird anschließend an Hand der Zeichnung beispielsweise erläutert. Es zeigt
F i g. 1 schematisch einen Schnitt senkrecht zu den Rohren eines Teilbündels einer Kondensationsanlage,
bei welcher ein Luftkühler teilweise im Hohlraum des Teilbündels liegt,
F i g. 2 einen entsprechenden Schnitt einer anderen Kondensationsanlage, bei welcher der Luftkühler
gänzlich unterhalb des Teilbündels liegt,
F i g. 3 einen entsprechenden Schnitt einer weiteren Kondensationsanlage, bei welcher das Teilbündel auf
dem Kondensatorbodenblech sitzt und der Luftkühler außerhalb des Kondensatorraums angeordnet ist.
Gemäß F i g. 1 sind in einem nicht dargestellten Kondensatorgehäuse die gegeneinander versetzt liegenden
Kondensatorrohre 1 in mehreren Teilbündeln 2 angeordnet, deren Schenkel nach unten gespreizt
sind und zwischen sich einen Hohlraum 3 bilden. Der Dampf strömt in das Kondensatorgehäuse
und verteilt sich im Raum durch Strömungskanäle 4, die in der allgemeinen Richtung 5 der Strömung sich
derart verengen, daß die Strömungsgeschwindigkeit des Dampfes in diesen Kanälen mindestens annähernd
konstant bleibt. Der Dampf gelangt nach den Pfeilen 6 frei zu den außenliegenden Rohren der
Teilbündel 2, die er mit nur geringem Druckverlust durchströmt.
Die Enden der beiden Schenkel jedes Teilbündels 2 sind mit nach außen geneigten Blechen 7 abgeschlossen,
während der Hohlraum 3 nach unten durch einen teilweise in den Hohlraum 3 ragenden Luftkühler 8 abgeschlossen ist. Der Dampf kondensiert
ίο an den Rohren 1, und das Kondensat tropft auf die
Abschlußbleche 7, von wo es nach den Pfeilen 9 auf den Kondensatorboden 10. fließt, über welchem in
einem Abstand die Teilbündel 2 angeordnet sind. Das Kondensat bleibt dabei mit dem Dampf nahezu
is ständig in Berührung. Da zudem der Dampf beim Durchdringen der Rohrreihen nur einen geringen
Druckabfall erleidet, bleibt die Temperatur des Dampfes und somit auch diejenige des Kondensats
im ganzen Raum annähernd auf dem ursprünglichen ao Wert, so daß das Kondensat aus der Umgebung keine
nichtkondensierbaren Gase, insbesondere Luft bzw. Sauerstoff, lösen kann.
Die nichtkondensierbaren Gase sammeln sich im Hohlraum 3 an und werden zusammen mit noch
nicht kondensiertem Dampf mittels eines Saugers durch den Luftkühler 8 durchgezogen, wobei an der
kältesten Stelle, d. h. im untersten Teil des Hohlraumes 3, abgesaugt wird. Die abgesaugten Gase bzw.
das Gemisch der Gase mit nichtkondensiertem Dampf wird über eine Rohrleitung 11 nach unten weggel
ührt.
Zur Vermeidung von störenden Randeffekten infolge des wechselnden Abstandes der untersten
Rohre 1 von den Abschlußblechen 7 können diese Bleche gewellt oder mit parallel zu den Rohren 1
sich erstreckenden Rippen versehen sein, so daß jedes der untersten Rohre mit der Oberfläche der Abschlußbleche
7 den gleichen Zwischenraum bildet.
Die beschriebene Kondensationsanlage weist eine bessere Raumausnutzung auf als die bekannten Kondensationsanlagen,
bei welchen die Rohrbündel eine in sich geschlossene Wand bilden, da die Bauhöhe
geringer ist und der Hohlraum zwischen den Schenkeln des Rohrbündels infolge der nur teilweisen An-Ordnung
des Luftkühlers im Hohlraum verringert werden kann. Ein weiterer Vorteil der beschriebenen
Kondensationsanlage liegt darin, daß eine günstigere Gestaltung des Rohrbündels ermöglicht wird, indem
ohne nötige Rücksichtnahme auf den Luftkühler die Rohrreihen entlang des Bündels gleichmäßig angeordnet
werden können und der Anschluß des .Luftkühlers an den Sauger ohne Störung der Anordnung
der Rohrreihen vorgenommen werden kann.
In F i g. 2 ist eine weitere Ausführungsform der Kondensationsanlage gemäß der Erfindung dargestellt,
die sich vom Ausführungsbeispiel der F i g. 1 dadurch unterscheidet, daß der Luftkühler 12 zur
Gänze unterhalb des Teilbündels 2 angeordnet ist und somit nicht mehr in den Hohlraum 3 ragt. Dies
erlaubt es, eine geringere Spreizung der Schenkel des Teilbündels 2 vorzusehen und so eine weitere Raumeinsparung
zu erzielen. Die Enden der Schenkel des Teilbündels 2 sind wiederum mit geneigten Blechen 7
abgeschlossen, auf welche das Kondensat abtropft und von welchem es anschließend nach den Pfeilen 9
auf den Kondensatorboden 10 fließt. Mit 11 ist wieder die Absaugrohrleitung bezeichnet.
Bei der in F i g. 3 dargestellten Ausführungsform
Bei der in F i g. 3 dargestellten Ausführungsform
sitzen die Teilbündel 2 direkt auf dem Kondensatorboden 10. Längs den Seiten der Teilbündel sind Rinnen
13 vorgesehen, in welche das auf den Kondensatorboden abtropfende Kondensat fließt. Aus den
Rinnen 13 wird das Kondensat mittels Rohrleitungen 14 entfernt. Der mit der Absaugrohrleitung 11
versehene Luftkühler 12 ist unter dem Kondensatorboden 10 außerhalb des Hohlraums 3 und des Kondensatorraums
angebracht und weist eine in F i g. 3 nicht dargestellte, im Kondensatorboden 10 vorgesehene
Ausgangsöffnung für das sich im Hohlraum 3 ansammelnde Gas-Dampf-Gemisch auf.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht nur auf Kondensatoren mit Teilbündeln beschränkt, deren
Wölbung nach oben neigt, wie sie aus der Zeichnung ersichtlich sind. Die Teilbündel können auch in einer
anderen, z. B. um 90° gedrehten Lage angeordnet sein, bei denen dann die Luftkühler seitlich liegen.
Claims (6)
1. Kondensationsanlage für Dampfturbinen-Abdampf, der an kühlwasserdurchflossenen, in
Teilbündeln und hintereinanderliegenden Reihen oberhalb eines Kondensatorbodens angeordneten
und je einen Hohlraum bildenden Kondensatorrohren niedergeschlagen wird, wobei die in jedem
Hohlraum sich ansammelnden, mit Dampf vermischten, nichtkondensierbaren Gase durch einen
Luftkühler hindurch abgesaugt werden und die Teilbündel in der Anlage derart angeordnet sind,
daß zwischen ihnen sich in der allgemeinen Strömungsrichtung des Dampfes verengende Strömungskanäle
für den Dampf entstehen, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Hohlraum
(3) mindestens teilweise durch den zugehörigen Luftkühler (8,12) abgeschlossen ist.
2. Kondensationsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der beiden
Schenkel jedes Teilbündels (2) durch das Kondensat sammelnde und ableitende Bleche (7,10)
abgeschlossen sind.
3. Kondensationsanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bleche (7) gewellt
«ÄMfcbiktet oder mit parallel sich zu den Kondensatorrohren
(1) erstreckenden Rippen versehen sind.
4. Kondensationsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftkühler (8)
teilweise in den Hohlraum (3) hineinragt.
5. Kondensationsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schenkel
jedes Teilbündels (2) auf den Kondensatorboden (10) aufgesetzt sind, wobei zur Ableitung des
Kondensats im Kondensatorboden (10) zwischen je zwei Teilbündeln (2) eine mit Rohrleitungen
(14) versehene Rinne (13) angeordnet ist.
6. Kondensationsanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftkühler (12)
unter dem Kondensatorboden (10) angebracht ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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